Facebook-Seite erstellen und mit Blog verbinden – Social Media Einstieg Teil 1

Social Media: Einstieg in die eigene Facebook-SeiteIm heutigen Gastartikel von Torben Leuschner geht es um die ersten Schritte zur Erstellung der eigenen Facebook-Fanseite. Schritt für Schritt wird erklärt, wie man eine Fanseite anlegt und wie man RSS-Feeds einbindet und so den eigenen Blog mit der Facebook-Seite verknüpfen.

Der Artikel ist als Einstieg gedacht und stellt den Auftakt für weitere Facebook-Artikel dar.

Betreiber von Blogs stecken oft viel Arbeit in ihre Webseite. Es gilt, ständig neuen Content zu produzieren, denn Blogs sind schließlich chronologisch organisiert und die Stammleser wollen gehalten werden. Aber auch die Technik muss gepflegt und auf dem neusten Stand gebracht werden. So kommt es nicht selten vor, dass ein aktiver Blog dem Betreiber mehrere Stunden Arbeit am Tag kostet.

Diese Arbeit machen Blogbetreiber grundsätzlich kostenlos. Natürlich versucht man deshalb, irgendeinen Profit aus dem eigenen Blog zu ziehen. Für die einen sind das Werbeeinnahmen, welche man durch Affiliate-Marketing oder Banner-Vermarktung erzielen kann. Die anderen sind genügsamer und freuen sich über eine starke Leserschaft & Fangemeinde.

Egal ob man mit seinem Blog nun das eine oder andere anstrebt, es läuft beides auf dieselbe Anforderung hinaus: Mein Blog braucht mehr Besucher!

(weitere Artikel über Facebook)

Social Media: Eine ewige Geschichte?

Es ist auch unter Bloggern schon lange kein Geheimnis mehr, dass richtig angewandte Social Media-Aktivitäten den eigenen Blog ungemein stärken.

Angefangen hat alles um die Jahrtausendwende, als das RSS-Format erfunden wurde. Mit der Möglichkeit, Inhalte im Web zu abonnieren, war eine erste Kommunikationsschnittstelle entstanden. Auch heute – nach über 10 Jahren – findet man auf den allermeisten Blogs weiterhin einen RSS-Feed und viele Betreiber verkünden stolz ihre Feed-Stammleser-Anzahl.

Weiter ging es mit den Social Bookmarking-Portalen, auf denen die Benutzer ihre Lesezeichen gemeinschaftlich teilen konnten. Die bekanntesten Anbieter sind Delicious, Digg oder StumbleUpon. Ich muss ehrlich zugeben, dass dieser Trend an mir vorbeigegangen ist und auch in der Zukunft sehe ich die Social Bookmarks eher auf einem absteigenden Ast. Der Niedergang von Delicious im Dezember letzten Jahres gibt mir hier meiner Meinung nach Recht.

Facebook und Twitter, zwei Portale, die in 2010 einen rekordverdächtigen Aufschwung erlebten und wohl auch in 2011 ihren Erfolgskurs fortsetzen werden. Auf etlichen Blogs und Webseiten finden sich mittlerweile Twitter- und Facebook-Buttons, um Webinhalte an Freunde, Fans und Followers zu übermitteln.

Neben dem Like-Button, gibt es für Blog-Betreiber aber noch eine andere Möglichkeit, Besucher per Facebook an die eigenen Webinhalte zu bringen und sie damit zu Stammlesern zu machen.

Die eigene Facebook-Seite

Ich unterstelle den meisten Lesern von selbstaendig-im-netz.de, dass sie über ein eigenes Facebook-Profil verfügen. Was man dort machen kann, dürfte ebenfalls allen bekannt sein. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel, berühmte Schauspieler, Politiker oder Marken zu „mögen“. In der Facebook-Sprache bedeutet dies „Gefällt mir“ oder „like“.

Nun ist es aber so, dass dieser Vorgang nicht nur euch gefällt, sondern auch den Besitzern der jeweiligen Facebook-Seite. Denn je mehr Fans (= Benutzer die eine Seite mögen) man hat, umso mehr Personen kann man nachhaltig an die Marke binden.

Einige Unternehmen machen mittlerweile gewaltige Umsätze durch Facebook, in dem Sie ihre Fan-Gemeinde geschickt monetarisieren.

Andere hingegen melden ihre Seite an, reagieren dann jedoch nicht auf Kunden-Feedback; logisch dass das Firmen-Image darunter leiden kann.

Was viele nicht wissen: Man braucht kein Weltunternehmen und auch keine Berühmtheit sein, um sich bei Facebook seine eigene Fangpage anzulegen. Diese Option steht jedem offen – also auch dem Betreiber eines Blogs.

Facebook-Seite anmelden

Hier gelangt ihr zur entsprechenden Anmeldeseite auf Facebook.

Nun ist es wichtig, dass ihr euch nicht für „Gemeinschaftsseite“ sondern für „Offizielle Seite“ entscheidet. Im Falle eines Blogs wählt ihr als erstes die Checkbox „Marke oder Produkt“ und anschließend im Auswahlfeld „Webseite“ aus.

Beim Namen der Webseite würde ich im Falle eines Blogs die Domain samt Endung verwenden. So geht ihr auf Nummer sicher, dass euer gewählter Name keine Rechte Dritter verletzt. Euch droht zwar keine Klage, aber im schlimmsten Fall wird eure Fanpage gelöscht und die Arbeit war umsonst. Eine Facebook-Seite mit dem Titel „deinblog.de“ könnte der Leser außerdem sofort zuordnen und eure Marke (ja, euer Blog ist auch eine „Marke“) gewinnt an Stärke.

Social Media: Einstieg in die eigene Facebook-Seite

Nach einer Bestätigung, dass ihr wirklich der „offizielle Vertreter“ dieser Webseite seid, könnt ihr die Seite erstellen.

Die Einrichtung eurer Facebook-Seite ist recht simpel. Facebook führt euch sehr gelungen durch die einzelnen Schritte, so dass eine Erklärung an dieser Stelle überflüssig sein dürfte.

Ein Tipp vielleicht noch: Wie so oft im Online-Marketing gilt auch hier die Divise: Testen, testen, testen.

Euren Blog mit der Facebook-Seite verknüpfen

Jetzt fängt es an spannend zu werden – mit der folgenden Methode müsst ihr nämlich recht wenig Aufwand in eure Facebook-Seite investieren, denn eure Blog-Beiträge werden automatisch auf Facebook veröffentlicht.

Vorweg ein Zahlenbeispiel: Auf einem meiner Blogs (er ist mittlerweile verkauft) hatte ich am Tag ca. 2500 Besucher und insgesamt über 500 aktive Facebook-Fans. Mehr als 200 der täglichen Besucher kamen über Facebook, was einem Prozentsatz von immerhin 8% entspricht. Ihr seht also, dass es Sinn macht Blog-Besucher nachhaltig über Facebook zu binden, um sie jederzeit wieder durch neue Artikel reaktivieren zu können.

Zurück zum Thema: Blogbeiträge automatisch auf die Facebook-Pinnwand posten. Als erstes rufen wir die Facebook-Anwendung RSS Graffiti auf und klicken unter dem Logo auf „Zur Anwendung“.

Social Media: Einstieg in die eigene Facebook-Seite

Nun wählt ihr im linken Menü die passende Fanpage aus. Würdet ihr hier nichts umstellen, landen die Einträge in eurem privaten Facebook-Profil. Ein weiterer Klick auf „Add a new feed“ bringt uns weiter. Nun kommt der oben bereits erwähnte RSS-Feed zum Einsatz. Die Flexibilität der XML-Struktur ist zum Beispiel ein Grund, warum RSS-Feeds bis heute Bestand haben.

Im Feld „Feed URL“ können wir die Feed-URL eintragen. Viele Blog-Besitzer werden mit Googles FeedBurner arbeiten; dies stellt jedoch kein Problem dar, Feedburner lässt sich problemlos einsetzen. Ob die angegebene URL in Ordnung ist, verrät uns ein Klick auf „click here to fetch and preview it“.

RSS Graffiti bietet viele tolle Einstellmöglichkeiten. Jedoch würde ich für den Anfangs nichts Weiteres umstellen, da die Standard-Optionen meiner Meinung nach ideal gewählt sind. Außerdem hat man im Nachhinein jederzeit die Möglichkeit, Änderungen vorzunehmen. Ein letzter Klick auf den „Save“-Button und der Feed ist eingerichtet.

Die Facebook-Anwendung prüft euren RSS-Feed nun in gewissen Zeitabständen auf neue Blog-Artikel. Falls ein Beitrag dabei ist, wird dieser automatisch auf eurer Facebook-Fanpage-Pinnwand landen; verlinkt zum Artikel, mit Bild und kurzer Beschreibung. Positiver Nebeneffekt: Eure Fans erhalten auf ihrer Facebook-Pinnwand einen entsprechenden Eintrag, sie müssen also nicht extra eure Facebook-Seite besuchen.

Natürlich ist der Erfolg eurer Facebook-Seite abhängig von der Anzahl eurer Fans. Und effektiv Fans zu sammeln ist eine andere Geschichte. Falls dieser Gastbeitrag bei den Lesern von selbstaendig-im-netz.de gut ankommt, würde ich gerne noch einen Artikel zum Thema „Facebook Marketing“ nachreichen.

Danke für die ersten Einblick in die Erstellung einer Facebook-Seite

Da ist in der jüngsten Vergangenheit ja einiges bei Facebook passiert. Insgesamt ist der Einsteig in dieses Thema leichter geworden und ich werde mich in den kommenden Wochen mit weiteren Artikeln tiefer in die Materie begeben.

Dann werde ich mich endlich mit der SiN-Fanseite beschäftigen. Das hatte ich mir ja schon lange vorgenommen.

Du hast Interesse einen Gastartikel hier auf “Selbständig im Netz” zu veröffentlichen? Dann einfach eine eMail mit kurzer Vorstellung und Artikelideen an [email protected] senden.

Bild von Gastautor/in Torben Leuschner
Gastautor/in Torben Leuschner
Studium der BWL und langjährige Arbeit in einem mittelständischen Unternehmen. Seit 2006 selbständig als Webentwickler und Website-Betreiber, 2007 Gründung von Selbständig im Netz.

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