Linkaufbau-Tipps für Websites & was ihr nicht für Backlinks tun solltet!

Linkaufbau-Tipps für Websites & was ihr nicht für Backlinks tun solltet!Links, die von anderen Websites auf die eigene Website zeigen, sind ja bekanntermaßen ein wichtiger Faktor für die Position in den Google Suchergebnissen und deshalb ist der aktive Linkaufbau auch heute immer noch sehr wichtig.

Je mehr qualitativ gute Backlinks man für seine Website bekommt, um so höher steht man tendenziell in den Google-Suchergebnissen. Wobei natürlich auch andere Ranking-Faktoren einen Einfluss darauf haben.

Doch gerade für „langweilige“ Firmen-Websites, Nischenwebsites, Affiliate-Websites und ähnliche Projekte fällt es oft schwer überhaupt an Backlinks von anderen Websites zu kommen. Deshalb möchte ich euch heute ein paar Tipps geben, wie ihr an Backlinks für eure Website kommt und welche Maßnahmen zum Linkaufbau sich bei mir bewährt haben.

Zudem gehe ich darauf ein, was ihr nicht für Backlinks tun solltet.

Generelle Tipps zum Linkaufbau

Bevor ich mit den eigentlichen Tipps für Backlinks loslege, möchte ich noch ein paar Worte und allgemeine Hinweise zum Linkaufbau loswerden.

Backlinks sind wichtig, keine Frage. Doch man sollte die Kirche im Dorf lassen. Google wird sich nicht ewig auf Backlinks verlassen und legt meiner Meinung nach schon jetzt viel Wert auf den eigentlichen Content und andere Faktoren, denn Backlinks sind viel zu einfach zu manipulieren.

Die Verwendung von Backlinks als Maßstab für die Beliebtheit und Qualität einer Website ist sowieso nur eine „Krücke“. Da man früher (und auch heute) nicht wirklich automatisch die Qualität einer Website bzw. der darauf enthaltenen Inhalte ermitteln kann, werden unter anderem Backlinks dafür verwendet. Google sieht so einen Backlink quasi als positives Zeichen für die Qualität einer Seite/Website, denn sonst hätte man diesen Backlink wohl nicht gesetzt. Darüber kann man natürlich vortrefflich streiten.

Ich habe auch eine Vielzahl als Websites und da lege ich viel Wert auf Content und Onpage-SEO. Linkaufbau betreibe ich zwar auch, aber nur im durchschnittlichen Umfang. So habe ich z.B. Nischenwebsites, die bei einem wichtigen Suchbegriff auf Seite 1 bei Google stehen und das trotz relativ hoher Konkurrenz. Dabei hat die Website insgesamt nur rund 25 Backlinks.

Ich will damit sagen, dass es nicht mehr so einfach wie früher funktioniert: „Mehr Backlinks = höheres Ranking“.

Wenn die Inhalte der Website qualitativ stimmen und ein paar qualitativ gute und thematisch/regional passende Backlinks vorhanden sind, kommt man oft schon sehr weit.

Zudem sollte man beim Linkaufbau darauf achten, dass man nicht zu schnell vorgeht. Wenn eine Website monatelang keine neuen Backlinks bekommen hat und nun auf einmal dutzende neue Backlinks an einem Tag, dann wird Google misstrauisch. Von der Entwertung der Backlinks, bis hin zu einem Penalty ist alles möglich.

Man sollte beim Setzen von Backlinks zudem darauf achten, dass man die Links variiert. Nicht immer denselben Linktext und nicht immer auf die Homepage verlinken. Man sollte auch mal auf Unterseiten verlinken und passende Keywords im Linktext verwenden.

Es ist ebenfalls wichtig von der eigenen Website nach außen zu verlinken. Damit haben viele Website-Betreiber Probleme. „Meine Besucher verlassen doch dann meine Website“, „Ich helfe damit der Konkurrenz“. Alles Humbug. Das Internet ist keine Einbahnstraße.

Links untereinander sind wichtig und natürlich. Wer ausschließlich Links bekommt, aber nicht auf andere Websites verlinkt, macht sich ebenfalls verdächtig. Wer hin und wieder auf interessante und thematisch passende Websites verlinkt (Wikipedia, regionale Verzeichnisse etc.), der hilft damit auch seiner eigenen Website. Es muss ja nicht die direkte Konkurrenz sein.

Am wichtigsten ist, dass Google erstmal die eigene neue Website findet. Dafür reicht in der Regel ein einziger Link von einer Website, die von Google regelmäßig durchsucht wird. Das kann z.B. eine persönliche Website sein oder auch ein Social Media Profil.

Nun aber zu den konkreten Linkaufbau-Tipps für einfache und nicht ganz so einfache Backlinks.

Die Konkurrenz beim Linkaufbau ausspionieren

Zu aller erst sollte man prüfen, woher die Konkurrenz ihre Backlinks hat. Dazu sucht man z.B. in Google nach den eigenen wichtigen Keywords. So könnte ein Steuerberater z.B. nach „Buchhaltung“ suchen. Bei regional tätigen Unternehmen wäre eine Suche nach „Buchhaltung [Ort]“ sinnvoll.

Nun schaut man sich das Suchergebnis an und kopiert sich die Domains, die eine Konkurrenz darstellen, z.B. andere Steuerberater. Dieses Liste geht man durch und notiert sich alle Websites, auf denen man seinen Link ebenfalls unterbringen kann. Also z.B. thematische Verzeichnisse, Stadt-Portale etc..

Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass man eine ganze Reihe thematisch und/oder regional passender Websites erhält, wo man ebenfalls einen Link unterbringen kann.

Genauer einzelne Konkurrenten unter die Lupe nehmen kann man mit einem Backlink-Checker. So bietet z.B. der Anbieter ahrefs ein kostenloses Tool an. Hier gibt man die Domain einer gut rankenden Konkurrenz-Website ein und bekommt dann die Top 100 Backlinks dieser Domain angezeigt.

Backlinks der Konkurrenz - Tool für den Linkaufbau

Auch hier findet man viele andere Websites, auf denen man ggf. selber einen Backlink platzieren kann und trägt diese ebenfalls in die eigene Liste ein.

Nun heißt es diese Liste abzuarbeiten, auf die einzelnen Websites zu gehen und nach Möglichkeiten zu suchen, die eigene Website dort zu verlinken. Das kann ein Eintrags-Formular sein, manchmal muss man aber auch einfach mal den Webmaster anmailen und fragen.

Hat man dies gemacht, sollte man schon mal eine ganze Reihe von guten Backlinks haben.

Wie baust du normalerweise Backlinks für deine Website/Blog auf?

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Backlinks aktiv forcieren und platzieren

Im folgenden liste ich eine Reihe von Tipps auf, wo man seine Website unterbringen kann, um damit Backlinks zu bekommen.

  • Stadtwebsite

    Jede kleinere und größere Stadt (oder Ort) betreibt heute eine Website. Dort gibt es meist auch ein Firmenverzeichnis. Einfach mal bei der Stadt anrufen und um einen Firmen-Eintrag mit Link bitten.

  • regionale Firmenverzeichnisse

    Es gibt da draußen sehr viele Verzeichnisse. Die meisten sind leider Schrott, aber wenn man aber ein wenig sucht, findet man das eine oder andere gut gepflegte regionale oder thematische Firmenverzeichnis.

    Oft erkennt man die Qualität eines Verzeichnisses an 3 Dingen:
    a) es ist gut gepflegt
    b) es gibt keine Backlink-Pflicht
    c) es wird bei der Eingabe der Daten Wert auf längere Beschreibungstexte gelegt.

  • Halbwegs gute Verzeichnisse

    Man sollte von überregionalen Verzeichnissen nicht zu viel erwarten. Aber es schadet sicher nicht, wenn man seine Website in Verzeichnisse wie city-map.de, goyellow.de und Co. einträgt.

  • Corporate-Blog

    Hat man auf seiner Website auch einen Blog, dann sollte man diesen in ein paar größere Blog-Verzeichnisse eintragen. Blogalm.de und Bloggeramt.de sorgen für ein paar Backlinks, die aber auch nicht so viel bringen.

  • Einfach fragen

    Lieferanten, Kunden und Partner besitzen eigene Firmen-Websites. Wenn man da einfach mal nach Backlinks fragt, bekommt man diesen oft auch. Man sollte nur darauf achten, nicht immer einen Linktausch vorzunehmen, sich also gegenseitig zu verlinken.

  • Verbandsverzeichnisse

    Ist man selbstständig ist man oft in irgendeinem Verband. Dort gibt es in der Regel ebenfalls die Möglichkeit, eine eigenes kleines Firmenprofil zu hinterlassen, mitsamt Link.

  • Social Networks nutzen

    Social Networks sind heute eine wichtige Quelle für Backlinks und wer dort aktiv ist, kann diese für den eigenen Linkaufbau nutzen.

    Darunter fallen zum einen die eigenen Profile, aber auch in den veröffentlichten Posts kann man Links zur eigenen Website einbinden.

  • Kommentieren

    Ein wenig mehr Aufwand ist es, in regionalen oder thematisch passenden Blogs und Gästebüchern (die es allerdings kaum noch gibt) zu kommentieren.

    Hier sollte man aber darauf achten, sinnvolle Kommentare und keinen SPAM abzuliefern. Zudem können sich dadurch interessante neue Kontakte ergeben.

  • Foren

    So ähnlich ist das auch mit der Teilnahme an thematisch passenden Foren. Man profitiert dabei nicht nur selber durch neue Infos und Kontakte, sondern kann auch seinen Link in der eigenen Signatur oder auch mal in einem passenden Beitrag unterbringen.

Weitere Tipps zu Backlink-Quellen.

Indirekter Linkaufbau

Noch effektiver, wenn auch nicht so gut steuerbar, sind Backlinks, die ohne unser direktes Zutun gesetzt werden. Das ist z.B. bei Blogs der Regelfall, bei Business-Websites aber oft schwieriger.

Im Folgenden ein paar Tipps, wie ihr indirekt Backlinks für eure Website bekommt.

  • Experten-Infos teilen

    Jeder verfügt in seinem eigenen Themengebiet über Spezialwissen. Das bedeutet nun nicht, dass es sich um Wissen handeln muss, dass kein anderer hat.

    Aber man sammelt Erfahrungen und kann somit sein Wissen auch mit Beispielen und Case Studies untermauern. Wer solche Inhalte regelmäßig auf seiner Website veröffentlicht, der kann mit neuen Backlinks rechnen.

    Einer meiner früheren Kunden war eine Anwaltskanzlei und einer der Anwälte schrieb regelmäßig kleine Artikel zu aktuellen Gerichtsentscheidungen. Dadurch kamen eine Menge Backlinks zusammen und Google liebt neue Inhalte.

  • Umfragen

    Unter den Leser der eigenen Website sollte einfach mal eine Umfrage durchführen und die Ergebnisse dann in einem Artikel veröffentlichen oder zum Beispiel auch als Pressemitteilung an thematisch passende Pressemedien schicken.

  • kostenloses eBook

    Kostenlose Dinge sind immer sehr beliebt. Wer ein paar Erfahrungen und Expertenwissen z.B. als eBook zusammenfasst und zum kostenlosen Download bereitstellt, kann mit vielen Backlinks rechnen.

    Ebenso denkbar wären Checklisten, Excel-Tabellen, kleine Tools oder ähnliches.

  • Podcast

    Auch das ist aufwändig, aber sehr effektiv. Wer in seiner Branche den ersten (oder zumindest einen etwas anderen) Podcast startet, dem sind Aufmerksamkeit und viele Backlinks sicher.

    Aber das ist nicht nebenher gemacht und man sollte dies schon sehr ernst nehmen.

  • Gewinnspiel

    Ein Gewinnspiel zum Website-Jubiläum mit einem attraktiven Preis bringt Aufmerksamkeit. Wenn der Preis dann noch den Nerv der Zielgruppe trifft, um so besser.

  • Networking

    Man kann mit anderen Website-Betreibern in Kontakt treten und zusammen mit diesem Inhalte erstellen. So könnte man einen zweiteiligen Artikel verfassen, dessen erster Teil auf der einen Website und der zweite Teil auf der anderen Website erscheint.

    Generell ist es auch für den Linkaufbau sehr nützlich, wenn man viele Kontakte mit anderen Website-Betreibern aufbaut.

  • RoundUp-Artikel

    Roundup-Artikel Beispiel - Linkaufbau-Tipps für WebsitesIch liebe RoundUp-Artikel. Dabei stellt man einer Reihe von Experten 2-3 Fragen zu einem bestimmten Thema und fasst deren Antworten dann in einem Artikel zusammen.

    Dabei entsteht ein toller Artikel mit vielen guten Tipps, der nicht nur von vielen Lesern verlinkt wird, sondern auch von vielen der Experten, die daran teilgenommen haben.

  • Interviews

    Interviews mit anderen sind nicht nur eine tolle Möglichkeit spannende und interessante Inhalte für die eigene Website zu bekommen, sondern diese helfen auch beim Linkaufbau. Schließlich verlinken die Interview-Gäste in der Regel auch diesen Artikel.

  • Reviews schreiben

    Wenn du Produkte bei dir vorstellst und Reviews dazu schreibst, dann solltest du versuchen den Hersteller darauf aufmerksam zu machen. Nicht wenige verlinken solche Reviews dann auch.

Was man beim Linkaufbau nicht machen sollte

Die folgenden Dinge sollte man beim Linkaufbau nicht tun, denn diese wirken sich negativ aus und schaden oft eher, als dass sie helfen.

  • Finger weg von Angeboten wie „1.000 Verzeichniseinträge für 9,99 Euro“. Das ist SPAM pur und geht meist viel zu schnell (bzw. sorgt nur für minderwertige Backlinks).

    Auch Angebote, die versprechen, dass die eigene Website in hunderten Suchmaschinen eingetragen wird, sind sinnlos. Google beherrscht über 95% des Suchmarktes und die wenigen thematisch passenden Nischensuchmaschinen kann man von Hand „füttern“.

  • Man sollte nicht zu viel Linktausch betreiben. Wer nur Links tauscht, der fällt bei Google auf. Es sollten vor allem viele Backlinks ohne Gegenlink existieren.
  • Links zu kaufen ist ebenso riskant. Es mag Fälle geben, wo das Sinn macht, aber oft erreicht man mit ein wenig kreativer Arbeit und Schweiß mehr ehrliche Backlinks. Ich komme ohne gekaufte Links aus.
  • Backlink-Software ist ebenfalls in meinen Augen Murks. Wie bei dem ersten Punkt wird hier nicht auf Qualität geachtet, sondern auf Masse. Das braucht man nicht. Sinnvoller sind das schon SEO-Tools, die bei der Recherche und Analyse von Backlinks helfen.
  • Wie schon weiter oben gesagt, sollte man nicht zu schnell vorgehen. Linkaufbau braucht seine Zeit. Wer Linkaufbau nebenher regelmäßig macht, der fährt am besten.

Eure Tipps zum Linkaufbau

Mit diesen Tipps sollte man schon eine relativ gute Backlink-Basis für seine Website bekommen.

Was sind eure Tipps zum Linkaufbau für Websites?

Habt ihr Erfahrung beim Linkaufbau für eher kleine Websites? Was hat funktioniert und was nicht?

Bild von Peer Wandiger
Peer Wandiger
Studium der BWL und langjährige Arbeit in einem mittelständischen Unternehmen. Seit 2006 selbständig als Webentwickler und Website-Betreiber, 2007 Gründung von Selbständig im Netz.

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