Wie ein Hobby-Fotograf mit Video-Kursen passive Einnahmen generiert – Interview

Wie ein Hobby-Fotograf mit Video-Kursen passive Einnahmen generiertDas Thema Video ist in den letzten Jahren im Internet immer populärer geworden.

Mittlerweile verdienen viele Selbständige im Netz mit Videos gutes Geld, aber ganz so einfach ist es dennoch nicht.

In meinem heutigen Interview spreche ich mit einem Hobby-Fotografen, der sich durch Video-Kurse passive Einnahmen aufgebaut hat.

Hallo Thomas. Bitte stell dich meinen Lesern vor.

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Mein Name ist Thomas Leuthard und ich bin ein Street Fotograf aus der Schweiz. Ich habe aber immer noch einen 60% Job in der Informatik, den ich für die Regierung ausübe.

Ich reise mit meiner Kamera in die großen Städte dieser Welt, um auf der Straße zu fotografieren.

Seit wann bist du Fotograf und wie ist diese Leidenschaft entstanden?

Ich habe mir vor 8 Jahren die erste Spiegelreflexkamera gekauft. Eigentlich aus einem Grund, den ich heute als Nerdtum bezeichne. Ich habe sie nur gekauft, weil ich als Informatiker das einfach mal ausprobieren wollte. Kamera bestellt, Kurs gebucht und mal damit angefangen.

Die Leidenschaft wurde dann entfacht, als ich für dreieinhalb Wochen an den Olympischen Spielen in Peking arbeiten konnte. Da realisierte ich zum ersten Mal, was auf der Straße so alles passiert.

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Du hast dich auf Streetfotografie spezialisiert? Was ist das und was ist das Besondere daran?

Die Streetfotografie zeigt das echte und nicht inszenierte Leben. Sie ist authentisch, weil ich mit den Menschen, die ich fotografiere nicht interagiere und alles vom Zufall abhängt.

Sie ist herausfordernd, weil ich nur über die Kameraeinstellungen und der -position agieren kann. Alles Andere ist vorgegeben und ich muss damit zurechtkommen.

Man sagt auch, dass Street eine der schwierigsten Arten der Fotografie ist. Für mich ist es die Herausforderung, aus dem alltäglichen Leben etwas besonderes zu schaffen.

Wie verdienst du heute dein Geld? Hauptsächlich als Fotograf?

Nein, ich verdiene mein Geld hauptsächlich in meinem Job als Informatiker. Aber ich habe verschiedene Wege gefunden, mit der Fotografie Geld zu generieren.

Im Moment könnte ich auch von der Fotografie leben, wenn ich diesen Bereich entsprechend ausbauen würde.

Wie bist du auf die Idee gekommen über Udemy Online-Kurse anzubieten?

Ich wurde von Udemy* angefragt worden, ob ich bei Udemy einen Online Kurs anbieten möchte. Genau in der gleichen Zeit war ich für einen Workshop gebucht.

Der Organisator erzählte mir, dass er Kunden hat, die schon mehrere Workshops bei ihm gebucht hätten und immer kämen. Eigentlich wollte er nur einen Grundlagenkurs anbieten. Mir wurde bewusst, dass die Fotografen Kurse besuchen wollen.

Wie bist du deinen ersten Kurs angegangen und wie viel Aufwand war das?

Ich hatte ja nicht viel Ahnung, was eigene Online-Kurse angeht. Natürlich habe ich schon einiges an Kursen gesehen und habe mich dafür entschieden, mich an einen Tisch zu setzen, mein Notebook vor mir zu haben und mich dabei zu filmen (eine Kamera hatte ich als Fotograf ja bereits), wie ich über Street Fotografie* erzähle.

Ich habe mir im Baumarkt einen Doppelbaustrahler gekauft, damit ich genügend Licht habe. Ein Mikrofon hatte ich schon, also konnte ich sofort starten.

Als Grundlage nahm ich mein Script, das ich bei den Workshops benutze. Eigentlich habe ich nur den gleichen Inhalt wie an den Workshops nochmals in die Kamera gesprochen. Dabei wurden auch Bilder eingeblendet. Der Aufwand war entsprechend klein, weil ich das Material schon hatte.

Ich denke für den ersten Kurs, welcher in Deutsch aufgenommen wurde, hatte ich rund 25 Stunden Aufwand. Das Gleiche machte ich dann noch auf Englisch.

Welche Erfahrungen konntest du bisher sammeln mit Udemy?

Ich war erstaunt, wie gut sich solche Kurse verkaufen lassen. Ich habe gemerkt, dass ich über Udemy Menschen erreiche, die ich sonst nie erreicht hätte.

Ferner gibt es auf Udemy extrem viele Nutzer, die auf meine Kurse aufmerksam werden, die mich vorher noch nicht kannten. Udemy macht immer viel Werbung und so werden meine Kurse verkauft, ohne dass ich viel dafür tun muss.

Auch wenn man nicht so eine grosse Reichweite hat, kann man auf Udemy erfolgreich sein. Natürlich bekommt Udemy einen Anteil an den Einnahmen, aber sie tun auch viel dafür.

Was machst du inzwischen bei deinen Kursen besser als noch am Anfang? Welche Tipps kannst du Udemy-Neudozenten geben?

Ich sitze nun nicht mehr nur vor eine weißen Wand und erzähle. Beim letzten Kurs war die Abwechslung zwischen Head Shots, Screencast, Präsentation und Bildern ausgewogener. Ich habe mir auch ein besseres Mikrofon angeschafft und habe natürlich viel über Bild und Ton dazugelernt.

Der wichtigste Tipp ist auf jeden Fall, dass der Ton wichtiger ist, als das Bild. Ein schlechtes Bild verzeiht der Zuschauer eher wie einen schlechten Ton.

Ferner empfehle ich jedem zuerst ein Test-Video hochzuladen, damit er Feedback von der Udemy Community, sowie von den Reviewern bekommt. Schliesslich werden die Anforderungen an die hochgeladenen Videos immer höher.

Noch wichtiger ist, dass Du einfach mal anfängst und einen kleinen Kurs produzierst, um zu sehen, dass es gar nicht so schwierig ist. Es ist nur der erste Schritt, der uns zögern lässt.

Lohnt es sich finanziell über Udemy Kurse anzubieten?

Ja, es lohnt sich auf jeden Fall bei Udemy Kurse anzubieten. Der grosse Vorteil ist, dass es passives Einkommen ist. Ich stelle ein Video her und kann dieses dann über Monate oder Jahre anbieten, ohne zusätzlichen Aufwand zu betreiben.

Natürlich nur dann, wenn der Inhalt auch langfristig aktuell bleibt. Du kannst die Kurse aber auch jederzeit anpassen und einzelne Lektionen austauschen bzw. aktualisieren.

Gibt es Unterschiede zwischen deinen deutsch- und deinen englischsprachigen Kursen? Was lohnt sich mehr?

Inhaltlich sind meine Kurse in beiden Sprachen identisch. Der große Unterschied ist, dass Udemy in Amerika viel populärer ist, als in Deutschland. Also verkaufen sich englische Kurse im Moment viel besser.

Auch wenn ich viele Followers im deutschsprachigen Raum habe, so habe ich nur ein Viertel deutsche Nutzer.

Was ist dein neuester Kurs und für wen ist der interessant?

In meinem neuesten Kurs, welcher aber schon ein paar Monate alt ist, geht es darum, wie ich eine Szene auf der Straße erarbeite. Er ist für alle jene interessant, die sehen wollen, wie meine Bilder entstehen.

Viele denken ja, ich stelle mich hin und drücke einmal ab. So einfach ist es nicht. Diese Frage erinnert mich aber daran, dass ich schon lange wieder mal einen neuen Kurs machen sollte. Ich habe noch 2-3 Themen in der Pipeline, bin aber zu faul mich vor die Kamera zu setzen. Ferner gibt es immer wieder andere Projekte, die spannender sind. :-)

Wie findest du neue Kursteilnehmer? Machst du selbst Werbung für die Kurse?

Ich habe am Anfang ein bisschen Werbung gemacht und versucht neue Kunden zu gewinnen. Ich habe Facebook-Werbung geschaltet, regelmäßige Aktionen auf meinen Kanälen gemacht und aktiv versucht meine Kurse zu verkaufen.

In der Zwischenzeit mache ich nicht mehr viel Werbung, weil es von alleine läuft. Aktuell kommen die meisten Studenten(Nutzer) über Udemy, sie sind also bereits angemeldet.

Ein Grund kann auch sein, dass ich schon viele Studenten habe und meine Kurse gute Bewertungen haben. Das wird irgendwann zum Selbstläufer und ist wohl ein Traum eines jeden Online Marketeers.

Zum Schluss würde ich mich über deine wichtigsten Tipps für angehende Fotografen freuen.

In der Fotografie gibt es wichtigere Disziplinen, als die Kamera und die Einstellungen. Jeder Fotograf soll die Kamera für einen Moment vergessen und sich um Inhalte und Gestaltung kümmern. Denn egal wie scharf und perfekt ein Bild belichtet ist, wenn es langweilig daherkommt, interessiert es niemanden.

Geh also raus, stelle Deine Kamera auf Automatik und macht die Augen auf. Das ist wie bei den Online-Kursen, irgendwann musst Du Inhalte liefern und nicht nur scharfe Videos mit perfektem Ton.

Danke Thomas für das Interview

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5 Gedanken zu „Wie ein Hobby-Fotograf mit Video-Kursen passive Einnahmen generiert – Interview“

  1. Mit Udemy lässt sich auf jeden Fall eine Menge Geld verdienen. Ich werde mich demnächst auch mal hinsetzen und einen Kurs zusammenstellen. Ich bin nämlich der Meinung, dass der Markt dort nocht nicht so überflutet ist, wie bei den Nischenseiten. Da lohnt sich der Aufwand für so einen Kurs mit Sicherheit.

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  2. Hey,
    sehr cool ich hab schon zwei Kurse von Thomas Leuthard auf udemy besucht. Sind einfach klasse gemacht – und haben mir wieder neuen Input gegeben.
    Schön, dass ich jetzt hier auf selbständig-im-netz wieder von dir lesen kann und wie du mit deinen udemy-Kursen Geld verdienst. :)

    Weiter so.

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  3. Von der Anbieterseite habe ich Udemy noch gar nicht betrachtet. Kann da jeder mit nachgewiesenen Fachkompetenzen Kurse anbieten oder geht das nur, wenn man wie Thomas von Udemy angefragt wird?

    Antworten
    • Jeder kann Kurse online stellen. Sofern die Kurs den Udemy Qualitätsstandard erfüllen. Dieser ist aber nicht unüberwindbar.

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  4. Interessantes Interview. Gerade auch, weil mein Eindruck ist, dass der Markt für deutschsprachige Kurse noch nicht ausgeschöpft ist. Ich selbst habe auch schon überlegt einen Kurs anzubieten. Ich denke, dass es eine gute Einnahmequelle werden kann. Was ich bemerkt habe und ich doch nicht so aufwendig eingeschätzt hätte: das passende Equipment, ein sauberes Sprechen und das Know-How müssen stimmen. Was mir an Udemy gefällt, ist der Support. Haben sich schnell gemeldet, Videoqualität gecheckt und Rückmeldung gegeben. Vielleicht pack ich es demnächst noch mal an. :)

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