Tipps, um die Abhängigkeit vom Google Traffic zu verringern

Vor ein paar Wochen habe ich analysiert, wie viel Traffic von Google eigentlich normal ist.

Auffällig war dabei, dass die meisten Websites weit mehr als die Hälfte ihrer Besucher von Google bekommen. Es ist natürlich schön, wenn Google einem wohlgesonnen ist, aber was passiert, wenn Google einem mal die Liebe entzieht und die Besucherzahlen von dort einbrechen?

In diesem Artikel soll es um Möglichkeiten gehen, wie man die Abhängigkeit von Google verringern kann und andere Traffic-Quellen erschließt.

Zu abhängig von Google?

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Eigentlich ist es schwer zu definieren, ob man wirklich zu abhängig von Google ist, schließlich lehnt niemand freiwillig die Besucher der größten Suchmaschine ab.

Dennoch ist kaum von der Hand zu weisen, dass ein 60, 70 oder höherer Prozent-Anteil schon eine gewisse Abhängigkeit bedeutet.

Kommen technische Probleme, Abstrafungen seitens Google oder erstarkende Konkurrenz ins Spiel, kann es in kurzer Zeit zu einem starken Rückgang der Besucherzahlen kommen.

Ebenso wird in letzter Zeit immer wieder spekuliert, dass Google mehr Wert auf neuere Inhalte legt und schon seit längerer Zeit existierende Websites trotz hohem Trust nun schlechter ranken (zumindest die älteren Inhalte) und damit insgesamt weniger Traffic von Google kommt. Also auch wenn man keine unerlaubten SEO-Maßnahmen betreibt kann es durch aus sein, dass auf einmal weniger Traffic von Google kommt.

Das wirkt sich natürlich negativ auf die eigenen Website-Einnahmen aus und es wird umso dramatischer, je höher der Anteil des Traffics von der Google Suche an den Gesamtbesucherzahlen ist. Deshalb ist es gut darüber nachzudenken, wie man die eigene Abhängigkeit vom Google Traffic verringern kann und andere Besucherquellen stärkt.

Marke aufbauen

Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist der Aufbau einer eigenen Marke*. In der Google Suche ist man an sich keine Marke, sondern sehr stark von der Einordnung seitens Google abhängig.

Natürlich können bekannte Marken auch in der Google-Suche profitieren (entweder von höheren Rankings oder von mehr Klicks, obwohl man weiter unten steht), aber nur durch gute Google Rankings* wird man nicht zur Marke.

Stattdessen ist es sinnvoll die eigene Website in der betreffenden Nische zu einer Marke zu aufzubauen, diese bekannter zu machen und Fans zu gewinnen. Sind Leser von einer Website begeistert, dann kommen Sie öfter wieder, abonnieren RSS-Feeds oder Newsletter*, legen die eigene Domain als Favorit ab, empfehlen die Site in sozialen Netzwerken weiter oder geben die URL direkt in den Browser ein.

So oder so hat man als Marke den Vorteil, dass ein Teil der Leser eben nicht mehr Google braucht, um zu einem zu finden.

Wie man eine Marke werden kann, werde ich sicher in Zukunft nochmal ausführlicher beleuchten und Tipps geben.

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Maßnahmen zu weniger Abhängigkeit von der Google Suche

Neben dem Aufbau einer Marke gibt es einige weitere praktische Tipps, um die Abhängigkeit vom Google Traffic zu senken. Im Folgenden stelle ich alternative Traffic-Quellen vor und gebe ein paar Tipps, wie man diese stärken kann.

Google Services
Nun mag es merkwürdig klingen, wenn ich die Abhängigkeit vom Google Traffic verringern möchte, indem ich andere Google Services intensiver nutze. Doch die Abhängigkeit besteht ja von der Google Suche. Andere Google Services sind in der Regel nicht betroffen, selbst wenn man z.B. eine Abstrafung in der Suche bekommt.

Insofern macht es durchaus Sinn etwas mehr Energie in die anderen Google Services zu investieren, die durch die Universal Search bei vielen Suchanfragen ebenfalls recht weit oben auf der Suchergebnisseite stehen.

Dazu gehören vor allem die folgenden Services:

  • Google News
    Google News bietet natürlich vor allem für jene Websites eine Möglichkeit, die selber News publizieren und von mehreren Autoren betrieben werden. Letzteres ist eine Voraussetzung, um bei Google News aufgenommen zu werden.
  • Bilder-Suche
    Fotos und Bilder werden häufig gesucht und auch wenn die neue Anzeige der Bilder-Suchergebnisse bei weitem nicht mehr so Websitebetreiber-freundlich ist, so kann man durch viele Bilder in der Google Bildersuche dennoch einiges an Traffic abgreifen.
  • Videos
    Hier ist natürlich vor allem YouTube zu nennen. Immer häufiger werden passende Videos in der Universal Search angezeigt. Wer entsprechende Inhalte veröffentlicht, kann damit guten Traffic erzielen.
  • Google Maps/Places
    Ob Google Places Sinn macht hängt natürlich von der jeweiligen Website ab. Wer aber ein Offline-Business betreibt, sollte unbedingt diese Möglichkeit nutzen, um vor allem bei der lokalen Suche mit einem Places/Maps Eintrag in den Suchergebnissen aufzutauchen.

Stammleser
Eng verbunden mit der Etablierung einer Marke ist die Gewinnung von Stammlesern. Durch Newsletter, RSS und Co. kommen Leser regelmäßig wieder, ohne eine Suchmaschine benutzen zu müssen.

Auch eine leicht zu merkende URL ist hilfreich, wenn diese direkt eingetippt wird. Eine moderne Option ist eine eigene App, die Leser auf ihrem Smartphone oder Tablet installieren und in der die aktuellen Artikel angezeigt werden.

Generell ist es sinnvoll eine Art Community zu bilden, damit die Leser eben nicht nur wegen den Inhalte, sondern auch wegen den anderen Lesern zurückkommen.

andere Suchmaschinen
Tipps, um die Abhängigkeit vom Google Traffic zu verringernAndere Suchmaschinen sind zwar insgesamt keine schlechte Idee, aber in Deutschland spielen sie leider so gut wie keine Rolle.

Bing mag an sich eine Option sein und man sollte die Microsoft Suchmaschine nicht ganz ignorieren, aber mit nur ein paar Prozent Marktanteil ist es keine große Konkurrenz zu Google.

Anders sieht die Sache aus, wenn man eine englischsprachige Website hat. Da sind Yahoo und Bing ernstzunehmende Alternativen zu Google und man sollte die eigene Website entsprechend gut auf diese 2 Suchmaschinen optimieren.

Soziale Netzwerke
Tipps, um die Abhängigkeit vom Google Traffic zu verringernEine ganz wichtige Traffic-Alternative sind soziale Netzwerke. Von manchen zwar als Hype abgetan und sicher auch mit Nachteilen behaftet, kann man einen guten Teil seine Traffics über Twitter, Facebook, Google+ und Co. bekommen.

Dafür bedarf es allerdings einer großen Aktivität und viel Engagement, um dort eine ansehnliche Reichweite zu bekommen.

Man sollte sich zudem bewusst sein, dass man sich dort ebenfalls in eine Abhängigkeit begibt, dennoch ist es eine der besten Alternativen/Ergänzungen zum Google Traffic.

Aggregatoren
Es gibt im Web eine Vielzahl von Inhalts-Aggregatoren, die automatisch oder manuell Inhalte auflisten und oft nach Beliebtheit ranken.

Allerdings sind die besten Zeiten dieser Plattformen wohl vorüber. Das Leistungsschutzrecht macht automatischen Aggregatoren das Leben schwer, während z.B. Social News Sites bei weitem nicht mehr so intensiv genutzt werden, wie das früher der Fall war.

Dennoch können solche Anbieter, wenn es thematisch passt, einen kleinen Teil dazu beitragen, mehr Traffic zu bekommen.

Andere Websites
Gerade Blogs haben die Chance, durch Kooperationen mit anderen Blogs einen gewissen Traffic aufzubauen.

Ob man sich mit anderen Blogs oder Websites verlinkt, Aktionen zusammen durchführt, Gastartikel für andere Sites schreibt, Interviews gibt oder was auch immer, eine aktive Kooperation wirkt sich positiv auf die Zahl der Besucher aus, die von anderen Websites kommen.

Allerdings sollte man hier nicht ausschließlich auf Backlinkaufbau oder ähnliches setzen, da dies von Google durchaus negativ gesehen werden kann, zumindest wenn man es übertreibt.

Bezahlter Traffic
Zu guter Letzt ist bezahlter Traffic eine Option. Sei es AdWords, Facebook Werbung oder Banner auf anderen Websites. Diese Maßnahmen kosten zwar Geld, sind aber recht stabil.

Allerdings lohnt sich dies nur für Sites, die diese Besucher dann auch in klingende Münze konvertieren können. Für Blogs ist das z.B. keine wirkliche Alternative.

Weniger Google Traffic?

Um es nochmal klarzustellen, es geht hier nicht darum wenig Traffic von Google zu bekommen, sondern andere Traffic-Quellen zu stärken.

Indem andere Besucherquellen ausgebaut werden, sinkt der Anteil der Google-Besucher und damit auch die Abhängigkeit von Google.

Parallel macht es dennoch Sinn die Besucherzahlen von der Google Suche weiter zu optimieren, da jeder Besucher wichtig ist.

Fazit

Es gibt neben der Google Suche eine Vielzahl weiterer Besucherquellen, die genutzt werden können und sollten. Ein Teil dieser Quellen profitiert sehr davon, wenn man es schafft die eigene Website als Marke zu etablieren.

Im Ergebnis wird man den Anteil der Besucher erhöhen, die nicht von der Google Suche kommen und damit wird man etwas unabhängiger von Google.

Umfrage Traffic-Quellen

Zum Schluss noch eine Umfrage zu euren Traffic-Quellen.

Welche anderen relevanten Traffic-Quellen habt ihr. Relevant bedeutet in diesem Fall mindestens 3-5%.

Welche relevanten Traffic-Quellen, außer die Google Suche, habt ihr?

  • Soziale Netzwerke (Facebook, G+...) (26%, 27 Stimmen)
  • Ich habe fast nur Besucher von der Google Suche. (19%, 20 Stimmen)
  • Direkter Traffic (12%, 12 Stimmen)
  • Foren und Communities (10%, 10 Stimmen)
  • Google Universal Search (Bilder, Video, Maps...) (9%, 9 Stimmen)
  • Besucher von anderen Websites/Blogs (9%, 9 Stimmen)
  • andere Suchmaschinen (6%, 6 Stimmen)
  • Stammleser (Newsletter, RSS ...) (5%, 5 Stimmen)
  • Twitter (4%, 4 Stimmen)
  • Social News Sites (Yigg, t3n Aggregator ...) (1%, 1 Stimmen)
  • Werbung (AdWords, Banner ...) (1%, 1 Stimmen)

Teilnehmerzahl: 104 (1 Stimmen)

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13 Gedanken zu „Tipps, um die Abhängigkeit vom Google Traffic zu verringern“

  1. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass man vor allem durch Blogparaden und über andere Blogs sehr viele neue Besucher auf den eigenen Blog lenken kann. Social Media ist für mich heutzutage eh ein Muss. Allerdings muss man für jedes Medium seinen eigenen ganz individuellen Weg finden.

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  2. Gehört zwar mehr oder weniger zu den “bezahlten” Links, aber kann trotzdem eine interessante Traffic-Quelle sein, wenn man es richtig macht: Ein eigenes Partnerprogramm :-)

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  3. Viele Besucher kommen von Social Websites. Da meine Seite noch recht jung ist auch viele von anderen Blogs (unter anderem von deinem ;)). Ein paar verirren sich auch direkt auf die Seite und wiederum ein paar kommen durch den Freundeskreis.

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  4. Interessante und hilfreiche Tipps, danke Peer! Ich denke, dass soziale Netzwerke gut geeignet sind um Traffic zu generieren. Allerdings ist das auch immer mit Pflege und Zeitinvestition verbunden, was sich bei kleineren Seiten kaum bis gar nicht lohnt.

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  5. Bei mir ist es so, dass 47% von Google kommen, 23% sind direkte Besuche und der Rest verteilt sich auf Feedburner, andere Suchmaschinen und einige Blogs sowie Social News Sites. Ich denke mal, wenn man direkte Besucher noch weiter steigern könnte, kann man eine super Trafficquelle aufbauen. Social Networks sind natürlich nicht zu unterschätzen, aber bei mir sieht in dem Sinne eher mässig aus.

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  6. Viele unserer Besucher kommen durch Weiterempfehlung unserer Kunden. Mittlerweile müssen wir schon auf Anzeigenwerbung in den örtlichen Zeitungen verzichten, da eine immens Nachfrage über Google kommt.

    Besten Dank für die anderen wertvollen Tipps
    Fritz Wiegand

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  7. Ich denke auch das Soziale Netzwerke einer der größten Traffic Quellen sind nach Google da sich hier viele Leute tummeln, vorallem sehr aktiv Tag ein und Tag aus. Und die Surfen dort teilweise aus langeweile und stöbern das Internet…

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  8. Schön, dass Du mich wieder an mein eigentlich geplantes Sommer-Projekt erinnerst: Die App zu unserem Blog. Etliche Firmen haben sich zu Beginn des Jahres gemeldet; sie boten an, zu unserer Webpräsenz ein Windows8-Kästchen zu machen. Da war ich noch nicht interessiert, aber vielleicht ist langsam Zeit, da Nägel mit Köpfen zu machen.

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  9. Das ist wieder ein informativer Artikel, der aber wieder zeigt wie schwer es ist, den geliebten Traffic zu mobilisieren. Bei mir ist es so, dass die meisten Besucher über Google kommen. Mein Blog ist noch relativ neu und ich habe noch viel zu tun. Ich lese Ihre Blogbeiträge immer wieder und habe für mich viel Wissenswertes umsetzen können. An dieser Stelle möchte ich mich dafür bedanken. Liebe Grüße Birgit

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  10. Hey,

    vielen Dank für den tollen Blog.
    Auf dem Gebiet kenne Ich mich noch nicht wirklich aus.
    Aber Dank eurem Blog weiss Ich nun wieder etwas mehr.

    Ich denke ebenfalls,d ass dieses Thema schwierig ist undman sich davon unbedingt lösen muss.
    Danke hierfür. Schönen Abend,
    Meike

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  11. Die Google-Bildersuche macht als Faktor doch aber nur Sinn, sofern man eigene Bilder verwendet, oder? Bilder von den diversen Portalen ordnungsgemäß mit Copyright etc. eingebunden, sollten doch kaum eine Rolle spielen. Oder sehe ich das falsch?

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  12. @ Frank
    Ob und wie Google unterscheidet, was eigene Bilder sind oder nicht ist schwer zu sagen.
    Primär würde ich aber hier auf eigene Bilder in der Google Suche setzen.

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  13. Sind wir doch mal ehrlich: wenn Google’s Marktmacht zerschlagen werden sollte, gucken alle Websitebetreiber erstmal in die Röhre und ein Windhundrennen, um die Platzierung in den nachfolgenden Suchmaschinen geht los.

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