
In diesem Artikel möchte ich zudem meine Meinung zu dieser SEO-Methode schildern. Lohnt es sich wirklich, provokante oder schlechte Inhalte zu veröffentlichen, um viele Backlinks zu bekommen?
Ich bin sehr auf eure Meinung gespannt und würde gern erfahren, was ihr alles für Backlinks macht.
Inhalt
ToggleSchlechte Inhalte für viele Backlinks – Beispiel
David hatte vor langer Zeit mal über seine Erfahrungen mit schlechten Inhalten berichtet. Um die Geschichte von David kurz zusammenzufassen: Er hatte eine Nischenwebsite aufgebaut und schnell ein paar schlechte Inhalte veröffentlicht, damit da überhaupt erstmal etwas drauf ist.
Daraufhin wurde diese Seite von jemand anderem gesehen und der schrieb etwas Negatives darüber, setze dabei aber auch einen Backlink. David hat dann selber ausprobiert, wie er das auf die Spitze treiben kann, indem er anonym andere Blogger und Website-Betreiber anschrieb und über seine eigene Website meckerte. Durch die vielen negativen Reaktionen (inkl. Backlinks) kletterte seine Website in Google schnell weit nach oben.
Er selber fand das eine interessante Fallstudie, würde es aber in Zukunft nicht mehr so machen.
Pro und Kontra von schlechten Inhalten
Dieser Erfahrungsbericht von David zeigte sehr gut, dass Google noch lange nicht an dem Punkt ist, dass die Qualität der Inhalte einer Website per Crawler wirklich beurteilt werden können. Und das trotz des aktuellen Google-Updates für hilfreiche Inhalte.
Ebenfalls scheint Google nicht wirklich fähig zu sein zu beurteilen, ob ein Link aus positiven oder negativen Gründen gesetzt wurde. Die vielen Backlinks waren ja keine Empfehlungen, aber Google scheint es so aufgefasst zu haben.
Zudem zeigt dieses Beispiel sehr gut, dass Backlinks noch immer ein sehr wichtiger Faktor sind, wenn es um die Ermittlung der Suchmaschinen-Rankings geht. Sicher sind Backlinks nicht mehr so wichtig wie früher, haben aber immer noch einen großen Einfluss auf die Rankings.
Gerade in einer kleineren Nische scheint man deshalb mit schlechten Inhalten und dem darauf folgenden Feedback anderer Internet-Nutzer in der Nische gut Backlinks aufbauen zu können und dadurch gut in Google zu ranken.
Es scheint also auf den ersten Blick eine valide SEO-Taktik zu sein, auch wenn diese dem „Spiel mit dem Feuer“ gleicht. Schließlich macht man sich damit nicht gerade viele Freunde und Kooperationen mit anderen Bloggern und Website-Betreibern in dieser Branche sind dann schwerer eingehbar. Auch Werbekunden und Partner schreckt so etwas wohl eher ab.
Zudem stellt sich die Frage, wie die Besucher der Website die schlechten Inhalte aufnehmen und viele Nutzer lesen dann auch die negativen Berichte und sehen von einem Besuch der Website ab.
Das Internet vergisst schlechte Inhalte nicht!
Auch wenn es sicher nicht 100% so ist, kann man davon ausgehen, dass die allermeisten Inhalte auch noch viele Jahre später im Netz zu finden sind. Geht man mit dieser Strategie der schlechten Inhalte an den Start, sollte man sich dessen bewusst sein.
Auch wenn man nach dem Start, wenn man dann genug Backlinks eingesammelt hat, die Inhalte ändert und eine hochqualitative Website erstellt, finden sich im Netz immer noch massig negative Artikel über die eigene Website. Das erschwert einen Markenaufbau sehr, denn der erste Eindruck bleibt meist bestehen. Nur selten schauen sich die Leute ein zweites mal eine Website an, die sie das erste mal sehr schlecht fanden oder über die sie etwas negatives gelesen haben.
Mittel- bis langfristig kann einem diese Strategie dann also auf die Füße fallen, trotz der vielen Backlinks.
Die eigene Strategie ist ausschlaggebend
Ganz entscheidend finde ich die eigene Strategie. So macht es einen großen Unterschied, welche Art Website man aufbauen will.
Bei einem Blog halte ich diese Strategie für tödlich. Ein Blog lebt sehr von der Reputation des Autors und wer da am Anfang nur Müll-Inhalte veröffentlicht, der wird den schlechten Ruf auch nicht wieder los.
Auch für andere Website-Arten, wie Firmenwebsites oder Online-Services, halte ich das für eine ganz schlechte Idee.
Dagegen kann man für kleine Affiliate- oder Nischenwebsites durchaus mal so etwas ausprobieren. Hier ist das Risiko nicht so groß und um Ruf oder Image geht es hier meist auch nicht.
5 bessere Alternativen zum Backlinkaufbau
Auch wenn ich eben geschrieben habe, dass es bei manchen Website-Arten denkbar ist, auf diese Strategie zu setzen, so möchte ich doch eins hier klarstellen:
Ich empfehle diese Strategie keinesfalls!
Mir persönlich würde es gegen mein Gewissen gehen, wenn ich absichtlich schlechte Inhalte veröffentlichen würde. Ich will so etwas im Internet als Nutzer nicht sehen und deshalb produziere ich es auch selber nicht.
Zumal es bessere Alternativen gibt, die ebenfalls für viele Backlinks sorgen können:
- Provokante Inhalte
Im Gegensatz zu schlechten Inhalten sorgt man mit provokanten oder kontroversen Inhalten auch für Aufregung und Aufmerksamkeit in der eigenen Branche. Indem man einfach einen untypischen Standpunkt einnimmt oder einer gängigen Meinung widerspricht, kann man andere Blogger und Website-Betreiber in der Branche dazu anregen, etwas dazu zu schreiben und dadurch dann unter anderem Backlinks zu setzen.
Aber auch hier sollte man mit einer gewissen Vorsicht vorgehen. Einfach nur provozieren, ohne eine gute Begründung für den eigenen Standpunkt zu haben, kommt nicht gut an.
- Lustige Inhalte
Lustige Inhalte kommen in vielen Themenbereichen gut an. Einfach etwas schreiben oder veröffentlichen, was den Nerv der Zielgruppe und anderer Website-Betreiber trifft.
Allerdings ist das sicher nicht für jede Branche passend. Hier sollte man sich vorher überlegen, wie weit man gehen kann.
- Exklusive Inhalte
Exklusive Inhalte sind immer gut. Das können Einblicke sein, die sonst niemand gibt oder eine News, die ganz neu ist.
Mit exklusiven Inhalten schafft man nicht nur hochwertige Inhalte, sondern baut sich meist auch noch einen guten Ruf auf.
- Gewinnspiele
Gewinnspiele sind ein Klassiker, der teilweise schon deutlich überstrapaziert wurde. Dennoch kann er funktionieren, wenn man den Nerv der Zielgruppe trifft und als Teilnahmebedingung einen Backlink oder einen Social Share verlangt.
Das sieht Google zwar ungern, aber einmal ist keinmal. ;-)
- Kostenloser Download
Kostenlose Downloads funktionieren noch immer sehr gut, um Backlinks zu gewinnen und Leser anzulocken. Dabei ist es gar nicht so schwer einen kostenlosen Download zu erstellen und daraus einen Backlink-Magneten zu machen.
Natürlich gibt es noch viele weitere Möglichkeiten für einfache und schnelle Backlinks.
Fazit
Auch wenn die von David beschriebene Vorgehensweise interessant ist, würde ich das persönlich nicht machen und es auch niemandem empfehlen. Und auch bei David war es ja eher Zufall. Er plant nicht nochmal so vorzugehen.
Doch was ist eure Meinung dazu?
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