YouTube Analytics – 3 wichtige Video-Statistiken, die du nutzen solltest!

YouTube Analytics - 3 wichtige Video-Statistiken, die du nutzen solltest!Zum Ende meiner großen YouTube Artikelserie gehe ich darauf ein, welche Statistiken und Auswertungen du in den YouTube Analytics finden kannst und was davon du auch nutzen solltest.

Dabei stelle ich den Analytics Bereich vor und gehe auf 3 besonders wichtige Auswertungen ein, die dir dabei helfen, erfolgreicher auf YouTube zu werden. Inklusive Video mit Einblicke in die Statistiken.

>>> Dieser Artikel ist Teil meiner YouTube-Artikelserie.

Der YouTube Analytics Bereich

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Die YouTube Analytics Daten findet man im Creator Studio unter dem nicht zu übersehenden Menüpunkt “ANALYTICS”. Hier finden sich massig Daten, da YouTube alles mögliche analysiert und den Betreibern eines Kanals zur Auswertung zur Verfügung stellt.

Neben einer Übersicht mit einigen wichtigen Kennzahlen und einer Echtzeit-Ansicht, finden sich hier 2 bzw. 3 Unterbereiche.

Das sind zum einen die Umsatzberichte, die man aber nur sieht, wenn man als Werbepartner freigeschaltet wurde. Hier geht es um die Einnahmen der eigenen YouTube Videos.

Dann gibt es diverse Berichte zur Wiedergabezeit. Neben der namensgebenden Wiedergabezeit finden sich hier sehr interessante Statistiken zur Zuschauerbindung, Demografie, Technik der Zuschauer, Wiedergabeorte und mehr. Dieser Bereich ist sehr spannend, da man hier sehr viele Infos zur Optimierung zukünftiger Videos erhalten kann.

Zu guter Letzt gibt es noch die Interaktionsberichte, welche unter anderem Daten über Abonennten, “Mag ich” bzw. “Mag ich nicht” Bewertungen, Kommentare und mehr enthält. Hier kann man sich also sehr genau anschauen, wie die Zuschauer mit den eigenen Videos und dem Kanal interagieren.

3 wichtige YouTube Analysen, die du nutzen solltest

Im Folgenden stelle ich 3 Statistiken in den YouTube Analytics vor, die ich für sehr spannend und nützlich halte. Allerdings kommt es auch immer auf die eigenen Anwendungsfall an. Deshalb solltest du dir alle Analysen anschauen und damit herumspielen. Nur so findest du jene, die dir am meisten helfen.

Um warum solltest du dir überhaupt die Analysen anschauen und nicht einfach weiter nur Videos veröffentlichen?
Die Statistiken helfen dir dabei, bessere Videos zumachen, in dem du zum Beispiel die Absprungrate verringerst, damit die Zuschauer die Videos länger anschauen. YouTube belohnt Videos, die oft und länger angeschaut werden mit besseren Rankings* in der YouTube Suche und zusätzlichen Promotions (z.B. auf der Startseite, in der Sidebar bei ähnlichen Videos …).

Unter dem Strich kannst du mit der Nutzung der YouTube Analytics also für mehr Views und Einnahmen sorgen und das ist ja meist das Ziel.


Das Video wird von Youtube eingebettet und erst beim Klick auf den Play-Button geladen. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.

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Wiedergabezeit

Da haben wir zum einen den Reiter “Wiedergabezeit”. Hier erhält man Daten über Gesamtzahl der Minuten aller eigenen Videos in einem bestimmten Zeitraum oder auch einzelner Videos. Damit kann man sehr gut sehen, wie viele Minuten die Videos angeschaut wurden und wie sich das über die Zeit verändert hat.

YouTube Analytics - 3 wichtige Video-Statistiken, die du nutzen solltest!

Die Wiedergabezeit ist aus verschiedenen Gründen wichtig. Je mehr Minuten geschaut werden, um so interessanter ist der Inhalt wohl. Das nimmt natürlich auch YouTube wahr, zumal einen längere Wiedergabezeit bedeutet, dass YouTube mehr Werbung schalten kann. Das ist ein nicht zu unterschätzender Faktor, den YouTube sicher mit einfließen lässt.

Die “Wiedergabezeit” wurde übrigens als Ablösung für die Zahl der Videoaufrufe eingeführt. Letztere waren nicht wirklich aussagekräftig, da es schon einen Unterschied macht, ob jemand 10 Sekunden oder 5 Minuten einem Video zuschaut.

Es ist immer noch so, dass sich die meisten Kanalbetreiber nur auf die Zahl der Abonnenten bzw. deren Steigerung konzentriert. Das ist natürlich ebenfalls wichtig, aber mehr Abonnenten bedeuten nicht automatisch, dass sich auch mehr Leute deine Videos anschauen oder dass die Videos wirklich lang angeschaut werden.

Ähnlich wie bei der Website-Statistik, wo es auch nicht ausreicht einfach die Zahl der Besucher auszuwerten, ist es auch hier wichtig qualitative Analysen durchzuführen und nicht nur quantitative.

Man kann sich die Wiedergabezeit auch pro Video anschauen:

YouTube Analytics - 3 wichtige Video-Statistiken, die du nutzen solltest!

Auch der Vergleich von mehrere Videos ist mögich, um sich auf diese Weise anzuschauen, welche Themen über die Zeit populärer wurden und welche an Interesse einbüßen.

Genauso interessant ist es, diese Auswertung mit den eigenen Marketing-Maßnahmen abzugleichen. Wann hat man ein Video z.B. in einem externen Blog-Artikel eingebaut oder im Social Web dafür geworben? Welche Auswirkungen hat diese auf die Wiedergabezeit gehabt.

Nicht zuletzt kann man durch die Sortierung nach “Wie­der­ga­be­zeit” oder “Aufrufe” herausfinden, welche Video-Themen besonders gut angekommen sind.

Wie nutzt mir diese Statistik?
Durch diese Auswertung kann man die beliebtesten Videos herausfinden und zudem analysieren, welche Videos besonders lang angeschaut wurden. Das kann man zur Planung zukünftiger Videos nutzen, da es immer Sinn macht beliebte Themen wieder aufzugreifen und andere Aspekte zu beleuchten.

Zuschauerbindung

Die zweite interessante Auswertung finde ich sogar noch spannender. Es geht um die “Zuschauerbindung”. Hier wird also analysiert, ob und wie lange die Besucher dabei bleiben über den Verlauf des Videos. Das nennt sich dann “Durchschnittliche Wiedergabedauer”.

Auch hier kann man sich wieder die Gesamtwerte anschauen:

YouTube Analytics - 3 wichtige Video-Statistiken, die du nutzen solltest!

Hier kann man vor allem langfristige Trends erkennen. Wenn man z.B. einen neue Videoserie gestartet hat und die “Durchschnittliche Wiedergabedauer” sinkt, dann sollte man sich genau anschauen, was die Gründe dafür sein könnten.

Es wird zudem der “durchschnittliche Prozentsatz der Wiedergabe des Videos” angegeben. Das gibt also an, bis wohin im Video im Schnitt geschaut wird. Hier ist ein Wert zwischen 30 und 40% normal. Das klingt wenig, aber viele springen, wie im Blog, sofort ab, weil sie sich verklickt haben oder das Thema doch nicht das ist, was sie schauen wollten. Diese ziehen die Werte nach unten.

Deshalb sind 60 oder 70% schon sehr gute Werte. Das bedeutet, dass das Video überdurchschnittlich interessant und fesselnd für die Zuschauer ist. Solche Videos sollte man sich als Vorlage für zukünftige Videos nehmen.

Ich habe bei mir aber auch festgestellt, dass dieser Prozent-Wert sinkt, je länger ein Video ist. Bei langen Videos ist es also nicht ungewöhnlich, dass dieser Prozentsatz niedriger ist, während er bei besonders kurzen Videos oft höher liegt.

Natürlich kann man sich hier auch wieder einzelne Videos anschauen und analysieren. Hier ein Beispiel:

YouTube Analytics - 3 wichtige Video-Statistiken, die du nutzen solltest!

Hierbei handelt es sich um ein Video, was eine recht hohe Zuschauenbindung hat. Es verlassen also deutlich weniger Zuschauer das Video frühzeitig. Bei anderen Videos ist die Kurve nach unten deutlich stärker.

Man kann auf der Verlaufslinie oben überall hinklicken und sich so genau anschauen, an welcher Stelle des Videos z.B. ein konkreter Abfall der Zuschauer stattgefunden hat. Dasselbe kann man aber auch bei Wiederanstiegen machen. So findet man heraus, welche Inhalt nicht so gut ankamen.

Um zu sehen, wie gut sich das Video im Vergleich zu anderen macht, kann man auch eine relative Ansicht wählen:

YouTube Analytics - 3 wichtige Video-Statistiken, die du nutzen solltest!

Hier bewertet YouTube, wie gut die Zuschauerbindung im Vergleich zu allen anderen Videos ist. Alles über dem Durchschnitt ist wirklich gut.

Wie nutzt mir diese Statistik?
Wie schon weiter oben gesagt, ist es generell interessant die Zeit zu steigern, die Besucher auf den Videos verbringen. Die YouTube Rankings basieren unter anderem darauf, wie lange Videos angeschaut werden und YouTube hat daran natürlich ebenfalls Interesse, da sie so mehr Werbung schalten können. Man kann diese Auswertung nutzen, um zum Beispiel Probleme in Videos zu finden, wo viele Zuschauer abspringen, um das in Zukunft zu vermeiden.

Demografie

Die dritte Statistik, die ich vorstellen möchte, findet ihr im Menüpunkt “Demografie”. Hier geht es also um die Menschen, die sich die Videos anschauen. Natürlich gibt es aus Datenschutz*-Gründen keine personenbezogenen Informationen, aber man bekommt hier einen guten Überblick wer eigentlich eure Videos schaut.

Auch hier gibt es wieder eine allgemeine Zusammenfassung für alle Videos:

YouTube Analytics - 3 wichtige Video-Statistiken, die du nutzen solltest!

Hier sieht man sehr gut, dass der absolute Großteil meiner Zuschauer Männer zwischen 18 und 54 Jahren sind. Das sind also die Personengruppen, die meine Videos insgesamt am stärksten anschauen.

Andere interessante Auswertungen gibt es aber natürlich ebenfalls. So z.B. der prozentuale Anteil, wie lange die Videos geschaut werden:

YouTube Analytics - 3 wichtige Video-Statistiken, die du nutzen solltest!

Die jüngeren haben hier weniger Ausdauer, als die älteren Zuschauer.

Spannender wird es aber, wenn man sich einzelne Videos anschaut. Man kann dabei sehr gut erkennen, welche Videos welche Zielgruppen anlocken und vor allem, wie gut diese bei diesen ankommen. Mein Video Google AdSense – Einnahmequellen Teil 1 kommt z.B. bei älteren Zuschauern deutlich besser an, als bei jüngeren.

YouTube Analytics - 3 wichtige Video-Statistiken, die du nutzen solltest!

Bei anderen Videos ist das ganz anders. Dazu kann man hier auch 2 Videos miteinander vergleichen:

YouTube Analytics - 3 wichtige Video-Statistiken, die du nutzen solltest!

Auf diese Weise kann man sehr gut sehen, welche Videos besser ankommen und Schlüsse daraus für zukünftige Videos ziehen.

Wie nutzt mir diese Statistik?
Auch hier muss man ein wenig herumspielen und ausprobieren. YouTube Analytics bietet sehr, sehr viele Auswertungen. Ich finde diese Statistik nützlich, um aus einzelnen Videos zu lernen und z.B. zu prüfen, welche Themen welchen Zielgruppen gefallen. Zudem lernt man auf diese Weise seine Zuschauer besser kennen und kann die Inhalte noch besser auf diese ausrichten. Nicht zuletzt kann man diese Erkenntnisse auch wieder für die eigene Website oder den eigenen Blog nutzen.

Weitere interessante Statistiken

Natürlich gibt es noch weitere Auswertungen in YouTube Analytics, die es sich lohnt anzuschauen. So finde ich zum Beispiele die Auswertung “Wiedergabeorte” spannend. Hier sieht man, wo die eigenen Videos wie oft angeschaut wurden. Baut man z.B. Videos auf einer neuen Seite im Blog ein, kann man sich hier anschauen, wie das angenommen wird. So ist die durchschnittliche Wiedergabedauer meines oben schon angesprochenen AdSense-Videos auf meiner Seite Google AdSense Einnahmen optimieren – Die besten Tipps und Tricks deutlich höher, als auf YouTube.

Am besten nimmst du dir einfach mal ein paar Stunden Zeit und tobst dich dort ein wenig aus, um einen Eindruck von den Möglichkeiten zu bekommen.

Ich werde in Zukunft mit Sicherheit nochmal zu den YouTube Analytics zurückkehren und mir weitere Statistiken genauer anschauen. Zudem plane ich auch den einen oder anderen Video-Test, den ich dann auch hier in einem Artikel auswerten möchte.

Weitere Tipps, Informationen und Anleitungen findet ihr auf meiner YouTube-Seite.

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3 Gedanken zu „YouTube Analytics – 3 wichtige Video-Statistiken, die du nutzen solltest!“

  1. Vielen Dank für den Einblick in die Analysemöglichkeiten von Youtube, die ich mit großem Interesse gelesen habe.

    Zu den im ersten Abschnitt des Beitrags erwähnten Einnahmezahlen via Youtube-Videos werden wir uns zukünftig wohl aber andere Einnahmequellen suchen müssen.

    Durch das Update der Monetarisierung bei Youtube, das mindestens angeschaute 4.000 Stunden in den letzten zwölf Monaten verlangt und mindestens 1.000 Nutzer, die den eigenen Kanal abonniert haben, wird es für viele zu einer fast unüberwindbaren Hürde.
    Die Betonung liegt hier auf “abonniert”!

    Youtube bleibt sicherlich aus den verschiedensten Gründen für alle interessant, aber damit Geld verdienen, das fällt für die meisten gewiss nun flach.
    Für den einen oder anderen waren die (wenn auch sehr kleinen) Einnahmen doch ein netter Anreiz.

    Ich kann Googles Beweggründe nachvollziehen, die damit gewiss die professionellen Produzenten fördern wollen, auch wenn ich es für den kleinen Newcomer schade finde. Kleine Kanäle werden nun kaum noch Einnahmen verzeichnen können.

    OK, schaut man sich die von Google veröffentlichten Daten zu den Jahreseinnahmen an, ist es schon interessant festzustellen, dass 90 Prozent nicht mehr als aktuell knapp zwei Euro pro Monat verdienen.
    Ich glaube aber auch, dass die meisten Youtube-Kanäle entstehen , weil jemand Lust darauf hat, Videos zu machen und zu präsentieren. Nicht um Geld zu verdienen. Diese Kanäle wird es also auch weiterhin geben.

    Ob aber durch Googles (bzw. Alphabets) Entscheidung bezüglich der Werbung auf YouTube-Videos zukünftig die Qualität der Videoangebote steigen wird, das möchte ich in Frage stellen.

    Antworten
  2. Hallo,

    danke für diesen informativen Artikel. Ich muss gestehen, dass ich von Youtube Analytics bisher kaum Gebrauch gemacht habe. So waren mir die meisten dieser Statistiken völlig unbekannt. Das muss sich ändern!

    lg
    Erik

    Antworten

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