“Trafficwahn und wirklich wichtige Besucher” – Traffic-Tipps und Beispiele

Trafficwahn und wirklich wichtige Besucher - Traffic-Tipps und BeispieleTrafficwahn sieht man im Netz häufig, denn mittels Klickbait, Fake News und anderen zweifelhaften Methoden wird häufig versucht mehr Besucher anzulocken.

Und auch auf den Websites selbst wird durch Klickstrecken und ähnliches versucht die Traffic-Werte künstlich in die Höhe zu treiben.

Warum es meiner Erfahrung nach besser ist, die wirklich wichtigen Besucher auf die eigene Website zu locken, als beim Traffic nur auf Masse zu gehen, erfahrt ihr im Folgenden.

Trafficwahn und wirklich wichtige Besucher

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Viele Website-Betreiber und Blogger messen den eigenen Erfolg vor allem anhand der Besucherzahlen. Je mehr Besucher, desto besser. Trafficwahn eben.

Doch ist das wirklich so und ist hier “Mehr” wirklich immer “Besser”?

Meiner Erfahrung nach ist das zumindest häufig nicht die richtige Herangehensweise. Natürlich kann man generell auf Masse gehen, aber um die eigenen Ziele zu erreichen, ist es oft sinnvoller und einfacher, die richtigen Besucher anzulocken.

Doch schauen wir uns erstmal an, wie wichtig der Traffic für eine Website generell ist.

Wie wichtig ist Traffic für einen Website?

Natürlich gibt es den meisten Website-Betreibern ein tolles Gefühl, wenn von Woche zu Woche die Besucherzahlen steigen. Das ist für viele Blogger das direkteste Feedback, ob ihr Blog bzw. ihre Website erfolgreich ist.

Ich merke das bei mir ja auch. Die Besucherzahlen auf meinem Brettspiel-Blog sind wieder deutlich angestiegen und das freut mich natürlich und motiviert mich auch.

Trafficwahn und wirklich wichtige Besucher - Traffic-Tipps und Beispiele

Doch wie wichtig ist die Höhe der Besucherzahlen wirklich?

Diese Frage kann man nicht so einfach beantworten. Die Antwort hängt davon ab, mit welchem Geschäftsmodell eine Website oder ein Blog betrieben wird. Schließlich wollen die meisten damit Geld verdienen.

“Geschäftsmodell?” werden aber einige nun fragen. “Ich will doch nur Spaß haben und nicht reich werden”. Das ist zwar kein richtiges Geschäftsmodell, aber auch ein Ziel, allerdings eines, welches nicht auf Gewinn ausgerichtet ist. Trotzdem verursachen auch solche Blogs/Websites Kosten und zumindest die sollten gedeckt sein. Zudem möchte man ja auch mit einem Hobby-Blog Ziele erreichen. So zum Beispiel interessante Diskussionen, viele Kommentare, neue Kontakte und so weiter.

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Kosten/Nutzen-Rechnung

Wer mit seiner Website oder seinem Blog allerdings beruflich aktiv ist, weil er wie ich z.B. selbstständig ist, der muss weit mehr darauf achten, dass Kosten und Nutzen in einem guten Verhältnis stehen. Hierbei ist mit Kosten nicht nur der finanzielle Aufwand, sondern auch der zeitliche Aufwand gemeint.

Deshalb ist es wichtig eine Kosten/Nutzen-Rechnung aufzustellen. Gerade für Selbständige ist dies wichtig, denn diese haben nicht wirklich Freizeit, sondern könnten immer arbeiten, sozusagen. Doch das soll natürlich nicht dauerhaft so sein, und deshalb will die Arbeitszeit möglichst effizient eingesetzt sein.

Beispiele für Kosten:

  • Hostingkosten für den Server (Webspace und Domain)
  • Ausgaben für Werbung, Premium-Plugins, Layoutanpassungen usw.
  • Zeit für das Erstellen von Inhalten (gerade bei Selbständigen wichtig, die in dieser Zeit auf “richtig” arbeiten könnten)
  • Zeit für die Betreuung der Website (Technik, Kommentare, eMails)
  • Zeit und Ausgaben für die Suchmaschinenoptimierung und den Linkaufbau

Beispiele für Nutzen:

  • direkte Einnahmen durch die Website bzw. den Blog (Google AdSense, Affiliate-Marketing, Linkvermietung etc.)
  • indirekte Einnahmen (Aufträge durch neue Kontakte, die im Blog bzw. auf der Website zustande gekommen sind)
  • Imagegewinn (gerade mit sehr spezialisierten Blogs ist es möglich als Experte betrachtet zu werden)
  • kostenlose Testprodukte von Herstellern
  • den Spaß durchs Bloggen sollte man nicht unterschätzen

Jeder Selbständige sollte Kosten und Nutzen des Betriebs eines Blogs / einer Website gegenüberstellen und schauen, ob es sich zumindest mittelfristig lohnt, weiterhin so viel Arbeit und Zeit zu investieren.

Kurz- oder langfristig denken?

Ein Problem gibt es mit der Kosten/Nutzen-Rechnung. Viele denken dabei nur kurzfristig, aber dabei ist es auch im Internet oft so, dass sich der Erfolg nach einem längeren Zeitraum einstellt.

Als ich mit diesem Blog hier begann, habe ich viel Arbeit in die Artikel gesteckt und kaum etwas damit verdient. Viele hätten wahrscheinlich recht schnell aufgegeben und was anderes gemacht. Auch mein Brettspiel-Blog hat in den ersten Monaten überhaupt keine Einnahmen gebracht, aber nun bin ich nach knapp 2 Jahren bei vierstelligen Einnahmen angekommen.

Und auch bei Nischenwebsites sehe ich es immer wieder, dass es Zeit braucht, bis eine Website sich gut entwickelt und der Nutzen endlich den vorherigen Aufwand rechtfertig.

Versucht bei der Kosten/Nutzen-Rechnung also auch die langfristige Perspektive mit zu beachten.

Welche Besucher sind wirklich wichtig?

Wie man schon im letzten Abschnitt sehen konnte, gibt es verschiedene Möglichkeiten Nutzen aus einem Blog oder einer Website zu ziehen. Hier sollte man sich auf bestimmte Ziele konzentrieren und nicht versuchen, alles zu erreichen. Das geht in der Regel nicht gut.

Wenn man sich darüber klar ist, welche Ziele man erreichen will, wird schnell klar, dass nicht jeder Besucher des eigenen Blogs für diese Ziele notwendig ist. Trafficwahn bringt also meist gar nichts.

  • Möchtest du Geld mit Google AdSense verdienen, so funktioniert dies mit technisch eher unerfahrenen bzw. nicht so sehr internetaffinen Besuchern besser, da diese noch nicht so blind gegenüber Online-Werbung sind und Google AdSense nicht sofort erkennen. Zudem steigen die Einahmen durch AdSense in der Regel, wenn der Traffic steigt.
  • Willst du eher durch Linkverkäufe Geld verdienen, dann ist meist eine homogene Zielgruppe zu einem Thema besser. Hier geht es meist nicht so sehr um besonders viel Traffic, sondern mehr um eine genaue eingegrenzte Zielgruppe.
  • Affiliate Marketing benötigt wiederum Besucher, die am besten schon mit einer Kaufabsicht auf die eigene Website kommen und ein Produkt suchen, das ihr Problem löst bzw. ihr Bedürfniss befriedigt. Menschen, die einfach nur kostenlos was suchen, sind hier nicht hilfreich.

Man sollte sich also über die eigene Website, die eigenen Ziele und das Geschäftsmodell Gedanken machen, damit man weiß, welche Besucher man auf der eigenen Website haben will.

Und dann sollte man alle Maßnahmen auf genau diese Besucher ausrichten. Das fängt bei der Erstellung der Inhalte an, die sich eben genau an diese Besucher richten. Aber auch die eigenen Marketing-Maßnahmen, der Backlink-Aufbau, die Suchmaschinenoptimierung, die Social Media Maßnahmen und so weiter sollten dann genau auf die wirklich wichtigen Besucher abgestimmt sein.

Den Erfolg der Website messen

Wie erkennt man denn nun, ob der Besucherstrom zu groß, zu klein oder genau richtig ist? Wie erkennt man, ob es die wirklich wichtigen Besucher sind?

Genügt ein Blick in die Statistiken des eigenen Blogs bzw. der eigenen Website? Dies ist zwar schon aufschlussreich, aber bei weitem nicht ausreichend.

Viel mehr über deine Besucher erfährst du, wenn du dir z.B. die folgenden “Stats” anschauen:

  • Kommentare
    Wie stark beteiligen sich deine Besucher und was genau schreiben sie? An den Kommentaren kann man sehr gut das Interesse der Besucher erkennen.
  • Feed-Abonnenten
    Speziell Blogs erkennen an den Abonnenten-Zahlen, wie groß die Zahl der treuen Leser ist.
  • Klickraten
    Wie hoch ist die Klickrate bei Online-Werbung, wie Google AdSense? Daran erkennt man, ob sich die Besucher wirklich für das Thema und die Produkte interessieren.
  • Affiliate-Verkäufe
    Wie viele Nutzer kaufen über die Affiliate-Links etwas ein? Auch diese Statistik zeigt, wie gut die Inhalte angenommen werden und ob die richtigen Besucher auf der eigene Website sind.
  • Externe Links
    Wie häufig und vor allem von welchen Seiten wird zur eigenen verlinkt?

Die Analyse dieser und noch weiterer “weichen Stats” gibt dir ein gutes Gefühl für den Erfolg deiner Website. Hieraus erkennt man oft aber auch Verbesserungsmöglichkeiten. Dabei kann es durchaus sinnvoll sein, das Geschäftsmodell deines Blogs/ deiner Website zu ändern, wenn du merkst, dass du einfach andere Besucher anlockst, als du das geplant hattest.

Hast du eine Menge “falsche” Besucher auf deiner Website, dann lohnt es sich durchaus die für diese Personen passenden Inhalte, Affiliatelinks und so weiter einzubauen.

Wie misst du den Traffic auf deiner Website?

Ergebnis anschauen

Es muss nicht immer der meiste Traffic sein

Je nach Geschäftsmodell und Zielen ist es nicht das primäre Ziel möglichst viele Besucher zu haben, sondern die richtigen. Ich habe lieber 100 Besucher am Tag, die an meinen Affiliate-Angeboten interessiert sind, als 500, die enttäuscht von den Inhalten schnell wieder wegklicken und nur Kosten verursachen.

Unter dem Strich ist das Online-Business eine flexible Angelegenheit und man muss individuell entscheiden, wie man weiter vorgeht. Man sollte aber immer schauen, wie sich die eigene Website entwickelt und ob das Kosten/Nutzen-Verhältnis stimmt.

Was sind eure Erfahrungen diesbezüglich? Versucht ihr die richtigen Besucher anzulocken oder verfallt ihr auch dem Trafficwahn?

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11 Gedanken zu „“Trafficwahn und wirklich wichtige Besucher” – Traffic-Tipps und Beispiele“

  1. Kommt drauf an. Als Portal mit IVW/AGOF Listung bist du Abhängig von hohen Zahlen, da du sonst keine TKPs zusammenbekommst und das Interesse der Werbenden bei null liegt, die ja gerne streuen. War zumindest früher so, als ich was in dem Bereich hatte. Da war alles unter 100.000 UI quasi »zu wenig«.

    Persönlich tracke ich heute bekanntlich gar nicht mehr. Es verschlechtert (meiner Meinung nach) nur die Inhalte und sorgt dafür, dass du auf Zahlen schaust, statt auf Nutzer. Und wenn etwas erfolgreich ist oder seine Zielgruppe findet, hat das auch nicht zwangsläufig mit hohen Besucherzahlen zu tun.

    Wer aber mit Masse Geld verdienen möchte, also AdSense als Restplatz und starke TKP-Vermarkter als Hauptquelle nutzt, der braucht doch nach wie vor noch an die 500.000 UI im Monat, um ernsthaft davon leben zu können.

    Antworten
  2. Hei Peer,

    hast du schon Erfahrungen oder Feedback bezüglich Google Adsense gesammelt?

    Zur DSGVO Umstellung haben ja viele vorsichtshalber Abstand genommen.
    Ich habe Google Adsense noch nicht wieder verwendet. Aber vielleicht gibt es schon wieder „Mutige“?

    Antworten
    • Nein, bisher nicht wirklich. Der Vorstoß von AdSense nichtpersonalisierte Anzeigen zu ermöglichen hilft leider auch nur bedingt, da AdSense selber noch einige Cookies setzt. Deshalb ist es für mich leider bisher keine Alternative in den Zeiten von DS-GVO.

      Aber ich werde da sicher 2019 meine Augen offen halten.

      Antworten
    • Martin Mißfeldt nutzt das nach wie vor auf seinen Seiten (https://www.tagseoblog.de). Kannst ihn ja mal fragen, was er davon hält oder wie er sich das in Zukunft vorstellt. Frage mich das nämlich auch. Nutze selbst zwar schon lange kein AdSense mehr, aber halte es für recht fragwürdig, wenn das jetzt quasi nicht mehr erlaubt ist.

      Antworten
      • Verboten ist es nicht, aber man muss halt die Erlaubnis einholen zur Setzung dieser Cookies. Aber da habe ich von vielen gehört, dass die AdSense Einnahmen dramatisch eingebrochen sind, da kaum jemand zustimmt.

        Antworten
        • Achso. Sorry bin nicht drin in dem Thema, wollte es nur als Beispiel anmerken. Opt-In müsste dann ja genutzt werden. Die meisten Websites verwenden AdSense aber weiterhin mit Opt-Out.

          Antworten
          • Das stimmt, aber da gibt es noch keine Urteile oder Abmahnungen, soweit ich weiß. Na mal schauen, was 2019 bringt.

  3. Nach knapp zwei Jahren als Blogger kann ich sagen, dass der Aufbau eines starken Portals keineswegs ein Sprint ist, sondern ein langer, sehr langer Marathon. Auch nach 22 Monaten ist der Ertrag viel zu wenig im Verhältnis zum Aufwand, ABER, die Lücke wird kleiner, und darauf kommt es an.

    Über die Methoden der Besuchergewinnung lässt sich bekanntlich diskutieren. Der eine oder andere Clickbait-Titel ist in Ordnung, besteht aber der Blog oder YouTube-Kanal nur aus solchen Headlines, verspielt man das Vertrauen ganz schnell. Ich kann jedem angehenden Blogger, YouTuber, Influencer etc. nur empfehlen, viel Geduld zu haben und nicht nach ein paar Monaten gleich aufzugeben.

    Sehr oft sehe ich Blogs die vor einem oder zwei Jahren ganz gut angefangen haben und heute nur so vor sich hin vegetieren. Wenn ich den Betreiber dann frage, was los ist, bekomme ich dann die Antwort: „Das läuft ja nicht, ich versuche was anderes.“ Dann wird der zweite Blog oder eine zweite Nischenseite gestartet, bis man feststellt, dass das auch nicht so schnell geht.

    Es geht eben nicht alles sofort und es ist online wie im richtigen Leben – man muss schon ordentlich was tun, wenn man Erfolge sehen will.

    Antworten
  4. Hallo Peer,

    ein toller Artikel. Ja das ist so eine Sache. Auch bei mir ist es so, dass ich mich über mehr Besucher auf der Website freue. Dennoch weiß ich, dass es darauf ankommt welche Leute zu mir kommen. Denn wenn viele Besucher kommen, welche die Themen Karriere und Bildung nicht interessieren, dann wird mir das nichts bringen.

    Ein guter Ansatz ist für mich, dass du dir zu Beginn deines Projekts einen Businessplan machst. Dadurch musst du dich damit beschäftigen was du erreichen möchtest und wer deine Zielgruppe ist. Du machst dir Gedanken wie du Geld verdienen willst usw. So ein Plan kann Gold wert sein. Er muss ja nicht unbedingt so ausgefeilt sein, als wenn du dir Geld von der Bank holen möchtest. Aber der Businessplan zwingt halt zum Nachdenken. Dann erkennt man sicherlich auch viel schneller ob es sinnvoll ist viel Besucher zu haben oder eher doch hauptsächlich nur auf die richtigen Besucher zu setzen.

    Viele Grüße und schöne Weihnachten
    Josef Altmann

    Antworten
  5. Hallo,

    Bei diesen Traffic Wahnwebsites geht es in erster Linie um die einahmen. Sie schreiben irgendetwas anscheindend spannendes, und laufen sich dann Traffic auf Outbrain usw. Die Rechnen halt mit dem Prinzip: Ein Klick kostet 0.06€ und durch die Massive Werbung verdienen sie 0,08 Cent. Auf die Millionen oder sogar Milliarde hochgerechnet kann da einiges Zusammenkommen.

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  6. Sehr interesannter Artikel.

    Mal von der Werbung abgesehen würde mich interessieren ob das posten von Blogs und der dazugehötige Traffic sich positiv auf das Ranking bei Google auswirkt bzw. wieviele Blogbesucher man benötigt damit man überhaupt was beim Ranking hat.

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