Layout-Tipps, Plugins, Texte, Amazon und mehr – Nischenseiten-Interview

Layout-Tipps, Plugins, Texte, Amazon und mehr - Nischenseiten-InterviewDie Erstellung eigener Nischenwebsites dauert seine Zeit und kostet viel Arbeit.

Über seine Erfahrungen mit Nischenseiten berichtet mein heutiger Interviewpartner.

Dieser schildert unter anderem seine Vorgehensweise, gibt viele Tipps und spricht über Probleme.

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Bitte stell dich meinen Lesern kurz vor.

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Mein Name ist Chris Donner. Als du 2012 deine erste Nischenseiten-Challenge veranstaltet hast, bin ich auf das Thema Nischenseiten aufmerksam geworden. Damals habe ich zum Thema Katzenbedarf eine erste Nischenwebsite erstellt. Zu Beginn mit viel unnötigen Schnickschnack und einer eher mäßigen Conversion.

Dank weiterer NSCs und vieler Artikel, konnte ich immer mehr an dieser und meinen folgenden Nischenseiten feilen und optimieren. Sicherlich kommt mir da auch mein Job als Webdesigner entgegen. Dadurch ist es mir möglich Themes selbst zu schreiben und Plugins sowie Schnittstellen zu Amazon einfach nach meinen Wünschen zu modifizieren.

Warum hast du an der Nischenseiten-Challenge teilgenommen?

Die Nischenseiten-Challenge war für mich eine super Gelegenheit, um an einem kleinen, in sich abgeschlossenen und überschaubaren Projekt ein bisschen mit SEO, Nutzerverhalten und Conversionoptimierungen herumzuexperimentieren.

Das Amazon Affiliate Programm stellte für mich bei meinen ersten Nischenwebsiten nur einen netten Nebenverdienst von ein paar Euro dar. Zudem fand ich das transparente Konzept mit den ausführlichen NSC-Wochenberichten sehr gut, um sich Step für Step mit dem Thema vertraut zu machen.

Die vielfältigen Ansätze der Community gaben zudem genügend Inspiration für verschiedene Herangehensweisen.

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Wie kamst du auf die Idee für deine Nische?

In meinen Bekanntenkreis wird holzverarbeitendes Gewerbe betrieben und entsprechende Maschinen verkauft. Insofern hatte ich da einfachen Zugang zum Thema, sowie den dazugehörigen Produkten.

Sicherlich spielte auch persönliches Interesse eine Rolle, denn zu dem Zeitpunkt wo ich tischkreissäge-tests.de gestartet habe, beschäftigte ich mich gerade mit zwei handwerklichen Projekten.

Hast du die Nische vorher analysiert? Wenn ja, wie?

Da schlage ich bei meinen Nischenseiten eher den klassischen Weg ein. Wie gesagt waren die Themen durch meine Projekte sowieso schon gesteckt. Auf Amazon habe ich dann das Angebot an Tischkreissägen gescheckt. Zubehör gibt es bereits ab wenigen Euros. Die richtigen Maschinen kosten dagegen unter 100 EUR bis über 600 EUR. Da Amazon seit geraumer Zeit die Deckelung der Vergütung abgeschafft hat, sind damit auch größere Provisionen möglich.

Über den Google Keyword Checker erhalte ich das zu erwartende Suchvolumen. Mit 22.200 ist das im Falle von Tischkreissägen nicht schlecht. Die langfristige Entwicklung checke ich zusätzlich bei Google Trends.

Zum Schluß gleiche ich die Daten nochmal mit Market Samurai (leider inzwischen eingestellt) ab und notiere mir alles in einer Excel Tabelle.

Über die Google Suche hole ich mit meist noch Inspirationen über weitere Longtail Keywords oder Keyword-Kombinationen.

Wie sah die Planung deiner Nischenwebsite aus?

Ich habe mir einen eigenen Zeitraum gesteckt, da ich gerne das Weihnachtsgeschäft mitnehmen wollte. Im Bereich der Holzbearbeitung ist das die ertragreichste Zeit.

Wichtig ist aber auch zu wissen, dass SEO-Projekte, wie eine Nischenwebsite, erst nach frühestens vier bis sechs Monaten wirklich gut anfangen bei Google zu ranken. In Sachen Technik gab es dagegen nicht viel vorzubereiten, da ich einfach auf mein bestehendes Theme gesetzt habe.

Mit welcher Technik hast du deine Nischensite umgesetzt? Welche Plugins sind dir am wichtigsten?

Ich setze auf klassische Affiliate-Plugins für WordPress. Amazon Bestseller gibt mir beispielsweise eine Liste der beliebtesten Artikel zu einem Keyword aus. Mit etwas CSS lässt sich diese Liste im Handumdrehen an mein Design der Nischenseite anpassen.

Um mir produktbezogene Daten direkt von Amazon zu ziehen (zum Beispiel Preise, Bewertungen, Verfügbarkeit…) greife ich auf das sehr vielseitige Amazon Simple Admin Plugin zurück. Hier schätze ich, dass man für verschiedene Stellen auf der Website unterschiedlichste Templates komplett selbst anlegen und via Javascript aussteuern kann. Beispielsweise nutze ich das, um bei direkten Amazon Angeboten ohne Umwege zum Warenkorb zu verlinken (Stichwort 90 Tage Cookie), bei günstigeren Angeboten von Drittanbietern jedoch auf die Produktdetailseite verweise.

WP Product Review beschert mir ansehnliche und flexibel anpassbare Produkttests.

WP Fastest Cache ist nach längerem Herumexperimentieren mit TotalCache und Supercache mein Werkzeug, um die Performance für Google und die Besucher angenehm zu halten und WP SEO von Yoast bietet mir alle Möglichkeiten um die Seiten komfortabel OnPage zu optimieren.

Mehrfach wurde ich auch schon wegen der Vergleichstabellen gefragt: Diese zaubert ein Plugin namens GoPricing Tables. In meinen Augen die etwas schönere Alternative zu Tablepress.

Wie ist das Layout deiner Nischenwebsite entstanden?

Das Layout fußt – leicht zu erkennen – ursprünglich auf dem TwentyTwelve Standardtheme von WordPress. Das habe ich zusammen mit den oben beschriebenen Plugins stark aufgebohrt und an meine Bedürfnisse angepasst. Da steckt eine Menge Arbeit dahinter.

Wichtig war mir am Ende, das man dieses Theme universell für mehrere Nischenwebsites einsetzen kann. Wartungstechnisch gibt es in meinen Augen nix zeitraubenderes als ein halbes Dutzend Nischenwebsites ändern, updaten oder optimieren zu müssen, wenn jede auf ein individuelles Theme setzt.

Wie einfach fällt dir das Schreiben von Artikeln und wie gehst du das an?

Eine gute Frage. Im Fall von Tischkreissäge hatte ich ja glücklicherweise schon Vorerfahrung.

Zudem hatte ich Zugang zu den Tischkreissäge-Modellen und konnte mir selbst ein genaues Bild machen. So sind die Tests entstanden.

Welche Inhalte hast du erstellt und warum?

Neben den Tests und Vergleichen sowie den Bestseller-Listen mit Verkaufsabsicht nutze ich auch einen großen Ratgeberbereich, der den interessierten Besuchern den Ersteinstieg ins Thema ermöglichen soll und im Longtail meist gut rankt.

Um dort die richtigen Inhalte zu eruieren, schaue ich bei Google, Handwerker-Foren oder Gute-Frage, was die Zielgruppe beschäftigt und welche Fragen häufig gestellt werden bzw. im Internet manchmal noch unzureichend beantwortet sind. Darum stricke ich dann zum großen Teil meinen Ratgeberbereich. Hier ist in meinen Augen aber auch die richtige Mischung wichtig. Nicht jeder Artikel muss zwingend eine Kaufabsicht haben oder gar auf Google zugeschnitten sein. Es ist einfach wichtiger ein umfassendes Informationsangebot rund um das Thema anzubieten, welches dem Nutzer wirklich Mehrwert bietet.

Aktuell probiere ich parallel dazu noch Textbroker – für eine Bewertung solcher Autorendienste ist es für mich aber noch zu früh. Außerdem würde ich niemals alle Texte einer Nischenwebsite extern schreiben lassen, weil man sich damit die Chance nimmt, zu dem Thema selbst etwas zu lernen und sich Wissen auf diesem Fachgebiet anzueignen.

10. Wie verlief der Start deiner Nischenwebsite?
Ruhig. Mit ein paar wenigen Besuchern am Tag und einer Handvoll Artikeln bin ich gestartet. Das ist okay, um Google frühzeitig zu signalisieren, dass hier etwas entsteht.

Ähnlich wie beim Linkaufbau setze ich darauf, dass die Seite auch inhaltlich gemächlich wächst und schreibe hier und da weitere Artikel.

Auf welche Probleme bist du gestoßen und welche Erfahrungen konntest du sammeln?

Da verweise ich gern auf dein hilfreiches AnalyseVideo von vor einem Jahr. Das war so ziemlich in der Anfangszeit und hat mir recht gut und viel Input gegeben. Das Layout habe ich daraufhin etwas aufgeräumt und einzelne Bereiche stärker voneinander abgesetzt.

Die größte Herausforderung war jedoch die Darstellung sich schnell ändernder Inhalte, wie Amazon-Preise. Damals habe ich diese statisch angegeben, was nicht wirklich konform mit den Amazon AGBs ist. Jetzt sind sie dynamisch. Hier wollte ich den jeweils günstigsten Preis auslesen. Das kann unter Umständen auch der Preis eines Drittanbieters oder eines gebrauchten Gerätes sein. Jedes der eingesetzten Plugins behandelte die Preise jedoch unterschiedlich, sodass ich Inkonsistenzen vermeiden musste.

Zudem musste ich das Caching so konfigurieren, das schnelle Preisänderungen seitens Amazon auch zeitnah auf meiner Website erscheinen. Das hat insgesamt ganz schön viel Zeit gekostet. Vielleicht lasse ich künftig aber auch die Preisangaben auf meiner Nischenwebsite ganz weg und verlinke stattdessen einfach zu Amazon.

Welche Vermarktungsmaßnahmen hast du durchgeführt und wie wichtig war die Suchmaschinenoptimierung?

On-Page Optimierung ist für mich immer an erster Stelle. Mittels dem WP SEO Plugin* kann man eigentlich schon ganz gute Ergebnisse erzielen. Zudem setze ich auf eine textlastige Startseite (du hattest diese ja bereits in deiner Videoanalyse angemerkt), die mit sinnvoller Querverlinkung nicht nur die Besucher tiefer in die Seite führen, sondern auch Google.

In Sachen Linkbuilding halte ich mich momentan zurück: ein paar RSS-Feed Eintragungen, ein paar Blogkommentare und ein halbes Dutzend Linkpartnerschaften müssen für den Anfang reichen. Später wird das sukzessive ausgebaut.

Wie hat sich deine Nischenwebsite seit der Nischenseiten-Challenge entwickelt?

Zu Beginn startete die Website mit knapp 10 Besuchern am Tag. Die Verweildauer war noch recht kurz. Mit steigenden Inhalten und nützlichen Querverlinkungen tummeln sich die Besucher nun aber schon ca. 2 bis 4 Minuten – vor allem im Ratgeber- und Testbereich.

6 Monate nach dem Start hat auch Google die Nischenwebsite in seinen Suchergebnissen nach oben befördert. Das Hauptkeyword ist mittlerweile konstant unter den Top 10. Etliche Longtailkeywords ziehen zusätzliche Besucher auf die Website, sodass Tischkreissäge aktuell auf ca. 200 Besucher am Tag kommt.

Danke für das Interview

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9 Gedanken zu „Layout-Tipps, Plugins, Texte, Amazon und mehr – Nischenseiten-Interview“

  1. “Zudem hatte ich Zugang zu den Tischkreissäge-Modellen und konnte mir selbst ein genaues Bild machen. So sind die Tests entstanden.”

    Wo ist denn auf der Seite etwas getestet selbst worden? Die “Tests” sind offenbar zusammengefasste Amazon Bewertungen.

    Ich finde, dass du, lieber Peer, diesen Pseudo-Testseiten hier keine Plattform geben solltest. Dies ist unethisch, weil dem unbedarften Kunden hier für eine Provision eine Scharade vorgegaukelt wird.

    Nur weil wir Geld im Internet verdienen wollen, bedeutet das nicht, dass wir dafür alles machen sollten. Es reicht schon, wenn wir Google versuchen auszutricksen.

    Irgendwo muss es auch eine Grenze geben, sonst erstellen wir demnächst Nischenseiten, wo wir dem Besucher “versprechen” Stroh zu Gold zu spinnen.

    Antworten
    • Wenn deine Unterstellung zutrifft, so wäre das natürlich nicht in Ordnung. Aber im Zweifel für den Angeklagten. Ich gehe davon aus, dass er mich nicht belügt.

      Antworten
      • Die Testseiten sind bezeichnet mit Säge xy “im großen Test”.

        Wo ist dieser “große Test”? Wo sind Testbilder der Maschine? Wo sind Bilder des gesägten Holzes? Wo sind Vergleiche der Schnitte mit den anderen Maschinen? Objektive Daten wie gemessene Lautstärke in Dezibel? Wo sind konkrete Hinweise, Insiderinformationen, Praxiserfahrungen?

        Da sind die ja Amazon Kundeninformationen wesentlich konkreter.

        Ich möchte nicht ausschließen, dass Chris die Geräte möglicherweise gesehen hat, aber ich schließe aus, dass hier etwas stattgefunden hat, was man einen “Test” nennen könnte.

        Der Satz “Da Amazon seit geraumer Zeit die Deckelung der Vergütung abgeschafft hat, sind damit auch größere Provisionen möglich.” und das Ranking der Maschinen hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack.

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        • Hmmm, ein bisschen muss ich Daniel schon Recht geben. Unter einem großen Test stell’ ich mir auch etwas anderes vor.
          Allerdings habe ich sowieso immer etwas Bauchweh, bei den ganzen “Affiliate-Test-Seiten”. Die meisten sogenannten “Tester” haben die Produkte selbst nie in der Hand gehabt. Echte Tests, wie sie zum Beispiel Stiftung Warentest durchführt sind sowieso kaum möglich. Bestenfalls ein persönlicher Gebrauchstest mit persönlichen Erfahrungen. Das wäre ja auch schon etwas. Meist handelt es sich streng genommen “nur” um “Produktvorstellungen” (ich glaube Peer hat dazu auch mal was geschrieben).
          Man sollte die Dinge dann aber ehrlicherweise auch so benennen und nicht dem Verbraucher falsche Tatsachen vorspiegeln.

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  2. Peer, vielleicht könntest du in einem Artikel beschreiben, was rechtlich erlaubt ist auf einer Seite zu behaupten und wo möglicherweise Angriffspunkte für Rechtsverfolgungen bestehen?

    Ich vermute, dass alle Pseudotestseiten u.a. wegen §3 und §5 UWG angezeigt werden könnten.

    Antworten
    • Rechtliche Ratschläge sind immer etwas problematisch. Aber wer einfach ehrlich bleibt und nichts behauptet, was nicht stimmt, muss sich eigentlich keine Sorgen machen.

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