Abo-Probleme, Impressum, Konto, Rechnung… – Leser fragen, Ich antworte – Teil 12

Anbieter-Probleme, Impressum, Rechnungen... - Leser fragen, Ich antworte - Teil 12Die Existenzgründung und die Selbständigkeit im Netz bieten eine Menge Herausforderungen.

Einige Fragen meiner Leser habe ich mir in diesem Artikel vorgenommen und beantworte sie.

Wer selbst eine Frage hat, kann diese mit Hilfe des Formulars am Ende des Artikels an mich schicken.

Bisherige Artikel mit Antworten auf Leser-Fragen:
Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8, Teil 9, Teil 10, Teil 11, Teil 12, Teil 13, Teil 14, Teil 15, Teil 16

Abo-Probleme, Impressum, Konten, Rechnungen…

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Es sind wieder einige neue Fragen eingegangen. Diese drehen sich unter anderem um Probleme mit Service-Anbieter, aber auch um grundsätzliche Fragen bei der Existenzgründung.


Ich habe ein Kurs-Abo und aus meiner Sicht werden die Zusagen vom Betreiber nicht eingehalten. Man kann ihn nicht per Email erreichen und die Telefontermine werden nicht wahrgenommen, verlegt und er ist einfach nicht erreichbar. Ich bekomme keinerlei Rechnung, obwohl ich ihn darauf hingewiesen habe. Das geht jetzt schon über 2 Monate so. Sollte ich einen Vermittler einschalten oder andere Maßnahmen ergreifen?
von Hermann

Das ist natürlich sehr ärgerlich. Wer einen Kurs oder einen anderen Service im Netz (oder auch offline) anbietet, sollte sicherstellen, dass der Support funktioniert.

Dabei sollten vor allem die grundlegenden Dinge, wie eine ordentliche Rechnung, die versprochenen Inhalte und Kontaktmöglichkeiten erfüllt werden.

Leider kommt es immer mal wieder vor, dass das Geld der Kunden gern genommen wird, aber danach nicht mehr viel passiert. Ich befürchte, der Kurs wurde im Voraus komplett bezahlt. Wenn nicht, würde ich die Zahlungen einstellen, bis sich die Situation wieder normalisiert hat.

Wenn das keine Option ist, sollte man mal schauen, ob es noch andere Geschädigte gibt. Mit diesen könnte man weitere Schritte besprechen.

Wenn gar nichts mehr geht und alle Benühungen nichts bringen, würde ich evtl. sogar rechtlichen Beistand nutzen. Ein einfacher Brief vom Anwalt “motiviert” oft schon ungemein. Allerdings hängt das auch davon ab, ob es sich finanziell lohnt, also was der Kurs gekostet hat.


Ich überlege, ob ich nebenberuflich was in die Richtung Online-Marketing machen soll. Aber ich möchte nicht, dass meine private Adresse im Netz steht. Ist das möglich?
von Georg

Ich bin kein Anwalt, weshalb ich keine individuelle Beratung geben darf. Nach meiner Erfahrung und Kenntnis ist es aber so, dass in Deutschland im Impressum eine ladungsfähige Adresse stehen haben muss.

Das bedeutet, dass es kein Postfach oder ähnliches sein darf. Und wenn man von zu Hause eine Website oder einen Blog betreibt, der nicht rein privat ist, muss man wohl oder übel die eigene Adresse angeben.

Einige versuchen dies durch ausländische Dienste zu umgehen, aber davon kann ich nur abraten. Das gibt früher oder später Ärger.

Ich selber habe mehr als 7 Jahre im Heimbüro garbeitet und im Impressum meine private Adresse angegeben. Bis auf 2-3 merkwürdige Anrufe hatte ich aber nie Probleme. Auch bzgl. der Werbung nicht, denn die Rechtssprechung ist da in Deutschland mittlerweile sehr streng. Im Zweifel kann man diese Firmen abmahnen, wenn sie nicht nachweisen können, dass man der Brief-Werbung aktiv zugestimmt hat.


Wie trennst du dein Geld? Hast du zwei verschiedene Konten? Investierst du in deine Webseite?
von Alex

Ja ich habe 2 Girokonten*. Ein geschäftliches Konto und ein privates Konto bei der örtlichen Sparkasse. Das sollte man unbedingt machen, zumal es die meisten Banken und Sparkassen auch nicht erlauben, dass man sein Privatkonto für geschäftliche Dinge nutzt.

Zudem hat es mir sehr dabei geholfen die Einnahmen meiner Selbständigkeit im Auge zu behalten und nicht den Überblick zu verlieren. Das kann sehr leicht passieren, wenn man es mit dem Privaten mischt.

Und was viele Gründer vergessen: Die eingehenden Gelder gehören nicht zu 100% einem selbst. Davon geht Umsatzsteuer ab, wenn man nicht gerade Kleinunternehmer ist. Zudem muss man Einkommenssteuer bezahlen, ggf. Gewerbesteuer, Krankenversicherung, Altersvorsorge etc..

Deshalb habe ich zusätzlich noch ein Tagesgeldkonto* bei der DIBA, auf dem ich Geld zurücklege für jährliche Zahlungen, wie z.B. die Altersvorsorge oder Steuernachzahlungen.

Ich kann also nur dazu raten immer schön zu trennen und sich dann einmal im Monat ein Unternehmergehalt vom Geschäftskonto auf das Privatkonto zu überweisen.

Bzgl. der Investitionen in meine Websites und Blogs habe ich in der Vergangenheit nicht ganz so viel gemacht. Ich habe mir einen Managed Server* bei DomainFactory* gemietet. Der ist nicht billig, aber es war eine sehr gute Entscheidung. Ich habe seitdem kein Performance Probleme mehr.

Ansonsten habe ich halt das meiste selbst gemacht und kein Geld für Werbung, SEO oder sonstige Dinge ausgegeben.

Allerdings sich das im Juni nun geändert. Eine neue Mitarbeiterin ist sicher eine der größten Investitionen, die man vornehmen kann. :-)


Wie stellst Du Rechnungen an Kunden oder z.B. an Amazon? Woher weist Du oder hast du in der Anfangsphase deiner Selbstständigkeit herausgefunden, welche rechtlichen Anforderungen und ‘Steuerdinge’ hier eine Rolle spielen?
von Manuela

Die Rechnungsstellung gehört zu den einfacheren Dingen in der Selbständigkeit. Die Regelungen sind dafür recht klar und eindeutig. Ich nutze dafür ein Desktop-Tool, welches seit vielen Jahren gute Dienste verrichtet, aber in der Form wohl nicht mehr zu haben ist.

Viele Gründer nutzen inzwischen Online-Rechnungs-Services, wobei es hier immer wieder interessante neue Anbieter gibt. Diese bieten unter anderem Vorlagen für Rechnungen, Angebote, Mahnungen etc. an, so dass man auf der sicheren Seite ist.

Problematisch sind Anbieter, die keine Gutschriften erstellen, wie z.B. Amazon. Bei diesen schreibe ich bei einer anstehenden Auszahlung einfach eine Rechnung und hefte diese ab. Dabei muss man allerdings besondere Regelungen beachten, je nachdem, ob diese in der EU oder z.B. in den USA sitzen.

Über das Thema Steuern habe ich mich in Büchern und diversen Websites informiert. Zusammengefasst habe ich das in diesem Artikel.


Ich schwanke zwischen www.derreiseflüsterer.de und www.derreisefluesterer.de. Für eine Variante muss ich mich letztendlich entscheiden, die andere Schreibweise würde ich gerne auf die “Haupt”-Domain weiterleiten. Ich würde gerne Wissen, was du davon hältst und ob du mir Tipps geben könntest, welche die bessere Wahl als Hauptomain ist.
von Tobi

Die Wahl der Domain sollte an sich zwar gut überlegt sein, aber man sollte auch nicht zu lange grübeln.

In deinem Fall macht es heute wohl kein Unterschied mehr, da die modernen Browser mit Umlauten problemlos zurechtkommen. Dennoch setze ich im Zweifel lieber auf Domains ohne Umlaute.

Zudem ziehe ich Trennstriche bei einzelnen Wörtern vor, also z.B. www.der-reisefluesterer.de. Das liest sich oft einfach besser.

Im Grunde genommen kannst du aber mit beiden Domains nicht viel falsch machen.

Stellt mir Fragen!

Hinterlasst einen Kommentar, um mir weitere Fragen über meine Selbständigkeit, meine Blogs und so weiter zu stellen.

Ich werde diese dann in einem meiner nächsten Artikel beantworten.

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7 Gedanken zu „Abo-Probleme, Impressum, Konto, Rechnung… – Leser fragen, Ich antworte – Teil 12“

  1. Das mit den Rechnungen an Amazon verstehe ich nicht ganz…
    Gibt Amazon für Auszahlungen keine Dokumente aus, die man bei der Steuer verwenden kann? Schreibst du dann einfach eine Rechnung für dich selber und heftest diese ab?

    Habe für mich mittlerweile ein Kleinunternehmertum angemeldet und werde mich demnächst dann auch mit diesen ganzen Stolpersteinen zum ersten mal auseinandersetzen dürfen, deshalb ist das Thema durchaus interessant.

    Antworten
    • Hi Lukas,

      Amazon gibt leider keine Dokumente aus, die man für die Steuer verwenden kann. In deinem Parnternet-Konto findest du nur eine Auflistung der Beträge, die dir ausgezahlt werden und erhältst zusätzlich einmal im Monat eine E-Mail mit den überwiesenen Beträge. Das ist alles leider nicht ausreichend.

      Deshalb schreiben die meisten (wie Peer glaube ich auch) einfach eine monatliche Rechnung an Amazon, mit dem überwiesenen Betrag und legen diese dann zu den Akten. Abschicken brauchst du diese nicht.

      Zu dem Thema hat Peer auch mal einen ganz interessanten Artikel auf seinem Blog affiliate-marketing-tipps.de veröffentlicht. Dort erfährst du alles zum Partnerprogramm von Amazon. Außerdem findest du auch einen Link, der dich zu einem Artikel weiterführt, welcher dir alle notwendigen Informationen für die Rechnung an Amazon auflistet.

      Viele Grüße
      Enrico

      Antworten
  2. Wir hatten uns damals auch überlegt ob wir Dein-Testsieger.de oder DeinTestsieger.de nehmen sollen und uns letztendlich gegen das “-” entschieden. Google kommt damit eh klar und arbeitet man mit Großbuchstaben finde ich die Lesbarkeit so sogar noch besser. Betrifft natürlich nicht die URL im Browser, schon klar, aber sobald es irgendwo geschrieben ist und man auch dran denkt;-) Letztendlich wohl aber reine Geschmacksache!

    Cheers Olly

    Antworten
  3. Zum Thema Domain mit Trennstrichen. In Zeiten in denen Smartphone und Tablet dominieren, würde ich von Trennstrichen im Domainnamen absehen. Es ist schlicht von der Usabiliy und Domaineingabe schlechter, da die klassische Tastatur fehlt auf der ein Trennstrich schnell getippt ist. Umlaute würde ich, je nach Zielgruppe, auch nicht verwenden. Spätestens wer mal im Ausland war, wird wissen warum. ;)

    Zum Thema externe Adresse. Ich nutze eine virtuelle Büroadresse. Das ist legal und kostet nicht viel im Monat. Eventuelle Post an die Büroadresse wird einem weitergeleitet und man hat so eine saubere Trennung von Privat und Geschäft. Einfach mal nach virtuelles Büro, Büroadresse oder Geschäftsadresse suchen.

    Antworten
  4. An Tobi (den fragenden, nicht ich ^^) und Peer:

    Vor kurzem hatte ich das gleiche Problem. Entschieden hatte ich mich für die Domain mit Umlaut, was ich nachher sehr bereute. Teilweise haben andere Webseiten (z.B. Facebook) Probleme mit den Umlauten und die Domains werden etwas “besonders” dargestellt, was nicht so schön aussieht. Außerdem kann es zu Problemen mit E-Mails kommen, die über Domains mit Umlauten verschickt werden, da noch nicht alle Mailserver damit umgehen können.

    Als Hauptdomain nimm lieber die ohne Umlaut ;)

    LG
    Tobi :D

    Antworten
  5. Ich hatte auch einmal den Fehler gemacht eine Umlautdomain zu reggen und würde es nie wieder tun. Hatte auch nur Ärger wegen Mails und wie komisch die Links zu den Domains aussehen mit xn-cn43i90943 irgendwas im Namen.

    Näh, nie wieder!

    Antworten

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