Windows ist in den meisten Büroräumen, mal hippe Designer ausgenommen ;) , noch immer das Standard-Betriebssystem.
Und genauso dominiert das Office-Paket von Microsoft auf sehr viele Bürorechnern.
Gerade letzteres muss aber nicht unbedingt sein, da es mittlerweile eine ganze Menge an kostenlosen Office-Alternativen gibt, die den Anforderungen von Selbständigen gerecht werden.
Einige Office-Alternativen möchte ich in diesem Artikel heute vorstellen und meine eigenen Erfahrungen einbringen.
Update:
7 aktuelle kostenlose Microsoft Office Alternativen
(weitere Software-Empfehlungen)
Inhalt
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Microsoft Office war lange Jahre der Quasi-Standard wenn es um Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation auf Windows-PCs ging.
Ich erinnere mich noch an meinen Angestellten-Job und meine vorherigen Praktikas während meines Studiums. Überall lief Microsoft Office und Word war das Synonym für Textverarbeitung und Excel für Tabellenkalkulation.
Und warum auch nicht. Damals waren diese Tools deutlich besser als die meisten Konkurrenten und wirklich gute kostenlose Alternativen waren auch noch nicht vorhanden.
Hinzu kam das Problem, dass damals die Office-Alternativen nicht besonders gut mit dem Word- bzw. Excel-Format umgehen konnten. Musste man also mit anderen Personen MS Office Dokumente austauschen, so führte kaum ein Weg an Microsofts Software vorbei.
Allerdings haben sich die Zeiten geändert. Als ich letztens für einen Kunden ein paar neue Rechner bestellt habe, ging es auch um die Frage MS Office oder nicht. Da die Bürocomputer mittlerweile wirklich nicht mehr sehr teuer sind, fiel der hohe Preis des Business-Office-Paket von Microsoft umso stärker ins Gewicht. Denn das ist nicht wirklich günstig und gute dreistellige Beträge muss man für eine Business-Version berappen.
Also habe ich eine kostenlose Alternative empfohlen und mit dieser ist die Firma mittlerweile sehr glücklich.
Office Alternativen
Natürlich gönne ich Microsoft die Einnahmen mit ihrem Office-Paket und wer das Geld ausgeben möchte, den werde ich nicht aufhalten.
Die Office-Software von Microsoft hat viele Standards gesetzt und war lange Zeit sicher die beste Lösung.
Mittlerweile gibt es aber einige Alternativen, die MS Office das Wasser reichen können und einige stelle ich im Folgenden vor. Dabei konzentriere ich mich im wesentlichen auf Word-, Excel und Powerpoint-Alternativen.
- OpenOffice
Als erstes muss ich hier natürlich das Tool meiner Wahl vorstellen.Seit vielen Jahren arbeite ich mit OpenOffice, welches aktuell in der Version 3.3 vorliegt.
Dabei handelt es sich um eine komplette Office-Suite die 6 Programme enthält, die jeweils einen Gegenpart zu den MS Office Lösungen darstellen.
So ist Writer die Alternative zu Word und Calc der Ersatz für Excel.
Meine Erfahrungen mit OpenOffice sind mittlerweile sehr, sehr positiv. Gab es früher noch Probleme und fehlende Features, so kann OpenOffice mittlerweile alles, was ich benötige. Vom Diagramm-Generator bis zum Serienbrief. Das Programm ist natürlich deutsch und enthält auch eine deutsche Rechtschreibprüfung etc.
Ganz wichtig ist auch der Umgang mit Word- und Excel-Dateien, die OpenOffice sowohl lesen, als auch schreiben kann. Und so ist ein Austausch mit MS Office Nutzern problemlos möglich. Neue Versionen bringen zudem neue Features und Verbesserungen mit sich bringen. Allerdings könnte sich das in Zukunft ändern. Mehr dazu weiter unten bei LibreOffice.
Open Office bringt eine Reihe von Erweiterungen mit sich, die man einzeln installieren kann. Für den Normalgebrauch ist dies aber nicht notwendig.
OpenOffice bietet zwar nicht alle Funktionen, welche die Top-MS-Office Pakete enthalten, aber nach meinen Erfahrungen nutzen die Anwenden sowieso nur 10-20 % aller verfügbaren Funktionen, so dass OpenOffice für die meisten Selbständigen mehr als ausreichend ist.
Das OpenOffice-Paket kann kostenlos heruntergeladen werden und ist rund 160 MB groß.
Der Marktanteil von OpenOffice liegt derweil bei rund 20%.
- SoftMaker Office 2008
Eine der vielen anderen Alternativen heißt SoftMaker Office 2008.Diese wurde erst vor kurzem kostenlos verfügbar gemacht. Der Grund dafür ist, dass SoftMaker Office 2008 nicht die aktuellste Version ist. Grund dafür ist natürlich die Marketing-Strategie, über diese kostenlose Version neue Käufer für die aktuelle kostenpflichtige Version zu finden. Aber das ist ja auch nichts schlimmes.
Allerdings ist diese „alte“ Version trotzdem sehr umfangreich und bietet mit TextMaker (Word-Alternative), PlanMaker (Excel) und SoftMaker Presentations (Powerpoint) die drei wichtigsten Office Programme an.
Die Programme sind dabei kompatibel mit den Microsoft-Formaten und bieten alle wichtigen Funktionen, die man beim täglichen Arbeiten braucht.
Die Optik orientiert sich an MS Office, aber das ist ja bei den meisten Office-Produkten so.
Der Download der Software ist mit rund 59 MB auch etwas kleiner als das doch mittlerweile sehr umfangreiche OpenOffice. Auch der Speicherverbrauch soll besser gegenüber der Konkurrenz sein.
SoftMaker gibt es übrigens auch für Linux.
- LibreOffice
LibreOffice ist derzeit im Grunde noch fast identisch mit OpenOffice. Das liegt daran, dass sich nach der Übernahme von Sun, die OpenOffice damals freigegeben haben, durch Oracle, viele Entwickler der OpenSource-Community davon losgesagt haben und LibreOffice entwickelten.Man hatte wohl Angst, dass der neue Eigentümer mehr Einfluss nehmen könnte und die freie Software nicht mehr so entwickelt werden könnte, wie bisher.
Derzeit macht es aber noch so gut wie keinen Unterschied, ob man LibreOffice oder OpenOffice nutzt. Einzig die Tatsache, dass es von OpenOffice auch eine kostenpflichtige Variante mit Support etc. gibt.
Mit der Zeit wird sich LibreOffice wohl aber schneller entwickeln und damit der Unterschied zu OpenOffice deutlicher.
Ich werde wahrscheinlich mittelfristig auf LibreOffice umsteigen.
Das Download-Paket ist aktuell rund 210 MB groß.
- AbiWord
AbiWord ist eine Alternative zu Microsoft Word. Wer kein komplettes Office Paket benötigt sondern nur eine Textverarbeitung, der kann sich diese kostenlose Software gern mal anschauen.Ein Vorteil ist natürlich, dass diese Software sehr schlank ist und auch schneller läuft, als ein komplettes Office-Paket.
Die Software kann alles, was man grundsätzlich von einer Textverarbeitung erwartet.
Serienbriefe, Tabellen, Bildeinbindung etc. sind natürlich verfügbar und es werden auch alle wichtigen Formate (wie MS Word) gelesen und geschrieben.
Eine Rechtschreibprüfung gibt es auch, die allerdings separat herunter geladen werden muss.
Über einen Cloud-Dienst können zudem mehrere Personen an einem Dokument arbeiten. Und das ist auch kostenlos.
Mit rund 8 MB ist die Software sehr klein und das zeigt, dass man hier eine Textverarbeitung mit den gebräuchlichsten Funktionen bekommt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Diese Software gibt es ebenfalls auch für Mac.
- IBM Lotus Symphony
Mit IBM Lotus Symphony hat IBM ein Office Paket für Windows, Linux und Mac im Angebot.Der Name ist allerdings nicht mehr wirklich zutreffend, da die aktuelle Version auf OpenOffice basiert und nicht wie früher auf Lotus.
Damit stellt sich natürlich die Frage, warum man IBM Lotus Symphony einsetzen sollte und eben nicht OpenOffice.
Die Antwort ist nicht so einfach. Natürlich gibt es individuelle Anpassungen, wie etwas besondere Vorlagen und die leichte optische Anpassung der drei Bestandteile Documents (Textverarbeitung), Spreadsheets (Tabellenkalkulation) und Presentations (Powerpoint).
Auch Anbindungen an Lotus-Produkte sind teilweise vorhanden. Aber insgesamt gibt es für den „normalen“ Selbständigen wenig Argumente, auf IBM Lotus Symphony statt auf z.B. LibreOffice zu setzen.
Mit 279 MB ist das Paket auch recht umfangreich.
Natürlich gibt es neben den genannten Software-Lösung noch viele weitere. Diese bieten aber in der Regel nicht mehr Funktionen als die hier vorgestellten.
Wer allerdings Erfahrungen mit anderen kostenlosen Lösungen hat, der kann diese hier gern in den Kommentaren hinterlassen.
Fazit
Wer sich heute Selbständig macht, der sollte sich wirklich gut überlegen, ob er unbedingt Geld für das Microsoft Office ausgeben muss.
Es gibt eine Reihe von kostenlosen Alternativen, die mittlerweile für den professionellen Einsatz geeignet sind und nichts kosten.
Umfrage
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- Microsoft Office (30%, 96 Stimmen)
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Teilnehmerzahl: 319 (max. 1 Stimmen)
Online-Office
In einem weiteren Artikel werde ich einen Trend analysieren, der stark im Kommen ist. Es geht um Online-Office Anwendungen, wie z.B. von Google.
Welche Möglichkeiten gibt es da und wie sieht es mit den Vor- und Nachteilen aus.
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