Auf Patreon gescheitert – Beispiele und Gründe

Auf Patreon gescheitert?! Beispiele und häufige GründePatreon ist eine interessante Möglichkeit Geld über eine Community einzunehmen und damit unabhängig von Werbung und anderen Einnahmequellen zu sein.

Ich habe hier schon einige Erfolgsbeispiele vorgestellt, aber das ist eben doch nur die halbe Wahrheit. Auf jedes erfolgreiche Patreon-Projekt kommen dutzende, die kaum Geld einnehmen.

Welche Gründe es für das Scheitern auf Patreon gibt und Beispiele für nicht so gut laufende Projekte, zeige ich euch im Folgenden.

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Nicht so erfolgreiche Kampagnen

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Meist hört man nur von den erfolgreichen Patreon-Kampagnen und auch auf Patreon.com werden einem lediglich die Top-Verdiener der einzelnen Kategorien angezeigt.

Doch das täuscht darüber hinweg, dass die Großverdiener nur die Spitze des Eisbergs sind.

Die meisten Patreon-Kampagnen dümpeln mit wenig oder gar keinen Einnahmen vor sich hin. Es ist halt wie überall. Auch Patreon ist kein Selbstläufer.

Ohne den folgenden Projekten zu Nahe treten zu wollen, hier ein paar Beispiele für schlecht laufende Patreon-Kampagnen:

  • PC Games Podcast*
    Die PC Games gehört sicher zu den größten PC-Spielezeitschriften in Deutschland und hat gerade ihre 300. Ausgabe veröffentlicht. Die Print-Branche hat aber schon weitaus bessere Zeiten gesehen und so versucht man auch über andere Wege Geld zu verdienen.

    Der hauseigene Podcast erscheint wöchentlich und hat laut der App “Podcast & Radio Addict” (übrigens meine Lieblings-App, um Podcasts zu hören) rund 17.500 Abonnenten. Das klingt doch nach einer großen Community, durch die sich Patreon lohnt.

    Aber weit gefehlt. Gerade einmal 14 Patreone sorgen aktuell für Einnahmen von 27 Dollar per Podcast. Das sind pro Monat rund 100 Dollar.

  • Spieleleiter Videos
    Seit über 2 Jahren ist der “Spieleleiter” auf YouTube aktiv und veröffentlicht dort Videos über Brettspiele. Immerhin etwas mehr als 800 Abonnenten hat er dort. Ich gehöre dazu, denn ich mag seine Videos.

    Nun versucht er auch über Patreon Geld einzunehmen, ist damit aber bisher nicht sehr erfolgreich. Gerade mal 3 Patreone sorgen für insgesamt 11 Euro pro Monat.

  • Manu Thiele
    Mit über 7.000 Abonnenten läuft der YouTube-Kanal von Manu Thiele nicht schlecht. Über 1 Million Videoaufrufe konnte er dort schon verbuchen.

    Dennoch läuft seine Patreon Kampagne nicht gut. Bisher hat er 1 Patreon, der ihm 9 Dollar pro Monat gibt.

Die Liste ließe sich beliebig fortführen, denn wenn man erstmal durch die Patreon-Kampagnen surft, sieht man fast nur solche Projekte.

Doch woran liegt es, dass diese kaum Geld einnehmen? Was machen sie falsch?

Häufige Gründe für gescheiterte Patreon-Kampagnen

Es gibt sicher eine Vielzahl von Gründen, warum einzelne Patreon-Kampagnen einfach nicht zünden. Alle kann ich hier nicht auflisten.

Aber mir sind doch einige Gründe aufgefallen, die immer wieder zu sehen sind. Genau diese häufigen Gründe für niedrige Patreon-Einnahmen möchte ich im Folgenden vorstellen.

  • Keine Community/Bekanntheit

    Eine der Grundvoraussetzungen für den Erfolg auf Patreon ist eine vorhandene Community bzw. eine gewisse Bekanntheit. Bei Patreon geht es darum, dass Kreative von Fans finanziell unterstützt werden. Von Fans!

    Es reicht nicht eine gewisse Reichweite zu haben, sondern man muss eine persönliche Ebene zu seinen Fans aufgebaut haben. Normale Zuschauer, Zuhörer und Konsumierer werden kein Geld bei Patreon ausgeben.

  • Fehlende Einzigartigkeit

    Ein weiterer häufiger Grund, warum Patreon-Kampagnen scheitern, ist eine fehlenden Einzigartigkeit. Der 50. Podcast über PS4 und XBox One Spiele? Dieser wird nicht gerade gute Chancen haben, auf Patreon viele Unterstützer zu finden.

    Bietet man dagegen etwas Besonderes an, was es in dieser Form auf Patreon noch nicht gibt, dann sind die Chancen höher Personen zu finden, die das toll finden und es finanziell unterstützen.

  • Keine exklusiven Angebote

    Sehr häufig habe ich die Bedeutung von exklusiven Angeboten beobachtet. Das hat psychologische Gründe. Hört jemand z.B. einen Podcast, der ihm sehr gut gefällt, heißt das noch lange nicht, dass er diesen auf Patreon unterstützt. Bietet dieser Podcast aber exklusive Sonderfolgen nur für Patreone an, dann sind viele Hörer bereit Geld auszugeben.

    Das sollte man bei der eigenen Patreon-Kampagnen nutzen und den Patreonen exklusive Angebote bieten.

  • Keine (guten) Meilensteine

    Das bringt uns gleich zu den Meilensteinen, die man auf Patreon definieren kann. Das sind Ziele, die man für das Erreichen bestimmter Einnahmehöhen definiert. Also z.B. eine zusätzliche monatliche Podcast-Ausgabe bei Erreichen von 500 Dollar im Monat.

    Für die Planung der Meilensteine sollte man sich genug Zeit nehmen. Diese müssen sehr attraktiv für die Fans sein und optimalerweise auch noch exklusiv. Zudem dürfen die Anbstände zwischen den Meilensteinen nicht zu groß sein.

  • Schlechte Reward-Stufen

    Auch für die Planung der Reward-Stufen sollte man sich Zeit nehmen. Damit sind die Dollar-Stufen gemeint, die Patrone wählen können. Als sehr gut hat sich die 5 Dollar Stufe herausgestellt, da dieser Betrag noch nicht zu hoch ist, aber dennoch schon was bringt, wenn man ein paar hundert Patreone findet.

    Aber auch höhere Dollar-Stufen sollten vorhanden sein. Diese müssen dann aber noch zusätzliche Boni für die Patreone bieten und ggf. sogar limiert sein.

    Keinesfalls sollte man zu viele Stufen anbieten, unter denen sich die Fans nicht entscheiden können.

  • Nicht aktiv beworben

    Ein weiterer Grund für zu niedrige Patreon-Einnahmen ist die fehlende Bewerbung der Patreon-Kampagne. Viele sind zu schüchtern und wollen ihre Hörer, Leser usw. nicht damit belästigen. Das ist aber keine gute Idee.

    Stattdessen sollte man regelmäßig die eigenen Fans auf die Patreon-Kampagne hinweisen und die Vorteile (z.B. die exklusiven Inhalte) bewerben.

  • Andere Einnahmequellen im Einsatz

    In vielen Bereichen sind die Nutzer recht kritisch gegenüber dem “Geld verdienen”. Sie mögen keine Werbung und ähnliches.

    Deshalb sind viele nicht bereit Patreon zu werden, wenn sie z.B. auf der Website zudem noch viel Werbung sehen. Deshalb kommunzieren viele erfolgreiche Patreon-Kampagnen, dass sie durch Patreon werbefrei bleiben können.

Das sind einige häufige Gründe für gescheiterte Patreon-Kampagnen und Tipps, wie man es besser macht.

Dabei sollte klar sein, dass es hier nicht um “Alles und nichts” geht. Aber in den meisten Fällen kommen alle diese Punkte zusammen und sorgen dann dafür, dass die Patreon-Kampagne gut läuft.

Wer also einzigartige Inhalte bietet, bereits viele Fans hat, exklusive Angebote für Patrone bereitstellt, interessante Reward-Stufen anbietet und die Patreon-Kampagne regelmäßig bewirbt, hat gute Chancen erfolgreich auf Patreon.com zu sein.

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Nicht allein auf Patreon setzen!

Zum Schluss möchte ich den Tipp geben, dass man nicht allein auf Patreon setzen sollte. Der Grund dafür liegt einfach darin, dass sonst das Risiko zu groß ist. Patreon.com ist ein Anbieter, der zwar erfolgreich ist, aber es gibt keine Garantie, dass dieser Anbieter langfristig existiert. Was ist, wenn dieser den Betrieb einstellt?

Es kann aber auch zu technischen Problemen kommen oder zu einem Hackerangriff. Auch das kann im Extremfall zu einem Wegfall der Patreon-Einnahmen führen. Deshalb sollte man das Risiko minimieren und nicht allein auf Patreon setzen.

Ich habe zwar etwas weiter oben geschrieben, dass andere Einnahmequellen potentielle Patreone abschrecken, aber das gilt eigentlich hauptsächlich nur für Werbung. Diese sollte man nicht einbauen.

Dennoch gibt es noch andere Möglichkeiten Geld zu verdienen, wie Affiliate Marketing oder eigene Produkte.

Es ist auf jeden Fall sinnvoll mehrere Standbeine zu haben, um nicht zu abhängig von Patreon zu sein.

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2 Gedanken zu „Auf Patreon gescheitert – Beispiele und Gründe“

  1. Zunächst einmal kann die PC Games im digitalen Bereich einfach gar nichts. Die haben damals schon nicht verstanden, dass du nicht einfach ieinen Hanswurst vor die Kamera setzten kannst, um daraus ein Youtube-Video zu formen. Das funktioniert einfach nicht. Die haben auch keine Charaktere/Persönlichkeiten mehr aufgebaut, sondern nur einen nach dem anderen gefeuert oder gegen günstigere ersetzt. So funktioniert das aber auch nicht und da braucht man sich dann eben nicht wundern, wenn es auf Patreon nicht klappt. Zumal ich die Gamestar auch nicht auf Patreon unterstützen würde, weil da nunmal eine große Firma hintersteckt, die dafür zahlen kann, wenn sie es denn möchte. Bei Gamestar regelt sich das ja über den Premium-Dienst und dafür bekomme ich dann meine Extras und die Werbefreiheit. Gut gelöst.

    Ansonsten ist Patreon eben nicht so simpel wie immer viele glauben. Habe mich auch schon eingängig damit beschäftigt und es ist genau wie bei Kickstarter, du brauchst eben eine starke und durchdachte Kampagne, sowie eine Zielgruppe die älter als zwölf ist. Einfach mal so bei Patreon erfolgreich sein, funktioniert in der Regel nicht. Auf Patreon sind unabhängige Kreative erfolgreich. Du kannst nicht einfach mal schnell eine Seite hinklatschen und glauben, alle spenden dafür. Das tun aber viele. Denkt mal daran, wie gut ein Spenden Button auf Websites funktioniert – nämlich gar nicht.

    Das schönste deutsche Projekt im Gaming Bereich auf Patreon ist übrigens https://www.gamespodcast.de/. Zwei extrem clevere und bekannte Journalisten in diesem Umfeld. Der eine nimmt nie ein Blatt vor den Mund, der andere durchleuchtet alles bis in das kleinste Detail und ihre Ideen für die Formate sind hochinteressant. Die haben da das Gaming Magazin zum hören aufgebaut und zu Recht Erfolg damit.

    Und selbst sehr, sehr kleine Nischen wie Pen & Paper haben mehr Erfolg als PC Games. Warum wohl? Weil da jemand mit Leidenschaft Pen & Paper Runden macht und die Zielgruppe nicht nur interessiert ist, sondern auch erwachsen genug, um etwas Geld im Monat dafür auszugeben und um zu verstehen, dass so etwas sich mit Youtube-Einnahmen oder sonst etwas nicht deckeln lässt. Klare Empfehlung übrigens – https://www.patreon.com/benandpaper

    Aus meiner Sicht eignet sich Patreon wirklich nur für ganz besondere Projekte, die unabhängig entstehen aber gemeinsam mit dem Konsumenten. Du musst etwas haben, was du so niemals stemmen könntest und deine Zielgruppe muss das verstehen. Dann spendet sie auch gerne. Aber genau wie bei Kickstarter, sind nicht nur Projekt und Idee entscheidend, sondern auch die Personen dahinter und vor allem die Kampagne selbst. So etwas darf nicht hingerotzt werden, es muss durchdacht und geplant sein, sonst gehts schief. Immer.

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  2. Viele verstehen nicht die Einzigartigkeit von Patreon und launchen daher Projekte als wären sie auf Kickstarter. Doch das ist grundverkehrt! Patreon ist dafür da, Künstler persönlich zu unterstützen. Es geht um die persönliche Bindung an den Künstler und das finanzielle Patronat derjenigen, die etwas interessantes schaffen. Coole Projekte sollte man lieber auf Kickstarter stellen. Eine Organisation oder Firma hat dort daher naturgemäß wenig Chancen.

    Auch schadet es nicht sich vorher anzusehen, wie die erfolgreichsten Leute das auf Patreon machen:

    https://graphtreon.com/top-patreon-creators

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