Abonnenten finden – Tipps, Formulare, Recht und mehr – Newsletter erstellen Teil 5

Abonnenten finden - Newsletter erstellen Teil 5Nachdem wir im vorherigen Teil dieser Artikelserie den eigenen Newsletter eingerichtet haben, geht es nun um das wohl wichtigste bei einem Newsletter, die Abonnenten.

Ohne Abonnenten braucht man keinen Newsletter versenden, weshalb man von Anfang an alles tun sollte, um den Abonnentenstamm zu erweitern.

Im Folgenden gebe ich Tipps, wie man diese finden kann, was man nicht tun sollte, wie es mit den rechtlichen Aspekten aussieht und wie man notwendige Formulare, Meldungen und E-Mails erstellt.

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Teile der Artikel-Serie:
1. Einführung
2. Ziele, Planung und technische Möglichkeiten
3. Warum du einen Zeitplan brauchst und mein Redaktionsplan
4. Anmeldung, Tarife und Einstellungen inkl. Video
5. Abonnenten finden – Tipps, Formulare, Recht und mehr
6. Layout, Vorlagen und Personalisierung
7. Optimale Inhalte
8. Der erste Newsletter Schritt für Schritt
9. Der Inhalts-Editor von CleverReach
10. Statistiken auswerten und nutzen
11. Newsletter-Optimierung mit A/B Tests
12. Geld verdienen mit dem eigenen Newsletter
13. Wie oft sollte man einen Newsletter versenden
14. Mit einem Autoresponder automatisch Geld verdienen
15. Neue Möglichkeiten und keine Arbeit mit Automation
16. Typische Fehler und Probleme vermeiden
17. Checkliste und Fazit

Abonnenten finden

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Im Gegensatz zu einem Artikel auf einer Website erreicht man mit einem Newsletter die angemeldeten Empfänger zum Stichpunkt des Newsletter-Versands. Der Newsletter wird nur an die Personen versendet, die zu diesem Zeitpunkt Abonnenten sind.

Deshalb sollte man schon vor dem Versand des ersten Newsletters kräftig die Werbetrommel rühren, um einen Abonnentenstamm aufzubauen. Schießlich will man die ersten Mails ja nicht an 10 Personen versenden. Das wäre bei dem Aufwand für einen Newsletter schon sehr ärgerlich.

Dazu gibt es viele Möglichkeiten, von denen ich im Folgenden einige vorstellen werde.

Abonnenten kaufen?

Als erstes werden viele vielleicht auf die Idee kommen Newsletter-Abonnenten zu kaufen. Es gibt Anbieter (einige seriöse und viele unseriöse) im Internet, die einem viele Abonnenten gegen relativ wenig Geld anbieten.

Ich halte davon aber nicht viel und das aus mehreren Gründen. Zum einen erreicht man höchstwahrscheinlich nicht die richtigen Empfänger. Man möchte ja nur Abonnenten haben, die sich genau für das eigene Thema interessieren. Bei solchen gekauften Mail-Adressen wird nur ein Bruchteil dabei sein, der in die eigene Zielgruppe passt. Und man möchte ja nicht Geld ausgeben und Newsletter versenden, wenn sich 90% der Empfänger gar nicht für das eigene Angebot interessieren.

Zudem habe ich große Bedenken in rechtlicher Hinsicht. Selbst bei den seriösen Anbietern ist nicht immer klar, ob die Personen alle wirklich per Double Opt-In dem Newsletter-Versand zugestimmt haben. Und wenn ja, welchem Newsletter haben sie denn überhaupt zugestimmt? Sicher nicht meinem. Von einem rechtlich verlässlichen Nachweis der Zustimmung (Double Opt-In) mal ganz zu schweigen.

Deshalb kann ich den Kauf von Abonnenten-Mails nicht empfehlen.

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Newsletter offensiv präsentieren

Um schnell möglichst viele Newsletter-Empfänger zu gewinnen, sollte man den eigenen Newsletter offensiv präsentieren.

Das bedeutet, dass man diesen auf der eigenen Website prominent verlinkt und unübersehbar den eigenen Lesern anbietet. Auf der Anmeldeseite sollte es nur um den Newsletter gehen und dessen Vorteile hervorgehoben werden.

Auch Beispiele für die Inhalte des Newsletter bzw. vorherige Newsletter sollten abrufbar sein, damit sich die Interessenten ein Bild von den tollen Inhalten machen können.

Generell sollte man den Newsletter offen bei der eigenen Zielgruppe kommunizieren und bei passender Gelegenheit immer wieder erwähnen. So ist auch Werbung in anderen, thematisch passenden Newslettern eine gute Möglichkeit.

Verlockend sein

Ganz wichtig ist es dabei, dass der Newsletter wirklich verlockend ist. Dafür können unter anderem die folgenden Elemente sorgen:

  • Gutscheine oder Rabatte, die exklusiv im Newsletter zu bekommen sind, stellen heutzutage eine sehr gute Möglichkeit dar, um Newsletter-Abonnenten zu gewinnen.
  • Bonus Downloads (z.B. ein eBook), die man direkt nach der Anmeldung oder mit dem nächsten Newsletter bekommt, locken ebenfalls viele Abonnenten an.
  • Der Newsletter sollte regelmäßig exklusive Inhalte enthalten, die man sonst nicht bekommen kann.
  • Auch Gewinnspiele, die nur unter den Newsletter-Abonnenten durchgeführt werden, sind interessant.

Diese Besonderheiten und Vorteile für Newsletter-Abonnenten sollten auf der Anmeldeseite natürlich besonders hervorgehoben werden.

Alle Kanäle nutzen

Aber nicht nur auf der eigenen Website (oder im Blog) sollte man den Newsletter bewerben.

Das Social Web eignet sich z.B. sehr gut, um auf einen Newsletter hinzuweisen. Manche Anbieter, wie CleverReach*, bieten eine spezielle Facebook-App an, bei der man sich direkt auf Facebook für den Newsletter anmelden kann.

Aber auch auf den anderen Social Networks kann und sollte man immer wieder den Newsletter verlinken und auf die Vorteile und Bonusinhalte hinweisen.

Die Werbung in anderen Newslettern habe ich ja schon erwähnt. Bei passender Zielgruppe kann das sehr gut funktionieren.

Egal wie man wirbt, man sollte immer direkt auf die Landing Page, also die Anmeldeseite des Newsletters verlinken und nicht z.B. auf die Homepage der eigenen Website.

Layer nutzen?

Immer wieder sieht man auf Websites und Blogs einen Anmelde-Layer, der nach einer gewissen Zeit angezeigt wird. Das ist wohl die aufdringlichste Art und Weise auf “Abonnenten-Jagd” zu gehen.

Diese PopUps/Layer überlagern die eigentlichen Website-Inhalte und damit ist die Aufmerksamkeit für dieses Anmeldeformular sehr hoch.

Viele Blog- und Website-Betreiber schwören darauf, ich bin aber eher skeptisch. Natürlich bringt das einen starken Anstieg der Abonnenten, aber man verärgert damit sicher auch eine ganze Reihe von Lesern. Ich habe mich deshalb dagegen entschieden, aber je nach Website und Zielgruppe kann das eine sehr effektive Methode sein.

Autoresponder


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Eine weitere Möglichkeit Newsletter-Abonnenten zu gewinnen ist eine Autoresponder-Serie.

Bei einem Autoresponder handelt es sich um eine abgeschlossene Serie von Mails, die nach der Anmeldung automatisch in bestimmten Abständen an den Empfänger versendet werden. Das kann eine kleine Serie mit mehreren Tipps zu einem bestimmten Thema sein.

In der letzten Mail dieser Autoresponder-Serie kann man dann das Abo des regelmäßigen Newsletters anbieten.

Double Opt-In

Bevor ich zu den Anmeldeformularen komme noch ein rechtlicher Einschub.

In Deutschland ist es Pflicht die Abonnenten eines Newsletters per Double Opt-In aufzunehmen. Es reicht also nicht aus, dass jemand eine eMail-Adresse in ein Formular eintippt, denn das kann ja jeder auch für Mail-Adressen machen, die nicht seine eigenen sind.

Deshalb muss man nach dem Eintragen einer Mail-Adresse eine Bestätigungsmail an diese Adresse senden. Erst wenn der darin integrierte Bestätigungslink angeklickt wurde, ist man sicher, dass der Inhaber der Mail-Adresse den Newsletter will.

Alle deutschen Anbieter und auch viele internationale Newsletter-Services bietet Double Opt-In an.

Der Vorteil eines Online-Services ist dabei zudem, dass über dieses Double Opt-In “Buch geführt” wird. Man kann also im Ernstfall nachweisen, dass die Person den Newsletter wirklich bestellt hat.

Die Abonnenten-Gewinnung über Double Opt-In mag aufwändiger sein, aber man ist auf der sicheren Seite. Hält man sich nicht an diesen Weg, riskiert man teure Abmahnungen* und noch teurere Geldbußen.

Anmeldeformular und mehr erstellen

Ein Anmeldeformular zu erstellen ist bei den meisten Anbietern sehr einfach, aber es gehört noch mehr dazu. So gibt es dazu noch Meldungen und auch die Opt-In und ggf. Opt-Out E-Mails müssen erstellt werden.

Hier zeige ich es am Beispiel von CleverReach*, dem von mir genutzten Newsletter-Service.

Als erstes geht man auf den Menüpunkt “Formulare” und klickt auf den Button “Formular hinzufügen”.

Abonnenten finden - Newsletter erstellen Teil 5

Man gibt dem nun erscheinenden Formular einen Namen und wählte dann die Empfängergruppe aus, in der sich neue Abonnenten mit diesem Formular anmelden können. Man kann in diesem Schritt auch eine neue Empfängergruppe anlegen.

Abonnenten finden - Newsletter erstellen Teil 5

Im nächsten Schritt kann man das grundlegende Design des Formulars anpassen, was ich aber meist nicht mache. Stattdessen soll das Formular später im Layout meiner Website erscheinen und dessen Layout-Vorgaben übernehmen. Dazu später mehr.

Abonnenten finden - Newsletter erstellen Teil 5

Unter dem Punkt Inhalt kann man dann einzelne Formulare, Meldungen und E-Mails bearbeiten. Bei den Formularen kann man z.B. festlegen, welche Felder darin enthalten sein sollen. Wichtig sind dabei vor allem das Anmeldeformular, der Anmeldehinweis und die Opt-In E-Mail, sowie das Abmeldeformular und der Abmeldehinweis.

Hier sieht man z.B. das Anmeldeformular:

Abonnenten finden - Newsletter erstellen Teil 5

Man kann aus der linken Leiste Elemente auswählen und an der gewünschten Stelle in das Formular einfügen. Aber Vorsicht. Keinesfalls sollte man zu viele Felder einfügen, da mit jedem zusätzlichen Eingabefeld ein Teil der potentiellen Abonnenten abspringt.

Das bedeutet, dass man so wenige Eingabefelder wie möglich und so viele wie nötig nutzen sollte. Bei mir sind es meist lediglich der Vorname und die eMail-Adresse, die ich abfrage.

In der Opt-In E-Mail würde ich zudem empfehlen von Hand die eigenen Kontakt/Impressums-Angaben einzufügen. Standardmäßig sind da keine Impressums-Angaben enthalten, was ich nicht für gut halte.

Wenn man die Formulare, Meldungen und Mails nach den eigenen Wünsche angepasst hat, kann man unter Einstellungen noch den CleverReach*-Werbebutton deaktivieren, der standardmäßig in den Formularen, Meldungen und Mails anzeigt wird. Im kostenlosen Tarif ist das allerdings nicht möglich, was verständlich ist.

Man kann zudem den “Single Opt-Out” aktivieren. Das bedeutet, dass die Abonnenten ihre Abmeldung nach der Eingabe in einem Formular nicht nocheinmal per Klick auf einen Link in einer Mail bestätigen müssen. Das finde ich besser. Hierbei wird dann auch keine Opt-Out E-Mail versandt.

Zum Schluss geht man auf Quellcode/Verbreitung und findet dort neben einem Link zum Anmeldformular (wenn man z.b. keine eigene Website hat) den HTML-Code für das Anmelde- und das Abmeldeformular zum Einbau in die eigene Website.

Abonnenten finden - Newsletter erstellen Teil 5

Ich klicke dabei links auf “Kein CSS / keine Formatierungen”, was den Code deutlich kürzer macht. Zudem übernimmt das Formular dadurch die CSS-Definitionen meiner Website und passt damit dann zum Layout meiner Website.

Man kann hier auch das Empfehlungsbanner entfernen und den PopUp-Modus aktivieren. Letzter sorgt dafür, dass das Formular nach einer bestimmten Anzahl von Sekunden in einem Layer angezeigt wird.

Im folgenden Video zeige ich nochmal, wie man die Formulare, Meldungen und E-Mails erstellt bzw. anpasst.


Das Video wird von Youtube eingebettet und erst beim Klick auf den Play-Button geladen. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.

Fazit

Die Erstellung der notwendigen Formulare, Meldungen und E-Mails ist mit etwas Aufwand verbunden, aber wenn man sich damit ein wenig beschäftigt, ist es zumindest bei CleverReach eigentlich nicht so schwer. Auch bei anderen Anbietern ist das mittlerweile keine große Hürde mehr.

Auf jeden Fall sollte man sich sofort um die Gewinnung neuer Abonnenten kümmern, um möglichst schnell einen großen Empfängerstamm aufzubauen.

Dabei gilt es sich aber an rechtliche Vorgaben zu halten und nur wirklich interessierte Abonnenten zu gewinnen. Deshalb sollte man es mit den Bonus-Downloads und Angeboten auch nicht übertreiben. Es bringt nichts, wenn man zwar zehntausende Abonnenten hat, aber die wenigsten interessieren sich wirklich für den Inhalt des Newsletters.

So geht es weiter

Im nächsten Teil dieser Artikelserie behandle ich das Layout des eigenen Newsletters und zeige, wie man dieses anpassen kann.

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  • Für den Versand unseres Newswletters nutzen wir rapidmail. Mit deiner Anmeldung stimmst du zu, dass die eingegebenen Daten an rapidmail übermittelt werden. Die Anmeldung erfolgt mit Hilfe des sogenannten Double-Opt-Ins. Dabei erhältst du eine Mail, in der du einen Bestätigungslink für den Newsletter findest. Nur wenn du diesen anklickst, wird deine Mail in den Newsletter-Versand aufgenommen.
    Weitere Informationen zum Newsletter-Versand, den Datenschutzmaßnahmen, Statistiken und deinen Rechten findest du in der Datenschutzerklärung.



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5 Gedanken zu „Abonnenten finden – Tipps, Formulare, Recht und mehr – Newsletter erstellen Teil 5“

  1. Ich kann ebenfalls nur davon abraten Newsletter Abonnenten zu kaufen. Die Art und Weise wie diese generiert werden, auch wenn ein Double-Opt In generiert wird ist trotzdem zu 90% fragwürdig. Dies endet dann meistens darin dass die Anbieter die Adressen mehrfach wöchentlich verkaufen und der Abonnent dann täglich Newsletter bekommt. Für die Anbieter ein gutes Geschäft, für den, der dadurch Neukunden akquirieren will eher nicht. Auch die Abmelderaten und Öffnungsraten sind unterirdisch. Also lieber Finger weg davon.

    Antworten
  2. Hi!
    Vielen Dank für den tollen Beitrag, der ist echt hilfreich. Bin auch gerade dabei einen neuen Blog aufzubauen und auch am überlegen einen Newsletter einzurichten. Und Abonenten braucht man ja sowieso! Also danke nochmal und alles Gute für die Zukunft! :-)

    Beste Grüße,

    Mike

    Antworten
  3. Ich habe gesehen, dass Klick-Tipp auch ein One-Klick-Optin in seinem Portfolio anbietet. Also ohne Confirmation Mail. Ist das wasserdicht?

    Antworten
  4. Hallo und Danke für diesen sehr ausführlichen und informativen Artikel. Auch die Newsletter Marketing Anbieter selbst geben ja einiges an Tipps zur Abonenntengewinnung mit auf den Weg (Bsp: mailjet.de/blog/news/so-gewinnen-und-begeistern-sie-newsletter-abonnenten/). Gibt es hier Erfahrungswerte zwischen den einzelnen Anbietern, auch was die Verwaltung und Pflege der Kontaktlisten angeht? LG, Nico

    Antworten

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