Arbeit und Freizeit trennen – Eure und meine Erfahrungen

Viele Selbstständige schätzen vor allem die Freiheiten und die Flexibilität in der täglichen Arbeit.

Doch diese Möglichkeiten bringen nicht nur Vorteile mit sich. So fällt es vielen schwer Arbeit und Freizeit zu trennen.

Im Folgenden werte ich eine Umfrage aus, die ich unter meinen Lesern durchgeführt habe. Darin geht es um die Trennung von Arbeit und Freizeit.

Natürlich schildere ich auch meine eigenen Erfahrungen diesbezüglich.

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Arbeit und Freizeit trennen – Eure Erfahrungen

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Die meisten Dinge im Leben haben Vor- und Nachteile. So sehr viele Selbstständige ihre Freiheiten zu schätzen wissen, bringen diese auch Nachteile mit sich. So ist es z.B. nicht immer einfach Beruf und Freizeit zu trennen.

Da ich selbst diese Erfahrung gemacht habe, fragte ich meine Leser nach ihren Erfahrungen und 151 haben bei meiner Umfrage mitgemacht.

Hier seht ihr das Ergebnis:

Wie gut kannst du Arbeit und Freizeit trennen?

  • Arbeit und Freizeit gehen fließend ineinander über. (32%, 48 Stimmen)
  • Ich trenne Arbeit und Freizeit strikt. (21%, 32 Stimmen)
  • Ich kann nur schlecht abschalten und denke immer an die Arbeit. (20%, 30 Stimmen)
  • Was ist Freizeit? (17%, 26 Stimmen)
  • Zumindest am Wochenende gibt es nur Freizeit. (10%, 15 Stimmen)

Teilnehmerzahl: 151 (max. 1 Stimmen)

32% der Umfrageteilnehmer haben angegeben, dass Arbeit und Freizeit fließend ineinander übergeht. Hier handelt es sich in der Regel um Selbstständige, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben. Wenn man einfach Spaß an der Arbeit hat, trennt man nicht so strikt in Beruf und Privatleben.

Das gilt allerdings nicht für alle Selbstständigen. So geben 21% an, dass sie hier eine strikte Trennung vornehmen. Das mag vor allem für den einen oder anderen Gründer merkwürdig sein, aber ich kann das mittlerweile gut nachvollziehen. Auch Selbstständige brauchen Freizeit, brauchen etwas abseits der Arbeit, um sich zu erholen und Energie zu sammeln.

Dass das nicht so einfach ist, bestätigen 20% der Teilnehmer. Diesen fällt es schwer wirklich abzuschalten. Das ist ein Phänomen, oder sollte ich sagen ein Problem, welches ich selbst von früher sehr gut kenne.

Noch schlimmer geht es da 17% der Umfrageteilnehmer, die derzeit anscheinend gar keine Freizeit kennen. Gerade bei Gründern ist das durchaus häufiger zu sehen. Schließlich muss man sich erstmal ein Einkommen aufbauen und das erfordert viel Zeitinvestment.

Da ist es zumindest zu empfehlen, wenigstens am Wochenende mal frei zu machen. Das tun auch 10% der Teilnehmer.

Alles in allem zeigt die Umfrage, dass ein Großteil der Selbstständigen im Netz wenig bis keine Freizeit haben. Das ist zu Anfang oft notwendig, um etwas aufzubauen, bringt mittelfristig aber auch Probleme mit sich.

Meine Erfahrungen

Ich selber war auch jemand, der in den ersten Jahren kaum Freizeit hatte. Sogar am Wochenende habe ich teilweise gearbeitet.

Allerdings hat mir meine Arbeit auch sehr viel Spaß gemacht, so dass es sich gar nicht wie Arbeit angefühlt hat. Insofern kann ich die Teilnehmer verstehen, die keine große Trennung zwischen Arbeit und Freizeit vornehmen. So ging es mir auch.

Mit den Jahren habe ich dann dennoch die negativen Auswirkungen gespürt. Wer auf Freizeit und Erholung verzichtet, der betreibt Raubbau am eigenen Körper bzw. der eigenen Gesundheit. Das war bei mir dann irgendwann auch der Fall und ich habe einiges verändert, bevor es zu einem Burnout oder etwas ähnlichem kommen konnte.

So habe ich mir vorgenommen nur noch ein oder maximal zwei Abende in der Woche zu arbeiten. Zudem habe ich das Wochenende komplett für Freizeit und Erholung geblockt.

Das fiel mir lange Zeit nicht leicht, schließlich ging mir ständig die Arbeit durch den Kopf. Richtig abschalten habe ich erst nach vielen Jahren gelernt. Geholfen hat mir dabei unter anderem mein externes Büro, welches ich Anfang 2015 bezogen habe.

Es ist doch was anderes die Bürotür zumachen und nach Hause gehen zu können. Als ich noch daheim gearbeitet habe, was auch toll war, wartete die Arbeit aber eben nur eine Tür weiter. Nun ist der Abstand deutlich größer und das hilft dabei einfach mal die Freizeit zu genießen. (auch wenn es mit zwei schulpflichtigen Kinder auch zu Hause genug zu tun gibt. ;-))

Heute bin ich auf jeden Fall froh wieder mehr Freizeit zu haben. Meine Arbeit liebe ich immer noch, aber ich möchte mehr vom Leben, als nur zu arbeiten.

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Fazit

Gerade für Existenzgründer ist es oft nicht einfach ausreichend Freizeit zu haben. Eine gewisse Zeit ist das auch ganz normal und okay. Dennoch sollte man sich mit der Zeit wieder mehr Freizeit gönnen.

Das ist nicht nur für die eigene Gesundheit gut, sondern hilft auch bei der Arbeit, da man konzentrierter und mit mehr Energie an diese herangehen kann.

Zum Abschluss des Artikels würde ich mich freuen, wenn ihr an dieser neuen Umfrage teilnehmen würdet:

Hattest du schon mal Liquiditätsprobleme in der Selbständigkeit?

Ergebnis anschauen

Natürlich werte ich auch diese in Zukunft wieder aus und schildere meine Erfahrungen.

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10 Gedanken zu „Arbeit und Freizeit trennen – Eure und meine Erfahrungen“

  1. Ja, ich sehe es ganz genauso, Life is for Living – nicht nur for working. Ich bin ein Fan vom Homeoffice, weil die Kosten vom Homeoffice sehr gering sind und man eh Heizung, DSL, Handy, etc. at Home zur Verfügung hat. Außerdem kommen mir manchmal noch um 22 Uhr Programmier-Ideen, die ich dann gleich umsetzen kann.

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    • da tickt jemand genau wie ich; immer gut zu lesen :)
      Ich habe mich nachdem ich 8 Jahre Geschäftsführer einer kleinen Werbeagentur war, dazu entschieden, diese zu verkaufen und arbeite nun seit knapp 3 Jahren glücklich im HomeOffice. Ein verschwindend geringer Kostenapparat, gepaart mit absolut freier Zeitaufteilung, einer höheren Wirtschaftlichkeit durch größere Konzentrationsmöglichkeiten auf den Job (keine Ablenkungen durch Mitarbeiter, keine Praktikanten die man noch nebenbei anlernt, Klingeln, Laufkunden, etc…) und zudem sehe ich sogar noch meinen Sohn live aufwachsen und gebe ihm nicht nur Abends noch den Gute-Nacht-Kuss.

      Die Verwebung von Privat- und Berufsleben finde ich dabei absolut ideal, da alle angesprochenen Punkte doch einen extremem Mehrwert haben in Bezug auf das alte, klassische Arbeits/Freizeit/Trennungsmodell – zumindest für mich :)

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  2. Das ist ein sehr schwieriges Thema. Ich arbeite momentan auch sehr viel am Wochenende um mich neben meinem normalen Beruf und dem Studium noch selbstständig zu machen. Daher habe ich in den Augen anderer wenig Freizeit. Da mir die Selbstständigkeit jedoch auch Spaß und die Möglichkeit der Selbstverwirklichung bietet, sehe ich diese Zeit weniger als Arbeit, denn sie bringt mich persönlich weiter und liegt voll in meinem Interesse.

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    • Am Anfang. Irgendwann gehts auf die Psyche, wenn du ständig 7 Tage die Woche arbeitest und dann vielleicht nicht einmal der große Erfolg bei rumkommt oder ähnliches.

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      • Da kann ich David nur zustimmen. Die große Gefahr liegt halt daran, dass man es oft nicht wie Arbeit betrachtet und sich dadurch stark belastet. Ich hab es nach zwei Jahren Selbstständigkeit ähnlich wir Peer gemacht und mir ein externes Büro zugelegt, nachdem ich vorher im Homeoffice gearbeitet habe. Zwar nehme ich manchmal den Laptop mit nach Hause, doch habe ich so gelernt, Arbeit und Freizeit zu trennen. Zu Homeoffice-Zeiten war das immer ein fließender Übergang.

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  3. Bin jemand der gerne mal die Nacht durch arbeitet, dafür dann aber in Ruhe und ohne Ablenkung. Tagsüber gibt es gefühlt immer 5 Dinge die man in dem Moment dann doch lieber macht.

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  4. Als Selbständiger finde ich gibt es eigentlich keine Trennung. Man versucht ja, dass zu tun was eine wirkliche Passion ist. Meine wirkliche Auszeit ist beim Sport oder in der Sauna. Hier höre ich weder Musik. Das Handy bleibt im Auto.
    Aber sonst ist der Impuls da und man sitzt doch wieder am Rechner.
    Grüße aus München
    Philipp

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  5. Ich denke, am Anfang muss man da oft durch und akzeptieren, dass man weniger Freizeit hat. Die meisten fangen ja an, sich zuerst nebenberuflich selbstständig zu machen. Da bleibt dann sicherlich nicht so viel Zeit. Dafür wird es aber dann später meist weniger, und dann ist man im Nachhinein froh, dass man damals angefangen hat.

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  6. Für mich lässt sich das ganze nicht wirklich trennen. Selbst an den Wochenenden beschäftige ich mich immer wieder mit der Arbeit, kontrolliere die Zahlen, schaue ob es irgendwelche Auffälligkeiten gibt oder beschäftige mich einfach mit Kleinkram, der mit der Arbeit zusammenhängt. Ich versuche es immer wieder zu lassen, aber ich schaffe es nicht, da die Arbeit einen einfach viel zu großen Teil meines Lebens einnimmt.

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  7. Ich bin ein sehr flexibler Mensch und mag es daher eher ungern meine Zeit in Arbeits- und Freizeit zu trennen. Manchmal fehlt mir am Tage die Lust was zu tun, dafür arbeite ich dann aber den Abend und die Nacht über. Ich denke das ist es auch was mir sehr dabei hilft nicht in einen tristen Alltag abzurutschen.

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