Wie ich mit Buffer und Zapier meine Social Media Posts automatisiert habe

Bereits letztes Jahr habe ich angefangen ein paar meiner täglichen Aufgaben zu automatisieren.

Das betrifft vor allem Aufgaben, die immer wiederkehrend sind und keine große kreative Leistung erfordern, sondern eigentlich nur Zeit kosten. Eine dieser Aufgaben betrifft Social Media Posts, unter anderem bei neuen Artikeln in meinen Blogs.

Im Folgenden zeige ich, wie ich mit Buffer und Zapier meine Social Media Posts automatisiert habe und täglich Zeit spare.

Update:
Mittlerweile nutze ich nur noch Buffer und lege Social Media Postings manuell an und versende sie damit später.

Warum automatisieren?

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Zuerst stellt sich natürlich die Frage, warum ich überhaupt bestimmte Aufgaben automatisiert habe.

Wer schon etwas länger Selbständig im Netz ist und Websites und/oder Blogs betreut, der weiß, dass es viel mehr zu tun gibt, als nur neue Artikel zu schreiben. Bei mir ist der Anteil der Verwaltungsaufgaben und anderer Maßnahmen in den letzten Jahren immer weiter angestiegen.

Dabei handelt es sich unter anderem um Marketing-Maßnahmen, die man immer dann vornimmt, wenn neue Artikel erschienen sind. Also z.B. neue Status-Einträge auf Facebook und Google+ bzw. einen neuen Tweet auf Twitter.

Das habe ich bisher immer manuell gemacht, aber irgendwann eingesehen, dass das nicht notwendig und auch nicht sinnvoll ist. Zumal es immer viel Zeit kostet, wenn man es für jedes Network separat macht.

Was ist Buffer?

Deshalb habe ich nach einer Möglichkeit gesucht diese Veröffentlichungen zu automatisieren und bin dabei unter anderem auf Buffer.com gestoßen.

Dabei handelt es sich um ein Online-Tool, welches also nicht heruntergeladen wird, sondern man nutzt es im Browser.

Buffer bietet dabei verschiedene Features:

Ein Zugriff für alle Profile
Ein großer Vorteil ist, dass man in einem Schritt in diverse Social Media Profile posten kann. Man kann also aus Buffer heraus sowohl auf ein Facebook Profil, Facebook Seite, Google+ Seite, Twitter, Pinterest* und mehr posten.

Buffer - Ein Zugriff für alle Profile

Die wichtigsten Social Networks werden unterstützt, auch wenn z.B. XING fehlt oder auch Instagram.

Zeitgesteuerte Veröffentlichung
Buffer bietet die Möglichkeit feste Zeiten für die Veröffentlichung (auf Wunsch auch je nach Wochentag) festzulegen.

Zeitgesteuerte Veröffentlichung bei Buffer

Auf diese Weise kann man Social Media Posts vorplanen und dabei ebenfalls auswählen, auf welchen Social Networks diese erscheinen sollen.

Durch die relativ neue Kalender-Übersicht sieht man nicht nur besser, wann was erscheinen wird, sondern man kann die Posts dort auch sehr einfach per Drag and Drop verschieben.

Zeitgesteuerte Veröffentlichung bei Buffer

Sofortige Veröffentlichungen sind aber natürlich auch möglich.

Automatisierte Veröffentlichung
Man kann leider keine RSS-Feeds direkt in Buffer einbinden und auf diese Weise automatisch neue Artikel veröffentlichen. Das ist auf jeden Fall noch ein Nachteil.

RSS-Feeds sind zwar möglich, aber man dann nur manuell Posts daraus zum Zeitplan hinzufügen.

Ich habe daie Automatisierung aber im Zusammenspiel mit dem ebenfalls sehr guten Online-Tool Zapier gelöst, welches eine Schnittstelle zwischen RSS-Feeds und Buffer anbietet. Mehr dazu weiter unten.

Analytics
Buffer bietet zudem eine Statistik für die einzelnen veröffentlichen Artikel an. Da kann man sehen, wie oft ein Artikel angeklickt und geteilt wurde.

Für Unternehmen gibt es in den teuren Tarifen dann noch ausführlichere Auswertungen, die für mich aber nicht so wichtig sind.

App und Browser-Addon
Es gibt zum einen eine App für Android und iOS, mit der man von unterwegs Beiträge teilen oder planen kann.

Zudem gibt es Browser-Addons, die es sehr einfach machen gerade gelesene Artikel zu teilen bzw. zu planen.

Zusatzfeatures
Mit dem Image-Tool “Pablo” kann man schnell und einfach Bilder für die eigenen Social Media Posts erstellen, wenn im Artikel selbst keine vorhanden sind.

Das ganz neue Tool “Respond” ermöglicht direkten Kundenservice aus Buffer heraus.

Fazit zu Buffer
Die Kernfunktionalität von Buffer ist die Verwaltung verschiedener Social Media Profile in einer Hand und die Planung von Veröffentlichungen.

Mit dem kostenlosen Profil kann man bei Buffer ein Social Media Profil pro Plattform anlegen. Also z.B. nur ein Facebook Profil, nur eine Facebook Seite, nur ein Twitter Account etc. Das sollte für viele aber durchaus reichen.

Ich habe den Awesome-Tarif für 10 Dollar im Monat gebucht, welcher diese Beschränkung aufhebt. Das ist vom Preis her auf jeden Fall noch in Orndung.

Für größere Unternehmen gibt es Tarife ab 100 Dollar im Monat, bei denen dann mehrere Personen Zugang haben und mehr Auswertungen zur Verfügung stehen.

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Was ist Zapier?

Als zweiten Baustein für die automatische Veröffentlichung neuer Artikel nutze ich Zapier.com. Dabei handelt es sich ebenfalls um ein Online-Tool, welches Schnittstellen bereitstellt.

Es gibt sehr viele Input- und Output-Schnittstellen. So kann man z.B. einen RSS-Feed einlesen lassen und wenn sich daran was ändert, wird eine gewünschte Aktion ausgelöst.

Mehr als 500 Apps werden von Zapier unterstützt, wie z.B. Google Docs, Trello, Gmail, Evernote, MailChimp, Dropbox und vieles mehr. Meine Nutzung für das Auslesen von RSS-Feeds ist also nur eine von vielen Möglichkeiten.

Mehr als 500 Apps werden von Zapier unterstützt, wie z.B. Google Docs, Trello, Gmail, Evernote, MailChimp, Dropbox und vieles mehr.

Bis zu 5 Zaps kann man mit der kostenlosen Variante erstellen und damit bis zu 100 Aktionen im Monat ausführen.

Ich nutze den Tarif Basic für 20 Dollar im Monat, der bis zu 20 Zaps ermöglicht und bis zu 3.000 Aktionen im Monat. Das ist nicht ganz so günstig, aber insgesamt in Zapier ein sehr gut funktionierendes und zuverlässiges Tool.

Neue Artikel automatisch teilen

Wie teile ich also nun neue Artikel in meinen Blogs automatisch mit Buffer und Zapier?

Das funktioniert recht einfach. Zuerst habe ich natürlich meine Social Media Profile in Buffer angelegt.

In Zapier wählt man dann einen Input und einen Output. Der Input ist in meinem Fall der RSS-Feed einer meiner Blogs, der Output ist die Schnittstelle zu Buffer.

Man gibt den RSS-Feed an, der ausgelesen werden soll und kann dann auswählen, welche Elemente des RSS-Feeds (Headline, URL, Description …) in dem Social Media Post für Buffer einhalten sein sollen und wie der Post aufgebaut ist.

Neue Artikel automatisch teilen mit Zapier und Buffer

Dann wählt man noch das entsprechende Buffer-Profil aus (also Twitter, Facebook Profil etc.) und dann ist man eigentlich auch schon fertig.

Natürlich kann man den neuen “Zap” erstmal testen und wenn man ihn freigeschaltet hat, wird automatisch bei einem neuen Artikel im RSS-Feed ein entsprechend formatierter Social Media Beitrag an Buffer gesendet, welcher von Buffer dann wie gewünscht veröffentlicht wird.

Ich muss bei einem neuen Artikel in einem meiner Blogs also nichts mehr machen.

Fremde Artikel teilen

Buffer hilft aber auch beim Teilen von fremden Artikeln, was auch wichtig ist. Mit Hilfe des Firefox-Plugins kann ich bei interessanten Artikeln einfach auf den Buffer-Button im Browser klicken und dann ganz einfach einen Post zu Buffer hinzufügen, für alle Networks, auf die ich diesen Post teilen möchte.

Dann kann ich noch auswählen, ob ich den Post sofort veröffentlichen möchte oder zeitgesteuert. Damit wird dieser dann zur nächsten vorher festgelegten Zeit veröffentlicht. Auf diese Weise kann ich also in einem Zug gleich mehrere fremde Artikel für das zeitgesteuerte Teilen einplanen.

Vor- und Nachteile

Die Vorteile liegen klar auf der Hand.

Ich muss nicht mehr manuell nach der Veröffentlichung eines neuen Artikels alle meine Social Media Profile abklappern und dort den Artikel teilen. Das passiert automatisch. Das spart mir nicht nur Zeit jeden Tag, sondern vereinfacht auch die Vorgehensweise, wenn ich Artikel vorschreibe und in WordPress eine zeitgesteuerte Veröffentlichung vornehme.

Pro Woche spare ich dadurch sicher 2-3 Stunden ein.

Als Nachteil könnte man sehen, dass ich nicht mehr so oft in meine Social Media Profile schaue, aber das ist so direkt eigentlich gar nicht der Fall. Bei Anfragen auf Facebook und Co. bekomme ich sowieso eine Nachricht und mindestens einmal am Tag schaue ich weiterhin in meine Social Media Profile.

Die Kosten für die beiden Tools können ein Nachteil sein, aber die meisten Blogger und Website-Betreiber kommen mit den kostenlosen Tarifen beider Services völlig hin.

Fazit

Seit ich meine Social Media Posts auf diese Art und Weise automatisiert habe, gibt es weniger Unterbrechungen im Arbeitsalltag und ich kann mich um andere Dinge kümmern.

In Kürze werde ich zudem zeigen, wie ich die Veröffentlichung älterer, aber noch lesenswerter Artikel in meinen Social Network Profilen automatisiert habe.

Habt ihr eure Social Media Veröffentlichungen automatisiert?

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13 Gedanken zu „Wie ich mit Buffer und Zapier meine Social Media Posts automatisiert habe“

  1. Hallo Peer,

    interessante Herangehensweise bzw. Toolkombination. Zapier kannte ich bisher noch nicht.

    Ich benutze für das Social-Media-Management den Online Service Hootsuite. Dort ist eigentlich alles integriert, was du oben als Mangel bei Buffer ansprichst. Du kannst direkt RSS-Feeds einlesen (auch auf einem eigenen Stream) und damit die Veröffentlichung, auch fremder Inhalte, automatisieren.

    Bei der automatisierten Veröffentlichung fremder Beiträge sehe ich aber kritisch, dass das Ganze sehr unpersönlich wirkt und mein persönliches Statement dazu fehlt. Ich gehe deshalb so vor, dass ich zumindest einen kurzen Satz (also meine Einschätzung zum veröffentlichten Inhalt) dazu schreibe. Schließlich sollen die ausgewählten Beiträge ja Mehrwert für meine Leser bringen.

    Für Browser gibt es ebenfalls Erweiterungen, mit denen man direkt teilen kann. Die zeigesteuerte Planung ist auch möglich. Ein nettes Feature ist eine Autoplanung. Diese legt die Uhrzeiten für die Veröffentlichungen selbst fest. Den Algorithmus dahinter habe ich allerdings noch nicht ganz durchdrungen.

    Schön bei Hootsuite ist auch, dass man zahlreiche Apps nachinstallieren kann. So ist z. B. auch eine Integration von XING möglich. Bei XING gehe ich selbst aber lieber händisch vor. Ich habe gemerkt, dass eine Veröffentlichungen in themenbezogenen Gruppen besser konvertiert. Die Automatisierung kann leider nur auf der eigenen Timeline posten.

    Wie viel Prozent deines Traffics kommt den bei dir über die Social Media Kanäle? Bei mir sind es etwas 15%.

    Grüße
    Sven

    Antworten
  2. Tolle Tipps um die Produktivität zu steigern. Neben Zapier bietet sich eventuell auch IFTTT an. Ich weiß wohl, dass IFTTT ebenfalls Buffer unterstützt. Wo nun die Vor- und Nachteile liegen, kann ich nicht sagen…. ;-)

    Antworten
  3. Hey Peer,

    gute Herangehensweise, dass du Dinge automatisierst – aber: man merkt als “Besucher” auf Facebook und Co. extrem, dass du die Dinge dort automatisiert hast. Es kommt nicht echt rüber und schreckt meiner Meinung nach eher ab.

    Viele Grüße
    Alex

    Antworten
    • Hi Alex,
      mich stört es überhaupt nicht, dass bei FB die Posts von Peer automatisiert sind.
      Mich interessieren die Inhalte und nicht, ob jemand das per Hand gepostet hat :-)

      Viele Grüße
      Heike

      Antworten
  4. Mal angenommen ich nutze deine Lösung, liest Zapter den auch automatisch die Schlagworte für Twitter aus und versieht die als Hashtag?

    Ansonsten ist ja das automatisierte Teilen von Inhalten recht trocken bzw. wird nur mäßig wahrgenommen.

    Antworten
      • Ok, danke für die Info. Werde ich mir dann mal anschauen.

        Selbiges hab ich mit IFTTT versucht, leider ist mir das nicht individuell genug.

        Antworten
  5. Ich werde es wohl zukünftig erstmal wieder manuell machen, sofern ich bei den Plattformen Beiträge vorplanen kann.

    Ich habe im letzten Jahr meine Blogbeiträge automatisch auf meiner Facebook-Seite und bei Twitter per Plugin geteilt. Darüber hinaus nutzte ich Hootsuite für das vorplanen von Inhalten.

    Ausprobiert hatte ich auch schon über einen Google Kalender mithilfe von IFTTT mit bestimmten Prefixes Beiträge auf Plattformen zu teilen. Hatte den Charme, dass ich alles in einem Kalender hatte und hin und her schieben konnte.

    Leider haben diese Tools alle ein paar Nachteile. Spezielle plattformspezifische Features sind nicht nutzbar. Die Carousel-Fotoansicht von Facebook zum Beispiel. Wenn ich etwas auf mehreren Plattformen posten will wird es auch schwierig mit den Tags, da ich eventuell unterschiedliche verwenden will oder muss (wenn ich Profile verlinke und diese unterschiedlich auf den Plattformen heißen).

    Deswegen probiere ich gerade aus, ob es mich wirklich so viel Zeit kostet das in den Plattformen selber zu machen. Bei Facebook kann ich die Artikel auf meiner Facebook-Seite vorplanen, bei Twitter nutze ich zur Vorplanung noch Hootsuite oder ein WordPress-Plugin. Für Instagram nutze ich auch Hootsuite, aber da es nicht automatisch posten kann, werde ich das wohl auch einstellen. Erspart mir nicht wirklich Zeit.

    Außerdem schaue ich so oder so täglich auf den Plattformen vorbei um auf Kommentare und Nachrichten zu reagieren. Bisher finde ich die Tools alle nicht perfekt und das werden sie wohl auch nie sein, da das schließlich von den Schnittstellen abhängt.

    Mal schauen, wie ich das zukünftig machen werde. Mein Business ist nicht so groß, dass der Social Media Aufwand riesig ist, daher wird es wohl erstmal wieder manuell sein.

    Antworten
  6. Hallo Peer, danke für den schönen Beitrag.
    Auch ich arbeite gerne mit Social Media Tools, um mir das Social Media Management zu vereinfachen. Dabei habe ich bereits mit Tools wie Buffer oder Hootsuite gearbeitet.
    Aktuell zählt Blog2Social zu meinen Favoriten. Damit kann ich zeitversetzt meine individuell gestalteten Posts auf diversen Social Media veröffentlichen. Großer Vorteil: Xing ist mit dabei.

    Antworten
  7. Buffer & Hootsuite & Co. brauche ich nicht, ich erledige alles einzig mit IFTTT.com. Ich verstehe nicht ganz, wozu du den Umweg über Buffer brauchst, wenn man doch mit den IFTTT-Rezepten das alles auch erledigen kann?

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