11 Tipps für den richtigen Firmenname + Tool-Empfehlungen – Selbstständig machen Schritt 7

11 Tipps für den richtigen Firmenname + Tool-Empfehlungen - Selbstständig machen Schritt 7Bevor man sein neues Gewerbe anmeldet muss man sich noch für dem richtigen Firmenname entscheiden. Die Wahl eines Firmennamens hängt unter anderem von der eigenen Rechtsform ab.

Aber natürlich steht im Vordergrund, welches Ziel man mit der eigenen Selbstständigkeit verfolgt und welche Wirkung der Firmenname bei den potentiellen Kunden erzielen soll.

Deshalb gibt es in diesem Teil meiner Selbstständig machen Artikelserie Tipps, Links, Tools und rechtliche Hinweise zum richtigen Firmenname.

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Die Bedeutung des Firmenname

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Der Firmenname ist ein zentrales Element, wenn es um die Vermarktung der eigenen Produkte und Leistungen, sowie die Kundengewinnung geht.

Deshalb ist es wichtig, der Auswahl des Firmennamens die angemessene Aufmerksamkeit zu widmen.

Zusätzlich zum Kontakt zu potentiellen Kunden, wirkt der Firmenname auch auf Lieferanten und potentielle Partner.

Aber natürlich liegt die Hauptbedeutung in der Wirkung auf die eigene(n) Zielgruppe(n).

Doch wie wählt man den richtigen Firmenname aus?

Der richtige Firmenname für dein Business

Der Begriff Firmenname ist eigentlich doppelt gemoppelt, da Firma an sich schon ein eingetragener Name ist. Aber Firmenname ist die gängige Bezeichnung dafür.

Der richtige Firmenname hängt von mehrere Faktoren ab.

Zu allererst gibt es eine Reihe von allgemeinen Grundsätzen zur Auswahl eines Firmennamens. Diese Grundsätze sind natürlich nicht zwingend bindend, geben aber Erfahrungswerte und Best Practice Erkenntnisse wieder, damit man bestimmte Fehler nicht macht, die vielleicht schon von anderen früher gemacht wurde. Diesen allgemeinen Tipps widme ich mich im nächsten Abschnitt.

Darüber hinaus gibt es noch weitere Aspekte, die man bei der Wahl des Firmennamens beachten sollte. So gibt es bestimmte rechtliche Vorschriften für die Namensgebung von Firmen, aber auch die Verfügbarkeit im Internet spielt für Selbstständige im Netz eine große Rolle.

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11 Tipps für den richtigen Firmenname

Die folgenden 11 Tipps für den richtigen Firmenname sind Erfahrungswerte und sollen dabei helfen, bestimmte Risiken und Probleme bei der Wahl des Firmennamens frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.

Die Tipps sind alphabetisch geordnet.

  1. Abkoppelbar

    Darunter verstehe ich die Möglichkeit, einen Firmenname später auch ohne den Namenszusatz weiter nutzen zu können. Wenn man sein Einzelunternehmen später z.B. in eine GmbH umwandelt, wäre es ideal, wenn man den Firmenname ohne die Namensbezeichnung problemlos weiterführen kann.

  2. Fantasienamen vs. Klarheit

    Es ist möglich Fantasienamen für die eigene “Firma” zu verwenden. Man sollte aber abwägen, ob eine klare Erkennbarkeit der Leistung nicht besser ist, als ein für Neukunden nichts sagender Fantasiename.

  3. Gut zu merken

    Ein Firmenname sollte gut zu merken sein, damit er sich bei den Kunden “einbrennt”. Bildhafte Ausdrücke haben sich da eher bewährt als abstrakte Begriffe.

  4. International

    Falls man irgendwann mal international expandieren möchte, sollte man vorher prüfen, ob der eigene Firmenname evtl. negative Bedeutungen in anderen Sprachen hat.

  5. Irreführung

    Bestimmte Begriffe sind im Firmenname nur mit Zustimmung durch das Registergericht erlaubt. “Bio”, “Öko”, “Institut”, “Akademie” und andere. Generell muss ein Firmenname klar und eindeutig sein.

  6. Konkurrenz

    Der eigene Firmenname soll nicht zu ähnlich zu bestehenden Firmen sein. Die Unterscheidungsfähigkeit ist nicht nur rechtlich gefordert, sondern ist auch aus Marketingsicht sinnvoll.

  7. Langfristig

    Man sollte langfristig denken. Firmenbezeichnung, die zu sehr auf die aktuelle Situation abzielen oder aktuelle Trends aufgreifen, können später problematisch werden. Firmen ändern sich, das sollte bei der Wahl des Firmennamens beachtet werden.

  8. Ohne Slogan wirksam

    Idealerweise nutzt man einen zusätzlichen Slogan zur weiteren Informationsvermittlung. Man sollte jedoch prüfen, ob der eigene Firmenname auch ohne den Slogan funktioniert und ob potentielle Kunden damit etwas anfangen können.

  9. Sortimentserweiterung

    Die Firma “Hutmode Meier” wird später Probleme bei der Vermarktung bekommen, wenn sie zusätzlich Kleider etc. anbieten will. Man sollte sich durch den Firmennamen nicht zu sehr einschränken lassen.

  10. Ungünstige Abkürzungen

    Man sollte zudem prüfen, wie die Abkürzung des Firmennamens wirkt. Die fiktive Firma “Winkler Computer” hört sich ganz normal an. Die Abkürzung WC macht sich aber einfach nicht so gut. :-)

  11. Wirkung auf Kunden

    Auch die psychologische Wirkung sollte nicht außer Acht gelassen werden. Was halten potentielle Kunden von “Elektroservice Pfuscher” oder “Bestattungsinstitut Lustig”. Es gibt einfach Firmenbezeichnungen, die mit bestimmten Namen nicht zusammenpassen. Man sollte dann überlegen, ob man eine Rechtsform wählt, die keinen Familiennamen erfordert oder andere Lösungen suchen.

Generell sollte man sich Zeit nehmen, den richtigen Firmenname zu finden und in einem Brainstorming viele Varianten “durchspielen”.

Zudem sollte man andere Meinungen einholen, den Firmennamen mal beispielhaft auf einem Kopfbogen ausdrucken und auch darüber schlafen, bevor man sich entscheidet.

Vorsicht bei Einschränkungen

Aus langfristiger Sicht sollte man auf jeden Fall vermeiden, sich zu sehr einzuschränken. So sollte man genau überlegen, ob man geografische Einschränkungen macht und auch ganz besonders bei inhaltlichen Beschränkungen ist Vorsicht geboten.

Ich habe mich damals ganz bewusst für einen Fantasienamen für mein Business entschieden, der mir inhaltlich und geografische alle Optionen offen lässt.

Wer einfach “nur” ein Ladengeschäft eröffnen will und keine weitere Pläne hat, kann aber natürlich geografische und inhaltliche Aussagen im Firmennamen treffen, was dann auch Vorteile haben kann.

Fallstricke

Es gibt einige Fallstricke bei der Wahl des Firmennamens, die man unbedingt vermeiden sollte.

  • Konkurrenz

    Ich hatte mal einen Kunden, der eine Website für seine neue Agentur benötigte. Das lief soweit auch alles super und wir entwickelten zusammen eine schöne und passende Website. Kurz vor der Fertigstellung kam dann Post von einem Konkurrenten bzw. dessen Anwalt.

    Es gab schon eine Agentur, die so hieß und nun musste mein Kunde seine komplette Firmen-Außendarstellung ändern. Also nicht nur den Firmennamen, sondern auch die Geschäftsunterlagen, die Werbemittel und natürlich auch die Website. Der Witz war dabei, dass wir inhaltlich eine große Anzahl an Anspielungen auf den Firmennamen eingebaut hatten. Das funktionierte nun natürlich nicht mehr.

    Es kann also große Kosten verursachen, im Nachhinein den Firmennamen zu ändern. Noch schlimmer wird es, wenn man schon eine Weile am Markt ist und den Firmenname bekannt gemacht hat. Dann fängt man wieder von vorn an.

    Die IHK bietet teilweise eine Firmennamenrecherche an, die eine erste gute Grundlage ist. Im Zweifel sollte man auf jeden Fall mit einem Anwalt sprechen, um spätere Probleme zu vermeiden.

  • Markenschutz

    Als Selbstständiger im Netz gibt es keine Verpflichtung seine Firmennamen als Marke einzutragen. Das ist auch nicht ganz billig, aber langfristig kann es durchaus Sinn machen, um vor Nachahmern und Copycats geschützt zu sein.

    Bei einem Handelsregistereintrag besteht ein gewisser Grundschutz. Ein richtiger Schutz ist jedoch nur durch Markenschutz möglich.

    Umgekehrt ist es natürlich ebenfalls wichtig, dass man keine bestehenden Markenrechte verletzt.

  • Missverständnisse

    Man sollte auf jeden Fall im Vorfeld prüfen, ob ein Firmenname zu Missverständnissen führen kann. Das kann aus einem Dialekt entstehen oder auch sonst irgendwie dazu führen, dass die potentiellen Kunden nicht nur nicht wissen, was die Firma anbietet (was schon nicht gut ist), sondern etwas falsches vermuten.

    Auch hier hilft es meist, wenn man andere nach ihrer Meinung und ihrem Eindruck befragt.

  • Verfügbarkeit

    Zu guter Letzt sollte man vor der Entscheidung für den richtigen Firmenname die Verfügbarkeit besonders im Internet prüfen.

Firmenname Verfügbarkeit

11 Tipps für den richtigen Firmenname + Tool-Empfehlungen - Selbstständig machen Schritt 7Als Selbstständiger im Netz sollte man auf jeden Fall prüfen, in wie weit der Firmennamen noch für Domains, Social Networks etc. verfügbar ist. Das kann man von Hand machen oder man nutzt ein Tool dafür.

Namecheck.com ist ein Tool, welches diverse Social Networks und Domainendungen abfragt. Grün bedeutet, dass der gewählte Name bei diesem Service noch frei ist. Auf namerobot.de kann man Markenverzeichnisse abfragen.

Aber natürlich hat das keine rechtliche Verbindlichkeit und im Zweifel sollte man den Anwalt aufsuchen. Denn schließlich geht es hier um eine Entscheidung für die Zukunft und da sollte man nicht wegen ein paar Euro langfristige Risiken in Kauf nehmen.

Rechtliche Anforderungen an den Firmenname

Kommen wir zu einem weiteren wichtigen Punkt bei der Firmennamen-Wahl.

Es gibt einige rechtliche Anforderungen an Firmennamen, die sich aus der Wahl der Rechtsform ergeben:

  • Einzelunternehmer/Kleingewerbetreibende

    Nicht im Handelsregister eingetragene Einzelunternehmer/Kleingewerbetreibende müssen immer mindestens einen ausgeschriebenen Vorname und den Nachnamen im Firmennamen drin haben. Zusätzlich kann man eine Branchenbezeichnung, Tätigkeitsbeschreibung oder Fantasienamen genutzt werden.

  • Freiberufler

    Für Freiberufler sieht das ähnlich aus wie oben. Freiberufler müssen durch Berufsbezeichnung, die einem freien Beruf entspricht, allerdings klar erkenntlich machen, dass es sich um einen Freiberufler handelt. Also Angaben wie “Steuerberater” oder “Architekt”.

  • Unternehmen im Handelsregister

    Firmen, die im Handelsregister eingetragen sind, sind freier in der Namenswahl. So muss der eigene Namen nicht genannt werden. Allerdings muss immer der Rechtsform-Zusatz, wie z.B. GmbH, enthalten sein. Bei Kaufleuten gilt dies ebenfalls. Bei Sachfirmen muss der Unternehmenszweck erkennbar sein.

Weitere Informationen zu den rechtlichen Vorschriften bei der Namensgebung finden sich auf existenzgruender.de.

Fazit zum richtigen Firmenname

Die richige Firmenname sollte gut überlegt sein. Er wird das eigene Unternehmen maßgeblich nach außen repräsentieren und eine spätere Änderung ist mit hohen Kosten, hohem Aufwand und einem Verlust an Bekanntheit verbunden.

So geht es weiter
Im nächsten Teil der Artikel-Serie Selbstständig machen geht es um die Gewerbeanmeldung und andere notwendige bürokratische Wege.

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2 Gedanken zu „11 Tipps für den richtigen Firmenname + Tool-Empfehlungen – Selbstständig machen Schritt 7“

  1. Danke für die Tipps! Ich habe jetzt lange über meinen Firmennamen nachgedacht und bin mir mittlerweile relativ sicher, dass ich ihn so nehmen will. Dank dieses Beitrages konnte ich alle Punkte nochmal quasi als Checkliste abhaken. Jetzt kann ich endlich mit der Erstellung meiner Website beginnen! Ich habe mir bereits eine WordPress-Lizenz und das passende WordPress Cookie Banner Plugin besorgt. Übrigens bin ich gerade dabei, alle Beiträge aus der “Selbstständig – Schritt für Schritt Anleitung” von euch zu lesen. Da sind wirklich super hilfreiche Tipps dabei. Vielen Dank dafür und liebe Grüße!

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