Synology DS718+ mit Seagate IronWolf Festplatten – NAS im Test

Synology DS718+ und Seagate IronWolf - NAS-TestIch habe das Synology DS718+ NAS mit 2 Seagate IronWolf 4TB Festplatten in den letzten Wochen im Büro getestet. Dabei habe ich mir vor allem die Backup-Funktionen genauer angeschaut und ausprobiert.

Im folgenden Artikel findet ihr mein Test-Fazit und ich schildere meine Erfahrungen mit dem NAS.

Das Testgerät samt Zubehör wurde mir von den Herstellern kostenlos für einen Test zur Verfügung gestellt.

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NAS-Server im Büro

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Die Datenmenge wird auch im Büro immer größer und dabei ist es wichtig, dass diese nicht verloren gehen. Schließlich handelt es sich unter anderem um sensible Daten, aber einfach auch um die Ergebnisse der eigenen Arbeit. Weder das eine noch das andere sollte wegen eines Festplattenfehlers oder anderer Probleme verschwinden.

Ein lokaler NAS-Server ist eine gute Möglichkeit die Datenhoheit zu behalten und dennoch für eine hohe Sicherheit der Dateien zu sorgen. Bei einem NAS (Network Attached Storage) handelt es sich um einen eigenen kleinen Computer, der vor allem eine Speicherfunktion im eigenen Netzwerk bietet, aber auch andere Aufgaben übernehmen kann, wie z.B. Streaming, Foto-Server, VM, Mail-Server und vieles mehr. Sogar als lokaler Web-Server, z.B. für ein Intranet, kann dieser genutzt werden und als Überwachungs-Server mit angeschlossenen Webcams.

Im Vordergrund steht bei vielen aber der Datei-Server. Man kann diesen als normalen Speicherplatz nutzen, Dateien dort ablegen und darauf zugreifen. Die meisten NAS-Server enthalten mehrere Festplatten, was es ermöglicht eine automatische Spiegelung vorzunehmen, bei der die Daten nicht nur einmal, sondern mehrmals hinterlegt werden. Das sorgt dafür, dass die Daten deutlich sicherer sind, da ein Festplatten-Ausfall keine Daten zerstört.

Synology DS718+

Ich selber nutze schon seit vielen Jahren ein NAS von Synology und bin damit sehr zufrieden. Nun konnte ich das neue Synology DS718+ 2-Bay NAS testen und mir einen Eindruck von Leistung und Funktionen machen.

Dafür wurden mir auch 2 Seagate IronWolf Festplatten mit je 4TB Speicherplatz zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise habe ich das Gerät im Auslieferungszustand erhalten, da es normalerweise nur das Gehäuse ist. Man kauft separat die gewünschten Festplatten dazu und baut diese dann ein.

Beim Synology DS718+ handelt es sich um ein NAS mit 2 Festplatten-Schächten. Man kann dort Festplatten in der gewüschten Größe einbauen und damit den eigenen Anforderungen an Speicherplatz nachkommen.

Synology DS718+ mit Seagate IronWolf Festplatten - NAS-Test

Zudem ist es problemlos möglich später größere Festplatten einzubauen. Durch die Hot Swap Funktion kann man bei laufendem NAS eine Festplatte tauschen ohne Daten zu verlieren. Dafür muss allerdinsg RAID 1 aktiviert sein, was dafür sorgt, dass die Daten zwischen den 2 Festplatten gespiegelt werden. Das ist zwar nur die einfachste Sicherungsmethode, aber schon eine deutliche Verbesserung der Datensicherheit.

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Inbetriebnahme

Die Inbetriebname des NAS ist sehr einfach. Eine kleine Anleitung liegt dem Gerät bei, aber die wenigen Schritte sind schnell erledigt. Es gibt nur wenig Zubehör:

Synology DS718+ mit Seagate IronWolf Festplatten - NAS-Test

Man kann die Festplatten einbauen, während des Gerät aus ist oder läuft. Zu Beginn macht es aber noch keinen Sinn es einzuschalten. Es können 2,5 oder 3,5 Zoll SATA SSD oder HDD Festplatten genutzt werden. Dazu müssen diese einfach in die Vorrichtung eingesetzt werden.

Synology DS718+ mit Seagate IronWolf Festplatten - NAS-Test

Dann werden sie in einen freien Schacht eingeschoben.

Synology DS718+ mit Seagate IronWolf Festplatten - NAS-Test

Das war es auch schon. Damit hat man das NAS für die Nutzung fertig gemacht.

Test-Betrieb

Ich habe einige Funktionen des Synology DS718+ in den letzten Wochen getestet, wobei es mir vor allem auf Datenzugriff und -backup ankam.

Die vielen anderen Funktionen, die vor allem für die Mediennutzung vorgesehen sind (4K Streaming, Foto-Server etc.), habe ich mir nur kurz angeschaut. Ich kenne die Funktionalitäten für den eher privaten Bereich bereits von meinem Synology-NAS zu Hause. Aber für das Büro ist mir das nicht wichtig.

Einstellungen

Nach dem Anschalten des Synology DS718+ geht es erstmal an die Einrichtung, die aber auch nicht schwer ist. Über den Browser muss man ein paar Daten angeben und sich anmelden. Man befindet sich anschließend auf der Oberfläche des DiskStation Manager (DSM). Dabei handelt es sich um das “Betriebssystem” der Synology-Geräte. Das neue Btrfs-Dateisystem bringt übrigens eine Menge Vorteile mit, wie Datei-Selbstreparatur, sofortige Schnappschüsse, serverseitiges Kopieren und vieles mehr.

Zu den wichtigsten Einstellungen gehört die Auswahl der Betriebsart. Man kann die Festplatten ganz ohne Spiegelung nutzen (RAID 0), was aber nur dann sinnvoll ist, wenn es nicht so schlimm wäre, wenn die Daten verloren gehen. Ich habe RAID 1 aktiviert, was zwar nicht das sicherste Backup ist, aber für meine Zwecke völlig ausreichend ist. Weitere RAID-Varianten können hier nicht genutzt werden, da dafür mehr Festplatten notwendig sind (wie z.B. beim DS413).

Ich habe bei RAID 1 knapp 4TB zur Verfügung. Das ist auch logisch, denn durch die Spiegelung der zwei 4TB Festplatten sind statt 8 TB nur noch 4 verfügbar.

Synology DS718+ mit Seagate IronWolf Festplatten - NAS-Test

Darüber hinaus kann man im “Paket-Zentrum” viele weitere Software-Pakete auf dem NAS installieren, je nachdem, was man machen will.

Synology DS718+ mit Seagate IronWolf Festplatten - NAS-Test

Cloud Station Backup

Es ist zwar möglich ein regelmäßiges Windows-Backup anzulegen und damit Daten auf dem NAS zu sichern, aber besonders komfortabel ist das nicht. Zudem belastet es den eigenen Computer und es gehen einem viele Vorteile verloren. Deshalb ist das nicht zu empfehlen.

Stattdessen bietet Synology den Cloud Station Server an. Dabei handelt es sich um einen Service, den man über das “Paket Zentrum” auf dem NAS installiert und der Backups auf dem NAS ermöglicht.

Synology DS718+ mit Seagate IronWolf Festplatten - NAS-Test

Dazu muss dann aber auch eine Software auf dem eigenen Rechner installiert werden. Die Software “Cloud Station Backup” lädt man herunter und installiert sie. Vor der Nutzung muss man aber im DSM noch einen freigegebenen Ordner erstellen (unter “File Station”), in dem dann die Backups hinterlegt werden. Diesem Ordner muss man Rechte für verschiedene Nutzer zuweisen.

Und man muss unter “Systemsteuerung > Benutzer” im Reiter “Erweitert” den Haken bei “Benutzer-Home-Dienst aktivieren” setzen. Das ist nicht ganz so bequem, wie es sein könnte, aber es gibt sehr gute Anleitungen von Synology im Web.

Anschließend kann man die Software “Cloud Station Backup” auf dem eigenen PC starten und sich mit den DSM-Zugangsdaten anmelden. Daraufhin kann man die zu sichernden Verzeichnisse auswählen. Hier finde ich das Fenster etwas klein, aber es geht. Das war es auch schon. Nun führt die Cloud Station automatisch Backups durch. Sobald sich in dem Ordner etwas ändert, wird das Backup durchgeführt. Auch Änderungen an Dateien werden erkannt und gesichert.

In der Software kann man in einer Timeline (Versionsexplorer) verfolgen, welche Daten wann gesichert wurden, frühere Versionen durchsuchen oder auch Dateien in den unterschiedlichen Versionen wiederherstellen.

Synology DS718+ mit Seagate IronWolf Festplatten - NAS-Test

Cloud Station Drive

Man kann mit der Software “Cloud Station Drive” Daten zwischen PC und NAS synchronisieren. Das macht z.B. Sinn, wenn mehrere auf die Daten auf dem NAS zugreifen und man immer die aktuellsten Dateien lokal vorliegen haben will.

Dazu lädt man sich die Software “Cloud Station Drive” herunter, die ebenfalls direkt im DSM beim “Cloud Station Server” verlinkt ist. Diese installiert man auf seinem PC und startet sie dann. Hier meldet man sich ebenfalls mit den DSM-Zugangsdaten an und wählt dann die beiden Ordner aus, die syncronisiert werden sollen.

Zum einen den Ordner auf dem NAS und zum anderen den Ordner auf dem PC. Fortan werden diese beiden Ordner synchron gehalten. Man kann die Dateien lokal nutzen, aber sie sind auch auf dem NAS gesichert.

Sonstiges

Es gibt noch viele andere Dienste auf dem NAS, wie ich schon erwähnt hatte. Es lohnt sich einfach mal alle möglichen Anwendungen durchzuschauen. Man braucht natürlich nie alles, aber hier bleibt kaum ein Wunsch offen.

Natürlich kann man die Festplatten des NAS auch ganz normal als Laufwerke im Windows Explorer einbinden. Wer also einfach nur mehr Speicherplatz haben und auf diesen normal per Explorer zugreifen will, der kann diese über “Netzlaufwerk verbinden” tun. Dann hat man aber wirklich nur den eigenen Speicher erweitert und keine Sicherungs-Funktionen. Zudem ist der NAS-Speicher dann nicht vor einem möglichen Verschlüsselungs-Angriff (Stichwort WannaCry) geschützt.

Fazit

Ein NAS ist schon eine gewisse Investition. Rechnet man mein Test-Setup zusammen, dann kommt man auf ungefähr 680 Euro. Will man noch größere Festplatten, wird es entsprechend teurer.

Dennoch sollte man über die Anschaffung nachdenken, denn der Verlust wichtiger Daten wird meist noch sehr viel teurer. So kosten professionelle Datenretter ein vielfaches. Aber auch endgültig verloren Daten können sehr teuer werden.

Das Synology DS718+ NAS ist schnell (unter anderem durch 2GB Hauptspeicher und den Intel Celeron J3455 Quad-Core 1,5 GHz mit Turbo Modus) und bietet sehr, sehr viele Möglichkeiten. Die Bedienung (vor allem die Einrichtung) könnte an manchen Stellen für Laien einfacher sein, aber ausführliche Anleitungen helfen hier weiter.

Die Vielzahl an verfügbaren Anwendungen ist schon beeindruckend und man sollte hier genau herausfinden, was die optimale Lösung für einen selbst ist. Zudem gibt es mobile Apps, mit denen man auf sein NAS auch von unterwegs zugreifen kann.

Alles in allem ein sehr gutes Gerät, welches in meinen Tests problemlos funktioniert hat und mit dem neuen Betriebssystem DSM 6.1 noch mehr Möglichkeiten mitbringt.

Synology DS718+ mit Seagate IronWolf Festplatten - NAS im TestDie Seagate IronWolf Festplatten konnte ich natürlich keinem Langzeit-Test unterziehen, aber sie sind speziell für NAS entwickelt worden und bieten laut Hersteller eine MTBF von 1 Million Stunden und 3 Jahre Garantie.

Zudem kann man eine Recovery-Option hinzukaufen, die im Fall der Fälle, wenn mal ein Defekt eintritt, dafür sorgt, dass Seagate versucht die Daten wieder herzustellen. Das ist allemal günstiger, als später eine Firma damit zu beauftragen.

Das Synology DS718+ ist ein weiteres sehr interessantes NAS aus dem Hause Synology.

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5 Gedanken zu „Synology DS718+ mit Seagate IronWolf Festplatten – NAS im Test“

  1. Ich habe für daheim eine Lösung von Western Digital, das Seagate System sieht aber auch super aus! File Sicherung ist super wichtig, insbesondere das gute, langlebige Platten gespiegelt verwendet werden. Ich sichere auch lieber auf diesem Weg als in der Cloud, sicher ist sicher!

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  2. Hallo Peer,
    an diesem NAS sind mir die zwei Slots zu wenig. Natürlich sind 4-TB-Festplatten nicht zu unterschätzen aber es wäre auch mehr möglich als nur Raid 0 oder 1. Auch der Preis ist nicht ohne. Dies ist wohl der Hauptgrund, dass ich hauptsächlich noch auf externe Festplatten setze. ;)
    Ich finde deine Fotos sind richtig klasse geworden. Vor allem die Detailaufnahmen sehen super aus.

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  3. Hallo Peer, danke für deinen Beitrag. Habe bereits eine Buffalo Linkstation als Raid 1 Backup. Nutzbarer Speicher jedoch nur 2 GB, daher schaue ich zurzeit nach größeren externen Netzwerkfestplatten.
    Eine weitere alternative ist sicherlich das anschließen einer externen Festplatte an die Fritzbox, da fehlt aber dann die Datensicherung.

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  4. Vielen Dank für den ausführlichen Testbericht! Datensicherung ist für mich als Selbständiger auch ein großes Thema. Das NAS kommt definitiv in die nähere Auswahl! Ich denke, mit Synology kann man nicht viel verkehrt machen.

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  5. hi, meine frage gilt den php versionen – bei meinem asustor kann ich z.b. keine nextcloud 14 verwenden, weil php5.6 (!) die installierte version ist – änderung nicht vorgesehen, wie ist denn das bei der synology, lassen sich die php versionen ändern, nachinstallieren etc? danke agnes

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