Planung und Ziele für die nebenberufliche Selbstständigkeit

Planung und Ziele für die nebenberufliche SelbstständigkeitWarum sollte man für die nebenberufliche Selbstständigkeit eine Planung vornehmen und wie wichtig ist es Ziele zu definieren?

Darauf gebe ich im Folgenden Antworten und natürlich auch wieder praktische Tipps.

Zudem gehe ich darauf ein, wie man Familie und nebenberufliche Selbstständigkeit unter einen Hut bekommt.

Teile der Artikel-Serie:
1. Einführung
2. Warum nebenberuflich selbstständig?
3. Wichtige Vorbereitungen
4. Typische Fragen
5. Nebenberufliche Geschäftsideen finden und prüfen
6. Rechtsform, Businessplan, Gewerbeanmeldungen ...
7. Finanzierung und Förderung
8. Planung und Ziele
9. Zeitmanagement Tipps
10. Der optimale Arbeitsplatz für nebenberuflich Selbstständige
11. So bleiben nebenberuflich Selbstständige motiviert!
12. Steuern in der nebenberuflichen Selbstständigkeit

Planung und Ziele für die nebenberufliche Selbstständigkeit

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Warum sollte man die eigene nebenberufliche Selbstständigkeit genauer planen und was bringt es Ziele zu definieren?

Aus meiner Erfahrung von mehr als 10 Jahren Selbstständigkeit kann ich sagen, dass man einfach strukturierter und am Ende erfolgreicher vorgeht, wenn man gut plant. Das ist generell wichtig, aber gerade als nebenberuflich Selbstständiger ist das noch wichtiger.

Es gibt viele Ablenkungen, die man in seinem Nebenjob ausblenden muss und zudem kämpft man immer wieder gegen den inneren Schweinehunde an. Hier helfen motivierende Ziele und eine gute Planung.

Zudem will man natürlich wissen, ob man mit dem eigenen Business auf dem richtigen Weg ist und wie gut man auf diesem vorankommt. Auch dafür sind konkrete Ziele und die darauf basierende Planung wichtig.

Ziele definieren

Nur durch Ziele weiß man, in welche Richtung man “laufen” muss. Ohne Ziele kann man dagegen nicht zuverlässlich wissen, welche Maßnahmen notwendig sind. Und man kann sich dann vor allem auf die wichtigen Aufgaben konzentrieren und deren Erfolg messen.

Es gibt die unterschiedlichsten Ziele. Der eine will einen bestimmten monatlichen Betrag verdienen oder Erfahrungen und Know How sammeln. Manch einer macht es, um die eigene finanzielle Sicherheit zu steigern oder einfach nur, weil er oder sie Spaß am Nebenjob hat.

Welche Ziele man selbst auch immer hat, man sollte diese nach der SMART Methode definieren. Dazu müssen die Ziele folgende Anforderungen erfüllen:

  • Die Ziele müssen spezifisch sein, also sehr genau. Nur dann weiß man genau, was man erreichen will und welche Maßnahmen dafür notwendig sind.
  • Zudem müssen die Ziele messbar sein. Man muss erkennen können, ob man ein Ziel schon erreicht hat oder nicht.
  • Natürlich sollten Ziele auch attraktiv sein, da man sonst wohl nicht genug Motivation aufbringen wird, diese zu erreichen.
  • Bei allen Ambitionen sollten die eigenen Ziele zudem realistisch sein. Schließlich wollen wir diese erreichen, auch wenn es nicht zu einfach sein sollte.
  • Zu guter Letzt sollten alle Ziele einen Termin beinhalten, bis wann man das Ziel erreichen will. Sonst schiebt man nur alle vor sich her.

Solche SMARTen Ziele sollte man sich auf jeden Fall für den mittelfristigen und langfristigen Zeitraum definieren. Aus diesen ergeben sich dann automatisch die kurzfristigen Ziele, also die Tagesaufgaben.

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Planung

Hat man eigene Ziele definiert, kann man zur Planung übergehen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten und Bereiche, in denen man planen kann.

Wichtig ist bei allen aber, dass man diese, genauso wie Ziele, niederschreibt. Etwas schriftlich zu fixieren gibt Zielen und Planungen deutlich mehr Gewicht.

Zeitplanung
Gerade als nebenberuflich Selbständiger hat man mit sehr knappen zeitlichen Ressourcen zu kämpfen. Man muss neben Beruf, Familie, Freunden und sonstigen Verpflichtungen noch Zeit für den Nebenjob finden. Ohne gute Zeitplanung scheitert das meist.

Es hat sich sehr bewährt feste Zeiten einzuplanen, zu denen man an seinem Neben-Business arbeitet. Dabei sollte man aber immer auch etwas Puffer einplanen, denn oft kommt etwas dazwischen oder man kann einfach mal nicht.

Man sollte mit der Zeit eine gute Balance zwischen “Ernst nehmen des Zeitplans” und “Wenn es mal nicht klappt, nicht deprimiert sein” finden. Es bringt nichts, wenn man sich einen total ambitionierten Zeitplan vorgibt und den dann nie schafft und deshalb deprimiert ist. Genauso wenig hilft es, wenn man sehr locker (oder gar nicht) plant, mit dem eigenen Business aber auch nicht vorankommt.

Mehr zur Zeitplanung und dem Zeitmanagement erfahrt ihr im nächsten Teil dieser Artikelserie.

Aufgabenplanung
Indem man große Aufgaben zerlegt, erhält man viele kleinere Aufgaben. Diese gilt es ebenfalls zu planen, um möglichst viel zu schaffen.

So breche ich z.B. größere Aufgaben soweit herunter, dass ich diese auf einzelne To-Do-Zettel für meine Tages- oder Wochenaufgaben schreiben kann.

Man sollte wichtige Aufgaben zudem vorausplanen, um z.B. im Kopf schon mal darüber nachdenken zu können. Das hilft aber auch dabei diese Aufgabe dann wirklich anzugehen.

Zudem ist es sehr befriedigend, wenn man die einzelnen Aufgaben abhaken kann.

Familie und die nebenberufliche Selbstständigkeit

Alle, die in die nebenberufliche Selbstständigkeit starten, sind motiviert und haben eine Menge vor. Dennoch gibt es nach einer gewissen Zeit oft Probleme.

Ein Grund dafür kann der fehlende Rückhalt in der Familie sein. Das ist auch bei normalen Selbstständigen oft ein Problem.

Der Nebenjob ist eine besondere Belastung, da man dies in der eigentlichen Freizeit macht und die Zeit dann für Familie und Co. fehlt.

Deshalb sollte man das alles vorher mit dem Partner genau besprechen und abstimmen. Es ist wichtig, dass man den Rückhalt hat und z.B. bestimmte Zeitfenster und die Aufgabenverteilung geklärt sind.

Dann sollte man später aber der Familie auch klarmachen, dass man arbeitet und nicht einfach jederzeit gestört werden kann.

Planung und Realität

Nun hast du tolle Ziele definiert und hilfreiche Planungen durchgeführt. Doch dann kommt die Realität und schlägt zu. Ziele und Planung sind wichtig, aber wenn diese dann auf die Realität treffen, werden sie meist nicht 100% standhalten.

Deshalb ist es wichtig, dass man bei den eigenen Zielen und ganz besonders bei den Planungen bereit ist, sich anzupassen und weiterzuentwickeln. Man muss flexibel sein, um auf besondere Herausforderungen oder Probleme reagieren zu können.

Aber auch dann hilft die Planung als roter Faden, denn man verliert nicht den richtigen Weg aus dem Auge.

Klar ist aber auch, dass das alles von Person zu Person unterschiedlich ist. Der eine braucht mehr Planung, der andere weniger. Finde deinen optimalen Weg!

So geht es weiter

Im nächsten Teil meiner Artikelserie gehe ich auf das Zeitmanagement ein und gebe dazu hilfreiche Tipps und zeige Beispiele.

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1 Gedanke zu „Planung und Ziele für die nebenberufliche Selbstständigkeit“

  1. Mal wieder ein toller Artikel.

    Ziele zu definieren ist schon schwer. Besonders wenn man nebenbei versucht etwas aufzubauen. Am Anfang habe ich mir auch Ziele in der Vorbereitung gesetzt. Diese waren aber so ambitioniert dass ich ganz schnell hinter meinem Zeitplan kam. Führte dazu dass ich die Lust an meinem Projekt verloren hatte. Ich habe dann die Ziele für mich abgeschafft. Zuerst hat es auch gut geklappt. Ich kam gut voran und Ideen hatte ich auch genug. Nur ohne klare Sicht hat sich das meiste verlaufen.

    Nun bin ich wieder bei einer Planung angekommen. Diesmal aber bewusst sehr langatmig. Und oh Wunder, es läuft gut. Ich komme voran, feier Erfolge. Und mit dem Tempo kann ich auch mittlerweile leben. Auch wenn es langsam ist, Hauptsache man bleibt am Ball.

    Ich hoffe dass ich mit dieser Herangehensweise es schaffe.

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