8 Praxis-Tipps für die Optimierung im Video-Schnittprogramm

8 Praxis-Tipps für die Optimierung im Video-SchnittprogrammEin Video aufnehmen kann heutzutage eigentlich jeder, egal ob mit der Digitalkamera, dem Smartphone oder einer professionellen DSLR bzw. einem Camcorder.

Doch kaum sind die erstellten Clips dann in das entsprechende Schnittprogramm importiert worden, fällt plötzlich auf, wie langweilig selbige doch sind. Was einst so spannend wirkte, ist nun irgendwie öde.

Zeit also herauszufinden, wie ihr im Schnittprogramm für ein wenig mehr Dynamik und Qualität sorgen könnt. Eigentlich ganz einfach, wenn ein paar Dinge beachtet werden.

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8 Praxis-Tipps für die Optimierung im Video-Schnittprogramm

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  1. Color Correction

    Zunächst einmal gilt es, die verschiedenen Clips auf ein Level zu bringen. Dazu werden Helligkeiten und Kontraste, sowie die Sättigung geregelt. Für jeden Clip und jede Szene einzeln. Nichts sollte ausgebrannt wirken, alles sollte möglichst einheitlich zueinander passen. Oder anders gesagt: Erst kommt die notwendige Fleißarbeit. Die kann jeder erledigen, trotzdem vernachlässigen viele die Color Correction, obwohl sie so wichtig ist, um eine saubere Grundlage zu schaffen. Nehmt euch die Zeit also. Videobearbeitung dauert einfach und ist nun einmal nicht in 30 Minuten erledigt. Wer hier sauber arbeitet, legt bereits den Grundstein für den späteren Look und ein möglichst hochwertiges Gesamtergebnis.

  2. Finde den Fokus deines Videos

    Noch vor dem eigentlichen Schnitt des Videos sollte euch klar sein, was ihr mit eurem Projekt genau erreichen möchtet. Wird es eher eine nüchterne Doku, soll es Actionszenen mit Spannung präsentieren, aufklären oder gar Stimmung machen? Was auch immer ihr mit eurem Video für Ergebnisse erzielen möchtet, findet diesen Fokus und transportiert ihn auf den Videoschnitt. Eine Doku mit Filtern vollzuladen, ist einfach fehl am Platz, genau wie ein Actionvideo mit langweiligen Längen. Das führt uns dann gleich zum nächsten Punkt.

  3. Viele Schnitte, statt unendlicher Längen

    Nun solltet ihr das vorhandene Material straffen und kürzen. Es ist einfach langweilig, fünf Minuten identische Bilder zu sehen, die alles andere als aufregend sind. Schneidet raus, was zu viel ist und haltet es möglichst kurz. Hier kommt es aber auch auf die Art eures Videos an. Eine Doku mit blitzschnellen Schnitten wirkt meist zu hektisch, Längen tun ihr aber auch nicht gut, denn das wiederum wäre langweilig. Und wer sein spannendes Skateboard-Video in voller Länge zeigt, statt mit Actionreichen Schnitten, wird seine Zuschauer auch nur in den Schlaf wiegen. Am Ende neigen viele allerdings dazu, zu viel Material zu zeigen und wollen möglichst wenig wegschneiden, schließlich haben sie es selbst gefilmt und erachten es als wertvoll. Auch persönlich empfinde ich viele Videos oft als zu lang. In der Kürze liegt die Würze.

  4. Wechsel der Perspektive

    Zum perfekten Schnitt gehört auch immer, die Perspektiven zu wechseln. Wer ein Erklärvideo macht, in dem er fünf Minuten vor der Kamera steht und auf seine Zuschauer einredet, wird niemanden begeistern können. Viel interessanter ist es da, mit Perspektiven zu spielen. Lasst eine weitere Kamera mitlaufen, um beispielsweise zwischendurch euer Gesicht einzublenden. Filmt zusätzlich mit dem Smartphone, vielleicht auch hinter der Kamera, um einen weiteren Blickwinkel einfügen zu können. Vor allem braucht es im Schnitt aber Abwechslung. Die immer gleiche Perspektive ist so ziemlich die schlechteste Idee beim Videoschnitt. Wem die zweite Kamera fehlt, der kann das gesagte auch einfach zwei mal aufnehmen und beim zweiten mal die Position der Kamera variieren. Durch die Schnitte fällt der Unterschied meist nicht auf, wobei es hier natürlich auf euer jeweiliges Projekt ankommt. Spielt mit Perspektiven und bringt so ein wenig Abwechslung in eure Bilder, damit selbst nüchterne Themen entsprechend aufregend wirken.

  5. Zoom-Effekte für statische Aufnahmen

    Ein ebenfalls sehr sinnvolles Stilmittel, sind behutsam eingesetzte Zoom-Effekte. Sie machen aus statischen, nicht gerade spannenden Aufnahmen, spektakuläre Kamerafahrten. Denkt da nur mal an den Ken-Burns-Effekt, der langsam und mit einem Schwenk in das Bild hineinzoomt. So fügt ihr im Schnitt nachträglich Bewegung hinzu, die im Original gar nicht vorhanden ist. Dies ist enorm wichtig, weil Bilder dann einfach stimmiger, unterhaltsamer, professioneller wirken. Wer in 4K aufnimmt und das fertige Video in Full HD rendert, kann auch nach belieben im Material herumschneiden, weil genügend Spielraum vorhanden ist. So kann er aus nur einer 4K Videodatei eine Nah- und eine Fernaufnahme erzeugen und im Schnitt damit spielen, wie mit einem Wechsel der Perspektive. Wichtig ist nur, dass ihr solche Effekte eben behutsam einsetzt und zwar immer dann, wenn das normale Bild ein wenig zu langweilig wirkt. Am Ende des Schnitts fallen solche Szenen meist auf und können dann, mit einem entsprechendem Effekt, recht einfach aufgewertet werden.

  6. Vorsicht vor Filtern, Effekten und Überblendungen

    Wer gerade mit der Videobearbeitung beginnt oder noch nicht so vertraut mit ƒall den Einstellungen und Möglichkeiten ist, der neigt dazu, all die tollen Filter und Effekte auf einmal anzuwenden. Lasst das sein. Weder Überblendungen, noch aufwendige Bildwechsel oder die 3D-Verwandlung der Szenen, wirken professionell. Schaut euch vielmehr hochwertige Produktionen in eurem Metier an und lernt saubere, weiche Übergänge zu erzeugen, ganz ohne künstliche Effekte. Die sind nämlich nur sehr, wirklich sehr selten angebracht und meist wenig stilvoll. Zum Großteil wirken sie einfach nur lächerlich, fehl am Platz, oder schlichtweg zu viel des Guten. Ein typischer Anfängerfehler, weil diese gerne mit all den Effekten und Funktionen spielen, dabei aber das Gesamtergebnis aus den Augen verlieren.

  7. Nutzt die Macht der Musik

    Gleiches gilt für die Musik. Setzt auf passende musikalische Untermalungen und nutzt dabei den Beat bzw. Takt, um Schnitte elegant zu setzten. Sorgt auch dafür, dass Musik nicht im Mittelpunkt steht, sondern vielmehr das bewegte Material perfekt unterstreicht, begleitet oder ergänzt, ohne dabei zu dominant in den Vordergrund zu rücken. Musik in Videos ist sehr mächtig, kann gleichzeitig aber auch unangenehm auffallen und das Erlebnis für den Zuschauer sofort zerstören. Nehmt euch also viel zeit die richtige Musik zu finden und sie im Schnitt passend einzusetzen. Ich würde sogar so weit gehen, dass Musik das finale Video viel stärker beeinflusst, als beispielsweise Filter. Die dümmste Szene kann mit stimmiger Musik plötzlich hochemotional werden.

  8. Einen Look erzeugen

    Den Look eures Videos könnt ihr gut mit sogenannten LUTs erzeugen. Diese vorgefertigten Profile, verändern das Bild vor allem in seiner Darstellung und funktionieren ähnlich wie Filter, ohne aber so problematisch bzw. drastischen Einfluss zu nehmen. Hier können gerade Anfänger schnell den gewünschten Look kreieren, den sie sich vorgestellt haben. Achtet aber auch hier darauf, die LUTs dezent einzusetzen. Oft reicht das Color Grading bereits aus, alles andere ist schnell wieder eine reine Spielerei.

  9. Auf die Kreativleistung kommt es an

    Wer diese Tipps nicht vernachlässigt, der macht beim Schnitt alles richtig. Die Arbeit im Schnittprogramm selbst ist am Ende vor allem eine Kreativleistung, denn nur wer den Ballast entfernt und den Kern, also den Fokus seiner Videos findet, kann diesen herausarbeiten.

    Die goldene Regel ist und bleibt aber, all die Möglichkeiten und Effekte nur dezent einzusetzen. Wer all das beachtet, der kann fleißig üben und vor allem auch seinen eigenen Stil entwickeln. Denn auch darauf kommt es an – Videos zu schneiden, die es so eben noch nicht gibt bzw. die Entscheidendes einfach etwas anders lösen. Viel Erfolg dabei.

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5 Gedanken zu „8 Praxis-Tipps für die Optimierung im Video-Schnittprogramm“

  1. Sehr schöne Tipps für ein gelungenes Video. Am wichtigsten finde ich “in der Kürze liegt die Würze”. Zu lange Video sind echt der Abturner.

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  2. Wertvolle Tipps! Danke für den tollen Artikel. Ich selber nehme viele Videos auf und schneide immer nach dem selben Stil. Diese Tipps werde ich in Zukunft anwenden und hoffe sie helfen mir dabei besser zu werden

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  3. Vielen Dank für den Artikel. Sehr hilfreich. Wir fangen in unserem Blog jetzt auch mit Videos an und Dein Artikel ist eine gute Grundlage …

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  4. Stimmt Einstellung und wechseln der Perspektiven machen ein Video erst richtig interessant. Wer dies beachtet wird tolle Videos produzieren…

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