Auch wenn immer wieder verkündet wird, dass Print-Produkte aussterben, so gibt es doch noch ein Menge Menschen, die gern was gedrucktes in der Hand halten. Und das sind nicht nur ältere Leute.
Was lohnt sich aber zu lesen? Vielleicht die eigene Zeitschrift?
Es gibt immer wieder Versuche, das Drucken einer eigenen Zeitschrift zu ermöglichen. Das Web macht es möglich.
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ToggleDie eigene Zeitschrift
In letzter Zeit sind ein paar Startups entstanden, die das Drucken einer eigenen Zeitschrift oder Zeitung anbieten.
Natürlich werden sich einige fragen, warum solche Services in einer Zeit entstehen, in der allgemein über den Untergang der klassischen Print-Medien. im Besonderen der Tageszeitungen, diskutiert wird. Und natürlich kann man auch angesichts des iPads und dem damit wohl einhergehenden Durchbruch bei den eBook-Readern, spekulieren, ob dies so eine gute Geschäftsideen ist.
Fest steht, dass es auch in Zukunft viele Leute geben wird, die Papier-Infos lesen und diese Services zielen ja nicht auf den Massenmarkt mit 6 oder 7 stelligen Auflagen. Stattdessen geht es um kleine Projekte, für die der Markt sicher auch in Zukunft da ist.
Und solche Anbieter sind eigentlich auch die konsequente Fortsetzung der Informations-Demokratisierung im Web. Denn im Internet kann jeder seine Infos veröffentlichen. Bisher war dies Offline allerdings aus Kostengründen kaum professionell möglich.
Die folgenden 2 Beispiele zeigen aber, dass nun auch Offline das Monopol des Verlage gebrochen werden kann, ohne dass ich aber nun glaube, dass ein neues Zeitungsimperium so entstehen wird.
Aber in Nischen kann das sehr gut funktionieren.
MagCloud
Auf magcloud.com kann man nicht nur Print-Magazine kaufen, man kann auch selbst zum Publisher werden.
Dieser englischsprachige Service erstellt zwar nicht das Layout, übernimmt danach aber den Druck des eigenen Magazins.
Hier wird nach dem Prinzip „Print on Demand“ gedruckt. Es wird also wirklich nur dann etwas gedruckt, wenn auch Bestellungen vorliegen. Das bedeutet, dass man keine größeren Kosten im Voraus hat.
Pro Seite kostet das 20 US-Cent. Den Preis für das Magazin legt natürlich der Publisher selber fest.
Hinter MagClound steht übrigens Hewlett Packard. Es ist also schon eine größere Sache.
Newspaper Club
Der Newspaper Club ist ein englisches Startup, welches ebenfalls die Möglichkeit anbieten, selber etwas zu veröffentlichen. Dabei wird hier aber eine Zeitung gedruckt.
Die Standard-Zeitung ist 12 Seiten „dick“ und man kann entweder ein Online-Tool verwenden oder die eigene Zeitung als PDF hochladen.
Die Preise sind gestaffelt je nach Farbe und Auflage. So kosten z.B. 50 Exemplare einer schwarz-weiß Zeitung 90 Pfund. Je höher die Auflage, um so günstiger wird es dann natürlich.
Der Service wurde auch schon von bekannteren Firmen genutzt. So hat z.B. BBC, Wired UK und Last.fm den Service verwendet, um einzelne Zeitungsausgaben zu produzieren.
Auch der Newspaper Club eignet sich für Nischenprodukte recht gut, die auf dem klassischen Druckwege wahrscheinlich deutlich teuer kommen.
Zum Video.
Deutschland
Leider habe ich in Deutschland keinen Service gefunden, der Zeitungen bzw. Zeitschriften druckt.
Bod.de und Co. bieten den Druck von Büchern an, aber keine Magazine oder ähnliches.
Spannend finde ich es aber allemal. Und für einzelne Aktionen oder zu bestimmten Anlässen würde ich auch ein paar Euro mehr für einen ausländischen Anbieter zahlen.
So könnte man zum Firmenjubiläum eine Extra-Ausgabe erstellen.
Oder wie wäre es z.B. mit einer Jubiläums-Ausgabe von Selbständig im Netz. Zum 1.500 Artikel eine gedruckte Ausgabe in limitierter Auflage mit den besten Artikeln und natürlich auch ein paar exklusiven Inhalten.
Das wäre zumindest was zum sammeln. ;-)
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