Eine Mindmap ist sehr hilfreich, wenn man als Selbstständiger im Netz nach Artikelideen sucht oder eine neue Website aufbaut.
Warum die Mindmap dabei so hilfreich ist und wie man diese erstellt, erfahrt ihr in meinem heutigen Artikel. Dabei zeige ich auch Beispiele und gebe Tipps für nützliche Sofware.
Ich freue mich über euer Feedback zu diesem Artikel und eure Erfahrungen mit Mindmaps.
Inhalt
ToggleWas bringt eine Mindmap?
Was ist das überhaupt, wird der eine oder andere jetzt fragen. Die Mindmap (oder Mind-Map) wurde laut der Wikipedia vom britischen Psychologen Tony Buzan erstmals 1971 eingeführt.
Ursprünglich wurde dafür auf Papier in der Mitte das zentrale Thema notiert, so wie z.B. ein Buchtitel. Anschließend hat man darum herum die Hauptthemen notiert (und mit jeweils einer Linie zum Startpunkt verbunden), die mit dem zentralen Thema zusammenhängen. Bleiben wir bei der Buch-Metapher, dann sind das die wichtigsten Kapitel-Titel.
Von da ausgehend werden weitere Schlüsselwörter (Keywords) notiert, die dann jeweils mit den einzelnen Hauptthemen zusammenhängen. Auch diese werden wieder mit einer Linie zum jeweiligen Hauptthema verbunden. Wie weit diese „Verästelung“ geht, hängt vom Autor der Mindmap ab. Es gibt kein definiertes Ende, denn solange man noch Ideen hat, kann man diese hinzufügen.
Die visuelle Darstellung in der Mindmap erleichtert es neue Assoziationen zu finden und deshalb ist diese Art der Ideenfindung so beliebt. Schließlich fällt vielen Menschen die Ideenfindung schwer. Die Mindmap ist eine gute Möglichkeit visuelles Brainstorming zu betreiben.
Aber nicht nur das. Man strukturiert auch gleich noch die gefundenen Ideen, so dass man sehr gut den Überblick behalten kann.
Praktische Einsatzgebiete
Ich setze Mindmaps für unterschiedliche Zwecke ein. So nutze ich sie z.B. für den Aufbau einer neuen Website.
Im ersten Schritt versuche ich damit interessante und lohnende Themen für eine neue Website zu finden, z.B. für den Aufbau einer Nischenwebsite. Oft finde ich auf diese Website Website-Ideen, auf die ich so nicht gekommen wäre.
Im zweiten Schritt nutze ich die Mindmap, um Inhaltsideen zu sammeln und auf diese Weise die verschiedenen Kategorien und Bereiche der Website zu definieren, aber auch um einzelne Artikelideen zusammenzutragen.
Ein weiteres Einsatzgebiet sind bestehende Blogs. So finde ich mit einer Mindmap z.B. auf Basis erfolgreicher Artikel eines meiner Blogs neue kreative Artikel-Ideen. Denn gerade die erfolgreichen Artikel, die viele Besucher anlocken, sollte man weiter ausbauen bzw. verwandte Themen in neuen Artikeln ausarbeiten.
Dafür kann man sich z.B. die 5 erfolgreichsten Artikel nehmen und diese als einzelne Punkte in die Mitte der Mindmap schreiben. Und dann ergänzt man darum weitere Ideen, Themen, Artikel-Ansätze und so weiter.
Auch andere Ideen-Sammlungen sind mit einer Mind-Map möglich, wie z.B. interaktive Elemente einer Website, Contest-Ideen, Linkaufbau-Partner, Newsletter-Inhalte, Podcast-Episoden und vieles mehr.
Die Mind-Map ist sehr vielfältig einsetzbar, um Ideen zu finden und ich nutze diese Möglichkeit sehr gern.
Wie genau sieht eine Mindmap aus?
Um euch mal zu zeigen, wie so eine Mindmap aussehen kann, habe ich im Folgenden ein Beispiel.
Dieses zeigt die Methoden zur Ideenfindung für eine neue Nischenwebsite. Das entstehende Netz aus Begriffen zeigt verschiedene Hauptbereiche, zu denen ich weitere Unterbegriffe notiert habe. Mit dieser Mindmap vergesse ich bei der Suche nach einer Nische keine Quelle.
Doch Mind-Maps sind oft noch weiter verzweigt. Wenn ich direkt nach Nischenideen suche, dann schreibe ich z.B. „Sorgen“, „Erlebnisse“, „selbst gekaufte Produkte“, „Bedürfnisse“, „Hobbys“ und mehr auf.
Und ich nutze die Mindmap für die konkrete Planung einer Website und deren Inhalte. Im Folgenden seht ihr ein Video, in dem ich für einer meiner Nischenwebsite Inhalte mit einer Mindmap zusammentrage.
https://www.youtube.com/watch?v=rZbwyPqA0PI
Mindmap erstellen
Kommen wir zur Erstellung einer Mindmap. Am einfachsten ist es mit einem weißen Blatt Papier, auf das man in der Mitte den Ausgangspunkt schreibt. Das kann also z.B. das Thema der Website sein (wenn man es schon ausgewählt hat). Oder man schreibt etwas allgemeines, wie „Ideen für neue Website“.
Rund um den zentralen Punkt ergänzt man dann Hauptpunkte, die einem dazu einfallen. Das können bei der Ideenfindung für eine neue Nischenwebsite z.B. die Punkte „Sorgen“, „lukrative Produkte“ oder „Hobbys“ sein.
Und von diesen einzelnen Hauptpunkten aus trägt man konkrete Keywords ein, die dazu passen. Unter „Sorgen“ kann dann z.B. „Geldsorgen“, „Gesundheit“, „Einbruch“, „Job“ etc. stehen. Schon an dieser Stelle findet man meist viele Unterpunkte. Doch das muss nicht das Ende sein. Auch von dort aus kann man weiter verzweigen, wenn es sich anbietet.
Man kann also beliebig weiter ins Detail gehen, allerdings sollte man eine halbwegs ausgeglichene Mindmap erstellen, damit diese übersichtlich bleibt.
Weitere Ideen und Keywords findet man, in dem man typische Fragen der Zielgruppe stellt, verwandte Begriffe sucht, Assoziationen bildet, passende Produkte heraussucht, mit anderen Personen spricht, Probleme z.B. in Foren herausfindet und so weiter. Es gibt viele Möglichkeiten auf neue Ideen und Unterpunkte zu kommen.
Deshalb ist die Erstellung einer Mindmap auch nicht zwangsläufig nur ein kurzer Prozess, sondern kann sich über einen längeren Zeitraum hinziehen.
So entsteht ein Netz aus Ideen und Ansätzen für Inhalte einer Website oder überhaupt für das Thema einer Website.
Mindmap Software
Statt auf Papier, kann man auch eine spezielle Software nutzen, um eine Mindmap zu erstellen. Solche Tools haben den großen Vorteil, dass man sehr einfach Änderungen und Erweiterungen hinzufügen kann, ohne auf den Platz auf einem Blatt achten zu müssen.
Zudem kann man hier sehr gut unterschiedliche Farben, aber auch verschiedene Kästchenformen nutzen, um die Mindmap visuell übersichtlich zu gestalten.
Ich finde z.B. XMind sehr gut, welches für private Zwecke kostenlos verfügbar ist. Mit XMind: ZEN gibt es ein neues Produkt von diesem Hersteller, bei dem alles überarbeitet und mehr Funktionen integriert wurden.
Allerdings kostet XMind jährlich Geld, was ich für eine Desktop-Software nicht so toll finde. Ein Einmalpreis wäre mir lieber.
Eine komplett kostenlose Alternative ist Freeplane, was ein Fork von Freemind ist, welches leider nicht mehr weiterentwickelt wird. Die optische Gestaltung der Mindmaps ist hier nicht gerade modern, aber völlig in Ordnung und ausreichend.
Vom Funktionsumfang muss es sich nicht vor kommerziellen Produkten verstecken, so dass man damit alle möglichen Mindmaps erstellen kann.
Als Online-Tool könnt ihr euch mal mindmeister anschauen. Hier kann man mit anderen zusammen Mindmaps erstellen, Meeting-Notizen als Mind-Map hinterlegen und teilen, Projekte planen und mehr.
Auch Kommentare und Abstimmungen sind hiermit möglich. Damit ist dieses Online-Tool ideal, wenn man mit anderen zusammenarbeitet. Dafür fallen dann aber auch monatlichen Kosten pro Nutzer an.
Weitere interessante Mindmap-Tools findet ihr z.B. auf studybees.de
Mindmap nutzen
Mit dem Erstellen einer Mindmap ist es aber nicht getan. Wer viel Arbeit darin investiert und diese dann in der Schublade verschwinden lässt, hat nichts gewonnen. Stattdessen solltet ihr diese bei der Umsetzung eurer Ideen oder z.B. eurer Website nutzen.
Ich nehme mir diese z.B. immer wieder zur Hand, wenn ich Inhalte für eine meiner Nischenwebsites erstelle. Ich hake die Keywords/Unterpunkte ab, zu denen ich Artikel erstelle und ergänze regelmäßig neue Ideen/Keywords. Schließlich ist der kreative Prozess nie abgeschlossen und mit der Zeit kommen einem natürlich immer wieder neue Ideen.
Und so habe ich für viele meiner Blogs und Websites Mind-Maps, die ich auch immer wieder nutze.
Fazit
Eine Mindmap ist ein sehr hilfreiches Instrument zur Ideenfindung und gleichzeitiger Strukturierung dieser Ideen.
Falls ihr eine neue Website oder etwas ähnliches plant, sollte ihr auch jeden Fall mal so eine Mindmap ausprobieren und schauen, ob sie euch hilft. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht und höre auch immer wieder von Lesern, dass sie diese nutzen.
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