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ToggleDass WordPress so weit verbreitet ist, hat gute Gründe. Die Software ist kostenlos, extrem flexibel und hat eines der größten Ökosysteme überhaupt.
Mit über 60.000 Plugins und zehntausenden Themes kannst du deine Website nahezu beliebig funktional und optisch anpassen. Dazu kommt eine riesige Community, die bei jedem Problem weiterhilft.
Dabei ist gerade diese Freiheit und Flexibilität auch eine große Schwäche der Plattform. Wenn du WordPress selbst hostest, wirst du praktisch laufend mit IT-Tasks wie Updates, Patches und Backups konfrontiert, die sich nur bis zu einem gewissen Maße automatisieren lassen.
Plugin-Konflikte lähmen die Seite, Themes werden unübersichtlich (oder nicht mehr gepflegt), und bei jedem größeren Update besteht die mehr als latente Gefahr, dass die gesamte Seite scheinbar grundlos auseinander fliegt.
Auf einen Blick: Die besten Alternativen zu WordPress

Wix – beste All-in-One-Alternative. Drag And Drop, fertige Templates, zahlreiche Erweiterungen: Beim weltweit meistgenutzten kommerziellen Homepage-Baukasten (280 Millionen Kunden) musst du dich um nichts kümmern. Wenn du die einfache Zugänglichkeit und Funktionalität von WordPress haben willst, aber keine Lust aufs technische Drumherum hast, ist Wix die beste Wahl.
Squarespace – schickste All-In-One-Alternative. Im Vergleich zum direkten Konkurrenten Wix hast du bei Squarespace etwas weniger Flexibilität. Dafür ist die Gestaltung gradliniger, und dir wird auch als Laie eine wunderschöne Website gelingen.
Base44 – bester KI-Website-Builder. Das Vibe Coding Tool gehört zu Wix und generiert dir aus Prompts komplette Web-Apps. Wenn du etwas wirklich Maßgeschneidertes brauchst, ist Base44 die zeitgemäße Alternative zum Plugin-Dschungel bei WordPress.
Webflow – flexibelste Alternative. Webflow erlaubt dir Design-Kontrolle auf CSS-Ebene, ohne eine Zeile Code zu schreiben. Die beste Option für Designer, Agenturen und Marken, die sich von letztlich doch oft generischen WordPress-Themes absetzen wollen.
Ghost – schlankste Alternative. Die Open-Source-Software fokussiert sich auf Blogs, Newsletter und Paid Memberships. Wenn sich das mit deinen Anforderungen deckt, bietet dir Ghost ein attraktives Gesamtpaket ohne unnötiges Drumherum.
Ionos MyWebsite – beste deutsche All-in-One-Alternative. Der größte deutsche Web-Hoster hat natürlich auch einen integrierten Homepage-Baukasten. Punktet mit voller DSGVO-Konformität, deutschen Rechtstexten und einem herausragenden lokalen Support.
Shopify – beste E-Commerce-Alternative (physisch). Zum Betrieb eines Online-Shops mit WordPress kannst du das WooCommerce-Plugin installieren – und dich damit noch einen Schritt tiefer in die Plugin-Hölle begeben. Oder du greifst zur weltweit meistgenutzten Online-Shop-Plattform und lässt dir diese Arbeit abnehmen.
Systeme.io – beste E-Commerce-Alternative (digital). Systeme.io bündelt einen eher rudimentären Website-Baukasten mit Online-Shop, Sales-Funnels, E-Mail-Marketing und Mitgliederbereich in einer einzigen Plattform. Sehr großzügiger Gratis-Tarif.
Meinen ersten WordPress-Blog habe ich im Jahr 2005 ins Netz gestellt. Auf heftfilme.de informierte ich damals über die DVD-Beilagen aktueller Zeitschriften. Im Laufe der folgenden zwei Jahrzehnte betrieb ich mit meiner kleinen Medienfirma mehrere Dutzend WordPress-Installationen, von rudimentären Landing Pages bis zu komplexen WooCommerce-Shops.
Anders als früher würde ich heute nicht mehr jedem angehenden Website-Betreiber zu WordPress raten. Dafür sind die Anforderungen einfach zu spezifisch und die Schattenseiten, die ich auch hier mit Selbständig im Netz immer wieder am eigenen Leib erlebe – Sicherheitsprobleme, Performanceprobleme, Wartungsprobleme -, einfach zu groß.
Wir greifen bei neuen Projekten inzwischen nicht mehr „blind“ zu WordPress, sondern machen die Wahl abhängig von den konkreten Anforderungen. Meine Empfehlungen:
- Wix (leicht zugänglich, gut erweiterbar), Squarespace (sehr schick) für typische Online-Projekte, wenn du Technik und Gestaltung als Mittel zum Zweck siehst. Alternativ Webflow, wenn dir CSS nicht komplett fremd ist.
- IONOS, wenn deutscher Support und maximaler Datenschutz eine Priorität für dich ist.
- Base44, wenn dir eine komplexe Web-App vorschwebt
- E-Commerce: Shopify (physische Produkte), Systeme.io (digitale Produkte), Ghost (Memberships)
Was gegen WordPress spricht
WordPress verlangt dir auch heute noch einiges technisches Grundverständnis und Zeit ab, sowohl beim Setup als auch bei der laufenden Pflege. Ein Aufwand, der in vielen Anwendungsszenarien in keinem sinnvollen Verhältnis zum Nutzen steht. Woran WordPress krankt.
Hoher Wartungsaufwand
Core-Updates, Plugin-Updates, Theme-Updates, PHP-Upgrades, Datenbank-Backups – das summiert sich. Wer die Wartung schleifen lässt, riskiert Sicherheitsprobleme und kaputte Funktionen. Gerade für Einzelpersonen und kleine Teams ffrisst das wertvolle Zeit, die anderswo besser investiert wäre.
Sicherheitsrisiko durch Plugins
Die meisten WordPress-Hacks gehen nicht auf das CMS selbst zurück, sondern auf veraltete oder schlecht programmierte Plugins. Je mehr Erweiterungen du installiert hast, desto größer die Angriffsfläche.
Ein professionelles Sicherheitssetup mit Backup, Firewall und Monitoring (etwa Cloudflare + Wordfence) kostet dich schnell 30-50 Euro pro Monat on top. Zuzüglich zu den laufenden Ausgaben von Web-Hosting und Domain.
Performance-Probleme
Selbst eine frisch installierte WordPress-Seite gewinnt keine Geschwindigkeitsrekorde. Für gute Ladezeiten brauchst du Caching-Plugins, ein CDN, optimierte Bilder und einen performanten Hoster.
Und sammeln sich die Plugins an – Installationen mit weniger als 20 Erweiterungen sind die absolute Ausnahme -, gehen die Probleme mit der Ladezeit erst richtig los. Stress und Optimierungsarbeit, die dir bei Baukästen erspart wird.
Plugin-Kompatibilität und Konflikte
Wenn du 30 Plugins installiert hast und eines davon nach einem Update (Core oder Plugin) nicht mehr funktioniert, bricht oftmals die ganze Seite zusammen. Die Fehlersuche ist dann frustrierend, zeitaufwändig – und kostet bei Nicht-Erreichbarkeit auch schnell bares Geld.
Einstiegshürde für Laien
Webhosting einrichten, Domain verbinden, WordPress installieren, Theme auswählen, Plugins finden, Datenschutz umsetzen: Bis die erste Seite steht, vergehen bei Neulingen oftmals mehrere Tage. Ein Baukasten wie Wix hat dich in zwei Stunden online, mit deutlich besserem Ergebnis.
Die besten Alternativen
Die folgenden Salesforce Alternativen decken ein breites Spektrum ab, vom Generalisten bis zum Spezial-Anbieter. Welche davon passt, hängt davon ab, was konkret du bauen willst – und in was für eine Richtung du Prioritäten setzt.
Wix – beste All-in-One-Alternative
DNA: Marktführender Website-Baukasten mit Drag-and-drop-Editor und über 900 Templates.
Besondere Merkmale: Eigener App-Markt für Zusatzfunktionen, integriertes Hosting und SSL, integrierte Marketing-Tools, KI-Assistent für automatische Website-Erstellung, umfangreiche Blog-, Shop- und Buchungsfunktionen.
Preis: Kostenloser Tarif mit Wix-Werbung und Wix-Subdomain, Premium-Pläne ab 13 Euro pro Monat, E-Commerce ab 30 Euro pro Monat.
Vorteile
- Extrem einfacher Einstieg ohne technisches Vorwissen
- Über 900 hochwertige Templates, thematisch sortiert nach Branche
- Großer App-Markt mit Hunderten Zusatzfunktionen
- Hosting, SSL und Wartung komplett inklusive
- Integrierte KI-Tools für Text, Bild und Website-Struktur
- Template-Wechsel nach dem Launch ist nicht möglich
- Deutlich weniger flexibel bei Struktur und SEO als WordPress
Wix ist der weltweit meistgenutzte Homepage-Baukästen und an der Spitze der technischen Innovation. Besonders die KI-Funktionen haben die Plattform zuletzt deutlich verändert und Zugänglichkeit und Bedienkomfort noch einmal erhöht.
Wofür du bei WordPress Plugins und Workaround brauchst, bekommst du bei Wix mit wenigen Klicks „out of the box“. Zumindest in 90% der Anwendungsfälle, denn bei Flexibilität und Erweiterbarkeit kommt Wix naturgemäß nicht an WordPress heran.
Hast du keine sehr speziellen Anforderungen und willst vor allem eine schicke Web-Präsenz, die einfach funktioniert und sich leicht bearbeiten lässt, ist Wix die beste Wahl.
Squarespace – schickste All-In-One-Alternative
DNA: Designorientierter Website-Baukasten mit ausgezeichneten Templates.
Besondere Merkmale: Hochwertige Design-Vorlagen, Blog-Modul, Mitgliederbereiche, Terminbuchungen, eigene E-Mail-Kampagnen, Squarespace AI für Text- und Bildgenerierung.
Preis: 14 Tage Testphase, danach ab 12 Euro pro Monat.
Vorteile
- Schöne und cleane Websites mit wenigen Klicks
- Integrierte Tools für Shop, Terminbuchung und Mitgliedschaften
- Sehr guter mobiler Editor
- Weniger Templates und weniger Gestaltungsfreiheit als WordPress oder Wix
- Deutsche Lokalisierung und Support ausbaufähig
- Relativ kleines App-Ökosystem
Schon seit 2003 auf dem Markt und ursprünglich auf die Erstellung von Blogs spezialisiert, kannst du mit dem US-Anbieter Squarespace inzwischen jede Art von Website erstellen. Mit KI-Unterstützung und mit einem großen Fokus auf die Optik.
Auch als Laie wirst du mit Squarespace ausgesprochen ansprechende Websites kreieren. Als Basis dienen mehr als 160 Templates, die ihrerseits teilweise mit Design-Preisen ausgezeichnet wurden.
Squarespace ist der perfekte Anbieter für dich, wenn du schnell zu einer professionell aussehenden Website kommen willst und keine weitgehenden Ansprüche an Funktionen oder Individualisierungen hast. Bei der Erweiterbarkeit hat der direkte Rivale Wix die Nase vorn.
Base44 – bester KI-Website-Builder
DNA: KI-gestützte Vibe-Coding-Plattform, mit der du aus Prompts komplette Web-Apps generierst.
Besondere Merkmale: Komplette Web-App-Generierung per natürlicher Sprache, eigene Datenbank, Nutzerverwaltung, Authentifizierung und Hosting inklusive, Deployment per Klick..
Preis: Begrenzter Gratistarif mit 25 Credits monatlich, kostenpflichtige Pläne starten bei 18 Euro pro Monat.
Vorteile
- Keine Template-Einschränkungen – du baust optisch genau das, was du brauchst
- Tools, Rechner & interne Dashboards genau nach deiner Vorstellung
- Hosting, Datenbank und Auth aus einer Hand
- Keine Plugin-Abhängigkeiten wie im WordPress-Kosmos
- Keine Programmierkenntnisse nötig
- Extrem schnelles Proto-Typing
- Interessant für Tools, Rechner, interne Dashboards – alles, was WordPress schlecht kann
- Custom Domains und GitHub-Sync ab 40 US-Dollar pro Monat
- Für einfache Content-Websites und Blogs eher überdimensioniert
- Erfordert Grundverständnis für App-Logik und Prompt Engineering – plus viel Neugierde
- Community und Ressourcen im Vergleich zu WordPress winzig
Base44 gehört zur neusten Generation der Vibe-Coding-Tools, mit denen du ohne Programmierkenntnisse komplette Web-Apps baust. Du beschreibst einfach in natürlicher Sprache, was du willst – einen Buchungskalender, ein Budget-Tool, ein internes Kunden-Dashboard. Die KI liefert dir dann eine funktionierende Web-App inklusive Datenbank, Login und Frontend.
Der Fokus liegt klar auf komplexen Web-Apps und interaktiven Tools, weniger auf klassischen Blogs und Content-Websites. Die kannst du mit Base44 zwar natürlich auch bauen, hier stehen aber Aufwand und Nutzen in keinem sinnvollen Verhältnis.
Base44 ist für dich vor allem dann interessant, wenn du mit WordPress oder einer direkten Alternative etwas bauen willst, wofür es eigentlich nicht gedacht ist. Schwebt dir etwa ein komplexes Verzeichnis, ein Kunden-Portal oder eine SaaS-Plattform vor, kannst du es mit Base44 passgenau selbst bauen, anstatt etwas mit Dutzenden Plugins zusammen frickeln zu müssen.
Webflow – flexibelste Alternative
DNA: Visueller Website-Baukasten mit dem Funktionsumfang eines professionellen CMS.
Besondere Merkmale: Pixelgenaue Design-Kontrolle wie in einem Grafikprogramm, saubere CSS-Ausgabe, integriertes CMS für strukturierten Content, Webflow Ecommerce, umfangreiche Interaktionen und Animationen ohne Code.
Preis: Gratis-Tarif (maximal zwei Unterseiten), Premium-Pläne ab 13 Euro pro Monat.
Vorteile
- Kompromisslose Designfreiheit ohne Template-Einschränkungen
- Sauberer semantischer HTML- und CSS-Code
- Professionelle Integrationen und Animationen ohne JavaScript-Kenntnisse
- Integriertes Hosting mit exzellenter Performance
- Steile Lernkurve – du solltest HTML- und CSS-Grundlagen verstehen
- teuer bei bei mehreren / komplexen Websites
- Kaum deutschsprachige Ressourcen und Community
Webflow war in den letzten Jahren der Überflieger unter den Homepage-Baukästen. Auf der Plattform baust du visuell professionelle Websites, ohne Kompromisse beim Design einzugehen. Und bekommst dabei sauberen Code, der auch von Entwicklern ernst genommen wird.
Für Agenturen und Kreativ-Freelancer ist Webflow darum längst mehr als eine Alternative von vielen. Webflow ist zu einem ernsthaften Konkurrenten für das klassische WordPress-Theme-Geschäft geworden. Kehrseite: Der Einstieg ist wesentlich komplexer als etwa bei Wix oder Squarespace, und mit Erweiterungen und extra Plänen für zusätzliche Seiten wird Webflow schnell ein vergleichsweise kostspieliges Vergnügen.
Ghost – schlankste Alternative
DNA: Open-Source-Publishing-Plattform mit integriertem Newsletter- und Mitgliedschaftssystem.
Besondere Merkmale: Moderne Node.js-Basis, eingebaute Membership- und Paid-Subscription-Funktionen via Stripe, nativer Newsletter-Versand ohne Extra-Tool, ablenkungsfreier Editor, extrem schnelle Ladezeiten. 0 Prozent Transaktionsgebühren auf Mitgliedschaftseinnahmen.
Preis: Bei eigenem Hosting kostenlos (Open Source). Betrieb auf der Ghost-Plattform ab 13 Euro pro Monat.
Vorteile
- Publishing, Newsletter und Paid Memberships in einem Tool
- Deutlich schneller und aufgeräumter Editor als WordPress
- Exzellente Performance ohne Caching-Gefrickel
- Keine Transaktionsgebühren auf Subscription-Einnahmen
- Vollständig Open Source – Self-Hosting jederzeit möglich
- Wenig Funktionalität und Erweiterbarkeit außerhalb von (Paid) Content
- Eigenes Hosting erfordert Linux- und Node.js Kenntnisse
- Deutschsprachige Community deutlich kleiner als bei WordPress
Ghost ist 2013 als Kickstarter-Projekt gestartet und wird von einer gemeinnützigen Stiftung in Singapur betrieben. Die Software ist bewusst schlank gehalten und konzentriert sich auf das, was Publisher wirklich brauchen: Schreiben, veröffentlichen, Leser binden, Geld verdienen.
Unter der Haube steckt Node.js statt PHP, das Ergebnis ist ein spürbar flotteres System. Der Editor ist eines der besten Schreib-Interfaces am Markt: klar, fokussiert, ohne Block-Overkill. Newsletter-Versand und Membership-Funktionen sind direkt integriert.
Für alle, die WordPress eigentlich nur zum Bloggen oder für eine Paid-Newsletter-Strategie nutzen, ist Ghost eine naheliegende Wahl. Du befändest dich in guter Gesellschaft: Große Namen wie OpenAI, Duolingo und Sky News setzen ebenfalls auf Ghost.
IONOS MyWebsite – beste deutsche All-in-One-Alternative
DNA: Günstiger deutscher Website- und Shop-Baukasten mit Hosting, Domain und Support aus einer Hand..
Besondere Merkmale: Server-Standort Deutschland, DSGVO-konforme Datenverarbeitung, deutschsprachiger Telefon-Support, integrierte Domain, SSL-Zertifikat, E-Mail-Postfächer, optionale KI-Funktionen für automatische Website-Erstellung.
Preis: Nach gratis Testphase Premium-Pläne ab 12 Euro pro Monat.
Vorteile
- Deutscher Unternehmenssitz, Server-Standort, Telefon-Support
- günstig, vor allem im ersten Jahr
- Einfacher Einstieg ohne technische Vorkenntnisse
- Design-Qualität der Templates ausbaufähig
- Funktionalität & Erweiterbarkeit deutlich schwächer als bei WordPress, aber auch Wix
- Datenexport aus dem Baukasten kaum möglich, starker Vendor-Lock-in
Der Vorteil gegenüber US-Baukästen wie Wix oder Squarespace liegt weniger im Produkt selbst als im drumherum. Die Server stehen in Deutschland, Auftragsverarbeitungsvertrag und deutsche Rechnungen mit Mehrwertsteuerausweis sind selbstverständlich, es gibt einen qualifizierten telefonischen Support zu deutschen Geschäftszeiten.
Für Handwerker, Ärzte, Steuerberater oder lokale Dienstleister, die vor allem eine funktionierende Online-Visitenkarte brauchen, ist das in aller Regel wichtiger als ein Design-Award. Bei besonderen funktionalen Anforderungen wirst du mit IONOS allerdings vermutlich nicht langfristig glücklich.
Shopify – beste E-Commerce-Alternative (physisch)
DNA: Weltweit meistgenutzten Online-Shop-Plattform, genutzt vom lokalen Second-Hand-Laden bis zum Weltkonzern.
Besondere Merkmale: Hunderte professionelle Shop-Templates, integrierte Zahlungsabwicklung, Warenwirtschaft und Bestandsverwaltung, Multichannel-Verkauf über Amazon, Instagram, TikTok und Co. riesiger App-Marktplatz.
Preis: Nach gratis Testphase ab 25 Euro pro Monat.
Vorteile
- beispiellose Skalierbarkeit – von Null bis Milliardenkonzern mit einem Anbieter
- einfache Einrichtung auch für Laien
- riesiges Ökosystem an Apps, Themes, Agenturen, Community-Hilfe
- faire Preisgestaltung für den Einstieg
- ungeeignet für alles außer Online-Shops
- Funktionsumfang der Basis-Version eher gering
- zusätzliche Apps & Themes treiben Kosten in die Höhe
In den letzten Jahren hat sich Shopify zur unangefochtenen Nummer 1 für die Realisierung von Online-Shops jeder Größe und Ausrichtung entwickelt. Vom Verkauf selbstgemachter Produkte im Nebenerwerb bis zu internationalen Milliarden-Konzernen: Heute gibt es weltweit mehr als 5 Millionen E-Commerce-Plattformen auf Shopify-Basis.
Wesentliche Bausteine zum kometenhaften Aufstieg vor allem in der Corona-Zeit waren die sehr gute Zugänglichkeit und ein Rundum-Sorglos-Angebot bei Optik, Sortiment und Zahlungsabwicklung. Und während WordPress mit WooCommerce zwar günstig, aber bastelintensiv ist, liefert Shopify einen fertigen Shop ohne Plugin-Dschungel.
Du entscheidest dich für ein Theme, lädst Produkte hoch und verkaufst. Die Time-to-market ist deutlich kürzer als bei einem WooCommerce-Setup. Dafür bist du stärker an das Ökosystem gebunden, und viele Feinheiten erfordern kostenpflichtige Erweiterungen.
Systeme.io – beste E-Commerce-Alternative (digital)
DNA: All-in-One-Plattform für digitale Produkte und Coaches, die Shop, Funnels, E-Mail-Marketing und Mitgliederbereiche unter einem Dach bündelt.
Besondere Merkmale: Sales-Funnel-Builder, E-Mail-Automation, Mitgliederbereiche, Affiliate-Programm-Management, Blog-Funktion und Zahlungsabwicklung über Stripe und PayPal.
Preis: Dauerhaft kostenloser Tarif mit bis zu 2.000 Kontakten und unbegrenzten E-Mails. Premium-Tarife ab 15 Euro/Monat.
Vorteile
- Extrem großzügiger Gratistarif, der für kleine Projekte dauerhaft ausreicht
- Alles in einem Tool – ersetzt rudimentäres WordPress-Setup plus E-Mail-Tool plus Funnel-Builder
- Speziell für digitale Produkte und Online-Kurse optimiert
- Niedrige Einstiegshürde auch ohne technisches Know-how
- volle DSGVO-Konformität durch Firmensitz & Server in EU (Frankreich)
- Optische Gestaltungsmöglichkeiten eher gering
- Homepage-Baukasten funktional sehr limitiert – für komplexe Content-Projekte nicht geeignet
- Wenig Integrationen & Erweiterungen
systeme.io ist eine französische All-in-One-Plattform, die sich primär an Coaches, Kursanbieter und Verkäufer digitaler Produkte richtet. Das Tool positioniert sich bewusst als günstige Alternative zu teuren Stacks aus ClickFunnels, Mailchimp und Shopify.
Für WordPress-Nutzer, die ihre Seite bisher mit Elementor, Thrive, ActiveCampaign, MemberPress und einem Affiliate-Plugin zum Marketing-Hub aufgerüstet haben, ist die systeme.io eine aufgeräumte Alternative. Statt fünf Tools mit fünf Abos, fünf Lernkurven und fünf Support-Kanälen hast du alles an einem Ort.
Der Trade-off liegt in der Tiefe. Kein Einzelbaustein ist Best-in-Class, aber das Gesamtpaket funktioniert erstaunlich gut. Und der Gratis-Tarif ist so umfangreich, dass du möglicherweise langfristig darin verweilen kannst.
Welche WordPress-Alternative zu dir passt
Die richtige WordPress-Alternative hängt stark davon ab, wofür du die Plattform bisher genutzt hast (oder zu nutzen gedachtest) und was dir an der WordPress-Welt auf die Nerven geht. Die folgende Übersicht hilft dir bei der Orientierung nach Anwendungsfall.
Fokus auf einfache Bedienung und schnelles Launch
- Wix – einfacher Einstieg mit wenigen Klicks, funktional schnell erweitert über Apps
- IONOS MyWebsite – deutschsprachiger Support und DSGVO-Konformität out of the box
Design und visuelle Qualität im Vordergrund
- Squarespace – die schönsten Templates alles Baukästen
- Webflow – maximale Design-Freiheit ohne Plugin-Zoo
Publishing, Newsletter, Kurse Paid Memberships
- Systeme.io – Kompromissloser Fokus auf Funnels und digitale Produkte
- Ghost – Voller Fokus auf Content Creators mit integrierter Monetarisierung
E-Commerce und Online-Shops
- Shopify – Marktstandard für ambitionierte Händler
- Wix – solide Alternative für kleinere Shops mit wenig Technik-Affinität
Interaktive Tools, Apps und Prototypen
- Base44 – Vibe-Coding für MVPs und interne Tools
- Webflow – für komplexe Content-Projekte mit eigener Logik
DSGVO-Sicherheit, Datenschutz, lokaler Support
- IONOS MyWebsite – Deutscher Unternehmenssitz, Server-Standort, Telefon-Support
- Systeme.io – 100% DSGVO-Konformität (Frankreich)
Am Ende gilt: Die besten WordPress-Alternative ist die, die zu deinen Online-Publishing-Plänen passt. Prüfe deine konkreten Anforderungen an Produkttyp, Skalierung, Design-Anspruch und Budget, bevor du dich festlegst, und teste ruhig ein paar WordPress-Alternativen aus. Sämtliche genannten Anbieter haben zumindest kostenlose Testphasen.






