12. Fokus & Spezialisierung – 52 Tipps für eine erfolgreiche Selbständigkeit

Fokus & Spezialisierung - 52 Tipps für eine erfolgreiche SelbständigkeitAls Existenzgründer ist es oft so, dass man über jeden Kundenauftrag froh ist.

Man hat noch keinen Ruf und auch kaum Referenzen, so dass man oft nicht wählerisch sein kann.

Das ist zwar verständlich, aber darin steckt auch der Keim für ein Problem, dass viele Selbständige später haben.

In diesem Artikel meiner Tipps-Serie gehe ich darauf ein, warum ein Fokus bzw. eine Spezialisierung online wie offline wichtig ist.

Dieser Artikel gehört zur Serie:
52 Tipps für eine erfolgreiche Selbständigkeit

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Fokus & Spezialisierung

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Es scheint in der menschlichen Natur zu liegen, dass man schwer Nein sagen kann. Das trifft auch auf Selbständige zu, die natürlich ganz besondere wirtschaftliche Zwänge haben.

Gerade zu Beginn der Selbständigkeit freut man sich über jeden Auftrag und braucht auch jeden, um über die Runden zu kommen. Zudem will man bestehende Kunden nicht verärgern und macht oft Arbeiten, die weder besonders lohnend sind, noch dem eigentlichen Leistungsspektrum angehören.

Für eine Weile ist das auch Okay, aber langfristig bringt es einige Nachteile mit sich.

Jack of all trades
Der englische Name passt schon sehr gut, denn er bezeichnet jemanden, der überall mitmischt und alles mitmacht.

Viele Selbständige sehen darin kein Problem, denn erstmal hat dies einige Vorteile:

  • Man bekommt mehr Aufträge und verdient dadurch gerade zu Beginn mehr (oder überhaupt was).
  • Es entstehen mehr neue Kontakte und damit mehr Möglichkeiten an neue Aufträge zu kommen.
  • Man lernt viele verschiedene Dinge kennen und es bietet eine gewisse Abwechslung.

Doch mit der Zeit werden die Nachteile dieser Vorgehensweise deutlicher:

  • Wenn man irgendwie alles macht, wird man sich keinen Ruf als Experte aufbauen. Das wird sich negativ in den Stundensätzen niederschlagen, die man durchsetzen kann.
  • Nichts abzulehnen führt dazu, dass man viele kleine Arbeiten auf den Tisch bekommt. Gerade bestehende Kunden, die man “falsch erzieht”, kommen dann mit all dem Kleinkram, der Zeit kostet und kaum was einbringt.
  • Zudem führt dies zu mehr Unterbrechungen und man arbeitet insgesamt nicht so effizient, wie es möglich wäre.
  • Es fehlen dadurch die zeitlichen Ressourcen für neue größere Aufträge.
  • Die eigene Freizeit leidet oft ebenfalls darunter.

Das soll nun nicht heißen, dass man generell keine kleineren Aufgaben mehr übernimmt. Man sollte aber gut abwägen, ob es sich im Gesamtkontext lohnt. Bei einem großen und lukrativen Kunden wird man gern auch mal kleine Arbeiten machen.

Aber es gibt eben auch viele Kunden, die nur mit Kleinkram kommen, der Zeit kostet, aber kaum was einbringt.

Solche Arbeiten könnte man Outsourcen oder man ist gleich von Anfang an ehrlich und bietet z.B. nur die Erstellung, aber nicht die Pflege einer Website an.

Es ist zudem wichtig, dass man sich immer mal wieder hinsetzt und analysiert, ob bestimmte Projekte/Leistungen noch lohnend sind oder ob man diese nicht mehr anbieten sollte.

Dasselbe gilt auch für Kunden. Wenn es langfristig nicht lohnend ist, weiter mit einem bestimmten Kunden zu arbeiten, dann muss man auch so konsequent sein und sich von ihm trennen.

Online-Spezialisierung
Ähnliches gilt auch für den Online-Bereich. Ich kenne viele Website-Betreiber, die unzählige kleine Websites haben, aber keine läuft so richtig gut.

Zudem haben sie dann noch ihre Finger in unzähligen Foren, sozialen Netzwerken, basteln ewig an technischen Dingen, bei denen sie sich nicht wirklich gut auskennen usw.

Hier würde ich ebenfalls empfehlen immer mal wieder einen Schritt zurück zu treten und zu analysieren, was wirklich Sinn macht und was auch langfristig nur Arbeit macht und sich nicht lohnt. Outsourcing bestimmter Arbeiten kann ebenfalls sinnvoll sein.

Spezialisierung und ein Fokus auf weniger Projekte ist auch online ein Schlüssel zum Erfolg.

Meine Erfahrungen

Ich habe die Erfahrung online wie offline gemacht.

Als ich mich als Webdesigner selbständig gemacht hatte, braucht ich jeden Auftrag. Also habe ich nicht nur neue Websites erstellt, sondern auch bestehende Websites (mit diversen Content Management Systemen, mit denen ich mich nicht auskannte) überarbeitet, Online-Shops betreut, Grafikdesign gemacht, Computer repariert usw..

Das hat damals Geld gebracht und das war wichtig.

Mit der Zeit war es aber so, dass ich mehr Arbeit in solche Nebenaufgaben gesteckt habe und relativ wenig richtige Webdesign-Projekte hatte. Zudem waren das eben auch oft Arbeiten, die nicht mein Spezialgebiet waren und die Kunden haben mich unter anderem deshalb genommen, weil ich relativ günstig war.

Und so war ich dann irgendwann voll ausgelastet, habe aber nicht so viel verdient, wie ich mir das gewünscht hätte.

Also habe ich damit begonnen einen Schnitt zu machen und viele der “Nebentätigkeiten” abzustoßen. Nach und nach ging der Fokus meiner Tätigkeit wieder zurück zum Webdesign, was mir nicht nur mehr Zeit gebracht, sondern auch den Stundenlohn gesteigert hat.

Ich fand zudem Zeit meine eigenen Websites intensiver zu betreuen. Und das war sicher einer der Gründe, warum ich heute von meinem eigenen Websites leben kann.

Zudem habe ich später dann wieder konsequent gehandelt und den Fokus mehr auf meine Blogs und Websites gelegt und keine neuen Websites für Kunden mehr gebaut.

Und auch bei meinen Blogs und Websites kommt immer mal der Punkt, an dem ich überlege, ob es Sinn macht bestimmte Projekte weiterzuführen. So habe ich schon einen Blog und mehrere Websites abgeschaltet, weil ich mich auf weniger Projekte fokussieren wollte.

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Fazit

Auch wenn es schwer fällt und zu Beginn der Selbständigkeit kaum vermeidbar ist, sollte man den “Ich mache alles”-Ansatz online wie offline mit der Zeit zurückfahren und sich spezialisieren.

Ein stärkerer Fokus wirkt sich in den meisten Fällen positiv auf die Produktivität, Effizienz und den Verdienst aus.

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3 Gedanken zu „12. Fokus & Spezialisierung – 52 Tipps für eine erfolgreiche Selbständigkeit“

  1. Ich empfehle das auch immer meinen Kunden als Unternehmensberater in Regensburg. Nicht jeden Auftrag annehmen, vor allem wenn er viel Zeit in Anspruch nimmt und nur wenig einbringt. Lieber auf einige wenige Aufträge fokussieren und diese richtig abwickeln und auf dieser Grundlage aufbauen.

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  2. Das sehe ich auch so. Erfolgreich kann man nur werden, wenn man sich auf einem bestimmten Gebiet einen Namen gemacht hat und das schafft man nur schwer, wenn man überall “mitmischt”. Sobald man sich auf ein Feld spezialisiert hat, denke ich, dass es viel wichtiger ist, sich um ein ansprechende Homepage Pflege zu kümmern und dem User so kontinuierlich zu zeigen, dass die Website stets aktuell und interessant ist. Wer sich zu lange mit kleinen Aufträgen aufhält, findet kaum noch Zeit, sich um sein Hauptgeschäft zu kümmern. Gleichzeitig verstehe ich, dass es gerade am Anfang einer Selbstständigkeit schwierig ist, Fuß zu fassen. Da ist man froh, wenn man überhaupt genügend Aufträge bekommt. Mein persönliches Fazit ist also, dass man zum Durchstarten sicherlich auf die kleinen Aufträge angewiesen ist, man sich jedoch so schnell wie möglich auf das Wesentliche konzentrieren sollte. Denn nur dann kann man langfristig bestehen und wettbewerbsfähig sein und vor allem bleiben!

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