9 bessere Shopify Alternativen für jede Nutzung

Shopify gilt als Maß der Dinge im E-Commerce. Aber die Suite ist auch teuer – vor allem die Transaktionsgebühren sind ein fieser Margen-Fresser – und längst nicht für jedes Projekt die richtige Wahl. Wir zeigen dir 9 Shopify-Alternativen, die je nach Anwendungsfall die bessere Option sind.

Shopify hat sich aus gutem Grund zum Platzhirsch im Shop-Markt entwickelt. Die Plattform aus Kanada (mit deutschem Gründer) kombiniert eine gute Zugänglichkeit mit einem riesigem App-Ökosystem, zuverlässigem Hosting und einer Infrastruktur, die du von Null auf Millionen-Umsätze skalieren kannst.

Kein Wunder, dass über vier Millionen Shops weltweit auf Shopify unterwegs sind. Obwohl die Plattform mehr als eine Schattenseite hat.

Denn die monatlichen Kosten summieren sich schnell, vor allem die Transaktionsgebühren drücken bei externen Payment-Providern die Marge. Und wer Wert auf volle Design-Kontrolle, deutschen Support oder einen günstigen Einstieg legt, findet anderswo passendere Lösungen.

Dazu wird Shopify oft in Feldern verwendet, für welche die Plattform gleichzeitig überdimensioniert und unterentwickelt ist. Die Klassiker hier: Digitalprodukte, Funnels, Mitgliederbereiche.

Auf einen Blick: Die besten Alternativen zu Shopify

Die besten Shopify Alternativen

Wix – beste All-In-One-Alternative. Der weltweit meistgenutzte Homepage-Baukasten (280 Millionen Kunden) liefert mit Wix eCommerce einen vollwertigen Shop inklusive Zahlungsabwicklung, Versand und Marketing-Tools. Für die meisten Online-Projekte mit kleinem angeschlossen Shop völlig ausreichend.

Squarespace – schickste All-in-One-Alternative. Im Vergleich zum direkten Konkurrenten Wix hast du bei Squarespace weniger Flexibilität. Dafür ist die Gestaltung gradliniger, und dir wird auch als Laie ein schöner funktionaler Online-Shop gelingen.

IONOS Shop – beste deutsche All-in-One-Alternative. Der größte deutsche Web-Hoster hat natürlich auch einen integrierten Online-Shop-Baukasten. Bei den Preisen liegt IONOS unter Shopify – und punktet dazu mit voller DSGVO-Konformität, deutschen Rechtstexten und einem herausragenden lokalen Support.

WooCommerce – beste kostenlose Alternative. Das Open-Source-Plugin verwandelt jede bestehende WordPress-Installation in einen vollwertigen Shop, ganz ohne Anbieterbindung und Gebühren (abseits von Web-Hosting & Co). Die beste Wahl, wenn du mit WordPress vertraut bist und den (erheblichen) zusätzlichen Aufwand nicht scheust, der mit der vollen Datenhoheit einher geht.

Base44 – bestes Vibe-Coding-Tool für individuelle Shops. Base44 gehört zu Wix und generiert dir aus Prompts komplette Web-Apps, auf Wunsch inklusive eigener Shop-Logik. Wenn du etwas wirklich Maßgeschneidertes brauchst, das sich nicht in Shopify-Schablonen zwängen lässt.

Shopware – beste deutsche Alternative.  Das Unternehmen aus dem Münsterland richtet sich vor allem an mittelständische und wachsende Shops mit komplexen Anforderungen. Wenn du zur Zielgruppe zählst und dir ein deutscher Serverstandort, deutschsprachiger Support und B2B-Funktionen wichtig sind, ist Shopware praktisch alternativlos.

systeme.io – bestes Marketing-Komplettpaket zum Einstieg. Systeme.io bündelt Online-Shop, Sales-Funnels, E-Mail-Marketing und Mitgliederbereiche in einer einzigen Plattform und kommt mit einem erstaunlich großzügigen Gratistarif. Unschlagbar, wenn du hauptsächlich digitale Produkte, Kurse oder Coaching-Angebote verkaufst.

Kartra – bestes Marketing-Komplettpaket zur Skalierung. Der US-Anbieter konsolidiert eine Vielzahl von Shopping- und Marketing-Tools. Im Vergleich zum direkten Rivalen Systeme.io gibt es unter anderem vielfältigere Automatisierungen und Analyse-Funktionen, aber auch deutlich höhere Preise (ab 55 Euro/Monat).

Webflow – flexibelste Alternative. Webflow Ecommerce erlaubt dir Design-Kontrolle auf CSS-Ebene, ohne eine Zeile Code zu schreiben. Die beste Option für Designer, Agenturen und Marken, die sich von letztlich doch oft generischen Shopify-Themes absetzen wollen.

Johannes Haupt
Meine Erfahrungen und Empfehlungen
Johannes Haupt (Chefredakteur Selbständig im Netz, Dozent TH Köln)

Meinen ersten Online Shop habe ich im Jahr 2002 ins Netz gestellt. Damals verkaufte ich 6-stellige ICQ-Nummern (die älteren erinnern sich) über statische HTML-Seiten mit Formularen. Es erfüllte seinen Zweck.

In den folgenden Jahrzehnten betrieb ich mit meiner kleinen Medienfirma verschiedene Online Shops, etwa für therapeutische Audio-Programme. In aller Regel setzten wir dazu WooCommerce ein. Bei der IT gab es eine große Schnittmenge zu unserem Standard-CMS WordPress, dazu ist die Anpassbarkeit & Erweiterbarkeit schwer zu schlagen.

Diese Flexibilität ist nach meiner Erfahrung aber auch die größte Schwachstelle von WooCommerce. Früher oder später wird dein Backend ein lähmender Wildwuchs aus Snippets und Plugins sein, die du ständig auf dem Laufenden halten musst – oder austauschen, wenn sie nicht mehr gepflegt werden und kritische Sicherheitslücken aufpoppen.

Tatsächlich würde ich in vielen Nutzungsszenarien von Shopify, aber auch WooCommerce abraten. Beide Systeme eignen sich „nur“ für klassische Händler physischer Produkte, die mindestens im sechsstelligen Jahresumsatz-Bereich sind oder dorthin wachsen wollen und entsprechende zeitliche und finanzielle Ressourcen mitbringen.

  • wenn du digitale Produkte verkaufen willst, fährst du besser mit einer nativen All-In-One-Lösung wie systeme.io (Einsteiger) oder Kartra (Fortgeschrittene)
  • kleine Online-Shops können sich bei einem Homepage-Baukasten wie IONOS für 20 Euro pro Monat aller Wartungsprobleme entledigen
  • bei wirklich individuellen Anforderungen baust du dir deinen Online-Shop mit Base44 am besten komplett selbst

Was gegen Shopify spricht

Bei aller Stärke hat Shopify auch echte Schwächen. Vor allem Betreiber kleinerer E-Commerce-Projekte, Verkäufer von digitalen Produkten und Inhaber designorienterter Marken werden langfristig nicht glücklich. Die folgenden Punkte solltest du zumindest auf dem Zettel haben.

Sehr schnell sehr teuer

Preislich geht es „schon“ bei 36 Euro pro Monat los. Allerdings auch nur, wenn du keine Mitarbeiter-Konten brauchst und mit heftigen Zahlungsgebühren leben kannst.

Realistisch wirst du schnell mindestens zum Advanced-Tarif greifen, bei dem du bereits 384 Euro monatlich los bist. Plus Premium-Apps (zusammengenommen meist nochmal ein dreistelliger Betrag), Premium-Themes und natürlich Transaktionsgebühren.

Eingeschränkte Design-Freiheit

Themes sind zwar anpassbar, aber wirklich individuelles Design erfordert tiefe Liquid-Kenntnisse (Shopifys eigene Template-Sprache). Wer einen Shop bauen will, der nicht nach Shopify aussieht, braucht Zeit oder eine Agentur.

Kein deutscher Serverstandort

Shopify hostet weltweit, aber nicht explizit in Deutschland. Für DSGVO-sensible Branchen oder Kunden mit Datenschutzfokus ein Thema. Auch der deutsche Support ist überschaubar im Vergleich zum englischsprachigen Angebot.

Schwach bei Digitalprodukten und Funnels

Shopify ist optimiert für physische Produkte. Digitale Downloads, Online-Kurse, Mitgliederbereiche oder klassische Sales-Funnels lassen sich nur über Drittanbieter-Apps wirklich gut umsetzen. Was dann schnell frickelig und teuer wird.

Die besten Alternativen

Die folgenden Shopify Alternativen decken ein breites Spektrum ab, vom Generalisten bis zum Spezial-Anbieter. Welche davon passt, hängt davon ab, wie du arbeitest – und in was für eine Richtung du wachsen willst.

Wix – beste All-In-One-Alternative

DNA: Weltweit größter Homepage-Baukasten mit integrierter ausgereifter E-Commerce-Lösung für kleine und mittlere Shops.

Besondere Merkmale: Drag-and-Drop-Editor, über 800 Templates, Wix Payments, Multichannel-Verkauf über Instagram, Amazon und eBay, integrierte Marketing-Tools und KI-Shop-Assistent.

Preis: Kein dauerhaft kostenloser Shop-Tarif. E-Commerce-Funktionen ab 30 Euro pro Monat (Core-Plan)

Vorteile

  • Extrem einfacher Einstieg ohne technisches Vorwissen
  • Großer Template-Pool mit hochwertigen Designs
  • Shop und klassische Website aus einem Guss
  • Solide Multichannel-Funktionen bereits in günstigen Tarifen
  • Deutsche Oberfläche und deutschsprachiger Support

Nachteile

  • Weniger geeignet für sehr komplexe E-Commerce-Projekte
  • Template-Wechsel nach dem Launch ist nicht möglich
  • App-Ökosystem deutlich kleiner als bei Shopify

Wix ist der weltweit meistgenutzte Homepage-Baukästen und hat sich in den letzten Jahren massiv im E-Commerce-Bereich verstärkt. Mit Wix eCommerce bekommst du einen vollwertigen Shop, der für kleinere bis mittlere Sortimente locker mit Shopify mithalten kann.

Der große Vorteil: Du kombinierst klassische Website, Blog und Shop in einem einzigen Tool. Bei Shopify brauchst du dafür meist Workarounds oder Apps. Gerade für Solopreneure und kleine Unternehmen, die nicht 50-100 Euro monatlich extra in ihren Shop investieren wollen, ist Wix eine sehr attraktive Option.

Squarespace – schickste All-in-One-Alternative

DNA: Designorientierter Website- und Shop-Baukasten mit ausgezeichneten Templates und integrierter E-Commerce-Funktion.

Besondere Merkmale: Hochwertige Design-Vorlagen, integrierter Shop mit Inventory Management, Blog-Modul, Mitgliederbereiche, Terminbuchungen, eigene E-Mail-Kampagnen.

Preis: Kein kostenloser Tarif (14 Tage Testphase), E-Commerce-Pläne ab 30 Euro pro Monat.

Vorteile

  • Sehr hochwertige und professionell designte Templates
  • Website und Shop aus einem Guss, keine Zusatz-Apps nötig
  • Intuitive Bedienung mit Drag-and-Drop-Editor
  • Integrierte Funktionen für Termine, Kurse und Mitgliedschaften
  • Solide SEO- und Blog-Funktionen

Nachteile

  • Kleineres App-Ökosystem als Shopify
  • Weniger flexibel bei großen Produktkatalogen
  • Deutsche Lokalisierung und Support ausbaufähig
  • Transaktionsgebühren im günstigsten Commerce-Tarif

Squarespace ist seit 2003 am Markt und hat sich als Premium-Baukasten für gestaltungsaffine Nutzer etabliert. Das Unternehmen aus New York legt den Fokus auf Design und einheitliche Markenauftritte und liefert dafür konsistent hochwertige Templates.

Für kleinere Shops mit überschaubarem Sortiment und Fokus auf Markenästhetik ist Squarespace eine attraktive Alternative zu Shopify. Du bekommst Website und Shop in einem Tool, ohne dich durch App Stores kämpfen zu müssen.

Bei großen Produktkatalogen, komplexen Versandregeln oder internationalem Verkauf stößt Squarespace allerdings schnell an Grenzen. Das Tool ist eher für die Boutique als für den Großhandel gemacht.

IONOS Shop – beste deutsche All-in-One-Alternative

DNA: Günstiger deutscher Website- und Shop-Baukasten mit Hosting, Domain und Support aus einer Hand.

Besondere Merkmale: Integrierter Shop-Baukasten, deutscher Server-Standort, telefonischer Support auf Deutsch, Domain und SSL inklusive, KI-gestützter Seitenaufbau.

Preis: Online-Shop-Tarife ab 20 Euro pro Monat.

Vorteile

  • Deutlich günstiger als Shopify
  • Deutscher Unternehmenssitz, Server-Standort, Telefon-Support
  • Einfacher Einstieg ohne technische Vorkenntnisse

Nachteile

  • Funktionsumfang deutlich kleiner als bei Shopify
  • Design-Qualität der Templates ausbaufähig
  • Aktionspreise steigen nach Vertragslaufzeit deutlich
  • Skalierung bei wachsenden Shops begrenzt

IONOS (früher 1&1) ist einer der größten Hosting-Anbieter Europas. Der Homepage-Baukasten richtet sich explizit an kleine Unternehmen, Selbstständige und Einsteiger, die einen funktionalen und günstigen Online-Auftritt mit Shop-Komponente wünscehn.

IONOS liefert eine solide Einstiegslösung für kleine Shops, während Shopify die ausgereiftere Plattform für wachsende E-Commerce-Projekte ist. Dafür zahlst du bei IONOS einen Bruchteil und bekommst deutschen Support.

Für Handwerksbetriebe, Dienstleister oder lokale Händler, die nebenbei ein paar Produkte online verkaufen wollen, ist IONOS eine pragmatische Wahl. Für ambitionierte E-Commerce-Pläne ist der Baukasten zu limitiert.

WooCommerce – beste kostenlose Alternative

DNA: Sehr beliebtes Open-Source-Shop-Plugin für WordPress mit maximaler Flexibilität und ohne monatliche Grundgebühr.

Besondere Merkmale: Vollständig kostenloses Basis-Plugin, riesige Auswahl an Erweiterungen, volle Kontrolle über Code und Hosting, nahtlose Integration in WordPress-Content, tausende Themes & Erweiterungen.

Preis: Plugin selbst kostenlos, Kosten entstehen durch Hosting (ab 5 Euro pro Monat), Premium-Themes und -Plugins.

Vorteile

  • Kein monatliches Abo für die Shop-Software
  • Volle Kontrolle über Daten, Code und Hosting
  • Perfekte Integration mit WordPress-Content-Sites
  • Unzählige kostenlose und kostenpflichtige Erweiterungen
  • Deutsche Rechtstexte und DSGVO-Plugins speziell für WooCommerce verfügbar
  • Kein Vendor-Lock-in

Nachteile

  • Technische Wartung, Updates und Sicherheit liegen bei dir
  • Performance-Optimierung erfordert Know-how oder guten Hoster
  • wird durch Premium-Extensions schnell teuer
  • Bei Problemen kein zentraler Support

WooCommerce ist das mit Abstand meistgenutzte Shop-System der Welt, deutlich vor Shopify. Das liegt vor allem an der Kombination aus WordPress-Fundament und Open-Source-Philosophie.

Statt Gast auf einer gehosteten Plattform zu sein, installierst du WooCommerce – hinter dem übrigens die gleichen Entwickler stehen wie bei WordPress selbst – auf deinem eigenen Webspace und behältst die volle Kontrolle. Das bedeutet mehr Freiheit, aber auch erheblich mehr laufenden Aufwand als bei einer schlüsselfertigen Plattform-Lösung

Für Content-getriebene Shops (Blog plus Verkauf) ist WooCommerce unschlagbar – Inhalte und Produkte leben im selben System. Für rein funktionale Shops ohne Blog-Komponente solltest du hingegen abwägen, ob dir die unzweifelhaften Vorteile der Open-Source-Lösung den deutlich höheren Aufwand für die Einrichtung und den laufenden Betrieb wert sind.

Base44 bestes Vibe-Coding-Tool für individuelle Shops

DNA: KI-gestützte Vibe-Coding-Plattform, mit der du aus Prompts komplette Web-Apps generierst – inklusive eigener Shop-Logik.

Besondere Merkmale: Komplette Web-App-Generierung per natürlicher Sprache, eigene Datenbank, Nutzerverwaltung, Authentifizierung und Hosting inklusive, Deployment per Klick.

Preis: Begrenzter Gratistarif mit 25 Credits monatlich, kostenpflichtige Pläne starten bei 20 US-Dollar pro Monat.

Vorteile

  • Komplett individuelle Shop-Lösungen ohne Entwickler
  • Keine Template-Einschränkungen: Du baust genau das, was du brauchst
  • Hosting, Datenbank und Auth aus einer Hand
  • Extrem schnelles Prototyping
  • Keine App-Abhängigkeiten wie im Shopify-Kosmos

Nachteile

  • Keine fertigen E-Commerce-Features wie Checkout, Versandlogik oder Payment-Integrationen out of the box
  • Für klassische Online-Shops kein sinnvolles Aufwand-Nutzen-Verhältnis
  • Erfordert Grundverständnis für App-Logik und Prompt Engineering – plus viel Neugierde
  • Community und Ressourcen im Vergleich zu Shopify winzig

Base44 gehört zur neusten Generation der Vibe-Coding-Tools, mit denen du ohne Programmierkenntnisse komplette Web-Apps baust. Im Juni 2024 wurde das Startup vom weltgrößten Homepage-Baukasten-Anbieter Wix übernommen und ist seitdem Teil des Ökosystems.

Für klassische Shops ist Base44 keine Shopify-Alternative im eigentlichen Sinne. Dafür stehen Aufwand und Nutzen einfach in keinem sinnigen Verhältnis.

Aber wenn du ein Produktkonzept hast, das nicht in Standard-Shop-Schablonen passt  – etwa ein Marktplatz, eine Bestellplattform mit komplexer Konfiguration oder ein Mitgliederbereich mit Shop-Funktion -, kommst du mit Base44 deutlich schneller und vor allem günstiger ans Ziel.

Shopware – beste deutsche Alternative

DNA: Deutsche E-Commerce-Plattform mit starkem B2B-Fokus und Open-Source-Kern.

Besondere Merkmale: Open-Source-Community-Edition, ausgereifte B2B-Funktionen, Rule Builder für komplexe Shop-Logik, Erlebnis-Welten für Storytelling, API-First-Architektur.

Preis: Community Edition kostenlos (selbst gehostet), managed hosting ab 600 Euro/Monat

Vorteile

  • Deutscher Anbieter mit deutschem Support und Rechtssicherheit
  • Sehr starke B2B-Features (Preislisten, Kundengruppen, Angebote)
  • Flexibles Storytelling mit Erlebnis-Welten
  • Community Edition komplett kostenlos
  • Große deutschsprachige Agentur- und Entwickler-Community

Nachteile

  • Für kleine Shops in jeder Beziehung überdimensioniert
  • Community Edition erfordert eigenes Hosting und technisches Know-how
  • Managed Hosting sher teuer
  • App-Landschaft kleiner als bei Shopify

Shopware ist der deutsche Platzhirsch im gehobenen E-Commerce und wird von Marken wie Haribo, Aston Martin und Jägermeister eingesetzt. Das Unternehmen sitzt  im Münsterland und bietet sowohl eine Open-Source-Community-Edition als auch professionelle Cloud- und Enterprise-Tarife.

Der große Unterschied zu Shopify: Shopware ist kulturell und funktional tief im deutschen und europäischen Markt verwurzelt. DSGVO, deutsche Rechtstexte, B2B-typische Anforderungen wie Nettopreis-Darstellung, Staffelrabatte oder individuelle Kundenpreise – all das funktioniert out of the box.

Für kleine Solopreneure oder Einsteiger ist Shopware allerdings deutlich überdimensioniert, sowohl hinsichtlich des Aufwandes als auch bei den Kosten. Das Tool spielt seine Stärken ab etwa 500.000 Euro Jahresumsatz aus, vor allem im B2B und im gehobenen B2C.

systeme.io – bestes Marketing-Komplettpaket zum Einstieg

DNA: All-in-One-Plattform für digitale Produkte und Coaches, die Shop, Funnels, E-Mail-Marketing und Mitgliederbereiche unter einem Dach bündelt.

Besondere Merkmale: Sales-Funnel-Builder, E-Mail-Automation, Mitgliederbereiche, Affiliate-Programm-Management, Blog-Funktion und Zahlungsabwicklung über Stripe und PayPal.

Preis: Dauerhaft kostenloser Tarif mit bis zu 2.000 Kontakten und unbegrenzten E-Mails. Premium-Tarife ab 15 Euro/Monat.

Vorteile

  • Extrem großzügiger Gratistarif, der für kleine Projekte dauerhaft ausreicht
  • Alles in einem Tool – ersetzt Shopify plus E-Mail-Tool plus Funnel-Builder
  • Speziell für digitale Produkte und Online-Kurse optimiert
  • Affiliate-System bereits integriert
  • Niedrige Einstiegshürde auch ohne technisches Know-how
  • volle DSGVO-Konformität durch Firmensitz & Server in EU (Frankreich)

Nachteile

  • Design-Möglichkeiten deutlich limitierter als bei Shopify
  • Nicht wirklich geeignet für klassische physische Produkte mit komplexer Logistik
  • Eher wenig Integrationen & Erweiterungen

systeme.io ist eine französische All-in-One-Plattform, die sich an Coaches, Kursanbieter und Verkäufer digitaler Produkte richtet. Das Tool positioniert sich bewusst als günstige Alternative zu teuren Stacks aus ClickFunnels, Mailchimp und Shopify positioniert.

Für klassische Produktshops ist systeme.io nicht die erste Wahl. Aber wenn du E-Books, Online-Kurse, Coaching-Pakete oder Membership-Zugänge verkaufst, bekommst du hier ein erstaunlich komplettes Paket zu einem Bruchteil der Shopify-Kosten.

Der kostenlose Tarif fällt dabei extrem großzügig aus. Mit den darin inkludierten 2.000 Kontakten, drei Funnels und einer Automatisierungsregel wirst du weit kommen und vielleicht überhaupt kein kostenpflcihtiges Upgrade brauchen. Und dank direkter Integrationen der Zahlungsanbieter (Stripe, Paypal, …) fallen auch keine extra Payment-Gebühren an.

Kartra – bestes Marketing-Komplettpaket zur Skalierung

DNA: US-Amerikanische All-in-One-Plattform für digitale Unternehmer, die Shop, Funnels, Mitgliederbereiche, E-Mail-Marketing und Affiliate-Management vereint.

Besondere Merkmale: Funnel-Builder mit Split-Testing, Mitgliederbereiche mit Drip-Content, E-Mail-Automation, Helpdesk-Funktion, Kalender für Buchungen, Affiliate-Management.

Preis: Kein dauerhaft kostenloser Tarif. Premium ab 55 Euro/Monat (stark abgespeckter Essentials-Plan) / 110 Euro/Monat (Starter-Plan)

Vorteile

  • Ersetzt bis zu 7-8 Tools in einem Abo
  • Tief integrierte Funnel-Logik mit Behavioral Triggers
  • Starkes Mitgliederbereich-Modul für Kurse und Communities
  • Affiliate-Management von Haus aus
  • Integrierte Helpdesk- und Support-Funktion

Nachteile

  • relativ hoher Einstiegspreis
  • Oberfläche primär auf Englisch, kein deutschsprachiger Support
  • Für klassische physische Produktshops ungeeignet
  • Lernkurve bei der Funnel-Logik nicht zu unterschätzen

Kartra kommt vom Team hinter WebinarJam (weltweit meistgenutzte Webinar-Software) und richtet sich explizit an digitale Unternehmer, Coaches und Info-Produkt-Verkäufer. Die Plattform bündelt alles, was du im digitalen Business brauchst – vom ersten Opt-in bis zur Kundenbetreuung nach dem Kauf.

Kartra ist keine reine Shop-Plattform, sondern wie systeme.io – wo Karta im direkten Vergleich deutlich leistungsfähiger, aber auch teurer ist – eine Marketing-Suite mit integrierter Verkaufsfunktion. Wenn du primär digitale Produkte, Coaching oder Kurse verkaufst, kann Kartra Shopify plus E-Mail-Tool plus Kursplattform plus Affiliate-Software komplett ersetzen.

Webflow – flexibelste Alternative

DNA: Visueller Website-Builder aus San Francisco mit pixelgenauer Designkontrolle und integriertem E-Commerce-Modul.

Besondere Merkmale: Vollständige Design-Freiheit ohne Code, CMS für dynamische Inhalte, E-Commerce mit individuellen Checkout-Designs, saubere Code-Ausgabe, starke Animationen.

Preis: Kostenloser Tarif für Test-Projekte, Ecommerce-Pläne ab 29 US-Dollar pro Monat (Standard), Plus-Plan ab 74 US-Dollar.

Vorteile

  • Kompromisslose Designfreiheit ohne Template-Einschränkungen
  • Sauberer, performanter Code-Output
  • Starkes CMS für Content-Commerce-Setups
  • Individueller Checkout-Aufbau möglich
  • Ideal für Agenturen und Designer

Nachteile

  • Steile Lernkurve für Nicht-Designer
  • Ecommerce-Funktionen weniger umfangreich als bei Shopify
  • Kleineres App-Ökosystem
  • Preise in US-Dollar, kein deutscher Support

Webflow war in den letzten Jahren der Überflieger unter den Homepage-Baukästen. Das Versprechen: Professionelle Websites visuell bauen, ohne Kompromisse beim Design einzugehen – und trotzdem sauberen Code bekommen, den Entwickler ernst nehmen.

Die E-Commerce-Erweiterung ist im Vergleich zu Shopify funktional limitierter, bietet dafür aber eine Designfreiheit, die Shopify-Themes nie erreichen werden. Jeder Button, jede Produktkarte, jeder Checkout-Schritt ist pixelgenau gestaltbar.

Für Designer, Agenturen und designorientierte Marken ist Webflow eine spannende Alternative zu Shopify. Vorausgesetzt, dein Produktkatalog bleibt überschaubar und du kommst ohne massiven App-Stack aus.

Welche Shopify-Alternative zu dir passt

Die richtige Wahl hängt stark davon ab, was du verkaufst (oder verkaufen willst, wenn du noch am Anfang stehst) und wie du arbeitest. Hier eine Orientierung nach Anwendungsfall, damit du nicht im Shopify-Alternativen-Dschungel verloren gehst.

Fokus auf Digitalprodukte und Funnels

  • systeme.io – sehr großzügiger Gratistarif und All-in-One-Ansatz für Coaches und Kursersteller
  • Kartra – tiefe Marketing-Automation für ambitionierte oder wachsende Info-Produkt-Verkäufer

Designorientierte Brands und kleine Boutiquen

  • Squarespace – hochwertige Templates ohne eigenen Aufwand
  • Webflow – pixelgenaue Designfreiheit für Agenturen und Designer
  • Wix – günstiges Komplettpaket für kleine Shops mit wenigen Produkten

Deutscher Markt und Rechtssicherheit

  • Shopware – deutsche Plattform mit starken B2B-Features
  • IONOS Shop – günstiger Einstieg mit deutschem Support
  • WooCommerce – volle Datenhoheit dank eigenem Hosting

Maximale Flexibilität und Kostenkontrolle

  • WooCommerce – Open Source ohne monatliche Plattform-Gebühr
  • Base44 – individuelle Shop-Lösungen per KI-gestütztem Coding
  • Shopware – Community Edition für technisch versierte Teams

Einsteiger mit kleinem Budget

  • IONOS Shop – ab rund 15 Euro pro Monat für kleine Shops
  • systeme.io – kostenloser Tarif reicht oftmals dauerhaft
  • Wix – intuitive Bedienung und faire Einstiegspreise

Am Ende gilt: Die beste Shopify-Alternative ist die, die zu deinem Geschäftsmodell passt. Prüfe deine konkreten Anforderungen an Produkttyp, Skalierung, Design-Anspruch und Budget, bevor du dich festlegst, und teste ruhig ein paar Shopify-Alternativen aus. Sämtliche genannten Anbieter haben zumindest kostenlose Testphasen.

Bild von Johannes Haupt
Johannes Haupt
Studium der Kommunikationswissenschaft in Köln und Münster. Im Anschluss Volontariat beim heise Zeitschriften Verlag in Hannover und Redaktionsleiter Online beim t3n Magazin. Chefredakteur dieser Seite. Dazu Lehrbeauftragter an Deutschlands größter Fachhochschule TH Köln im Studiengang Online Redaktion. (Dozentenprofil). Johannes Haupt bei LinkedIn.

Wer wir sind und wie wir arbeiten. In unserem Büro im Zentrum von Köln arbeiten gegenwärtig sieben ausgebildete Redakteur/innen an der Ausarbeitung erstklassiger Inhalte, auf die du dich verlassen kannst. Sämtliche Artikel werden nach dem Vier-Augen-Prinzip publiziert: Nach Fertigstellung der Rohfassung werden die Texte von (mindestens) einem/r anderen Redakteur/in auf orthografische und inhaltliche Richtigkeit hin überprüft.

Dies ist ein Angebot der 4pub GmbH mit Sitz in Köln. Wir haben uns auf den Betrieb hochwertiger redaktioneller Online-Portale spezialisiert und berichten stets redaktionell unabhängig.