Ladezeiten der erfolgreichsten Websites der Welt – Wie wichtig ist die Performance wirklich?

Ladezeiten der erfolgreichsten Websites der Welt - Wie wichtig ist die Performance wirklich?Über die Ladezeit wurde in den letzten Monaten viel diskutiert. Google hat diese nun als ein Ranking-Kriterium mit aufgenommen, aber wie wichtig dieses ist, ist dennoch unklar.

Ich habe mir mal eine Liste mit den Ladezeiten der erfolgreichsten Websites der Welt angeschaut.

Durch die Analyse dieser Daten versuche ich herauszufinden, wie wichtig die Performance wirklich für den Erfolg einer Website ist.

Die Performance der erfolgreichsten Websites der Welt

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Es gibt im Netz viele Tools, mit denen man die Ladezeit bzw. die generelle Performance von Websites messen und analysieren kann. So z.B. Google Lighthouse oder auch Google PageSpeed Insights, die ich hier im Blog schon vorgestellt habe.

Ein anderes Online-Tool ist GTMetrix, welches eine interessante Liste veröffentlicht hat. Die Betreiber des Tools haben die laut Google 1.000 größten Websites der Welt hinsichtlich ihre Performance analysiert.

Dabei sind sehr interessante Daten herausgekommen. So findet man in der Liste die Werte für Google PageSpeed und den Yahoo Messwert YSLow. Auch die eigentliche Ladezeite und die Zahl der Requests wird angegeben. Zudem findet sich Größe der Startseite in der Liste.

Sind die langsam …

Und die Ergebnisse der Analysen sind teilweise erschreckend.

Es gibt wirklich viele schlechte PageSpeed Werte, was einen schon daran zweifeln lässt, wie wichtig diese Google-eigene Analyse wirklich ist.

Die langsamsten Seiten brauchen bis zu bis zu 94 Sekunden zum Laden. Die größte Startseite ist die von ea.com. Sie bringt rund 45 MB “auf die Waage”, was ebenfalls kaum zu glauben ist.

Ladezeiten der erfolgreichsten Websites der Welt - Wie wichtig ist die Performance wirklich?

Allerdings muss man sagen, dass es auch viele Websites mit sehr guten Werten in dieser Liste gibt. Viele haben einen PageSpeed-Wert von 100 und einige Websites haben Gesamtladezeiten von weniger als einer halben Sekunde. Das ist schon sehr gut.

Es ergibt sich anhand dieser Liste also ein sehr gemischtes Bild. Es sind viele Websites in den Top 1.000, die richtig gute Performance-Werte haben, aber auch viele, die so schlecht sind, dass man sich fragt, ob da überhaupt jemand etwas optimiert.

Google scheint die Ladezeit bzw. Performance unter diesen Top-Websites jedenfalls nicht wirklich als wichtiges Kriterium zu nutzen. Sonst wäre so eine breite Verteilung der Performance-Ergebnisse kaum zu erklären.

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Es gibt viele Ranking-Faktoren

Bei der Betrachtung der Performance dieser Top-Websites muss man aber erstmal verstehen, dass die Ladezeit nur einer von vielen Ranking-Faktoren ist. Hinzu kommt, dass andere Faktoren immer noch deutlich wichtiger sind.

Zudem hängt die Bewertung der Performance z.B. auch von der mobilen Nutzung ab. Da gibt es bei diesen Websites durchaus große Unterschiede.

Die Performance einer Website ist laut Google auch eher ein K.O. Kriterium, als dass sie in jedem Fall eine Auswirkung hat.

Wenn die Ladezeit okay ist, dann gibt es keine Boni. Soweit, so klar. Aber auch wenn die Performance ganz toll ist, gibt es meist keine direkten Boni durch Google in den Rankings*. Nur wenn sie sehr schlecht ist, kann Google das negativ sehen und sich in schlechteren Rankings zeigen.

Das wird aber allein wohl nie ausschlaggebend sein. Wenn viele andere Faktoren positiv sind, dann rankt so eine Website dann eben doch weit vorn, egal wie langsam sie ist.

Die Ladezeit kann das eine Prozent sein, was manchmal den Unterschied macht, aber sie wirkt sich nicht generell auf die Rankings aus.

Die indirekten Auswirkungen der Performance

Größere Auswirkungen hat die Performance aber indirekt. Sie wirkt sich auf Werte wie die Absprungrate, die Verweildauer oder auch die Wahrscheinlichkeit der Wiederkehr des Besuchers aus.

Die Ladezeit hat damit große Auswirkungen auf die Nutzererfahrung, gerade heute, wo immer häufiger von unterwegs auf Websites zugegriffen wird. Und damit wirkt sich die Performance doch wieder indirekt auf die Rankings aus.

Große Websites bzw. Marken können es sich leisten solche schlechten Ladezeiten zu haben. Diese haben genug Bekanntheit und Marketing-Budget, um dennoch gut zu ranken.

Für mich und euch da draußen sieht das aber in der Regel anders aus. Wir müssen oft gegen starke Konkurrenz bestehen und sollten deshalb jede Möglichkeit nutzen, besser als die Konkurrenz zu sein. Das gilt eben auch bei der Performance.

Zudem ist es relativ einfach gute Ladezeiten zu erreichen. Dabei helfen bei WordPress zum Beispiel kostenlose Plugins.

Optimiert Ihr die Ladezeit eurer Website(s)?

Ergebnis anschauen

Fazit

Unter dem Strich bleibt nach diesem interessanten Blick auf die Performance der erfolgreichsten Websites der Welt festzustellen, dass die Ladezeit allein (noch?) keine allzu große Auswirkungen auf die Rankings hat. Zumindest direkt wirkt sich diese offenbar selten aus.

Indirekt hat diese dagegen deutlich mehr Auswirkungen und sollte deshalb gerade von Selbstständigen im Netz, Bloggern, Affiliates oder Nischenseiten-Betreibern nicht unterschätzt werden.

Deshalb werde ich mich in nächster Zeit mit diesem Thema in weiteren Artikeln beschäfitgen und dabei meine Erfahrungen schildern, Vorgehensweisen erläutern und praktische Tipps geben.

Mich würde nun noch interessieren, wie das bei euch ist. Habt ihr Probleme mit der Performance eurer Website? Worauf legt ihr bei der Ladezeit-Optimierung besonders Wert und welche Tipps könnt ihr geben?

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7 Gedanken zu „Ladezeiten der erfolgreichsten Websites der Welt – Wie wichtig ist die Performance wirklich?“

  1. Was mich wirklich überrascht hat, war die Tatsache, dass manche Webseiten mal eben 45 MB laden müssen, wenn man sie besucht. Ein Graus für jeden Smartphone-User der nicht viel Datenvolumen hat. Zum Thema Geschwindigkeit muss ich ehrlich sagen, dass es für mich in der heutigen Zeit kaum noch eine Rolle spielt. Fast jeder hat einen schnellen DSL-Anschluss und die Server laden die Webseite fast immer angenehm schnell. Ein paar Ausnahmen bilden da einige Webseiten aus exotischen Ländern, wie Casinoseiten aus Panama oder ähnliches. Da musste man in den 90er Jahren noch viel mehr Geduld mitbringen, zu Zeiten als ein 56k Modem normal war.

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  2. Ja die Ladezeitenopimierung ist eine Thema für sich! Hier heißt es testen, testen und noch mal testen! Vor allem deshalb, weil gewisse Optinionen (vor allem was die Minimierung von Java und CSS betrifft) zu Inkompatibilitäten führen können. Früher habe ich WordPress Seiten immer mit einer Kombination aus Autoptimize + WP Fastest Cache optimiert. Heute setze ich alleine auf SWIFT-Performance (in der kostenlosen Version). War selber erstaunt, wie viel man damit herausholen kann.

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  3. 45 MB Ladevolumen sind schon echt heftig. Bei einem Unternehmen wie EA ist die Geschwindigkeit der Webseite unbedingt entscheident, das Unternehmen ernährt sich ja schließlich von extrem aufwändigen Animationen und Grafiktreiber-fressenden Videospielen. Als Kunde würde ich also eine entsprechende Webseite erwarten. Meine Ladezeitenoptimierung besteht momentan nur aus dem Komprimieren von Bildern im Beitrag, oder ganz einfach durch weglassen unnötiger Grafiken. Ich muss aber dazu sagen, dass von den vielen Optimierungsmöglichkeiten meiner Webseite die Ladezeit wahrscheinlich am wenigsten gravierend ist. In Zukunft wird auch das mit Sicherheit noch ein Thema werden.

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  4. Also bei ea.com bekomme ich einen anderen Wert angezeigt.

    PageSpeed Score: (61%)
    YSlow Score: (58%)
    Fully Loaded Time: 8.4s
    Total Page Size: 2.94MB
    Requests: 124

    Report generated: Thu, Nov 8, 2018, 1:19 AM -0800

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    • Ich habe auch gerade nochmal nachgeschaut. Da hat man wohl etwas an der Website geändert. Aber wirklich gut sind die Werte immer noch nicht.

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  5. Gesundheit ist das Wichtigste, ich werde nie müde, es zu wiederholen, also habe ich in meinem Beitrag versucht, dieses Thema zu eröffnen, und ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen

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