4. Planung – Geheimnisse erfolgreicher Websites und Blogs

Geheimnisse erfolgreicher Websites und BlogsAuf ein weiteres “Geheimnis” erfolgreicher Internetprojekte möchte ich heute eingehen: die Planung.

Diese wird gerade von Einsteigern oft unterschätzt, aber teilweise auch überschätzt. Beides ist schädlich.

Welche Bedeutung die Planung für den Erfolg im Internet hat, wie ich dabei vorgehe und ein paar Beispiele findet ihr in diesem Artikel.


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Geheimnisse erfolgreicher Websites und Blogs

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Damit mich hier keiner für einen dieser Online-Erfolg-Gurus hält, möchte ich auch diesem vierten Teil der Artikelserie den Begriff “Geheimnisse” ein wenig relativieren.

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die viel zum Erfolg oder Misserfolg einer Website beitragen, aber die gerade von Einsteigern nicht so wahrgenommen werden.

In dieser Artikelserie stelle ich diese Faktoren genauer vor, um zu zeigen, dass es vor allem auf die Basics ankommt.

Planung

Benjamin Franklin hat mich ja bereits zum 13 Wochen Projekt inspiriert und auch zum Thema Planung hat er einen bekannten Satz von sich gegeben:

If you fail to plan, you are planning to fail!

Freiübersetzt bedeutet dies: “Wer beim Planen versagt, plant sein Versagen”.

Dem kann ich mich nur anschließen, da ich in den vielen Jahren meiner Selbständigkeit die Erfahrung gemacht habe, dass eine gute Planung ein wichtiger Baustein für den Erfolg ist.

2 wichtige Bestandteile einer guter Planung gibt es. Zum einen ist es das Ziel (oder mehrere), welches man erreichen möchte. Bereits im Koran steht: “Wenn man das Ziel nicht kennt, ist kein Weg der richtige.” Wer also einen Plan ausarbeiten will, muss erstmal wissen, wohin die “Reise” gehen soll.

Bezogen auf Internet-Projekte sollte man sich deshalb genau über die eigenen Ziele im Klaren sein.

Wo will man in einem oder in fünf Jahren stehen?
Wie viel will man verdienen?
Wie viel Arbeit will man investieren?
usw.

Danach kann man sich über die geeigneten Maßnahmen Gedanken machen, um diese Ziele zu erreichen. Der Plan an sich besteht dann aus der strukturierten Auflistung der geplanten Maßnahmen, unter Beachtung der zur Verfügung stehenden Ressourcen.

Strategie vs. Taktik
Graf von Moltke war unter anderem Generalfeldmarschall und eines der größten strategischen Genies des 19.Jahrhunderts. Von ihm stammt der Satz:

Kein Plan überlebt die erste Feindberührung.

Bedeutet dies, dass Planung gar nicht notwendig ist? Natürlich nicht.

Eine Planung ist wichtig, um sich nicht zu verzetteln, keine wichtigen Dinge zu vergessen oder gänzlich vom Weg abzukommen. Aber man darf eben nicht nur strategisch an ein neues Projekt herangehen und sich an den Plan klammmern.

Stattdessen ist es wichtig die Erfahrungen bei der Umsetzung und das Feedback aufzunehmen und in den eigenen Plan einfließen zu lassen. Dieser verändert sich dabei mal mehr und mal weniger stark. Das ist ganz normal.

Während eine Planung also eher Strategie ist, geht es bei der Umsetzung der Planung dann vor allem um Taktik und Anpassung.

Planung vs. Loslegen
Bei vielen Einsteigern ins Online-Business beobachte ich 2 Phänomene. Entweder es gibt gar keine Planung, sondern es wird sofort losgelegt. Oder es wird ewig geplant und an den Details poliert, aber es geht einfach nicht los.

Beides ist nicht gut. Stattdessen sollte man versuchen eine gute Balance zwischen Planung und Umsetzung hinzubekommen.

Das bedeutet, dass man sich bis zu einem gewissen Grad mit der Planung beschäftigen sollte. Wer z.B. einen eigenen Blog erstellen möchte, sollte sich Gedanken um Ziele, Inhalte, Design, Vermarktung und mehr machen. Dann aber sollte man loslegen und den Blog umsetzen. Keinesfalls sollte man schon Monate im Detail voraus planen und über noch so kleine Dinge ewig grübeln.

Es hilft zum Beispiel, wenn man sich einen festen Zeitpunkt zum Starten setzt bzw. sich selbst nur einen bestimmten Zeitraum für die Planung gibt. Damit habe ich z.B. bei meinem 13 Wochen Projekt gute Erfahrung gemacht. Da ich da jeweils nur 1 Woche für eine Aufgabe habe, muss ich nach der Planung zeitnah mit der Umsetzung beginnen.

Beispiele
Ein aktuelles Beispiel ist gerade zu Ende gegangen. Die Nischenseiten-Challenge ist eines der größten Events hier auf Selbständig im Netz und ohne eine gute Planung für mich gar nicht durchführbar.

Das gilt sowohl für das Event selber, an dem diesmal mehr als 100 Webworker teilgenommen und darüber berichtet haben. Aber auch die Umsetzung meiner eigenen Nischenwebsite im Rahmen dieses Events basierte auf einer Wochen-Planung, die mir sehr geholfen hat.

Die 3 Monate dieses Projektes würde ich ohne eine ausführliche Planung nicht stemmen können, auch wenn ich natürlich aktuelles Feedback und auch die reale Entwicklung meiner Nischenwebsite in die Planung einfließen lasse. So habe ich z.B. gegen Ende der Challenge die eine oder andere Wochenaufgabe etwas geändert.


In einem interessanten Interview hat Sebastian über den Start seines neuen und wirklich erfolgreichen Blogs berichtet. Dabei beschreibt er unter anderen seine gut geplante Launchphase, die wesentlich zum Erfolg beigetragen hat.

Das Beispiel zeigt meiner Meinung nach sehr gut, dass es zumindest für alle, die semiprofessionell an ein neues Internet-Projekt herangehen, sehr wichtig ist einen Plan zu haben. Ansonsten sorgen Ablenkungen und Motivationsprobleme dafür, dass man es schleifen lässt. Und oft verliert man im Tagesgeschäft den Blick für das große Ganze.


Beim Start meines Blogs Blogprojekt.de habe ich ebenfalls eine Planung aufgestellt. So habe ich unter anderem besondere Inhalte geplant, mir Startartikel überlegt und auch geplant, wie ich den neuen Blog hier auf SiN promoten kann.

Das war sicher kein Detailplan, in dem ich jeden einzelnen Artikel der ersten Monate drin hatte, aber ich habe dennoch einen Plan gehabt, der gut funktioniert hat. Auf diese Weise habe ich neben meinem Hauptblog einen erfolgreichen Nebenblog aufgebaut und diese existiert bis heute.


Meine Jahres- und Wochenpläne sind ein weiteres Beispiel für eine hilfreiche Planung. Früher habe ich diese nicht genutzt. Da saß jedem Morgen vor dem Rechnung und habe überlegt, was ich heute schreiben soll.

Durch die Planung von Artikelthemen wurde es viel leichter neue Inhalte zu verfassen. Ich musste nicht ständig wieder neu überlegen, was ich schreiben will und konnte zudem schon etwas darüber nachdenken.

Bei meinem Jahresplan geht es vor allem um größere Events und Aktionen, die ohne Vorarbeiten nicht umsetzbar wären.

Natürlich ist aber auch diese Planung nicht in Stein gemeißelt. Wenn es aktuelle Themen gibt oder sonst irgendwelche wichtigen Dinge passieren, passe ich meine Pläne an.

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Fazit

Eine Planung mag langweilig und spießig erscheinen, aber ich kann jedem nur dazu raten diese Phase nicht komplett zu überspringen. In der Regel zahlt sich eine gute Planung später aus.

Aber da jeder anders ist, sollte man selbst herausfinden, welches Maß an Planung das richtige für einen ist.

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6 Gedanken zu „4. Planung – Geheimnisse erfolgreicher Websites und Blogs“

  1. Ich denke, dass ein gesunder Mittelweg hier der beste Weg ist.

    Nicht typisch-Deutsch erstmal 10 Machbarkeitsstudien durchführen, dann ein Expertengremium einberufen und noch zwei Uni-Professoren damit beauftragen, Forschungen anzustellen.

    Aber auch nicht blindlings einfach mal drauflos machen. Das ist DER Fehler, den ich gerade bei vielen Bloggern sehe. Sie verwechseln das Starten eines Blogs mit einem Geschäftsmodell. Wer einen Blog hat, der hat noch kein Geschäftsmodell. Er hat einfach nur einen Blog.

    In manchen Fällen mag aus diesem dann ein Geschäftsmodell entstehen. Muss aber nicht sein. Dann etwa, wenn die Rahmenbedingungen einfach nicht stimmen.

    Wo wir wieder beim Thema Planung wären. Nicht übertreiben sollte man es. Aber schon wissen, wo es hingehen soll.

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  2. Ich sehe Planung eher als eine Art To Do Liste und die Einordnung in eine zeitliche Reihenfolge. Diese markiert zumindest den Weg und den Rahmen, wie man sein Vorhaben realisieren möchte. So eine Grundlage ist aber schon mal dazu wichtig, um neue Möglichkeiten richtig einzuordnen oder Angebote und Alternativen richtig abwägen zu können.
    Auch wenn man nicht gleich einen vollmundigen Businessplan schreibt, sollte man sich realistisch mit seinen Vorhaben auseinander setzen. Die Definition von Zwischenzielen ist zusätzlich eine kleine Motivationshilfe.

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  3. Wo ich das gelesen habe, ist mir ein alter Witz eingefallen:

    Geht ein Mann am Bahnhof zum Schalter und beschwert sich: “Wozu haben Sie denn einen Fahrplan, wenn der Zug schon wieder 10 Minuten zu spät kommt?”

    Antwortet der Bahnmitarbeiter: “Woher wollen Sie denn wissen, das der Zug 10 Minuten zu spät kommt, wenn es keinen Fahrplan gäbe?”

    So ist das mit allen Plänen. KEIN PLAN ist einzuhalten. Aber woher soll man das wissen, wenn man gar keinen hat?

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  4. In jedem Wirtschaftsunternehmen durchläuft ein Projekt zunächst die Planungsphase und erst dann wird an die Realisierung gearbeitet. Eine Grob- und Feinplanung ist das A und O eines jedes Projektes. Danke für den Artikel.

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  5. Hallo Peer,

    ich denke es ist sehr wichtig einfach anzufangen. Ein guter Plan ist natürlich nicht zu ersetzen, allerdings, wie schon erwähnt, kann der durch bestimmte Umstände ganz schnell wieder zu Nichte gemacht werden.

    Deshalb sollte man immer erst anfangen und sich seinen Plan immer weiter verfeinern im Laufe der Zeit. Das ist meines Erachtens nach ein guter Weg.

    Immer schön Zwischenziele setzen und vor allem DURCHHALTEN!

    Grüße
    Florian

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