Häufige Schadensfälle und sinnvolle Versicherungen für Selbstständige

Claudia von Pawel ist Head of Underwriting Projects & Portfolio Management bei Hiscox - Häufige Schadensfälle und sinnvolle Versicherungen für SelbstständigeVersicherungen kosten Geld, aber im Ernstfall sichern diese die Existenz der eigenen Selbstständigkeit. Ich bin seit Jahren Kunde bei Hiscox, da ich selbst schon mal eine teure Abmahnung bekommen habe.

Ich habe mit Claudia von Hiscox ein Interview über viele spannende Themen geführt.

Darin geht es unter anderem um verschiedene Versicherungen für Selbstständige, häufige Schadensfälle und praktische Tipps.

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Häufige Schadensfälle und sinnvolle Versicherungen

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Claudia von Pawel ist Head of Underwriting Projects & Portfolio Management bei Hiscox und leitet das Projekt der Hiscox Business Academy.

Mit ihr habe ich über Versicherungen für Selbstständige gesprochen, was die häufigsten Schadensfälle für Selbstständige sind und wie man sich am besten versichern kann, um existenzbedrohende Risiken zu minimieren.

Hallo Claudia. Wer oder was ist Hiscox?

Hiscox ist ein Spezialversicherer für Freelancer und Unternehmen. Das Besondere: Bei uns gibt es passgenaue und zukunftssichere Versicherungslösungen für eine Vielzahl an unterschiedlichen Berufen. Zum Beispiel: IT-Dienstleister, Selbstständige in der Marketing- und Werbebranche, Blogger, Betreiber von Onlineshops oder Unternehmensberater – um nur einige Tätigkeiten zu nennen. Unsere Business-Versicherungen lassen sich ganz einfach digital abschließen.

Über den Versicherungsschutz hinaus bieten wir außerdem starke Leistungen an. Beispielswiese steht Hiscox Kunden die exklusive Wissensplattform Hiscox Business Academy zu Verfügung. Dort gibt es alles was fürs Business nützlich ist: E-Learning (z. B. zu Online-Marketing und Cyberrisiken), rechtssichere Vorlagen (z. B. zum Datenschutz im Home Office oder Auftragsverarbeitungsvertrag), Deals und weitere hilfreiche Inhalte.

Neben diesen Gewerbeversicherungen bietet Hiscox übrigens auch Spezialversicherungen für Privatpersonen an – darunter die Old- und Youngtimer-Versicherung oder eine spezielle Versicherung für Ferienimmobilien.

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Sind Versicherungen ein wichtiges Thema für Selbstständige und wenn ja, warum?

Ja, auf jeden Fall. Schon in der Gründungsphase sollte sich jeder Unternehmer und Freiberufler mit dem passenden Versicherungsschutz befassen. Denn ein fehlender Versicherungsschutz könnte im schlimmsten Fall die berufliche Existenz bedrohen. Verursacht ein Selbstständiger durch seinen Fehler einen Schaden bei einem Dritten, zum Beispiel seinem Kunden, drohen hohe Schadenersatzforderungen. Und bereits ein kleiner Fehler kann große Folgen haben.

Was in diesem Zusammenhang auch wichtig ist: Wir sehen in der Praxis, dass auch immer wieder unbegründete Ansprüche an unsere Kunden gestellt werden. Die Hiscox Haftpflichtversicherung* übernimmt auch die Abwehr solcher Ansprüche.

Beim Auftraggeber hinterlässt eine Haftpflichtversicherung außerdem einen hervorragenden Eindruck. Viele Aufträge werden sogar nur vergeben, wenn der Unternehmer einen Versicherungsschutz vorweisen kann. So hilft eine gute Versicherung auch bei der Kundenakquise.

Was sind die häufigsten Schadensfälle, die bei Ihnen von Selbstständigen und kleinen Unternehmen gemeldet werden?

Das lässt sich nicht so leicht sagen, sondern kommt ganz auf die Branche an. Denn jede Branche hat ihre ganz eigenen Risiken.

Bei IT-Unternehmen und IT-Freelancern* sehen wir beispielsweise in unserer Schadenstatistik, dass Projektverzug, -ausfall oder -abbruch der häufigste Grund für einen Schadenfall ist.

Auf Platz 2 liegt der Datenverlust beim Kunden durch Programmierfehler (Hiscox IT-Umfrage 2021). Ein weiteres spannendes Ergebnis unserer IT-Studie: Die Befragten schätzen ihre Risiken in den meisten Fällen falsch ein.

Versicherungen bedeuten zusätzliche Kosten. Warum sollten gerade Existenzgründer diese trotzdem nicht vernachlässigen?

Die monatlichen Beiträge müssen nicht teuer sein – und sind Gold wert, wenn es tatsächlich mal zu Schadenersatzansprüchen kommt. Da sollte man nicht an der falschen Stelle sparen und es womöglich später bereuen. Damit der Traum vom eigenen Business nicht aufgrund einer kleinen Unachtsamkeit platzt, sollten insbesondere Existenzgründer den passenden Versicherungsschutz von Beginn mitplanen. Beim Beitrag gibt es für Start-ups übrigens oft Sparpotential: Bei Hiscox erhalten Existenzgründer einen exklusiven Gründerrabatt.

Außerdem gibt es weitere Rabattmöglichkeiten und auch die Wahl des Zahlungsturnus kann sich auf den Preis auswirken. In unserem Online-Rechner kann sich jeder unverbindlich und unkompliziert seinen persönlichen Tarif berechnen.

Welche Folgen kann es haben, wenn man nicht (ausreichend) versichert ist? Gibt es da Beispiele?

Wenn man nicht ausreichend versichert ist, muss man einen Großteil oder gar sämtliche Kosten und Forderungen selbst bezahlen. Es droht die Pleite oder man bleibt auf erheblichen Umsatzeinbußen sitzen.

Wenn beispielsweise Fehler bei der Arbeit passieren, Urheberrechte verletzt werden oder wenn es aufgrund von Krankheit oder anderen Gründen zu verzögerten Leistungserbringungen kommt, haften Selbstständige. Die Schadenersatzansprüche können dabei im sechsstelligen Bereich liegen.

Auch durch Cyber-Kriminalität ist das Business gefährdet. Deshalb lohnt es sich für einige Berufsgruppen, eine Cyber-Versicherung zur Haftpflicht hinzu zubuchen. Wer keine Cyber-Versicherung hat, muss Kosten und die Wiederherstellung der Systeme selbst tragen. Bei Hiscox gibt es bei Cyber-Zwischenfällen zudem Soforthilfe vom Expertenteam.

Was genau ist passiver Rechtsschutz? Wie hilft dieser Selbstständigen?

Passiver Rechtsschutz* bedeutet, dass der Versicherer unberechtigte Forderungen abwehrt und die dabei entstehenden Kosten übernimmt – etwa für Anwälte, Sachverständige, Zeugen oder anfallende Reisen.

Der Versicherer vertritt den Selbstständigen sowohl außergerichtlich, als auch wenn dieser ein gerichtliches Verfahren führen muss.

Welche Risiken sollten Selbstständige Ihrer Meinung nach auf jeden Fall absichern?

Der wichtigste Schutz ist für die meisten Selbstständigen die Berufshaftpflichtversicherung*, die auch als Vermögensschadenhaftpflichtversicherung bezeichnet wird. Denn Vermögensschäden Dritter sind im Berufsalltag das größte Risiko.

Die Berufshaftpflichtversicherung schützt vor finanziellen Schadenersatzansprüchen, die aus Fehlern des Selbständigen bei der Arbeit resultieren. Die Absicherung durch eine Berufshaftpflichtversicherung ist für alle Branchen und Berufe sinnvoll. Darüber hinaus kann der Abschluss weiterer gewerblicher Versicherungen sinnvoll sein: Eine Betriebshaftpflichtversicherung schützt, wenn ein Selbständiger Personen- oder Sachschäden verursacht. Sie lohnt sich also vor allem dann, wenn ein Freelancer viel Kundenkontakt hat. Außerdem ist die Betriebshaftpflicht für Onlineshop-Betreiber* wichtig. Hier sollte darauf geachtet werden, dass auch die Produkthaftung abgedeckt ist.

Für viele Unternehmer und gerade im Hinblick auf die zunehmende Digitalisierung ist auch eine Cyber-Versicherung sinnvoll, um Schäden durch Cyber-Angriffe und Datenverlust abzusichern. Wer zusätzlich noch seine Büroausstattung und Arbeitsausrüstung schützen will, erweitert den Versicherungsschutz um eine Sachversicherung.

Hast du für deine Selbständigkeit im Netz eine Berufshaftpflicht*?

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Oft wird zu einer Berufshaftpflichtversicherung geraten. Was bringt diese z.B. für Blogger und Website-Betreiber?

Ein großes Risiko für Blogger und Website-Betreiber, das wir in der Praxis häufig sehen, sind Urheberrechtsverletzungen. Zum Beispiel: Sie veröffentlichen auf Ihrer Website versehentlich Bilder, die nicht für diesen Zweck freigegeben sind. Insbesondere bei Fotos von freien Bilddatenbanken ist die Urheberschaft nicht immer eindeutig geklärt. Eine vermeintliche kostenlose Nutzung kann im Nachgang für viel Ärger sorgen.

Auch Fehler im Impressum oder bei den Datenschutzbestimmungen lassen Bloggern und Website-Betreibern immer wieder Abmahnungen ins Haus flattern. Blogger verbreiten zudem ständig Informationen – was ebenfalls risikobehaftet ist. Auf einem Blog können falsche Infos und Zitate erscheinen, die sich als rufschädigend rausstellen. Abmahnungen drohen auch, wenn ein bezahlter Artikel nicht klar genug als Anzeige gekennzeichnet ist.

Eine Berufshaftpflichtversicherung springt hier ein und übernimmt die Schadenersatzforderungen oder wehrt die Ansprüche ab. So wird das Bloggen und die eigene Website nicht zur Kostenfalle, sondern machen weiterhin Spaß.

Was ist der Unterschied zwischen Betriebshaftpflichtversicherung und Berufshaftpflichtversicherung?

Die beiden Versicherungen decken unterschiedliche Risiken ab.

Eine Berufshaftpflichtversicherung springt ein, wenn aufgrund von Fehlern bei der jeweiligen Tätigkeit einem Dritten ein finanzieller Schaden entsteht, woraufhin es zu Schadenersatzforderungen kommt. Zu typischen Schadensursachen gehören Verstöße gegen Urheber, Marken- oder Lizenzrechte.

Eine Betriebshaftpflichtversicherung greift bei Personen- oder Sachschäden und daraus resultierenden Vermögensschäden. Ein entsprechendes Szenario: Ein Freelancer verschüttet bei einer Besprechung versehentlich heißen Kaffee – sein Kunde erleidet dadurch Verbrennungen.

Worauf sollte man generell beim Abschluss einer Versicherung achten?

Der Schutz sollte optimal zu den individuellen Risiken passen. Daher ist es meist sinnvoll, sich eine Kombination von verschiedenen Versicherungen zusammenzustellen. Vergleichen Sie außerdem vor Abschluss den Schadenservice. Hier lohnt es sich, auf die Bewertung von anderen Versicherungsnehmern zu vertrauen. Den Hiscox Schadenservice bewerten beispielsweise 99% unserer Kunden mit “sehr gut” oder “gut” (Umfrage 2020).

Bei der Auswahl der Versicherung sollte man außerdem auf etwaige Zusatzleistungen achten, denn diese können einen großen Unterschied ausmachen. Für Hiscox Kunden gibt es mit der Wissensplattform Hiscox Business Academy zahlreiche Angebote zum Support des Business. Einer der Favoriten unserer Kunden: Die DSGVO-Checkliste zum Download. Damit profitieren unsere Kunden ab dem ersten Tag von ihrer Hiscox Versicherung – und nicht wie sonst erst im Schadenfall.

Danke für das Interview

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2 Gedanken zu „Häufige Schadensfälle und sinnvolle Versicherungen für Selbstständige“

  1. Zu Beginn meiner Selbständigkeit als Webdesigner vor ca. 20 Jahren gab es keine passende Berufshaftpflicht. Das wäre auf eine unbezahlbare IT-Haftpflicht hinausgelaufen, die im Leistungspaket vieles absicherte, was nicht zu meinem Berufsbild passte. Einige Zeit später kamen dann Gott sei Dank angepasste Versicherungen für Grafiker, Webdesigner etc. auf den Markt, die man sich noch leisten kann. Da habe ich dann direkt zugegriffen und kann das jedem Webdesigner nur empfehlen, da die rechtlichen Anforderungen an den Job und die damit verbundenen Fallstricke doch erheblich zugenommen haben.

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