Wie ein neues Theme für mehr Einnahmen sorgte und vieles mehr – Nischenwebsite Interview

Im heutigen Interview spreche ich mit einem Teilnehmer der letztjährigen Nischenseiten-Challenge.

Im Folgenden erfahrt ihr viele interessante Details und Tipps zur Texterstellung und wie mit einem neuen Theme die Einnahmen gesteigert wurden.

Viel Spaß damit.

Bitte stell dich meinen Lesern kurz vor.

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Beruflich habe ich eine kleine Online-Marketing-Agentur in Innsbruck. Ich komme ursprünglich aus dem Journalismus und sehe mein größtes Spezialgebiet daher im Content-Bereich.

Für die Kundengewinnung im Internet (was immer mein Ziel für meine Kunden ist) ist der Content und dessen Aufbau auch essenziell. Mit gewissen Kommunikationstechniken kann man da eindeutig mehr rausholen.

Privat treibe ich gerne Sport, gehe gerne ins Kabarett und mag es mich mit 2 Latten an den Füßen steile, schneebedeckte Berghänge hinunter zu stürzen.

Warum hast du an der Nischenseiten-Challenge teilgenommen?

Nischenseiten interessieren mich, weil man damit sehr gut Dinge austesten kann. Man kann testen, was gut funktioniert und was nicht (mehr) funktioniert. Dadurch hat man ständigen Informationsgewinn, den man dann auch in die tägliche Kundenarbeit einfließen lassen kann.

Die Nischenseiten-Challenge und die damit einhergehende Öffentlichkeit ist zudem gut, weil man sich dadurch selbst unter einen gewissen Zeitdruck setzt. Sonst schiebt man die eigenen Projekte immer zu leicht auf “morgen” hinaus. Dann kommt man zu nichts und der Informationsgewinn ist nicht mehr da. Daher ist die NSC eine super Gelegenheit. Ich werde auch diesmal wieder mitmachen.

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Wie kamst du auf die Idee für deine Nische?

Ich hatte eine Kundin im Yogabereich. Da ist mir aufgefallen, dass es in dieser Branche immer wieder nettes Suchvolumen gibt, aber recht wenige Websites, die von Profis aufgebaut wurden.

Bei der Keywordrecherche zum Thema Yogastudio fiel mir das Produkt “Yogahose” auf. Und da habe ich es im Hinterkopf behalten. Bei der NSC hatte ich mich daran erinnert und begonnen die Nische zu analysieren.

Wie hast du die Nische vorher analysiert?

Ich achte bei der Analyse immer auf mehrere Dinge. Das Suchvolumen muss stimmen, die Zielgruppenrelevanz auch und die Konkurrenzsituation ist im Idealfall auch okay. Okay heißt, dass sich die Einnahmemöglichkeiten gegenüber den Ausgaben für die Off-Site-Optimierung dann rentieren sollten.

Bei diesem Projekt (yoga-hose.com) habe ich gar kein Geld für die Off-Site-Optimierung in die Hand genommen.

Wie sah die Planung deiner Nischenwebsite aus?

Ich habe ein Konzept erstellt und eine Informationsarchitektur. Diese stellt das Ende der Planungsphase dar und zeigt mir alle geplanten Seiten der Website, was der Inhalt jeder einzelnen Unterseite ist und woraufhin welche Unterseite optimiert wird.

Da ich zu der Zeit gerade zu viel Arbeit hatte, wusste ich, dass ich es nicht schaffen würde, die Recherche und die Texte selbst umzusetzen. Daher hatte ich eine Texterin gebrieft und beauftragt. Das mache ich im Normalfall aber nicht, da ich sehr gerne meine Texte selbst schreibe.

Im Design wollte ich ein gewisses Theme ausprobieren und habe dieses dann eingesetzt. Wie sich gezeigt hat, war es aber nicht so gut.

Mit welcher Technik hast du deine Nischensite umgesetzt? Welche Plugins sind dir am wichtigsten?

Ich habe es sehr einfach gehalten und WordPress als CMS eingesetzt.

Bei den Plugins setze ich auch eher auf weniger statt mehr, da viele Plugins leicht die Performance negativ beeinflussen können. Wichtig ist mir ein SEO-Plugin, ein Sitemap-Plugin (falls das SEO-Plugin das nicht kann), W3 Total Cache, ein Backup-Plugin und ein Anti-Spam-Plugin.

Dann kommt es noch auf das Partnerprogramm an, welches Plugin man noch braucht. In diesem Fall wird Amazon Simple Admin genutzt, wobei mich nervt, dass es nicht immer richtig reinlädt und es auch braucht, bis die einzelnen Produkte dargestellt werden. Hier werde ich vermutlich bei Gelegenheit (oder zumindest bei der nächsten Nischenseite) wechseln.

Wie ist das Layout deiner Nischenwebsite entstanden?

Wie gesagt, wollte ich ursprünglich ein anderes Theme ausprobieren, als das was jetzt drauf ist. Dieses hatte aber nicht so gut funktioniert. Nun habe ich es umgestellt und mich beim Aufbau an eine Größe der Bekleidungsbranche gehalten. Daher habe ich Twenty-Twelve ein bisschen umgebaut, sodass der Aufbau gleich ist wie beim Bekleidungsriesen.

Kaufte früher jeder 10. Seitenbesucher bei meinem Partnerprogramm Amazon, ist es jetzt fast jeder dritte Seitenbesucher.

D.h.: Früher habe ich von 100 Seitenbesuchern 10 zu Amazon geschickt und Amazon hatte (zumindest über diese Nischenseite) eine Conversion-Rate von ca. 10 %. Jetzt schicke ich von 100 Seitenbesuchern ca. 30 hinüber.

Wie einfach fällt dir das Schreiben von Artikeln und wie gehst du das an?

Mir persönlich fällt das Schreiben der Artikel leicht. So als Grundregel: Ich frage mich als erstes, was interessiert die Zielgruppe am meisten. Und das steht dann ganz oben in den Texten, sodass die Zielgruppe sich sofort verstanden fühlt.

Von diesem Bedürfnis “führe” ich dann die Leser zu (meiner) Lösung. Bei diesem Projekt hatte ich ja eine Texterin. Diese zu briefen war gar nicht so leicht. Hinzu kommt, dass ich natürlich eine gewisse Vorstellung vom Text hatte, die aber nie dem gleicht, was man geliefert bekommt. Das sagt natürlich nichts über den Text aus, sondern ist nur eine Geschmacks- und Vorstellungssache.

Ob ich das so nochmals mache, weiß ich noch nicht. Je nachdem wie viel Zeit ich dann bei der Challenge habe.

Welche Inhalte hast du erstellt und warum?

Ich habe versucht eine Informationsarchitektur zu schaffen, die das Bedürfnis der Suchenden anspricht. D.h.: Bei jedem anvisierten Suchbegriff habe ich einen Text in Auftrag gegeben und der Texterin erklärt, was ich mir dazu ungefähr an Inhalt vorstelle.

Bei den Hauptkeywords (die mit statischen Seiten abgeholt werden sollen) ist das genau so abgelaufen. Ich habe dann mit dem Keyword-Planer von Google auch noch Long-Tails rausgesucht, zu denen Blogbeiträge getextet wurden.

Habe ich zum Beispiel gesehen, dass nach “yogahose mit steg” gesucht wird, so habe ich einen Beitrag über die besten Yogahosen mit Steg schreiben lassen. Diese Liste ist heute noch nicht ganz abgearbeitet – so entstand eine Liste mit ca. 20 Themenideen. Diese werde ich auch noch irgendwann nach und nach erstellen lassen und diese Nischenseite somit ausbauen.

Wie verlief der Start deiner Nischenwebsite?

Der Start verlief eigentlich ganz okay. Es gab schon während der Challenge die ersten Einnahmen. Die Seite hat sich dann mit dem alten Theme bei ca. 30 Euro pro Monat eingependelt. Der Rankingverlauf war auch gut.

Noch im Zeitrahmen der Challenge kam ich beim wichtigsten Keyword auf Seite eins. Davor waren es nur ein paar Longtails (wie eben z.B. Yogahose mit Steg).

Auf welche Probleme bist du gestoßen und welche Erfahrungen konntest du sammeln?

Ich habe viel dazu gelernt beim Briefing mit Textern und den Erwartungen.

Zudem konnte ich auch einiges über die Theme-Wirkung lernen und was einfache Webdesign-Änderungen gebracht haben, so dass die Einnahmen plötzlich in die Höhe schossen.

Welche Vemarktungsmaßnahmen hast du durchgeführt und wie wichtig war die Suchmaschinenoptimierung?

Ich habe Onsite versucht alles abzudecken, was Google dabei gerne hat. In Peers Nischenseiten-Handbuch steht das alles drinnen und auch auf seinen Websites gibt es genügend Artikel dazu. Die Maßnahmen will ich dabei gar nicht mehr so genau durchkauen.

Dann habe ich die Seite für ein kleines “Grundrauschen” in das ein oder andere Verzeichnis eingetragen. Zudem habe ich bei ein paar themenrelevanten Blogs kommentiert – alleine das hat schon ein paar Besucher gebracht.

Dann habe ich bei der Suche nach Linkquellen noch eine Näh-Bloggerin gefunden, die einen Entwurf für Yogahosen zum Selbernähen veröffentlicht hat. Mit ihr habe ich ein Interview geführt.

Zudem besitzt ein Yogastudio in Berlin ein Yoga-Wiki. Dort habe ich einen Beitrag über die Definition einer Yogahose geschrieben. Das war eigentlich alles. Mehr habe ich nicht gemacht.

Geld für Links habe ich keines ausgegeben.

Fazit: Ohne SEO geht bei Nischenseiten nichts. Vor allem Onsite muss man alles beherzigen von dem uns Google ja selber schon sagt, dass es das gerne hat (Stichwort: Google Hilfeseiten). Ob es damit dann was wird, entscheidet aber die Nischenwahl. Die muss stimmen, sonst wird es schwieriger. Bei stärkerer Konkurrenzsituation ist es auch möglich mit Nischenseiten Geld zu verdienen, da stecke ich aber viel mehr Kraft, Energie und auch Geld in die Vermarktung.

Wie hat sich deine Nischenwebsite seit der Nischenseiten-Challenge entwickelt?

Mitte November habe ich das Theme getauscht und so aufgebaut, wie es jetzt aussieht. Damit gab es einen richtigen Schub. Im November kamen gleich mehr als 60 Euro rein, im Dezember waren es fast 100 Euro und im Januar waren es 116,75 Euro.

Alles in allem zeigt sich dadurch, wie wichtig die Onsite-Optimierung ist, wenn man mit Nischenseiten Geld verdienen will. Stein des Anstoßes war übrigens hier wieder einmal Peer, da er eine andere Nischenseite von mir in einem Video analysiert hat. Mit seiner Kritik hatte er absolut recht und ich hatte gerade etwas Zeit. Bei dem Umbau der einen Seite habe ich die Yogahose auch gleich erledigt.

Das Ergebnis kann sich – wie ich finde – sehen lassen. Daher danke dich für deinen “Tritt in den Allerwertesten” mit deiner Analyse. So konnte ich wieder einmal etwas, dass ich schon viel zu oft auf “morgen” verschoben hatte, umsetzen.

Öffentlicher Druck hilft einfach oft. Daher freue ich mich schon auf die NSC 2016.

Danke Manuel für das Interview

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19 Gedanken zu „Wie ein neues Theme für mehr Einnahmen sorgte und vieles mehr – Nischenwebsite Interview“

  1. Schönes Ding Manuel,
    da war dein Vertrauen und die Arbeit in das neue Themen doch gerechtfertig.
    Von 10% auf 30% “Conversion Rate” ist natürlich der Hammer.
    Schön dass es funktioniert hat.

    Antworten
    • Hi Marcus, ja danke. Aber nur, wenn man das “die-Besucher-auf-Amazon-schicken” als “Conversion-Rate” ansieht. Bedenkt man nur die Sales, so ist die Steigerung von 1 % auf 3%. Aber ich finde das auch sehr gut :).

      Antworten
  2. Aber deine Webserver/Hoster-Konfiguration solltest du mal überprüfen,
    Ein Link von Peer und deine Seite verweigert den Dienst :-)

    508 Resource Limit Is Reached
    The website is temporarily unable to service your request as it exceeded resource limit. Please try again later.

    Trotzdem interessanter Beitrag, Themes und meiner Meinung nach auch Anzeigenplatzierung sollte man regelmäßig überprüfen. Ein paar Änderungen können mit wenig Aufwand große Unterschiede in den Einnahmen machen.

    Antworten
    • Hallo Marcel,

      ich habe den Artikel erst jetzt gesehen, konnte den Fehler aber nicht reproduzieren. Aber wenn das kurz nach der Veröffentlichung so war, hast du absolut recht. Das sollte nicht passieren. Ich sehe mir auf jeden Fall genau an, was da war. Vielen Dank.

      Antworten
    • Hallo Johannes,

      meiner Erfahrung nach hängt die Conversion-Rate von Amazon sehr stark vom Produkt ab. Bei diesem Produkt (der Durchschnittspreis der über Amazon verkauften Hosen liegt bei ca. 30 Euro) ist es recht hoch. Eine ähnliche Amazon-Quote sehe ich bei vergleichbar teuren Produkten bei einer anderen Nischenseite. Bei der Lawinenrucksack-Seite, die Peer von mir einmal analysiert hat, liegt die Quote bei 1 % – dieses Produkt kostet im Schnitt aber 500 Euro… Ich glaube, dass der Preis hier eine sehr große Rolle spielt.

      Antworten
  3. Projekt sieht nicht schlecht aus, ich würde aber probieren, die Schriftgröße noch etwas zu vergrößern. Das sorgt für eine geringere Absprungrate.
    LG

    Antworten
    • Hi Dominik,

      interessanter Punkt mit der Schriftgröße. Ich hatte diese gerade auf meiner Siete geändert von 18px, was ich viel zu groß fande auf 16px.

      Mit welcher Schriftgröße und Schriftart hast du den die besten Ergebnisse erfahren?

      Danke im Voraus und LG,
      Florian

      Antworten
      • Hallo Florian,

        Dominiks Hinweis mit der Schriftgröße hat mich auch eben wachgerüttelt. Aus meinem sehr subjektive Gefühl sollte man eher eine größere Schriftgröße nutzen als eine kleinere. Wenn,…ja wenn es der Textumfang der Seite zulässt.

        In meiner vierjährigen Webpräsenz habe ich der Schriftart und -größe nie allzu große Aufmerksamkeit gewidmet. Irgendeine von mir leider nicht zitierfähige Studie hat, so meine Erinnerung, vor zwei Jahren ergeben, dass eine größere Schrift eine stärkere emotionale Reaktion des Lesenden zur Folge hätte.

        Aber du fragst berechtigt: „Welche Schrift nimmt man denn jetzt so nun mal?“

        Die vom Papierdruck üblichen 12 px mit Arial einsetzten Zeichen, sind nicht wirklich der “Renner” – ich persönlich empfehle 18 px. und werde meine beiden Nischenseiten auch zeitnah komplett darauf umstellen.

        Häufig geht es doch gerade bei Nischenseiten um Übersichtlichkeit und schnelle Informationen, die man neben der affiliate an den Mann/die Frau bringen möchte.
        Also m.E. Finger weg von verschnörkelten Schriften und lieber ein großes, klares Schriftbild mit Groß- und Kleinschreibung.

        Aber…auch das Empfinden der Schrift ist “Geschmackssache”. Ich bin mir sicher, dass es viele Menschen geben wird, die die Schrift auf meinem blog nicht mögen, von anderen habe ich wiederum Zustimmung erhalten.

        Liebe Grüße
        joergmichael

        Antworten
  4. Tolle Zahlen für das Projekt. Da ich derzeit mobil unterwegs bin, muss ich jedoch feststellen, dass da das Design weniger schön ist. Liegt wahrscheinlich auch am Themen selbst.

    Antworten
  5. Hi Peer,
    Können wir nur bestätigen: Unsere Kunden stellen regelmäßig fest, dass Themes und die damit einhergehenden Veränderungen meist zum Erfolg führen. Wir hatten neulich dazu auch einen ergänzenden Beitrag von unserem Autor Sebastian Denzin. Unter ‘netzaktiv.de/nischendenken-im-e-commerce-ein-erfolgsgarant-nicht-nur-fuer-kleine-onlineshops/’
    Jetzt mach ich mich erst mal auf die Suche nach einer Yoga-Hose! :-)
    Schönen Tag aus Hannover
    Nadine

    Antworten
  6. Ich denke ein ansprechend Design ist sehr wichtig um sich von der Konkurrenz abzusetzen. Und sowas merkt natürlich auch Google.

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  7. Hi,

    sehr schöner Bericht. Aber wo finde ich denn das Video mit der Kritik von Peer genau? Irgendwie habe ich es auf der Seite nicht gefunden. Mich würde nämlich mal interessieren, wie das alte Template aussah.

    Antworten
  8. Was man natürlich nicht vergessen darf, ist der November und Dezember besonders Conversionstark aufgrund von Weihnachten und eine YOGA-Hose wird zu Weihnachten gerne verschenkt…

    Antworten
  9. Interessante Anregungen, da laufe ich derzeit noch hinterher. Da muss ich wohl mal ran an die Optimierungen. Ich denke es wird teilweise kein qualifizierter Traffic weitergeleitet, daher dann auch eine schlechtere CR.

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