Welche Rolle spielen Bilder Alt-Tags heute & wie wichtig sind sie für SEO und Usability?

Welche Rolle spielen Bilder Alt-Tags heute & wie wichtig sind sie für SEO und Usability?Es war und ist ein Tipp, der immer wieder gerne gegeben wird. Wenn du Bilder in deinen Blog einfügst, sorg dafür, dass die Alt-Tags entsprechende Keywords besitzen.

Eine gängige Empfehlung, die gegeben wird, seit ich denken an. Schon in den Anfangszeiten des Bloggens war dies der Hinweis, mit dem Anfängern geholfen werden sollte. Und tatsächlich, es brachte etwas, denn Keywords waren bei Google stets ein Trumpf in Sachen Ranking.

Doch die Zeiten haben sich geändert. Google ist heute bedeutend schlauer und vor allem auch deutlich eigenständiger. Die Suchmaschine bemüht sich mehr und mehr unabhängiger von Informationen zu werden und eigene Erkenntnisse und Schlüsse zu ziehen. Was also ist heutzutage dran an der Empfehlung, Alt-Tags mit Keywords auszustatten? Was bringen Alt-Tags für SEO-Vorteile?

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Welche Rolle spielen Bilder Alt-Tags heute?

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In diesem Artikel spiele ich MythBusters und schaue mir an, ob die SEO-Empfehlungen zum Alt-Text von damals auch heute noch bestand haben.

Falls nicht, stellt sich die Frage, ob es inzwischen eine Alternative gibt, die ebenso hilfreich sein kann.

Was genau ist der Alt-Tag bei Bildern überhaupt?

Der Alt-Tag ist ein HTML-Attribut, welches beim Einbinden von Bildern hinzugefügt werden kann. Im Grunde ist es dazu gedacht, eine alternative Textversion des Bildes bereitzustellen. Kann das Bild aus welchen Gründen auch immer nicht geladen werden, sagt der Alt-Tag dem Besucher, was dort zu sehen ist.

Es handelt sich also um eine besonders kurze Beschreibung dessen, was auf dem Bild zu finden ist. Dieser Text spielt auch deshalb eine große Rolle, weil er entsprechend wichtig für beeinträchtigte Menschen ist. Blinde beispielsweise, die sich Websites mittels Screenreadern vorlesen lassen. Dank dem Alt-Tag haben diese also eine Vorstellung davon, um was es auf dem Bild geht.

Neben der Barrierefreiheit (und generellen Usability) spielt der Alt-Tag aber auch SEO-technisch eine Rolle, schließlich kann hier zusätzlicher Text untergebracht werden.

Doch wie groß ist diese Rolle heutzutage wirklich?

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Was sagt Google zum Alt-Tag und dessen Verwendung

Halten wir kurz fest, dass die Alt-Tags in erster Linie wichtig für die Barrierefreiheit einer Website sind. Darüber wird zwar immer wieder gerne geschmunzelt, doch es gibt mehr beeinträchtigte Nutzer, als ihr auf Anhieb vermuten würdet, da bin ich mir sicher. Also spielt er in Sachen Zugänglichkeit eine wichtige Rolle. Doch auch in bei SEO-Optimierung?

Google empfiehlt den Alt-Tag in mehreren eigenen Guides. Egal ob im Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung oder den entsprechenden Ratgebern innerhalb der Google Search Central. Überall wird immer wieder erwähnt, dass Bildnamen und Alt-Tags es der Suchmaschine einfacher machen, die Bilder zu verstehen und in Kombination mit eigenen Algorithmen den Bildinhalt anschließend einzuordnen.

Explizit ist zudem die Rede davon, dass der Alt-Tag als Ankertext auf Bildern fungiert, sollten diese entsprechend verlinkt werden. Google vermeidet dabei den Begriff Rankingfaktor, denn dazu sagt Google allgemein sehr wenig und vor allem immer nur ungern. Fakt ist aber, dass Google den Alt-Tag beachtet, bewertet und mit eigenen Berechnungen einzuordnen versucht.

Das letzte Statement dazu kam auf Twitter von einem Google-Entwickler, der noch im August dieses Jahres verlauten ließ, dass der Alt-Tag wichtig für SEO ist. Mehr natürlich nicht, weshalb die Aussage im Grunde genommen wieder alles und nichts bedeuten kann.

Mein persönlicher Eindruck vom Alt-Tag und seiner Bedeutung

Seit über zehn Jahren bin ich Blogger und auch als Content Manager und SEO unterwegs. Dabei habe ich vor allem gelernt, dass so plumpe Tricks, wie ein manipulierter Alt-Tag, früher zwar Wunder gewirkt, heute aber keinen großartigen Effekt mehr haben. Vor zehn Jahren war es äußerst effektiv, Keywords in den Alt-Tag zu pressen. Heute gelingt das mit den Rankings nicht mehr so einfach.

Im Gegenteil. Ich würde heute davor warnen, weil Google dieses Vorgehen eher als ein negatives Signal betrachtet. Natürlich sollten Bilder zum Inhalt passen und selbstverständlich wird der Alt-Tag somit immer beschreiben, was auf dem Bild zu sehen ist. Passt dieses zum Content, ergibt sich also automatisch auch ein Nutzen für die SEO-Optimierung. Das ist richtig und spielt für die Bildersuche eine Rolle. Es ist aber per se kein Rankingfaktor und vor allem nichts, was ein Ranking heutzutage stark beeinflussen kann.

Vielmehr unterstützt der Alt-Tag die jeweilige Seite, weil er Bildern Keywords verleiht und der Suchmaschine somit hilft, den Inhalt und die Grafiken zu sortieren. Das Google genau das inzwischen aber auch eigenständig kann, ebenso wie Facebook, wissen wir jedoch ebenfalls. Es braucht keinen Alt-Tag mehr. Der Algorithmus findet von selbst entsprechende Fixpunkte im Bild, mit denen er den Inhalt quasi digital “sehen” und somit verstehen kann.

Die Alt-Tags als Maßnahme einer SEO-Optimierung

Für mich ist die Sache daher recht einfach einzuordnen. Warum auf den Alt-Tag verzichten, wenn er weiterhin wichtig ist?

Für die Barrierefreiheit spielt er eine sehr große Rolle und Google signalisiert er, was auf dem Bild zu sehen ist bzw. was es darstellen soll. Die Darstellung selbst wird von der Suchmaschine aber ebenso analysiert. Lügen haben somit kurze Beine und Falschaussagen werden von Google schnell entlarvt und entsprechend abgewertet.

Keyword Spamming im Alt-Tag bringt daher nicht mehr viel. Überhaupt spielt für die SEO-Optimierung der Text um das Bild herum eine deutlich wichtigere Rolle, bei der Einordnung und Kategorisierung. Die Caption, also die Bildunterschrift, ist daher auch viel mehr zu beachten, wenn es um SEO-Optimierung geht. Der Alt-Tag ist wirklich eher als eine Art Ankertext zu bewerten. Jedenfalls ist das meine Beobachtung der letzten Jahre.

Das bedeutet aber nicht, dass die Chance ungenutzt gelassen werden sollte. Binde ich ein Bild ein, sollte somit schon der Dateiname die SEO-Keywords enthalten und dem tatsächlichen Bildinhalt entsprechen. Die Grafik muss also zum Inhalt passen, dann passt der Alt-Tag zur SEO-Optimierung. Genau wie der Dateiname, sollte aber auch der Alt-Tag kurz und prägnant gehalten werden. Zwei, drei Wörter reichen als Beschreibung des Bildinhaltes aus. Alles andere wird zum Satz und das ist in meinen Augen nie gut bei Attributen, weil es den Kern verwässert und den Eindruck von Überoptimierung hinterlässt.

Ein Bild von einer Ente, ist nun einmal eine Ente. Eventuell beschreibe ich die genaue Art oder ob das Gefieder zu sehen ist. Ich verfasse aber keinen Satz zu der Ente. Kurz und prägnant hilft mir der Alt-Tag daher, das Hauptkeyword noch einmal unterzubringen. Mehr auch nicht. Keine Magie, kein magischer Rankingeffekt.

Fazit zum Bidler Alt-Tag in der heutigen Zeit

Aus meiner Sicht spielt der Alt-Tag zwar eine Rolle, darf jedoch nicht überbewertet werden. Früher war er sehr mächtig, weil Google selbst noch nicht in der Lage war, Bilder zu analysieren und zu verstehen. Jedenfalls nicht in der Masse. Heute weiß Google sehr genau, was auf dem Bild zu sehen ist. Der Alt-Tag ist daher eine Usability-Notwendigkeit, aber keine Möglichkeit mehr für übermäßige SEO-Optimierung.

Er ist von Bedeutung, weil Screenreader ihn benötigen und er ist wichtig, weil Google ihn ebenfalls noch betrachtet. Meiner Beobachtung nach verändert er aber alleine keine Rankings mehr oder beeinflusst sonderlich viel. Er ist ein Mini-Faktor von vielen, eine Art Standard in Sachen Onpage-SEO. Der Alt-Tag sollte also nicht vergessen, aber auch nicht überbewertet werden. Vergesst ihr ihn, hat das nicht gleich dramatische Auswirkungen. Zumal er eh vor allem bei der Bildersuche relevant wird, weniger in den normalen Suchergebnissen.

Wie ist eure Erfahrung mit dem Alt-Tag? Nutzt ihr ihn regelmäßig?
Investiert ihr besonders viel Zeit in die Optimierung und Formulierung?
Ist er eher nervige Last, weil ihr euch stets überlegen müsst, welcher Begriff am besten passt?

Schreibt es uns in die Kommentare.

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7 Gedanken zu „Welche Rolle spielen Bilder Alt-Tags heute & wie wichtig sind sie für SEO und Usability?“

  1. Hallo Peer,
    Alt-Tags eher vernachlässigt, bzw. automatisch setzen lassen und fertig :)
    Frage: Was sagst du zu Inhaltsverzeichnissen? Du selbst scheinst ja hier dieses nicht zu nutzen. seotechnisch eigentlich Vorteile! Deine Meinung? Glückwunsch zur GeneratePress Umstellung! Hab ich erst hinter mir und bin begeistert! Was sagst du zu Ezoic? Schon genutzt oder getestet? Schaue immer wieder gern auf deinen Blog vorbei. Lg Patrick

    Antworten
    • Ich bin bei den Alt-Tags mittlerweile doch recht ordentlich und versuche diese immer anzugeben.

      Was Inhaltsverzeichnisse angeht, so habe ich diese auf anderen Websites bereits im Einsatz und werde diese wohl auch hier noch einführen. Ist schon eine hilfreiche Sache für die Besucher.

      Ob ich diese aus SEO-Gründen einsetzen würde? Wohl eher nicht. Das mag mal wieder etwas sein, was für SEO gerade was bringt, aber langfristig ändert sich sowas ja immer wieder. Deshalb würde ich es nur primär für die LeserInnen machen.

      Antworten
  2. Ich nutze die alt Tags zwar, aber glaube jetzt nicht wirklich, dass sie die Rankings signifikant verbessern.

    Wie überall ist es doch nur ein kleiner Baustein in einem Puzzle. In meinen Augen eher etwas für den Leser oder wenn die Bilder mal nicht geladen werden. Dann steht da ein Text. Aber die Alt Tags mit Keywords voll zu stopfen dürfte eher negativ sein.

    Ich glaube sogar, dass Google immer weniger auf solche Meta Daten schaut, bzw. schauen muss. Das crawling ist da recht fortgeschritten in technischer Hinsicht.

    Zum Thema Inhaltsverzeichnis, was vorher angesprochen wurde:

    Ich denke solche haben nicht direkt einen Einfluss aufs SEO. Aber erhöhen die User Experience. Weil der Leser gleich erkennen kann, worum es geht. Zumindest wenn man die Überschriften gut auswählt. Gepaart mit Sprungmarken eine gute Sache.

    Viele Grüße
    Ronny

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  3. Hallo David, ich stimme dir in allem zu, bis auf die Frage, ob der Text des Alt-Tags nun ein Stichwort oder ein Satz sein soll. Aus Barrierefreiheitsaspekten sollte er in etwa so formuliert sein: “das Bild zeigt eine weibliche Stockente”. Selbst, wenn der Screenreader es nicht ausformuliert, wissen Nutzer*innen so, dass es sich um ein Bild handelt. Noch wichtiger ist das bei Statistiken. Beste Grüße, Katharina

    Antworten
  4. Google arbeitet nun auch mit einer IQ was sehr maechtig ist. Wenn Google etwas nicht mag verschwindet ein Blog oder eine Seite so oder so von den vorderen Seiten. Auf Google wuerde ich nicht mehr setzen nur auf Soziale Medien

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  5. Mir ist unklar was im ALt Tag eigentlich erwähnt werden soll? Der Inhalt des Bildes oder der Kontext in dem das Bild verwendet wird. Beispiel: Eine Seite über Coaching – hier ist ein Bild mit Personen eingebunden. Was soll da im Alt Tag angeführt werden? Im Bild werden PErsonen gezeigt? Oder das ist ein Symbolbild für Coaching bei Praxis xxx -?

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