Mit dem Thema „Spaß bei der Arbeit“ habe ich mich schon ein paar mal in meinem Blog beschäftigt.
Dabei halte ich es für sehr, sehr wichtig, dass man Spaß als Selbstständiger hat. Warum das so ist und wieso ich Unterschiede zu Angestellten sehe, erfahrt ihr im Folgenden.
Zudem schildere ich meine Erfahrungen und gebe Tipps.
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ToggleWie wichtig ist Spaß an der Arbeit?
Als Selbstständiger hat man wirklich viel zu tun. In der Anfangszeit ist es besonders „schlimm“. Sich erstmal ein Einkommen aufzubauen und davon leben zu können, bedeutet meist viele, viele Überstunden und auch die Wochenenden sind nicht vor der Arbeit sicher.
Aber auch später in der Selbstständigkeit gibt es viel zu tun und man muss sich um tausend Dinge kümmern. Abschalten im Urlaub? Für viele Selbstständige nicht so einfach möglich.
Die viele Arbeit, der Druck und der Stress sind etwas, was einen Selbstständige sehr belasten kann. Als junger Mensch kommt man damit vielleicht noch besser klar, aber auch da kostet es viel Energie.
Deshalb ist es wichtig Spaß an der Arbeit zu haben. Natürlich sorgt der Spaß an der Tätigkeit nicht dafür, dass man pauschal alle Überstunden und den Stress problemlos wegsteckt, aber man kann damit viel besser umgehen, als wenn man sich jeden Morgen zur Arbeit zwingen muss.
Bei Angestellten ist das offensichtlich teilweise anders. Da gibt es viele, die nicht so wirklich mit dem Herzen dabei sind. Das ist bis zu einem gewissen Grad auch okay. Nicht jeder Job ist ein Herzensprojekt, nicht für jeden Job fühlt man sich berufen.
Aber bei Selbstständigen ist es meiner Erfahrung nach sehr problematisch, wenn man den Spaß an der Arbeit verliert. Dann sollte man unbedingt dagegensteuern und vielleicht andere Schwerpunkte setzen oder ähnliches. Wer eine Website betreibt, der könnte einfach eine neue Website starten zu einem Thema, was ihn richtig motiviert. Nicht umsonst entstehen viele Nischenwebsites aus dem Spaß an einem Hobby, wie dieses Beispiel zeigt.
Und aus noch einem Grund ist es meiner Meinung nach sehr wichtig, dass man Spaß bei der Arbeit hat. Kreativität, Engagement und Leidenschaft sind für viele Businesses wichtige Erfolgsfaktoren. Wer aber keinen Spaß an seiner Arbeit hat, kann die Eigenschaften nicht auf Dauer aufbringen.
Wieder Spaß haben
Doch was kann man tun, wenn man den Spaß an der Selbstständigkeit verloren hat? Zuerst sollte man nicht in Panik geraten, denn das geht vielen so, wie man an diesem Umfrageergebnis sehen kann.
Hast du schon mal den Spaß an der Selbständigkeit verloren?
- Ja, aber zum Glück ging das vorbei. (39%, 71 Stimmen)
- Ja, leider macht es mir aktuell keinen Spaß mehr. (27%, 48 Stimmen)
- Nein, noch nie. (17%, 31 Stimmen)
- Ich bin angestellt. Was ist Spaß? ;-) (14%, 25 Stimmen)
- Ich muss keinen Spaß in meiner Selbständigkeit haben. (3%, 5 Stimmen)
Teilnehmerzahl: 180 (max. 1 Stimmen)
Es gibt immer mal Tiefs, in denen man nicht so viel Lust hat. Das kann am Wetter liegen, an einem unangenehmen Kunden oder an anderen Gründen. Nach meiner Erfahrung kommt der Spaß aber zurück. Das ist auch bei einem Großteil der Umfrageteilnehmer so.
Ist das allerdings nicht der Fall, sollte man sich die Zeit nehmen und genau analysieren, warum man keinen Spaß mehr hat. Ist es die Arbeit selbst? Sind es bestimmte Umstände? Haben sich die eigenen Interessen einfach verändert?
Hier sollte man auf jeden Fall zu sich selbst ehrlich sein, denn nur dann kann man auch wirklich was verändern. In diesem Artikel gebe ich 7 Tipps, wie du wieder Spaß an deiner Selbständigkeit hast!
Meine Erfahrungen
Ich bin ja nun schon mehr als 12 Jahre selbstständig und nicht immer hatte ich in dieser Zeit nur Spaß. Die Arbeit mit Kunden war teilweise nicht schön und auch anderer Ärger hat mir manchmal den Spaß verdorben.
Hinzu kommt, dass ich hin und wieder einfach mal ein kleines Tief habe, was z.B. bei tollen Temperaturen passieren kann. Da möchte man lieber am Strand liegen und nicht vor dem PC sitzen. Aber das geht sicher vielen so.
Ich habe die Probleme analysiert und Entscheidungen getroffen. So habe ich mein Webdesign-Business beendet, weil ich einfach nicht mehr für andere arbeiten wollte. Stattdessen blogge ich heute noch immer, denn das macht mir immer noch genauso viel Spaß, wie vor mehr als 10 Jahren.
Das war auch ein Grund, weshalb ich einen neuen Blog gestartet habe. Darin beschäftige ich mich mit einem Hobby von mir, den Brettspielen. Hier habe ich also zwei Sachen miteinander verbunden, die mir viel Spaß machen.
Wenn mich die Themen meiner Blogs und Websites interessieren, dann habe ich Spaß daran etwas zu schreiben. Das war auch der Grund dafür, dass ich vor ein paar Jahren einen Blog eingestellt habe. Darauf wollte ich über Social Media Themen schreiben. Nun bin ich aber nicht der große Facebook-Nutzer und auch sonst nicht privat in sozialen Netzwerken unterwegs. Deshalb hat es mir auf Dauer einfach keinen Spaß gemacht so viel über dieses Thema zu schreiben.
Allerdings muss man sich im Klaren darüber sein, dass die Selbstständigkeit nicht nur Spaß machen kann. Es gibt Tätigkeiten, die einfach notwendig sind, wie z.B. die Buchhaltung. Zudem hat mir persönlich die Überregulierung im Netz der letzten Jahre ein wenig den Spaß verdorben. Viele der Freiheiten wurden eingeschränkt, die man im Netz bisher hatte. Daran muss ich mich gewöhnen, aber wenn man weiß, wie es mal vor 10 Jahren war, ist es nicht einfach.
Dennoch überwiegt bei mir ganz klar der Spaß an der Arbeit, sonst würde ich mir was anderes suchen.
Praktische Tipps, um Spaß an der Arbeit zu haben
Hier noch ein paar praktische Tipps für mehr Spaß bei der Arbeit.
- Such dir eine Tätigkeit, die dich wirklich interessiert. Das ist die Basis, um langfristig Spaß an der Arbeit zu haben.
- Gib Arbeiten, die dir keinen Spaß machen, an Externe ab.
- Kläre Probleme schnell und schiebe sie nicht vor dir her.
- Umgib dich mit Menschen, die du magst und die dir gut tun.
- Finde eine gute Balance zwischen Arbeit und Freizeit. Erholung ist wichtig.
- Nimm nicht alles so ernst.
Der letzte Punkt ist wichtig, aber mir auch erst mit den Jahren klar geworden. Es gab schon einige Dinge, die mir in meiner Selbstständigkeit Sorgen gemacht und ein wenig den Spaß verdorben haben. Wenn ich jetzt auf diese 12 Jahre zurückblicke, hätte ich doch einiges etwas lockerer sehen können.