Das Ende der Großkonzerne – Machen Freelancer große Firmen überflüssig?

Im heutigen Gastartikel von Stefanie Kahls von www.twago.de geht es um die Zukunft großer Firmen und Konzerne in Zeiten von Internet, Freelancern und Projektarbeit.

Welche Chancen und Möglichkeiten haben Freelancer gegen die Großen und wie ändert sich unsere Arbeitswelt. Für weitere interessante Artikel schaut Euch auch gerne den Blog von Stefanie an unter www.twago.de/blog.

Große Konzerne dominieren noch immer das weltwirtschaftliche Geschehen. Doch scheint sich eine Tendenz zur Diversifizierung der Größenstrukturen von Konzernen zu verfestigen. Megakonzerne teilen sich in kleinere Subunternehmen auf.

Das Auslagern von Prozessen an selbstständige Dienstleister gehört mittlerweile zur Selbstverständlichkeit.

Werden große Unternehmen in der Zukunft überflüssig? Wird jeder sein eigener Chef und Subunternehmer sein?

Große Konzerne sind Organisationsmonster. Einige vertreten die Meinung, dass große Konzerne genau deshalb existieren, um zu organisieren und die Ordnung zu erhalten.

Hierarchien und lange Bearbeitungswege sind bezeichnend für diese Unternehmen. Berichte, Budgets, Deadlines, Meilensteine und Erfolge sind starr strukturiert und festgelegt.

Was Übersicht und Transparenz schafft, kann jedoch auch die Prozesse verlangsamen.

Muss das so sein? Sind Großkonzerne die einzige Organisationsform, um produktiv und qualitativ hochwertig zu arbeiten?

Von Helsinki ins World Wide Web – Linux

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1991 setzte ein 21-jähriger Student der Computerwissenschaften an der Universität von Helsinki ein unfertiges Programm ins Internet. Er bat computer- und programmieraffine Internetnutzer aus der ganzen Welt, ihre Meinungen zu dem Programm abzugeben, es zu optimieren und zu verbessern. Der Student hieß Linus Torvalds. Nach drei Jahren wuchs die von ihm initiierte Gemeinschaft auf weltweit mehrere tausend Programmierer an. Innerhalb kürzester Zeit schufen sie vollkommen freiwillig und kostenlos gemeinsam das offene Betriebssystem Linux.

Hinter Linux steht kein Konzern. Keine klassischen Hierarchien und Strukturen sind hier zu erkennen. Stellt man sich im Vergleich vor, dass ein großer Softwarekonzern wie Microsoft oder IBM Linux erfunden hätte, wäre der Prozess mit Sicherheit anders verlaufen. Zum Einen wäre der Zeitrahmen von drei Jahren unrealistisch gewesen. Alleine das Durchlaufen von allen Stufen und Formalien zur Absegnung des Konzeptes hätte Monate gedauert. Flexibel und schnell können große Konzerne einfach nicht sein. Zum Anderen wäre der finanzielle Aufwand enorm gewesen. So hat zum Beispiel die Entwicklung von Windows 2000 alleine 1 Milliarde Dollar gekostet.

E-Lancer – die neue Form der Selbstständigkeit

Elektronisch, meist über das Internet miteinander verbundene Selbstständige – auf Englisch Freelancer – heißen im modernen Neudeutsch E-Lancer. Wie bei den Linux-Entwicklern finden sie sich zu fließenden und temporären Netzwerken zusammen, um Produkte und Dienstleistungen zu erstellen. Wenn der Job nach einigen Tagen, Wochen, Monaten oder Jahren erledigt ist, gehen sie wieder auseinander, um sich für neue Projekte mit anderen E-Lancern zusammen zu schließen.

Der boomende Markt für Outsourcing und auch Telecommuting unterstreicht diese Entwicklung. Sogar innerhalb großer Konzerne steigt die Nachfrage nach ad-hoc Teams, die sich speziell für ein Projekt zusammenfinden. Die Tendenz hin zu flexiblen und temporären Netzwerken ist eindeutig zu erkennen.

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Der Trend zum Kleinen

Der Wunsch nach Flexibilität und mehr Selbstständigkeit wächst auch unter den Arbeitnehmern. In den USA verlassen eine beachtliche Anzahl von Arbeitnehmern große Firmen, um bei kleinen und mittleren Unternehmen anzufangen beziehungsweise sich selbstständig zu machen. In den 1970er Jahren arbeitete noch jeder fünfte US-amerikanische Arbeitnehmer für ein Fortune 500 Unternehmen. Heute ist es nicht einmal mehr jeder Zehnte. Der größte Arbeitgeber in den USA ist nicht General Motors oder IBM, sondern die Zeitarbeiterfirma Manpower. Schon 1997 befanden sich zwei Millionen Freelancer in ihrer Kartei. 2009 waren es schon drei Millionen.

Auch in Deutschland ist der Trend weg von großen unpersönlichen Firmen und hin zu kleinen und mittleren Unternehmen zu erkennen. Den Weg in die Selbstständigkeit suchen in den letzten 20 Jahren immer mehr Deutsche. Waren es 1990 noch circa sieben Prozent gemessen an der Gesamterwerbstätigenzahl, so waren es 2009 schon circa 11 Prozent.

Vor allem der Vormarsch und die Perfektionierung von neuen Kommunikations- und Interaktionsmedien über das Internet, wie zum Beispiel Skype, erlauben es dem modernen Menschen ein kleines autonomes Unternehmen zu eröffnen, aber ähnliche Chancen auf dem Markt zu haben, wie große Unternehmen. Durch das Internet haben kleine Unternehmen oder Selbstständige die Möglichkeit, die ursprünglich exklusiven Vorteile der Großkonzerne zu nutzen. Das jedoch ohne an Flexibilität und flachen Hierarchien einsparen zu müssen.

Das Internet als Prototyp

Das Internet ist frei. Niemandem gehört das Internet. Niemand kontrolliert das Internet. Keiner ist verantwortlich. Niemand ist der Chef. Das Internet ist entstanden aus den vereinten Bemühungen aller Nutzer ohne ein zentrales Management.

Das Internet ist das größte Modell einer funktionierenden Netzwerkorganisation, das es bisher gibt. Es enthüllt eine Wahrheit, die immer präsenter wird: in einer Wirtschaft, die von E-Lancern dominiert wird, verändert sich die Rolle des traditionellen zentralen Managers und entfällt bisweilen komplett.

Der Arbeitsprozess des Einzelnen wird kontrolliert vom Einzelnen bzw. von Gruppen, die sich temporär für ein Projekt zusammengefunden haben.

Zurück zur Natur

Wenn wir einen Schwarm Zugvögel in Formation am Himmel fliegen sehen, tendieren wir dazu zu denken, dass der Vogel an der Spitze der Anführer der Gruppe ist. Wir denken, dass er bestimmt, wo es lang geht und was passiert. Doch dies ist ein Trugschluss. Der Vogel an der Spitze ist nicht wichtiger als jeder einzelne Vogel in der Formation. Tatsächlich zirkulieren die Vögel und jeder einzelne fliegt abwechselnd an der Spitze. Sie sind alle gleich wichtig bei der Erfüllung ihrer Aufgabe.

Das Beispiel der Zugvögel und auch das von Linux verdeutlicht, dass es ganz natürlich ist, dass sich temporäre Gruppen zusammenschließen, ohne dass ein Individuum wichtiger als das andere sein muss. Solange sich die Fähigkeiten der Einzelnen ergänzen, kann ein gutes Ergebnis erzielt werden.

Ein übergeordnetes Management, wie es in großen Konzernen üblich ist, ist nicht notgedrungen erforderlich. Eine Wirtschaft aus E-Lancern ist möglich. Doch ob es auch großflächig und allumfassend umsetzbar ist, bleibt fraglich. Dass die Wichtigkeit und Notwendigkeit, flexibel und schnell zu arbeiten und sich in kurzer Zeit an neue Situationen anzupassen, wachsen wird, steht jedoch außer Frage.

Anmerkung des Blog-Inhabers:
Der Artikel soll vor allem zur Diskussion anregen, wie sich die Arbeits- und Wirtschaftswelt wohl entwickeln wird und ob sich projektbezogenes Arbeiten ohne hierarchisches Management auf breiter Front durchsetzen wird.

Ich bin da skeptisch. Sicher gibt es viele Erfolgsbeispiele, aber es gibt einfach auch Bereiche, wo es nicht reicht, dass sich viele Menschen mit Engagement einbringen.

So gibt es z.B. gerade in der Entwicklung physischer Produkte einen gewaltigen Kapital- und Materialbedarf. Es ist eben doch etwas anderes einen Computer-Chip zu entwickeln, als eine Software zu schreiben.

Und ich würde die Entwicklung zu mehr Freelancern und Selbständigen auch nicht allein dem Wunsch nach weniger Hierarchie zuschreiben. Viele haben auch nicht ganz unfreiwillig die großen Konzerne verlassen (gerade in Krisenzeiten steigt die Zahl der Selbständigen) und in kleineren Firmen angefangen und sich selbständig gemacht.

Trotzdem ist die neue Art der Arbeit sicher auf dem Vormarsch und wird die Arbeitswelt sicher beeinflussen, wenn auch nicht völlig verändern.

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16 Gedanken zu „Das Ende der Großkonzerne – Machen Freelancer große Firmen überflüssig?“

  1. wie wahr – die spannende Frage ist, ob das Internet als Prototyp einzigartig bleibt oder ob sich seine Prinzipien und Funktionsweisen auf die restliche Wirtschaft übertragen werden. Den Gedanken des “Netzwerk-Unternehmens” gibt es ja schon lange – Genossenschaften sind aus diesem Gedanken enstanden und Sozietäten (Anwälte, Steuerberater) ebenfalls. Beides funktioniert auch, wird nur in der Öffentlichkeit überhaupt nicht als Netzwerkorganisation wahrgenommen.
    Die vielen Selbständigen, von denen es zum Glück immer mehr gibt, organisieren sich meiner Beobachtung nach eher nach einem klassischen hierarchischen Muster, selbst wenn es Projektorganisationen sind. Aber vermutlich sind wir erst am Anfang der Entwicklung?

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  2. “Niemand kontrolliert das Internet.”
    Das würde ich aber so nicht unterschreiben…

    Und Zeitarbeiter mit Freelancern gleichzusetzen, das finde ich auch nicht so ganz angebracht.

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  3. Aus unternehmerischer Sicht sind Freelancer und Zeitarbeiter in meinen Augen durchaus ähnlich. Ich bin freiberuflich, mein Mann Zeitarbeiter (als Systemadministrator), daher kann ich das gut beurteilen, denke ich.

    Immer mehr Firmen tendieren dazu, sich Mitarbeiter ins Boot zu holen, die man leicht wieder los werden kann. Und da unterscheiden sich Freiberufler und Zeitarbeiter nicht sonderlich. Beide werden nur für ein bestimmtes Projekt heran gezogen und können bei Bedarf von heute auf morgen wieder ausgeschlossen werden. Teilweise ist die Denkweise echt stupide. Mein Mann arbeitet seit fünf Jahren bei einer Zeitarbeitsfirma und ist seitdem immer beim selben Konzern beschäftigt. Er kostet den Konzern doppelt so viel, wie bei ihm als Gehalt ankommt. Dennoch will man ihn nicht fest einstellen. Weil ein Leiharbeiter (und eben auch ein Freelancer) nicht zu den Mitarbeitern zählt. Das macht die Statistik schöner und man hat keinen Trouble mit dem Betriebsrat. Das darf dann ruhig mehr kosten.

    Insofern denke ich, dass Freelancer in Zukunft durchaus auch bei großen Konzernen wichtige Bereiche übernehmen werden, wenngleich ein gewisser Kern an Festkräften sicher immer erhalten bleibt.

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  4. Als Freelancer kann man aber um einiges mehr Geld verlangen als man als Zeitarbeiter bekommt. Außerdem verdient niemand Drittes an der eigenen Arbeit (außer wenn man Provision für vermittelte Aufträge gibt – z.B. der Programmierer rechnet dem Grafiker 20% weniger ab, weil er keinen Kundenkontakt mit dem Kunden des Grafikers hat), was für mich sehr wichtig ist. Ich würde nie freiwillig für eine Zeitarbeitsfirma arbeiten, denn eigentlich ist man fest angestellt (bei der Zeitarbeitsfirma), ohne jedoch die meisten Vorteile der Festanstellung in Anspruch nehmen zu können.

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  5. Zeitarbeiter und Freelancer haben auch einen unterschiedlichen gesellschaftlichen Status. Der Zeitarbeiter wird meistens wirtschaftlich ausgenutzt und wirtschaftlich kurz gehalten.
    Der Freiberufler / Freelancer muss nicht jeden Auftrag annehmen.

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  6. ## Das Internet ist frei. Niemandem gehört das Internet. Niemand kontrolliert das Internet. Keiner ist verantwortlich. Niemand ist der Chef. Das Internet ist entstanden aus den vereinten Bemühungen aller Nutzer ohne ein zentrales Management. ##

    ich glaube nicht, dass das Internet ohne eine “Strassenverkehrsordnung” mit Augenmass funktioniert bzw in der heutigen Form Bestand hätte, für ein stabiles Gleichgewicht im E-Commerce und der Existenz des Internets als globale Bibliothek kommt es sehr auf die Regeln und Rahmenbedingungen an, wo einerseits Anarchie und wuchernde Kriminalität wirkungsvoll eingedämmt werden, andererseits die Meinungsfreiheit etc. nicht abgewürgt wird ;-)

    Was speziell die (Online)Jobs der Zukunft in Deutschland angeht, da klafft zwischen den engagierten Netizens und der Politik in unserem Lande eine zu grosse Lücke, besonders in Anbetracht einer bisher fehlenden, aber unumgänglichen soliden Wirtschafts- und Steuerpolitik, die die Weichen für die Zukunft stellt, wo sich auch das aktuell akute Problem von Arbeitnehmern von selbst löst, die trotz Arbeitsplatz Transfer-Leistungen in Anspruch nehmen müssen, um einigermassen leben zu können, Tendenz steigend ;-)

    Denke auch, dass Gross-Konzerne jetzt schon auf die Leistungen kreativer KMU’s stärker angewiesen sind, als dies noch in der jüngeren Vergangenheit der Fall war, fakt ist, dass Gross-Konzerne auf den Klein- und Mittelstand mehr denn je angewiesen sind, sowohl als Partner alsauch als potentielle Abnehmer ihrer Produkte.

    Eine Politik, die es überwiegend ihren “Vertragslobbyisten” recht machen will und damit eine Monokultur der Oligarchie favorisiert, ist für den Fortbestand der sozialen Marktwirtschaft und der Stabilität einer demokratischen Gesellschaft vollkommen ungeeignet!

    Ich sehe das auch so: eine marktbeherrschende Oligarchie mit restriktiver Marktaufteilung, die mit ihrer Preispolitik den Mittelstand ausblutet, beraubt sich letztendlich ihres eigenen Fundaments, deren monströsen Gebilde nach einem schweren Erdbeben zusammen krachen und, symbolisch gesehen, nichts als Schutt und Asche hinterlassen ;-)

    Gruss, Juergen.

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  7. Nicht alle Zeitarbeiter werden abgezockt – mein Mann bekommt ein durchaus branchenübliches Gehalt. Dennoch könnte es mehr sein, bedenkt man, was die Firma an Leihgebühren bezahlt. Und es ist moralisch natürlich immer ne Sache. Ich habe nach meiner Ausbildung einen Monat Leiharbeit gemacht und das hat mir fürs Leben gereicht. Heute gesagt zu bekommen, dass man morgen nicht mehr kommen muss ist – man kann es drehen und wenden wie man will – einfach nur niederschmetternd.

    Als Freiberufler hingegen habt ihr Recht. Man diktiert seine eigenen Preise und entscheidet selbst, für wen man arbeitet. Ich würde nicht mehr tauschen wollen.

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  8. Ich glaube auch nicht an das Ende der Grosskonzerne.
    Aber ich denke dass sich mit dem Internet eine riesige Chance für kleine Unternehmen – wie meines ;-) eröffnet hat.
    Und Freelancer sind eine perfekte Möglichkeit, praktisch ohne administrativen Aufwand Arbeitsspitzen zu glätten – oder mittels Outsourcing viel Zeit für relativ wenig Geld zu sparen.

    Ich selbst nutze Fiverr für IT-bezogene Problemlösungen, und Textbroker für Texte, die ich nicht selbst schreiben will. Gute Sache.

    PS: Ein Gastartikel ohne Backlink?

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  9. Ich denke in erster Linie hat die erhöhte Selbstständigkeit etwas damit zu tun, dass die Menschen glauben der nächste zu sein, der aus dem Unternehmen aussortiert wird. Viele Firmen geben den Mitarbeitern nur noch Kurzzeitverträge, dies vermittelt natürlich nicht gerade das Gefühl, bis zur Rente in dieser Firma arbeiten zu dürfen (wie es Früher einmal war).

    Zum anderen wird durch die Gewinnoptimierungen, meist in den Großkonzernen, auch das Gehalt der mittelständischen Arbeitnehmer auf ein teilweise erschreckendes minimum gekürzt und die Arbeitskraft einer einzelnen Person bis aufs letzte ausgeschöpft.

    Das könnten meiner meinung nach Gründe dafür sein, warum sich viele Leute selbstständig machen bzw. machen möchten. Außerdem natürlich (wie schon angesprochen) das wirkliche ausscheiden aus einem Unternehmen durch Krisen, Kostensenkungen, Technisierungen etc..

    Aber eine Welt ohne Großkonzerne kann ich mir nicht vorstellen. Einige Großkonzerne bieten doch auch dem Kunden Vorteile, die nicht gegeben wären wenn sich das ganze Geschäft auf kleine voneinander unabhängige Unternehmen verteilen würde.

    Gruß

    Sven

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  10. In eine ähnliche Kerbe wie Stefanie Kahls “haut” Nathan Eagle, Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston. Der hat sich vorgenommen, die Arbeit auf der Welt neu zu verteilen. Und zwar mithilfe des Mobiltelefons: http://txteagle.com/

    Für mich stellt sich ja weniger die Frage, ob am Ende das eine (die Konzerne) durch das andere (den einzelnen Freelancer) abgelöst sein wird. Am spannendsten ist doch die Frage, welche Intiativen es überhaupt gibt bzw. welche Ideen man selbst entwickelt. Die Gedanken sind frei… ;-)

    Liebe Ostergrüße!
    Katrhin von startup-erfolg.de

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  11. Du hast es bereits richtig erkannt, das Internet war der erste Schritt, LINUX oder auch die Wikipedia waren der zweite Schritt.
    Die Tendenz geht in die richtige Richtung.
    Ein Erfolg kann es aber erst dann werden, wenn wir denn dritten und schwierigsten Schritt gehen und zwar die Aufgabe des herrschenden Systems dem Kapitalismus, hin zu einem neutralen System des Zeitsystems.
    Wenn wir das schaffen, ist das Ende der Versklavung und Ausbeutung von Tier und Mensch erreicht.

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  12. Großkonzerne gab es immer und ich glaube, das es auch in Zukunft noch so sein wird.
    Nur die Arbeitsbedingungen und wirtschaftlichen Verpflechtungen haben sich geändert.

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  13. Es wird immer beides geben, denn für bestimmte Art von Projekten braucht es die Strukturen großer Unternehmen.
    Aber natürlich ändert sich die Arbeitswelt mit neuen Technologien und Freelancer haben es einfacher, sich auch in die Strukturen von Konzernen einzugliedern.
    Ich bin mal gespannt, wie der Fachkräftemangel die Arbeitswelt ändern wird. Dann können sich Freelancer wohl zunehmend ihre Projekte aussuchen und Konzerne werden eher wieder versuchen, gute Leute an sich zu binden.
    Und noch eine interessante Theorie von Malcol Gladwell in “Tipping Point”: Die Regel der 150 – bis zu dieser Anzahl Mitarbeiter braucht es keine Hierarchien, die können sich selbst organisieren. Interessanter Ansatz…

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  14. Ich denke mir auch mal, dass es immer beide Strukturen geben wird. Man wird aber niemals sagen können, dass dieses Unternehmen dies oder das braucht. Im Enddefekt muss man sich im Klaren sein, was die Ziele sein sollen und mit welchen Mitteln diese umgesetzt werden sollen.

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