
Nun bin ich bereits mehr als 10 Jahre selbständig und in dieser Zeit konnte ich eine Menge Erfahrungen sammeln.
20 wichtige Erfahrungen aus meiner Selbständigkeit möchte ich euch in einer kleinen Artikelserie schildern, wobei ich heute mit meiner Gründungszeit anfange.
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Toggle20 Erfahrungen aus 10 Jahren Selbständigkeit
Eigentlich wollte ich nur 10 Erfahrungen aus meiner Selbständigkeit zusammentragen, aber als ich Ideen für diesen Artikel gesammekt habe, wurden es immer mehr.
Insgesamt habe ich nun 20 wichtige Erfahrungen auf meiner Liste stehen, die gerade für Gründer, aber auch für bereits seit einiger Zeit Selbständige interessant sein dürften.
Es sind natürlich sehr persönliche Erfahrungen und jeder Selbständige wird sicher andere Dinge lernen und Erfahrungen machen, aber ich denke, dass viele Erfahrungen recht ähnlich sind und vor allem Gründer davon einiges lernen können.
Erfahrungen aus meiner Gründungszeit
Im Folgenden gehe ich auf die ersten 5 wichtigen Erfahrungen ein, die vor allem aus meiner Zeit als Existenzgründer stammen.
- Erwartungen an die Selbständigkeit
Wenn man sich im Vorfeld mit der Selbständigkeit beschäftigt und z.B. Bücher dazu liest, dann klingt das sehr oft ziemlich cool und perfekt.Ich habe mich intensiv auf meine Selbständigkeit vorbereitet, Bücher gelesen, Websites durchforstet, an einem Gründerkurs teilgenommen und einiges mehr. Zusammen mit dem Bild der Selbständigen in der Öffentlichkeit, welches oft nicht gerade sehr realistisch ist, ging ich doch etwas blauäugig an die Selbständigkeit heran.
In der Realität merkt man dann recht schnell, dass die Selbständigkeit kein Selbstläufer ist und dass die vielen Pläne im Vorfeld zwar wichtig sind, aber es in aller Regel nicht so läuft, wie geplant.
Ich habe etwas gebraucht, bis ich mich als das Leben als Selbständiger gewöhnt hatte. Lange Arbeitstage, wenig und unregelmäßiges Einkommen, Opfer die gerade in der ersten Zeit gebracht werden müssen.
Ich habe mich daran gewöhnt und da mir meine Arbeit Spaß gemacht hat, war es auch kein Problem für weniger Geld mehr zu arbeiten, also vorher in meinem Job.
Die Selbständigkeit ist kein Zuckerschlecken und mit Sicherheit auch nicht der schnelle Weg zum Erfolg und Reichtum. Stattdessen bedeutet die Selbständigkeit viel Arbeit, Nerven und schwierige Zeiten, aber auch Spaß.
- Anfangen ist wichtig
Ich habe gerade in der Anfangszeit viele Dinge lange vor mir hergeschoben. So hatte ich die Idee mit meinem Blog schon 2006, aber erst 2007 habe ich damit begonnen. Im Nachhinein ist auch das schon gut gewesen und ich bin froh, dass ich den Blog überhaupt gestartet habe, aber andere Dinge habe ich noch länger vor mir hergeschoben.So hätte ich z.B. viel eher mit weiteren Websites beginnen können und meine Webdesign-Dienstleistungen noch schneller zurückfahren können. Ebenso habe ich sehr spät mit Videos angefangen und mich auch erst nach vielen Jahren mit eigenen Produkten beschäftigt.
Generell habe ich aber auch die Erfahrung gemacht, dass viele gar nicht anfangen. Da wird geplant und nachgedacht, gelesen und gelernt, aber angefangen wird nicht. Das kostet Zeit und man verschenkt viel Potential.
Ich würde nie ohne eine gewisse Planung beginnen, aber die sollte man keinesfalls endlos werden lassen, sondern so zeitig wie möglich loslegen mit der Umsetzung. Die Erfahrungen, die man dabei sammelt, sind mehr Wert als alle Theorie, die man sich anlesen kann.
Bei neuen Projekten, z.B. bei Nischenwebsites, versuche ich nun so schnell es geht eine ersten Website-Version an den Start zu bekommen. Und auch bei anderen Ideen und Plänen warte ich nicht mehr ewig, sondern versuche so schnell es geht anzufangen.
Wartet nicht ewig, sondern legt los. Eine Idee ist an sich noch nichts wert, erst deren Umsetzung macht diese zu etwas Besonderem.
- Ziele und Visionen haben
Eng verbunden mit dem Anfangen ist diese Erfahrung. So sehr man sich in sein Tagesgeschäft stürzt und so intensiv man an seinem Business arbeitet, man sollte immer Ziele und Visionen haben, um zu wissen, wohin die Reise geht.Ich selber habe in den 10 Jahren meiner Selbständigkeit schon das ein oder andere Projekt gestartet, aus dem dann nichts geworden ist. Ein häufiger Grund dafür war, dass ich keine langfristigen Ziele und Visionen dafür hatte. Sicher muss man nicht bei jedem kleinen Projekt genau wissen, wo man damit in 10 Jahren stehen will, dennoch sind Ziele nach meiner Erfahrung sehr wichtig.
Man verliert sich sonst zu schnell in der täglichen Routine und weiß nicht mehr, wohin man eigentlich will. Das kostet Motivation und wirklich effizient kann man dann auch nicht mehr arbeiten.
Setzt euch Ziele und habt Visionen, wo ihr in Zukunft mal stehen wollt. Sicher werden diese sich mit der Zeit ändern und anpassen, aber hilfreich sind sie dennoch sehr.
- Skeptisch sein
Wenn man sich selbständig macht, sucht man im Netz und außerhalb nach Hilfe. Das ist ganz normal und grundsätzlich auch wichtig. Allerdings wissen das natürlich auch viele andere und deshalb gibt es eine Menge unseriöser bzw. unnütze Angebote.Ich selber habe mich zu Beginn meiner Selbständigkeit z.B. mal überreden lassen Werbung für mein Webdesign-Business zu schalten. Das hat mich am Ende viel Geld gekostet und nichts gebracht.
Aber auch online finden sich viele verlockende Angebote und Informationen, die besonders auf Gründer abzielen. Da werden Reichtümer versprochen, die ohne Arbeit erreicht werden können. Aber auch Schneeballsysteme sind zu finden, die ebenfalls leichten Erfolg versprechen.
Als Gründer ist es sehr schwer zu beurteilen, was davon wirklich gut ist und wovon man lieber die Finger lassen sollte. Deshalb sollte man grundsätzlich skeptisch sein. Wenn man sich vor Augen hält, dass Erfolg auch im Internet nur durch harte Arbeit und Geduld erreichbar ist, kann man viele Angebote im Netz als das entlarven, was sie sind, leere Versprechen.
Und auch sonst sollte man vorsichtig sein, wenn jemand viel Geld von einem will und dafür zu verlockende Dinge verspricht.
Als Gründer sollte man sehr schnell lernen die seriösen von den unseriösen Angeboten zu unterscheiden. Dafür sollte man vor allem skeptisch sein, wenn etwas zu schön klingt, um wahr zu sein.
- Disziplin macht den Unterschied
Als Selbständiger kann man arbeiten wann man will und man kann auch frei machen wann man möchte. Das dachte ich als Gründer auch.In der Realität sieht es jedoch meist so aus, dass man in den ersten Jahren sehr viel arbeitet, für relativ wenig Geld. Auch wenn ich den Spruch „selbst und ständig“ an sich nicht mag, weil es so nicht dauerhaft sein sollte, so gilt das in der Anfangszeit aber meist sehr wohl. Man muss sich erstmal ein Business mit Einnahmen aufbauen und das bedeutet meist wenig Freizeit und viel Arbeit.
Mir erging es ebenfalls so. Nun hat mir meine Arbeit aber auch viel Spaß gemacht, so dass das erstmal kein großes Problem war. Aber das ist nicht immer der Fall und man hat zwangsläufig Phasen, wo man nicht so motiviert ist. Hier hilft nur Disziplin.
Ich habe in meiner Selbständigkeit sicher eine ganze Menge gelernt und tue das heute noch. Eine der wichtigsten Eigenschaften, die ich mir aber angeeignet habe, ist Disziplin. Jeden Tag in der Woche „auf Arbeit zu gehen“, Aufgaben zu erledigen, die nicht so viel Spaß machen und immer auch wieder den inneren Schweinhund zu überwinden, erfordert viel Disziplin.
Im Nachinein betrachtet ist für mich Disziplin einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren und ich wäre heute nicht da, wo ich bin. Ich habe in den Jahren so viele erfolgsversprechende Projekte im Internet kommen und gehen sehen. In den meisten Fällen war fehlende Disziplin einer der Hauptgründe für das Scheitern.
Als Selbständiger braucht man noch mehr Disziplin als andere, weil man für alles allein verantwortlich ist und niemand hinter einem steht, der einen antreibt.
So geht es weiter
Im zweiten Teil dieser Artikelserie widme ich mich 5 Erfahrungen rund um den Ausbau der eigenen Selbständigkeit und wichtigen Erfolgsfaktoren.
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