Verkaufs-Plattformen – Schritt für Schritt zum eigenen eBook Teil 12

- Schritt für Schritt zum eigenen eBookNun geht es endlich ans Verkaufen des eigenen eBooks.

Im 12. Teil meiner Artikel-Serie stelle ich einige Verkaufsplattformen für eBooks vor und gehe danach speziell darauf ein, wie ich es gemacht habe.

Teile der Artikelserie:
1. Warum überhaupt ein eBook schreiben?
2. So findest du eine lukrative eBook-Idee
3. Optimale Planung des eBooks
4. Das eBook schreiben
5. Lektorat, Hindernisse & Fehler
6. Schreib-Software für eBooks
7. eBook-Design & Cover
8. eBook-Formate & Umwandlung
9. Der perfekte eBook-Preis
10. Rechtliche Aspekte
11. Landingpage-Tipps
12. Verkaufs-Plattformen
13. eBooks selber verkaufen
14. Der optimale eBook-Launch
15. Marketing und Werbung
16. Conversion Optimierung
17. Eure Fragen und meine Antworten
18. Weitere Fragen und meine Antworten
19. Affiliate Marketing für das eigene eBook
20. Fehler, die man vermeiden sollte
21. Nach dem Verkaufsstart
22. 13 praktische Tipps für eBook-Autoren

Warum eine Verkaufs-Plattform?

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Viele denken als erstes daran, das eigene eBook auf dem eigenen Blog oder einer eigenen Website zu verkaufen. Darüber habe ich auch nachgedacht. Allerdings sind die Anforderungen an einen eigenen eBook-Shop doch recht hoch:

  • technische Anforderungen
    Dank Plugins oder kompletten Shop-CMS ist es technisch an sich gar nicht mehr so schwer einen eigenen Online-Shop umzusetzen. Und auch der Verkauf und die Versendung von digitalen Produkten ist relativ einfach umzusetzen. Dennoch ist der Pflegeaufwand nicht zu unterschätzen.
  • rechtliche Anforderungen
    Schwerer wiegen da schon die rechtlichen Anforderungen. Wer in Deutschland etwas online verkauft, muss sehr viele Dinge beachten. Das kann sehr aufwändig werden und dennoch gibt es keine 100% Sicherheit.
  • Sicherheit
    Stichwort Sicherheit. Man muss natürlich die Zahlungsdaten der Kunden aufnehmen und diese sicher aufbewahren. Das ist eine große Verantwortung und es kann hohe Geldbußen geben, wenn diese abhanden kommen.
  • Rechnungsstellung
    Rechnungsstellung und Lieferung des eBooks können automatisiert werden. Dennoch ist der Aufwand bei Rückgabe, Rückzahlung, Zahlungsausfall und Buchhaltung* recht hoch.

Ich habe mich deshalb für eine externe Plattform entschieden. Das Handling, die Technik und rechtliche Aspekte (mit Einschränkung) werden von diesen übernommen, so dass man deutlich weniger Aufwand hat.

Dafür muss man einen Anteil an den Einnahmen abgeben, was für mich aber vollkommen Okay war.

Interessante Verkaufsplattformen

Im Folgenden stelle ich 4 Verkaufsplattformen für eBooks vor, wobei es natürlich nich viele weitere gibt.

XinXii
Ein deutscher eBook Shop aus Berlin, der neben dem eigenen Shop auch mit einem Netzwerk zusammenarbeitet. Macht einen guten Eindruck, aber keinen überragenden.

ePubli
ePubli ist dem vorherigen Anbieter recht ähnlich. Auch hier gibt es einen eigenen Shop, aber das eBook kann auch in einem großen Netzwerk weiterer eBook-Shops verkauft werden. Zudem ist es hier möglich Print-Bücher zu veröffentlichen.

Amazon-Kindle-Store
Einer der größten Online-Shops für eBooks. Die Reichweite ist ein großer Pluspunkt, aber natürlich ist auch die Konkurrenz groß. Man kann aber nur in diesem Shop veröffentlichen.

Digistore24
Diese Plattform ist speziell für Infoprodukte gedacht und stammt auch aus Deutschland. Die Plattform bietet viele Möglichkeiten, ist aber nicht ganz unkompliziert.

Vergleichstabelle
In der folgenden Tabelle habe ich die wichtigsten Eckdaten der 4 Verkaufs-Plattformen nach bestem Wissen zusammengetragen.

 AmazonePubliXinXiiDigistore24
Kosten für eBook-Veröffentlichung0 Euro14,95 Euro (ISBN Nummer für eBook)0 Euro (19,99 Euro für ISBN, wenn nicht nur im XinXii Shop verkauft werden soll.)0 Euro
Anteil am eBook-Verkauf70% vom Nettoerlös zwischen 2,99 und 9,99 Euro Bruttopreis
(darunter und darüber nur 35%)
70% vom Nettoerlös auf epubli.de (ca.40% bei Partnershops)70% vom Nettoerlös ab 1,99 Euro
(zwischen 0,99 und 1,98 Euro nur 40%)
Digistore24 bekommt 7,9% vom Bruttopreis + 1 Euro pro Transaktion
VertriebsnetzwerkAmazon Kindle ShopePubli eBook-Store und diverse Shops (Amazon, Apple, Thalia, Google Play, Hugendubel ...)XinXii-Shop und diverse Shops (Amazon, buch.de, buecher.de, Google Play, Hugendubel ...)Digistore24.com
Zusatzleistungen-eBook-Konvertierung (74,95 Euro inkl. ISBN)Korrektorat (3,80 Euro je Normseite)Partnerprogamm für eigenes eBook inklusive.

(Der Nettoerlös enspricht dem Bruttopreis minus Mehrwertsteuer, ggf. Vertriebskosten (Netzwerkverkäufe) und Anteil der Plattform. Verkaufe ich z.B. ein eBook über ePubli auf im Amazon-Shop, dann will sowohl Amazon, als auch ePubli was haben. Das sorgt dafür, dass die realen Autoreneinnahmen bei weit unter 70% des Bruttopreises liegen. Bei ePubli kann man das mal durchrechnen.)

Die klassischen eBook-Shops haben recht ähnliche Konditionen, wobei die verhältnismäßig kleinen Anbieter ePubli und XinXii durch Vertriebskooperationen mit viele anderen eBook-Shops versuchen die Reichweite zu vergrößern. Amazon dagegen hat selbst eine sehr große Reichweite.

Digistore24 hat eine andere Herangehensweise. Ohne klassichen Shop bietet man den Autoren die Abwicklung an. Das Marketing muss dieser komplett selbst übernehmen. Man benötigt also selber eine große Reichweite.

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Wieso Digistore24?

Ich habe mich letztlich für Digistore24 entschieden, was mehrere Gründe hatte.

So war mir schnell klar, dass ich einen relativ hohen Preis ansetzen wollte, da es sich bei meinem Nischenseiten-Aufbau eBook um ein Fachbuch in einer relativ kleinen Nische handelt.

Als ich mir die Autoren-Anteile am Verkaufspreis angeschaut habe, war schnell klar, dass Digistore24 gerade bei höheren Preisen die beste Variante ist. Hier bekomme ich bei einem Bruttopreis von 27 Euro immerhin 19,56 Euro als Autor. Bei Amazon wären es z.B. nur ca. 7,94 Euro. Mehr zur Preiskalkulation findet ihr in Teil 9 dieser Artikelserie.

Zudem ist dieser Anbeiter recht flexibel und es gibt ein integriertes Partnerprogramm, was ich ebenfalls ausprobieren wollte.

Für Amazon sprach natürlich die große Reichweite, aber das werde ich wahrscheinlich mal mit einem anderen eBook ausprobieren, welches ich dann zu einem niedrigeren Preis anbieten werde.

Welche Plattform für wen?

Es ist nicht so einfach zu sagen, welche Plattform in welchem Fall die beste ist.

In der folgenden Tabelle habe ich versucht Tipps für grundlegende Situationen zu geben:

 BelletristikFachbuch
niedriger PreisAmazon ist mit der Reichweite wohl die beste Variante.Amazon, ePubli und XinXii können sich hier eignen.
hoher PreisePubli und XinXii bieten Reichweite und hohe Autorenanteile.Digistore24 bietet sich an, wenn man selbst eine gewisse Marketing-Reichweite hat.

Amazon ist natürlich fast immer eine Option, da die Reichweite einfach sehr hoch ist. Allerdings kann man auch über ePubli und XinXii sein eBook auf Amazon (und vielen anderen Plattformen) vertreiben. Allerdings fällt hier dann neben z.B. der Amazon Provision auch die von ePubli bzw. XinXii an.

Digistore24 eignet sich eigentlich nur für teurere eBooks von Fachautoren. Dafür ist es aber sehr gut geeignet.

Fazit

Es gibt eine Vielzahl an eBook-Vertriebsplattformen, die ihre eigenen Vor- und Nachteile haben. Deshalb sollte man genau prüfen, welche für das eigene eBook die beste Wahl ist.

Aus rechtlichen Gründen würde ich von ausländischen Anbietern eher abraten, zumal dort dann auch die Abrechnung nicht immer optimal für eine deutsche Buchhaltung ist.

Im Zweifel kann man aber natürlich auch mehrere Plattformen testen, da es keine Exklusivverträge gibt. Man sollte hier nur aufpassen, dass man überall den selben Preis anbietet, da es sonst Ärger geben könnte.

Eure Fragen

Damit die Artikelserie noch hilfreicher wird, freue ich mich über eure Fragen.

Hinterlasst einfach einen Kommentar, um mir eure Fragen, Probleme, aber auch Erfahrungen und Tipps rund um das Schreiben eines eBook zukommen zu lassen.

So geht es weiter

Im 13. Teil meiner Artikel-Serie geht es dann um die Variante, wie man ein eBook selbst auf der eigenen Website verkaufen könnte.

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7 Gedanken zu „Verkaufs-Plattformen – Schritt für Schritt zum eigenen eBook Teil 12“

  1. Bin ja mit meinen Themes ebenfalls bei Digistore24 und sehr zufrieden. Es gibt zwar viele ausländische Anbieter, die gerade Verkaufsformulare, Statistiken etc. vieeeeeeeel besser aufbereiten und zur Verfügung stellen, aber wie du schon sagst: rechtlich ist das immer so eine Sache und Digistore24 übernimmt halt die komplette Abwicklung.

    Ich selbst hatte vorab viele US-Anbieter im Visier, die auf den ersten Blick besser, einfacher, schneller funktionieren, aber die übernehmen halt auch nicht das Risiko bzw. ist das alles wieder Grauzone und müsste erstmal geprüft werden. Außerdem ist das Partnerprogramm von Digistore24 wirklich praktisch und einfach zu nutzen.

    ePubli und XinXii kannst du vergessen und bei den hohen Prozenten kannst du dir auch gleich einen Verlag suchen. Der bringt dann nämlich noch Lektor, Grafiker und Co mit, um dein Buch aufzuwerten und zu bewerben.

    Antworten
  2. Moin Peer,

    vielen Dank für den Überblick.

    Ich selbst habe gute Erfahrungen mit Gumroad.com als Zahlungs- und Vertriebsdienstleister gemacht. Digistore war mir persönlich viel zu kompliziert und auch die Provision für den Shop ist hier deutlich höher als bei Gumroad.
    Klar, bei beiden Shops muss man selber die Werbetrommel rühren. Allerdings reichen ja schon einige hundert Blogbesucher und ein Newsletter aus, um Erfolge zu erzielen.

    Empfehlenswert, je nach Zielgruppe, ist auch Apples iBookstore. Man kann sich selbst dort anmelden und verkaufen. Da das nicht vollkommen ohne Mühe umzusetzen ist, werde ich demnächst selbst ein kleines Tutorial zum Thema verfassen.
    Toll ist, dass iBooks auch mit multimedialen Inhalten gefüllt werden können.

    Amazon ist natürlich der Gigant auf dem Markt. Der Abverkauf funktioniert dort unfassbar gut und rasant. Pro Jahr kommen da schonmal 15.000 Bücher zusammen, die ich so vertreibe. Andere Shops können da nicht mithalten.

    Mein Fazit:
    Speziellere Buchthemen zunächst auf Plattformen wie Gumroad oder Digistore veröffentlichen und vielleicht etwas später auf Amazon veröffentlichen. Gerade, wer seine Bücher auch physikalisch verlaufen möchte, sollte zu Create Space von Amazon greifen.

    Schöne Grüße!
    Keno

    Antworten
    • Aber Gumroad übernimmt nicht die komplette deutsche Rechtssicherheit, soweit ich weiß. Du müsstest also selbst auf Korrektheit achten und eventuell passende Bedingungen etc. erstellen.

      Antworten
  3. Ich habe mal ein ebook bei xinxii und Amazon parallel verkauft. Das Ergebnis war da ich bei Amazon nach ein paar Monaten über 100 Verkäufe hatte und bei xinxii 0.

    Seitdem habe ich xinxii nicht mehr angerührt.

    Antworten
  4. Was bedeutet denn beim Kindle-Store der Satz “Man kann aber nur in diesem Shop veröffentlichen.”? Eine Exklusivveröffentlichung wird dort nicht gefordert, man kann sein Buch auch gleichzeitig auf anderen Plattformen anbieten.

    Eine Anmerkung noch: nachdem ich ein Buch im Kindle-Store veröffentlich habe, bekam ich kurz darauf eine Mail, dass es bei Amazon auch einen Print-On-Demand-Service gibt, sodass man ohne großen Aufwand und Kosten auch eine Druckversion anbieten kann. Das werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren, weil ich denke (oder hoffe ;-) ), dass man die Reichweite eines Buches dadurch ordentlich erhöhen kann.

    Antworten
    • Damit meinte ich nur, dass das eigene eBook nicht automatisch in weiteren eBook-Shops etc. vertrieben wird, sondern nur bei Amazon. Exklusiv ist es natürlich nicht, man kann sein eBook natürlich dennoch auch woanders anbieten.

      Antworten
  5. Hallo,

    wie ist das eigentlich mit der Mehrwertsteuer bei einem Verkauf über Digistore24 etc.?

    Die E-Books werden inkl. Mehrwertsteuer auf den Plattformen verkauft. Ich als Kleinunternehmer nach § 19 UStG berechne aber keine Umsatzsteuer.

    Die Käufer meines E-Books würden daher überflüssigerweise Mehrwertsteuer bezahlen.

    Gibt es für Kleinunternehmer Sonderregeln oder wie wird das gemacht?
    Kann ich mir als Kleinunternehmer die Mehrwertsteuer zurückholen?
    Müsste/Sollte ich meinen Kleinunternehmerstatus aufgeben?

    Viele Grüße
    Frank

    Antworten

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