So wird aus dem eigenen Blog eine App für iOS und Android – Tipps, Services & Plugins

So wird aus dem eigenen Blog eine App für iOS und AndroidDer Anteil der Internet-Nutzer über Smartphones und Tablets steigt stetig an.

Neben mobilen Layouts denken viele Blog- und Website-Betreiber über eine eigene App für Android- und iOS-Geräte nach.

In diesem Artikel zeige ich, wie man aus dem eigenen Blog eine eigene App machen kann.

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So wird aus dem eigenen Blog eine App für iOS und Android

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Vor kurzem habe ich in einem Artikel analysiert, ob es heute überhaupt noch ohne eine mobile Website geht.

Mein Fazit, aber auch euer Feedback war relattiv eindeutig. Immer mehr Nutzer sind mit Tablet und Smartphone unterwegs und da ist es wichtig, dass man eine mobil optimierte Variante anbietet.

Neben responsive Webdesign und mobilen Layouts gibt es eine weitere Möglichkeit den Nutzer eine optimale mobile Nutzung zu ermöglichen: eine eigene App für Android und iOS. Viele erfolgreiche Selbständige im Netz setzen mittlerweile auf eine eigene App, wie z.B. Pat Flynn.

In diesem Artikel schaue ich mir an, welche Möglichkeiten es gibt eine App für den eigenen Blog zu erstellen und welche Kosten damit verbunden sind.

App oder mobile Site?

Bevor ich zu den Anbietern und Lösungen komme will ich aber nochmal kurz auf die Kosten zu sprechen kommen.

Eine mobile Site ist dank responsive Themes und mobilen Plugins für WordPress und andere CMS relativ einfach und günstig zu erstellen. Diese funktionieren dann auch auf den verschiedenen Smartphone-Systeme, ob nun iOS oder Android.

Eine Alternative dazu sind spezielle Entwickler mobiler Apps, die es mittlerweile in großer Zahl gibt. Doch da kommen natürlich ganz andere Kosten auf einen zu.

Entwicklungs-Kosten für AppAuf der Website howmuchtomakeanapp.com kann man sich grob berechnen lassen, was eine eigene App von einem Entwickler kosten würde. Bei meinem Versuch kam ich auf rund 11.000 Dollar.

Natürlich sind das nur grobe Werte, da man nur ein paar Eckpunkte angibt. Aber das zeigt schon, wie aufwändig und damit teuer es ist, eine eigene App von Grund auf entwickeln zu lassen.

So bietet z.B. appkind.de mobile Apps für Android und iOS an. Die Anpassung ist dabei sehr flexibel, allerdings liegen die Kosten mit 99 Euro pro Monat (und 500 Euro einmalig) sicher über dem Budget vieler Selbständiger im Netz.

Das macht eigentlich nur dann Sinn, wenn man wirklich ganz individuelle Funktionen benötigt.

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Meine Erfahrungen

Eine Alternative sind Online-Services, die standardisierte Apps anbieten, die man in einem gewissen Rahmen anpassen kann. Ich habe damit vor längerer Zeit schon mal Erfahrungen sammeln können.

Im Jahr 2010 habe ich den Service appmakr.com genutzt, um eine eigene iPhone App zu erstellen.

Diese hat eigentlich nur die aktuellen Artikel meiner 3 Blogs angezeigt, aber das hat sie recht gut gemacht. Allerdings waren die Möglichkeiten beim Layout und auch bei zusätzlichen Funktionen sehr eingeschränkt.

Dennoch hat es funktioniert und auch wenn die App heute nicht mehr im App-Store ist, so läuft sie z.B. bei mir immer noch ganz gut.

Gut war an diesem Service, dass er damals zumindest relativ günstig war (einmalig 30 Dollar). Allerdings musste ich das Hochladen in den App-Store selbst erledigen und das war nicht ganz so trivial. Ich musste mich für eine “Apple Developer-Lizenz” anmelden und wirklich intuitiv fand ich das damals nicht.

Alternative hätte dies alles auch appmakr.com erledigt, allerdings für 999 Dollar, was dann doch keine Alternative für mich war.

Selber programmieren

Es gibt grob gesagt 3 Möglichkeiten, wenn man eine eigene App möchte. Die erste wäre, die App selber zu programmieren. Ist man erfahrener Programmierer, dann sollte es nicht so schwer sein sich da rein zu arbeiten.

Im Netz gibt es eine Menge Anleitungen und Tipps, wie man Apps entwickelt.

Frameworks wie z.B. phonegap.com sorgen dafür, dass man nicht bei Null anfangen muss.

Allerdings möchte ich hier darauf nicht weiter eingehen, da das kein Programmier-Blog ist und es für die meisten meiner Leser sicher auch nicht in Frage kommt.

App-Baukasten-Services

Die zweite Möglichkeit sind spezialisierte Online-Services, wie z.B. das schon erwähnte appmakr.com. Diese bieten standardisierte Vorlagen an, die man nutzen kann, um eine eigene App zu erzeugen. Dabei hat man gewisse Freiheiten und Anpassungsmöglichkeiten.

So bietet z.B. der deutsche Service appyourself.net die Erstellung von iOS, Android, Windows Phone und HTML5 Apps nach dem Baukasten-Prinzip an. Allerdings fallen hier monatliche Kosten an, aber da ist der AppStore-Upload dann schon inklusive.

Ein weiterer interessanter Service ist goodbarber.com, der ebenso auf deutsch verfügbar ist.

Hier kann man sich ebenfalls eine App zusammenbauen und mit verschiedenen Features ausstatten. Das Baukastensystem ist dabei recht flexibel, aber hat natürlich auch seine Einschränkungen.

Eine App kostet ab 16 Euro im Monat, wenn man mehr Zusatzfeatures will sogar 32 Euro. Das läppert sich über das Jahr zusammen.

Aus deutschen Landen kommt der Service apptitan.de. Auch hier baut man sich seine App in einem Baukasten nach den eigenen Wünschen zusammen. Die Features, die man integrieren kann, sind recht umfangreich.

Der Service übernimmt dann den Upload zu den Stores und bietet sogar eine Download-Statistik an. Allerdings kostet dieser Service nicht nur 9,99 Euro im Monat, sondern auch 444 Euro einmalig.

Gut ist bei all diesen Services, dass man diese erstmal unverbindlich und kostenlos testen kann. Zudem muss man sich nicht mit den App-Stores herumschlagen, was man aber natürlich mit den monatlichen Kosten mehr oder weniger teuer bezahlt.

Auf hongkiat.com werden ein paar kostenlose Services vorgestellt, bei denen man sich eine mobile App erstellen kann. Allerdings sind diese teilweise eingeschränkt, bieten selten iOS Unterstützung und übernehmen auch nicht den Upload in die App Stores.

WordPress in App umwandeln

Eine dritte Möglichkeit sind spezielle Plugins/Services für WordPress, die bei der Umwandlung des Bloginhalts in eine App helfen. Diese unterscheiden sich von den vorher vorgestellten Service insofern, als dass man direkt ein spezielles Plugin installiert und der Service dann die Inhalte und Daten für die App direkt daraus bezieht.

Das macht die Einrichtung natürlich deutlich einfacher.

Ein solcher Service ist apppresser.com. Dieser vereinfacht die Entwicklung einer eigenen App und basiert dennoch auf dem Framework PhoneGap.

Doch man kann auch ganz ohne Programmierkenntnisse eine App direkt in WordPress zusammenstellen, indem man auf die vorhandenen Features zurückgreift. Ein interessant aussehender Service, den ich mir sicher mal genauer anschauen werde.

Leider sind die Preise mittlerweile wohl angehoben worden, so dass man mindestens 199 Dollar bezahlt. Das aber nur einmalig, es fallen keine monatlichen Kosten an.

Ein anderer Service findet sich unter mobiloud.com. Auch dieser nutzt eine WordPress-App, welche die Anpassungs-Möglichkeiten des Baukasten-Services erweitert. Allerdings sind die Kosten mit mindestens 89 Dollar im Monat nicht wirklich günstig.

Wer einen nicht-kommerziellen Blog betreibet, kann sich mal den Service blappsta.com anschauen. Dort gibt es eine kostenlose App, die ein paar interessante Features mitbringt, aber auch Werbung enthält. Aber für private Blogger ist das sicher interessant.

Die kommerziellen Lösungen fangen dagegen bei 129 Dollar pro Monat an und bieten dann auch deutlich mehr Features.

Als vierten Anbieter möchte ich noch wiziapp.com erwähnen. Hier wird ebenfalls mit einem WordPress Plugin gearbeitet und man bekommt eine Android und/oder iOS App. Die Kosten liegen zwischen 149 und 299 Dollar im Jahr.

Fazit

Eine eigene App ist schon eine interessante Sache. Hat man Programmierkenntnisse steht der Eigenentwicklung kaum was entgegen und dann stellt man die App auch selbst in die Online-Stores.

Wer sich damit nicht herumschlagen will, hat die Auswahl aus einer Menge Online-Services, die für mehr oder weniger Geld die einfache Erstellung einer App ermöglichen.

Ich finde, dass es durchaus Sinn machen kann, wenn man so eine App nutzt. Schließlich ist der Anteil der mobilen Nutzer je nach Thema der eigenen Website oder des eigenen Blogs mittlerweile recht hoch. Und als App ist man direkt auf dem Smartphone-Screen des Nutzer mit einem Icon vertreten.

Habt ihr eine iOS/Android-App für euren Blog/eure Website?

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10 Gedanken zu „So wird aus dem eigenen Blog eine App für iOS und Android – Tipps, Services & Plugins“

  1. Hi Peer,

    Danke für die Erwähnung :D

    Ich denke es kommt immer auf die Art des Blogs an. Private Blogs, in denen der Blogger über sein Leben schreibt, bieten natürlich kaum Ansätze für eine App.

    Blogs wie SIN natürlich schon. Zum Beispiel könnte eine Selbständig im Netz App einen Rechnungsgenerator oder eine Zeiterfassung zum berechnen der Arbeitszeiten anbieten. Dadurch haben deine Leser, die ja oft selbständig sind, einen Anreiz sich die SIN-App zu installieren.

    Natürlich sollte man dann auch, seine neusten Artikel in der App auflisten, um für wiederkehrenden Traffic zu sorgen.

    Eine App alleine zum Lesen des Blogs ist eher nicht sinnvoll. Denn die App-Entwicklung ist teuer und Responsive-Themes gibt es wie Sand am Meer, sogar kostenlos gibt es einige Perlen.

    Ich wünsche dir ein schönes langes Wochenende.

    Viele Grüße
    Marius

    Antworten
  2. Also ich kann da Marius nur zustimmen. Die App muss doch einen gewissen Mehrwert bieten. Wenn ich einfach nur meinen Blog 1:1 als App umsetze, sehe ich da irgendwie keinen Sinn. Denn ob ich jetzt eine App oder meinen Browser auf dem Smartphone öffne, macht das doch keinen Unterschied. Hinzu kommt ja auch, dass man mit der eigenen App sich selbst limitiert. Nehmen wir beispielsweise Werbung oder irgendwelche bestimmte Skripte/Dienste die man in der eigenen (responsiv) Website recht schnell einfügen kann, wird bei einer App dann wahrscheinlich problematisch.

    Beste Grüße

    Christian

    Antworten
  3. Bringt nur etwas, wenn die App die Website ganz anders darstellt und zusätzliche Features bietet. Bei selbstaendig-im-netz.de könnte eine App beispielsweise die Website-Reviews etc. perfektionieren, bei denen jeder ganz schnell ein paar Sterne und kleine Kommentare hinterlassen kann. Die App selbst muss einfach mehr liefern, als nur Inhalte der Website in anderer Form. Vielmehr denke ich, würden eben Begleiter-Apps funktionieren, die einzelne Funktionen vereinfachen oder auf dem Smartphone perfekt nutzbar machen.

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  4. App-Stores haben Suchfunktionen. Quasi das Google für Apps. Schon allein deswegen lohnt sich eine App. Ich habe dadurch mehrere neue registrierte User gewinnen können.

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  5. Eine native App, nur um die Blogbeiträge darzustellen und sonst keinen Mehrwert zu bieten, halte ich auch für unnötig. Dafür nutze ich lieber die guten alten RSS feeds. Wenn ich für jeden Blog der mich interessiert, eine App installieren müsste…pfff

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  6. Also eine App schön und gut, allerdings muss sie auch einen Mehrwert gegenüber der Webseite bieten! Und ganz wichtig – eine App ersetzt natürlich keine mobile Seite! Die allerwengisten eurer Besucher werden sich die App installieren, die mobile Webseite wird hingegen sehr wohl aufgerufen!
    Also ich habe das Thema Apps für mich ad acta gelegt!

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  7. Ich schließe mich den Vorkommentatoren an. Eine App muss einen Mehrwert liefern und einfach bedienbar sein. Nur einen Blog anzubieten ist sinnlos, da man mit responsive Design sowieso den Blog auf der Webseite lesen kann. Und die App sollte etwas liefern, dass die Webseite selbst nicht kann bzw. nur mobil Sinn macht.

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  8. Für die meisten Webseiten dürfte eine extra Handyapp etwas übertrieben sein. Solange keine zusätzlichen Inhalte angeboten werden und die eigentlichen Textbeiträge auch in der mobilen Version dominieren, sollte “Responsive Webdesign” vollkommen ausreichend sein. Zumal auch die wirtschaftliche Komponente nicht unwichtig ist. Schließlich hört es bei den Kosten für die erstmalige Programmierung nicht auf. Sobald wieder einmal ein Softwareupdate aufgespielt wird, kann es durchaus passieren, dass auch die App angepasst werden muss. Solange man dies allerdings nicht selbst machen kann, entstehen Folgekosten beim Programmierer.

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