Website-Preis kalkulieren – Die wichtigsten Faktoren

Website-Preis kalkulieren - die wichtigsten FaktorenWenn man im Internet mit einer eigenen Website starten will, stellt sich oft die Frage, ob man die Website selber bauen oder kaufen sollte.

Das hängt von vielen Faktoren ab, wobei ich lieber selber meine Websites aufbaue. Doch auch dann kommt irgendwann vielleicht der Punkt, wo man eine Website verkaufen will.

In diesem Artikel geht es darum, was die wichtigsten Faktoren für die Kalkulation des Website-Preises sind.

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Warum den Preis einer Website kalkulieren?

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Wie oben schon angedeutet, gibt es 2 Anwendungsfälle in der Praxis. Zum einen haben viele nicht das Know How, die Zeit oder Motivation eine Website von Null selber aufzubauen. Diese Personen kaufen lieber bereits etablierte Websites und führen diese weiter.

Doch für den Kauf muss man wissen, was eine Website wert ist und wie viel es sich lohnt dafür auszugeben.

Der andere Fall ist, dass man selber eine etablierte Website besitzt und diese verkaufen möchte. Auch hier geht es darum zu wissen, welchen Preis man verlangen kann.

Natürlich handelt es sich hierbei um einen Käufer- bzw. Verkäufermarkt. Das heißt, dass der zu erzielende bzw. zu zahlende Preis immer davon abhängt, was die anderen Marktteilnehmer bieten bzw. verlangen.

Dennoch ist es sehr sinnvoll selber zu kalkulieren, was eine Website wert ist, um mit realistischen Erwartungen in eine Verhandlung zu gehen.

Die wichtigsten Faktoren

Um den Website-Preis kalkulieren zu können, sollte man die wichtigsten Faktoren dafür kennen. Der Preis ergibt sich schließlich aus verschiedenen Aspekten.

Genau danach habe ich meine Leser gefragt. Ich wollte von ihnen wissen, welchen Faktor sie für den wichtigsten halten, um den Wert einer Website zu bestimmten. Mehr als 500 Leser haben an dieser Umfrage teilgenommen und ihre Meinung beigesteuert.

Hier seht ihr das Ergebnis:

Was ist das wichtigste Kriterium für die Preis-Kalkulation einer Website?

  • eine Mischung aus allem (33%, 170 Stimmen)
  • die bisherigen Einnahmen (29%, 145 Stimmen)
  • die Besuchzahlen (19%, 97 Stimmen)
  • die möglichen Einnahmen (18%, 89 Stimmen)
  • die Backlinks (1%, 7 Stimmen)

Teilnehmerzahl: 508 (1 Stimmen)

Fangen wir mal mit den Einzelfaktoren an.

28% der Umfrageteilnehmer haben angegeben, dass die bisherigen Einnahmen der wichtigste Faktor bei der Preis-Bestimmung sind. Das ist zugegebenermaßen ein wichtiger Faktor, schließlich bekommt der Käufer der Website seine Ausgaben über diese Website-Einahmen wieder rein.

Allerdings ist es auch nicht ganz so einfach. Was ist, wenn der bisherige Betreiber Linkverkauf einsetzt und damit gutes Geld verdient? Mir wäre es zu riskant diese Einnahmequelle weiter einzusetzen.

Und was ist, wenn der Verkäufer nur wenig Ahnung von der Monetarisierung einer Website hat? Man selber könnte die Einnahmen in diesem Fall nach dem Kauf deutlich steigern.

Es ist also wichtig, dass man sich genau anschaut, wie die Website monetarisiert ist und dementsprechend die Einnahmen beurteilt. Vor allem gilt es die zukünftig möglichen Einnahmen einzuschätzen. Genau die haben 17% der Umfrageteilnehmer als wichtigsten Faktor angegeben. Das sehe ich im Grunde auch so, allerdings sind das auch nur Schätzungen.

Die Besucherzahlen halten 19% der Leser für den wichtigsten Faktor, um den Preis einer Website zu definieren. Das ist allerdings meiner Meinung nach nur bedingt der Fall. Schließlich ist Besucher nicht gleich Besucher. So verdiene ich mit meinen Nischenwebsites mehr als manch ein Videospiele-Blog, der ein Vielfaches meiner Besucherzahlen hat.

Der Grund dafür liegt einfach in der unterschiedlichen Monetarisierbarkeit von Themen und den unterschiedlichen Intentionen der Besucher. Auf einer kleinen, sehr spezialisierten Website, wo ich attraktive Produkte anbiete und die Besucher bereits mit einem Kaufinteresse ankommen, verdiene ich mehr, als bei einem Blog über ein nicht so gut monetarisierbares Thema und Besucher, die einfach nur kostenlose Infos wollen. Deshalb sollte man die Besucherzahlen genauer analysieren und einordnen.

Die vorhandenen Backlinks halten nur 1% der Leser für den wichtigsten Faktor. Das sehe ich ähnlich, auch wenn ein gutes Backlink-Profil natürlich viel Wert ist.

Die meisten Leser (33%) haben dagegen angegeben, dass eine Mischung aus allem für sie das wichtigste ist. Im Grunde würde ich mir hier anschließen, denn es macht nicht viel Sinn nur einen einzelnen Faktor losgelöst von den anderen zu betrachten. Nur wenn man sich ein Gesamtbild der Website macht, angefangen von den Einnahmen und dem Traffic, über Backlinks bis hin zu den zukünftigen Potentialen, Möglichkeiten und anderen Faktoren, kann man eine Website wirklich fundiert beurteilen.

Eine genauere Übersicht zu den einzelnen Faktoren erhaltet ihr in meinem Artikel Wert eines Blogs oder einer Website berechnen.

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Es gibt nicht den EINEN Preis

Und dennoch muss ich zum Schluss nochmal darauf hinweisen, dass es den EINEN Preis nicht gibt.

Das liegt auf der einen Seite daran, dass man die verschiedenen Faktoren unterschiedlich bewerten kann. Fragt man 10 erfahrene Website-Betreiber zu ihrer Schätzung, was man mit einer bestimmten Website verdienen kann, so wird man 10 unterschiedliche Antworten bekommen.

Auf der anderen Seite ist es halt, wie oben schon geschrieben, ein Sache zwischen Käufer und Verkäufer. Nur weil ich einen Betrag X ermittelt habe, heißt das noch lange nicht, dass dies mein Gegenüber genauso sieht. So kann dieser z.B. mehr verlangen, aber es kann auch vorkommen, dass er weniger Geld haben will.

Der ermittelte Website-Preis ist also nur eine Annäherung, die einem selber dabei helfen soll, in einer Verhandlung mit einem Käufer bzw. Verkäufer besser argumentieren zu können und nicht über demn Tisch gezogen zu werden.

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5 Gedanken zu „Website-Preis kalkulieren – Die wichtigsten Faktoren“

  1. Kommt halt drauf an. Wie du schon schreibst, ist ein Videospiel Blog etwas ganz anderes. Hier brauchst du 50.000 bis 100.000 Besucher, um überhaupt von den großen Publishern bemustert zu werden. Einnahmen machst du dann meist ab 250.000 bis 500.000, zumindest mit den klassischen Modellen.

    Trotzdem sind Besucher, gerade im Technik und Gaming Bereich auch nicht alles. Wie gut ist die Community, wie stark hängt die Leserschaft von den Autoren oder Charakteren der Website ab? Solche Fragen darf man auch nicht unterschätzen. Du könntest auch den Youtube-Channel von Gronkh kaufen, aber deshalb schaut dir danach trotzdem keiner zu, weil alle Gronkh sehen wollen. Bei Websites ist das oft auch so, dass die Autoren von größerer Bedeutung sind oder ihren eigenen Stil haben. Hat man ja auch bei Giga damals gesehen. Das kannst du nicht einfach übernehmen und dann von der Marke oder den Backlinks leben und heute ist es eben nur noch ein SEO-Getriebenes Portal für Klicks.

    Unterm Strich sind die Besucherzahlen dennoch am unwichtigsten, wie ich finde. Es geht eher um die Möglichkeiten, die dadurch entstehen. Auch um Möglichkeiten, das Ganze mit eigenen Projekten zu verbinden. Und was definitiv noch fehlt… eine 15 Jahre alte, kurze und starke Domain, kann den Kauf einer Website auch unabhängig von ihrer Qualität lohnenswert machen.

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  2. Hallo Peer,

    ich bin da auch der Meinung, dass “von allem etwas” mit in die Preisfindung einfliesen muss. Alles hat seinen Einfluss und kann die weitere Entwicklung der Seite beeinträchtigen. Natürlich spielt es eine Rolle, wieviele und welche Besucher die Seite hat. Aber auch die Backlinks sind wichtig. Ein schlechtes Backlink-Profil kann die Seite später auch komplett abstürzen lassen und die bisherigen Einnahmen sowie die noch möglichen Optimierungen sind ja im Grunde das, was ich durch den Kauf haben möchte.

    Leider lassen sich die meisten Punkte mehr oder weniger leicht manipulieren. Das habe ich feststellen müssen, nachdem ich viel zu viel für eine Seite bezahlt hatte. Aber wie heißt es so schön: aus Fehlern lernt man. Seitdem shaue ich bei vielen Punkten genauer hin. Eine gute Zusammenfassung gibt es daszu unter onlinemarketingmashup.com/webseiten-kaufen-und-verkaufen/.

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  3. Ich habe mal gehört, dass man die durchschnittlichen Monatseinnahmen einer Internetseite mit einer bestimmten Anzahl an Monaten multipliziert, um den Preis zu bestimmen. Leider gibt es da wohl aber keinen festen Wert. Mal werden die Einnahmen mit 12, 24 oder mit 30 multipliziert.

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    • Das hängt nicht zuletzt auch davon ab, wie Angebot und Nachfrage aussehen. Wie einfach ist es, dein Projekt oder deine Idee selbst umzusetzen. Wie viel Geld ist bereits in die Acquisition, Entwicklung von Marke, Bekanntheitsgrad, Technik geflossen?

      Grob kann man schon sagen, dass mindestens 12 Monate multipliziert mit dem Gewinn vor Steuern und eher selten 24 Monate als Preis eine Verhandlungsbasis bilden.

      Da muss man halt einfach genauer hinschauen. Für relativ einfache Content-Seiten sind 12 Monate realistisch, für komplizierte SaaS-Produkte mit Alleinstellungsmerkmalen die man nicht einfach Mal kopieren kann widerum ein Vielfaches.

      Ich habe die Erfahrung gemacht, dass deutschsprachige Projekte entweder unter Wert oder zu völlig überzogenen Preisen angeboten werden. Und dann wundern sich die angehenden Neureichen, dass ihre Domain oder ihr Projekt nicht verkauft wird.

      Nicht umsonst sind unendlich viele gute .de-Domains von irgendwelchen Glücksrittern besetzt, die keine Ahnung irgendwas haben und die Domain nach ein paar erfolglosen Jahren löschen und an den nächsten “weiterreichen” der schnell genug ist.

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  4. Hi Peer,
    danke für deinen Artikel. Jetzt nennst du sicher richtige Faktoren zum bestimmen einen “Preises”, aber kannst du ähnlich wie mein Vorredner Ben auch – zuumindest nährungsweise – Zahlen nennen. Heißt also Der Preis steigt pro x Besucher um y o.ä.? Welche Erfahrungswerte hast du da?

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