Social Media und Social Networks – 4 Experten-Prognosen und Tipps für 2017

Social Media und Social Networks - 4 Experten-Prognosen und Tipps für 2017Alle Jahre wieder befrage ich Social Media Experten, wie das neue Jahr werden wird. Sie geben praktische Tipps für den Erfolg auf Facebook und Co.

Zudem blicken die 4 Experten auch auf das vergangene Jahr zurück und geben Einblicke in ihre Lieblingstools.

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Social Media und Social Networks – 4 Experten-Prognosen und Tipps für 2017

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Was waren deine wichtigsten Erkenntnisse und Erfahrungen im Bereich Social Media im Jahr 2016?

“Ohne Ads läuft nichts mehr. Zwar lässt sich organisch im Social Web immer noch ordentliche Reichweite erzielen, aber mit Ads wird es leichter, größer und schneller.

Wer als Unternehmen mit Social Media durchstarten will, sollte entsprechendes Ad-Budget einplanen. Es wäre einfach zu schade, die extrem genauen Targeting-Möglichkeiten für die Business-Ziele nicht zu nutzen.”
Felix Beilharz

“2016 stand bei vielen unserer Kunden im Zeichen der «Professionalisierung» und «Bereinigung». Social Media Ziele wurden neu überdacht und mit Unternehmenszielen abgeglichen, entsprechend wurden teilweise massiv höhere Budgets eingesetzt als noch im Vorjahr.

Abläufe wurden perfektioniert und Tools integriert. Die Wichtigkeit von Social Media wurde immer mehr erkannt und hat einen entsprechenden Stellenwert im Unternehmen erhalten.”
Thomas Hutter

“Social Media sind keine Spielwiese mehr und die Zeit des Ausprobierens ist auch vorbei. Es geht “knallhart” darum, die eigene Zielgruppe auf sich selbst aufmerksam zu machen und dafür zu sorgen, dass man als Publisher in die Köpfe der User kommt. Nur so ist es überhaupt nocht möglich, aus dem übergroßen Angebot herauszustechen und sich selbst als Marke zu etablieren.

Dafür muss man aber selbst bereit sein sich weiterzuentwickeln, über den Tellerrand zu blicken und die Extrameile zu gehen. Facebook Live, Snapchat und Instagram* sind gute Beispiele dafür. Wer hier nicht zumindest Interesse zeigt und sich mit diesen teilweise ganz neuen Kanälen befasst, wird früher oder später unter die Räder kommen.”
Björn Tantau

“Mein Eindruck ist, dass “social” tatsächlich wieder sozialer wird. Nutzer ziehen sich auf privatere Plattformen zurück, bei denen die direkte (one-to-one) Kommunikation im Fokus steht.

Auf der anderen Seite gehen Unternehmen dazu über, weniger Content zu kreieren als schlicht zu dokumentieren. “Echt” und “authentisch” eben, das scheint im vergangenen Jahr zu deutlich besseren Ergebnissen geführt zu haben, als die aufwändigen Inszenierungen einer Welt, die nur online existiert.”
Robert Weller

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Welche Auswirkungen hat die immer stärkere mobile Internet-Nutzung auf die Social Media Strategie?

“Man muss einfach noch stärker darauf achten, dass alle Inhalte problemlos am Smartphone funktionieren. Das gilt insbesondere für Blogbeiträge und Videos. Letztere werden ja z.B. auf Facebook am Smartphone meist erstmal ohne Ton abgespielt, oft sogar komplett.

Wer Text in Videos hat, sollte unbedingt einen Untertitel verwenden – Studien zeigen eine deutlich höhere Verweildauer im Video, wenn ein Untertitel vorhanden ist.”
Felix Beilharz

“Eigentlich keine, weil die immer stärkere mobile Nutzung bereits seit 2014 erkennbar ist und entsprechend haben wir unsere Kunden bereits im letzten Jahr auf Mobile First getrimmt.

Generell muss diesem Umstand, dass mehr als 80% der Social Media Nutzung via Smartphones und Tablets erfolgt, Rechnung getragen werden. Eine Mobile-Adaption reicht dabei nicht mehr, die Strategie muss auf «Mobile First» ausgerichtet sein.”
Thomas Hutter

“Eine funktionierende Social Media Strategie muss heutzutage den User im Mittelpunkt haben – sonst nichts. Es geht einzig darum, die passenden User aus der richtigen Zielgruppe zu erreichen und diesen Leuten genau das zu geben, was sie haben wollen… und zwar jederzeit und an jedem Ort, ganz egal, wo sie sich aufhalten.

Informationen muss genau dann verfügbar sein, wenn die User darauf zugreifen wollen. Heute merkt sich niemand mehr eine URL und tippt sie dann zuhause am Desktop Rechner in den Browser ein. Publisher müssen via Social Media Trends aufnehmen und sich daran teilweise orientieren, wenn es der eigenen Marke nützt – vor allem aber müssen Dinge wie eventbegleitende Informationen genau dann verfügbar sein, wenn der Event auch tatsächlich stattfindet.”
Björn Tantau

“Hoffentlich nur wenige, denn eine Strategie sollte sich vorrangig um das “Warum?” und “Wer?” kümmern, weniger das und “Wo?”. Was sich ändert sind die Plattformen/Kanäle, die wir nutzen. Hier entstehen immer mehr, die primär für die mobile Nutzung ausgelegt sind (z.B. WhatsApp, Instagram, SnapChat).

Dadurch ändert sich aber nur das “Was?” und “Wie?”, sprich die Taktik, u.a. weil sich die Verhaltensweisen der Nutzer zwischen mobil und nicht-mobil doch erheblich in einigen Punkten unterscheiden.

Dass die Eigenheiten der verschiedenen Plattformen insgesamt berücksichtigt werden und auf die Vorlieben und Bedürfnisse der Nutzer eingegangen wird, davon würde ich beim Begriff Strategie jedoch ausgehen.”
Robert Weller


Welche Tools nutzt du für das Social Media Marketing?

“Ich nutze XOVI, eigentlich ein SEO-Tool, mittlerweile aber auch mit starken Social Media Features ausgestattet, z.B. zur Analyse der Fanpage, aber auch von Twitter, Instagram, Pinterest oder Google+ (höhö, was war das nochmal…).

Für einen schnellen Check von Wettbewerbern nutze ich auch Fanpage Karma. Manchmal plane ich Posts mit Hootsuite, vor allem bei Twitter. Ansonsten habe ich nicht viele Tools im Einsatz, zumindest keine, die ich dauerhaft nutze. Immer wieder greife ich aber auch gern auf meinen Like Check zurück. ”
Felix Beilharz

“Viele, abhängig von den Kunden. Wir haben einige unserer Kunden auf die Facelift Cloud migriert und setzen diese umfangreiche Toolbox für viele Belange ein.

Swat.io ist ebenfalls ein häufig genutztes Tool, uberMetrics verwenden wir für das Monitoring. Dann kommen einige weitere Tools für spezielle Anwendungszwecke dazu.”
Thomas Hutter

“Ich mache viel “per Hand”, nutze zum Beispiel nur selten Tools für geplante Veröffentlichungen und werte auch auf Facebook gern für einen ersten Überblick mit den hauseigenen Statistiken aus.

Wenn ich tiefer gehen muss, dann nutze ich unter anderem Tools wie die Facelift Cloud, weil sich damit so gut wie alles in Social Media erledigen lässt.

Trotzdem warne ich davor, sich zu sehr auf Tools zu verlassen – das gilt vor allem für Auswertungen, Statistiken oder die Messung bestimmter Kennzahlen. Ein guter Social Media Marketer hat ein sehr feines Gespür für das, was das eigene Publikum sehen, hören und erleben will – denn wie schon gesagt muss der User immer im Zentrum des Social Media Marketings stehen.”
Björn Tantau

“Zum festen Portfolio gehören Feedly (Aggregation/Kuratierung), Buffer (Planung/Posting), Crowdfire (Follower Management) sowie Monitoring-Tools wie Google Alert, Mention und Brandwatch.

Abgesehen davon bevorzuge ich immer mehr den direkten Kontakt via Mail, WhatsApp oder die gute alte Telefonleitung, denn gerade über diese kann ich in den 15 Minuten nach der Arbeit auf dem Weg zum Bahnhof auf Fragen meiner Leser direkt im Dialog eingehen.”
Robert Weller


Welche wichtigen Entwicklungen im Bereich Social Media erwartest du für das kommende Jahr?

“Im Bereich Social Media werden die Trends häufig von Facebook vorgegeben. Darauf würde ich auch 2017 wetten – was bei Facebook auf der Agenda steht, wird auch Unternehmen beschäftigen. Konkret sind das vor allem der Ausbau des Messengers als eigenständige Kommunikationsplattform (inklusive Schnittstellen für Unternehmen, Anzeigenwerbung und Bots/AI-Anwendungen), Ausbau der Live-Streaming-Angebote sowie 360-Grad-/VR-Inhalte.

Allgemein ist auch die zunehmende Flüchtigkeit von Inhalten eine Entwicklung, die weitergehen wird. Nachdem Snapchat dieses Prinzip am Markt etabliert hat, bauen nun Facebook und Instagram entsprechende Funktionalitäten ein. Wir werden uns damit abfinden müssen, dass unser schöner Content morgen wieder weg ist. Zumindest ein Teil davon. ”
Felix Beilharz

“Viele Unternehmen werden 360° Fotos / Videos beginnen zu nutzen und werden verstärkt auf Live-Formate (Facebook Live, Instagram Live Stories) setzen. Ebenfalls wird sich das eine oder andere Unternehmen mit dem Thema ChatBots auseinandersetzen und sich Gedanken über einen sinnvollen Einsatz machen.

Ich hoffe, dass viele Unternehmen 2017 nutzen, um ihre Social Media-Strategie zu schärfen oder komplett zu überdenken. Es ist teilweise wirklich schlimm, wenn man sieht, wie unbeholfen Unternehmen heute noch mit dem Thema umgehen.”
Thomas Hutter

“Snapchat wird noch relevanter werden, auch wenn es als kritischer Faktor im Bereich Social Media Marketing auch 2017 keine zwingende Notwendigkeit sein wird. Bei Instagram zum Beispiel sieht das anders aus, weil Facebook seine Tochterfirma massiv pusht – und auch Facebook selbst wird versuchen, noch größer und dominanter zu werden.

Das alles wird aber 2017 eher unspektakulär wirken, denn die wahre Revolution geht von den Chatbots aus – und damit meine ich nicht die Social Bots, mit deren Hilfe soziale Netzwerke manipuliert werden. Ich spreche zum Beispiel von Messenger Bots, mit denen via Facebook komplette Shopping Experiences möglich sein werden, ohne den Facebook Messenger überhaupt zu verlassen.

2017 werden Chatbots deutlich smarter, das Ökosystem wird größer. Schon heute gibt es viele Chatbots, die automatisierte Aufgaben übernehmen können (Flugtickets buchen und Bordkarte anzeigen, Uber Taxis rufen und bezahlen, Wetter anzeigen, Blumen bestellen, etc.). In diesem Bereich liegt ein extrem großes Potenzial, weil Chatbots den Usern helfen und ihnen den Alltag angenehmer und einfacher machen. Solche Dinge setzen sich immer durch!”
Björn Tantau

“Ehrlich gesagt glaube ich, dass “Social Media” als Begriff nicht mehr lange existieren wird oder sollte, denn letztendlich beschreiben wir damit nur Plattformen oder Kanäle die uns dabei helfen, uns untereinander zu vernetzen bzw. miteinander zu kommunizieren. Diese Beschreibung trifft auch auf vieles weitere zu, was wir derzeit nicht unter “Social Media” fassen, wozu also eine Abgrenzung die keine ist? Oder sind Treffen in persona nicht “social”?

Abgesehen davon wird wohl viel zum Thema Automatisierung passieren, insbesondere durch Chatsbots und neue, smartere Tools. Daneben könnte ich jetzt noch Buzzwords wie VR, AR, Personalisierung und vor allem Live-Kommunikation in den Raum werfen, aber mit allem konnte ich mich dieses Jahr auch noch nicht beschäftigen. Allerdings freue ich mich genau deswegen auf die kommende Zeit, denn für Marketer und Kommunikationsverantwortliche wird es sehr, sehr spannend! :-)”
Robert Weller


Was sind deine wichtigsten “Social Media Marketing”-Tipps für Selbständige 2017?

“Auch wenn alle über Snapchat reden – prüfe, ob der Kanal wirklich für dich geeignet ist. Du musst nicht auf jeder Hochzeit tanzen, vor allem, wenn es die Ziele, die Zielgruppen und die Ressourcen nicht hergeben.

Prüfe aber auf jeden Fall auch, ob du nicht mehr mit Video-Marketing anstellen kannst. Da wartet soviel Potenzial, das gehoben werden will.”
Felix Beilharz

“Ich beschränke mich auf einen einzigen Tipp: Social Media Aktivitäten überdenken und stetig in Richtung Unternehmensziel ausrichten.”
Thomas Hutter
“Werdet selbst zur Marke und bietet eurem Publikum Inhalte, die es so nur bei euch gibt. Produziert Content, der wirklich “Wow!” ist und sich von der Konkurrenz unterscheidet und abhebt. Kümmert euch um eure User und beantwortet zum Beispiel Fragen aus der eigenen Community, helft mit nützlichen Tipps und Tricks und zeigt öffentlich, dass Feedback wichtig ist. All diese Maßnahmen steigern eure Reputation und verbessern die öffentliche Wahrnehmung eurer Person.

Geht gefährlichen Zeitfressern aus dem Weg (zum Beispiel TV) und macht kompetent auf euch aufmerksam (zum Beispiel als Speaker oder in Interviews). Macht Kooperationen mit anderen Publishern und veröffentlicht Gastartikel, damit eure Reichweite steigt und sorgt auf sozialen Netzwerken wie Facebook dafür, dass mit euren Inhalten viel und oft interagiert wird. Engagement ist in Social Media wichtiger als die reine Anzahl der eigenen Fans!”
Björn Tantau

“Ich wiederhole gerne meine Aussage aus dem letzten Jahr: Das Alleinstellungsmerkmal eines jeden Selbständigen ist seine Person. Sein Charakter, seine Art, seine Stimme, sein Erscheinungsbild und wie er eben “ankommt”. Wer echt und authentisch kommuniziert (ich wiederhole mich…) und einfach er selbst bleibt, macht grundlegend schon mal alles richtig. Dazu gehören noch möglichst tiefgreifende Kenntnisse über die jeweiligen Plattformen sowie das Nutzerverhalten und natürlich eine eigene Story die es wert ist, erzählt zu werden. ;-)

“Machen” ist meine Devise für 2017 und weniger planen. Dokumentieren statt kreieren. Dialog statt Monolog – über möglichst viele Kanäle hinweg.”
Robert Weller


Fazit

Social Media und die Social Networks werden auch in 2017 eine sehr wichtige Rolle spielen. Facebook wird dabei wieder eine Vorreiterrolle übernehmen und die Trends setzen.

Spannend finde ich dabei, dass Twitter wohl nicht mehr eine so große Rolle spielt, zumindest hat keiner unserer Experten diese Plattform ausdrücklich auf dem Plan.

Ebenfalls interessant sind die Chatbots, die ja die ultimative Automatisierung darstellen, aber wohl einen Siegeszug antreten werden.

Man kann sicher sagen, dass der Social Media Bereich wohl mit der spannendeste Bereich in 2017 sein wird. Hier gibt es riesiges Potential und ständig neue Ideen.

Wichtig ist für Selbstständige im Netz, dass sie sich selbst präsentieren müssen. Zur eigenen Marke werden ist hier sehr wichtig. Allerdings liegt das sicher nicht jedem.

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2 Gedanken zu „Social Media und Social Networks – 4 Experten-Prognosen und Tipps für 2017“

  1. Social Media ist ein spannendes Thema. Ich denke es ist wichtig den Blog & die Kanäle zu verknüpfen. Vor allem für wiederkehrende Besucher auf einem Blog ist Social-Media der beste Weg, den man gehen kann. Und das völlig umsonst!

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  2. Meiner Meinung nach hat Felix Beilharz am Anfang einen Kern getroffen: “Ohne Ads läuft nichts mehr. ” Facebook-Posts von Unternehmen haben kaum noch Reichweite, und auch von persönlichen Seiten gepostete Artikel bekommen im Höchstfall dreistellige Referrer, jedenfalls bei Nicht-Influencern. Das ist genau im Facebooks Sinn, und dieselbe Entwicklung wurde jetzt auch bei Instagram eingeleitet.

    Es gibt nicht wenige Menschen, die sagen den Social Media eine Abwärtsbewegung voraus. Wegen der beschriebenen Faktoren, aber auch wegen der poltisch-moralischen “Verunreinigung” der Networks.

    Antworten

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