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ToggleEin Geschäftskonto ist ein Bankkonto, das du ausschließlich für deine geschäftlichen Einnahmen und Ausgaben nutzt. Für Kapitalgesellschaften wie GmbHs und UGs ist ein eigenes Firmenkonto gesetzlich vorgeschrieben. Als Freiberufler oder Einzelunternehmer bist du dazu nicht verpflichtet – sinnvoll ist die Trennung trotzdem.
Denn wenn private und geschäftliche Buchungen auf einem Konto zusammenlaufen, wird jede Steuererklärung zur Fleißarbeit. Mit einem separaten Geschäftskonto behältst du den Überblick, kannst Belege automatisch zuordnen und wirkst gegenüber Kunden professioneller. Viele Banken schließen die gewerbliche Nutzung von Privatkonten in ihren AGB ohnehin aus.
Der Markt ist heute so dicht wie nie: Fintechs wie Qonto konkurrieren mit Direktbanken wie der ING und klassischen Filialbanken wie der Postbank. Welches Konto zu dir passt, hängt vor allem von deiner Rechtsform, deinem Buchungsvolumen und deinem Bargeldbedarf ab.
Auf einen Blick: Die besten Geschäftskonten im Vergleich
Accountable – Preis-Leistungs-Sieger für Solo-Selbständige. Das Geschäftskonto ist Teil einer etablierten Steuer- und Buchhaltungs-Suite und legt bei jedem Zahlungseingang auf Wunsch automatisch Geld für deine Steuern zurück. Der renommierte französische Anbieter kommt mit einem mächtigen Gratis-Tarif inklusive physischer und digitaler Karten und unbegrenzten Buchungen.
Vivid – Preis-Leistungs-Sieger für Unternehmen + größter Funktionsumfang. Das Berliner Fintech inkludiert schon im kostenlosen Tarif unbegrenzt viele SEPA-Überweisungen, mehrere deutsche IBANs, Cashback auf Kartenzahlungen und vieles mehr.
Fyrst – bestes Gesamtpaket. Die Digitalmarke der Deutschen Bank bietet einen dauerhaft kostenlosen Tarif (nur für natürliche Personen) mit 50 Freibuchungen und Bargeldservice über die Postbank-Infrastruktur. Auch in den Premium-Tarifen ist das Geschäftskonto absolut wettbewerbsfähig zu den Fintechs, vor allem wenn du „nur“ ein Konto willst und Bargeld in deinem Business eine Rolle spielt.
Tide – bestes Tagesgeld-Konto + bestes Geschäftskonto ohne Schufa-Abfrage. Die britische Finanzplattform bietet ein Geschäftskonto ohne Grundgebühr mit deutscher IBAN, Rechnungstool und DATEV-Export. Inkludiert ist außerdem ein echtes Tagesgeldkonto (kein Geldmarktfonds) mit dauerhaft hohen Zinsen, wie du es sonst „nur“ im Privatkundenbereich der Neobanken hast.
Qonto – beste Rollenverwaltung. Das französische Fintech ist Europas größter Anbieter von Geschäftskonten und glänzt bei Belegmanagement, Rechnungsstellung und der besten Rollenverwaltung am Markt.
Postbank – bestes Geschäftskonto einer Filialbank. Das Business Giro der Postbank kombiniert klassisches Banking mit einem der dichtesten Standortnetze Deutschlands und für einen Filialisten sehr fairen Konditionen. Wenn du regelmäßig Bargeld einzahlst und einen persönlichen Ansprechpartner haben möchtest – etwa für Kredite und Förderungen -, ist das Angebot unschlagbar.
Holvi – beste integrierte Buchhaltung. Das finnische Zahlungsinstitut verbindet Banking mit E-Rechnungen, Belegverwaltung und Buchhaltungsfunktionen. Bei Nutzung von Holvi kannst du dir eine separate Buchhaltungssoftware in aller Regel sparen.
bunq – beste Option bei internationaler Tätigkeit. Das niederländische Fintech mit Vollbank-Lizenz bietet bis zu 25 Unterkonten mit eigener IBAN, Fremdwährungen und weitreichende Automatisierung. Wenn du international arbeitest und deine Finanzen fein strukturieren willst, ist bunq auch über den Fintech-Bereich hinaus die beste Wahl.
ING – bestes Neukundenangebot. Die größte deutsche Direktbank stuft dich automatisch jeden Monat in den günstigsten Tarif ein und kommt ohne Grundgebühr im Einstiegstarif. Extrem attraktive Konditionen & Cashback-Angebote für Neukunden.
Meine kleine Medienfirma (4pub GmbH) hat seit 2013 ein Geschäftskonto bei der Sparkasse Hannover. Dabei sind wir schon im Jahr 2017 nach Köln umgezogen. Die Entscheidung für ein Firmenkonto ist keine fürs Leben, aber meist doch deutlich langfristiger als etwa die Bindung an ein SEO-Tool.
Ich habe im Laufe der Zeit immer wieder von einem persönlichen Ansprechpartner bei „meiner“ Bank profitiert, bin fürs operative Geschäft und für Kapitalanlagen inzwischen allerdings im Fintech-Kosmos unterwegs. Überhaupt muss die Firmenkonto-Entscheidung kein „entweder, oder“ sein, zumal die Grundgebühren selbst bei den Filialisten inzwischen meist in einem akzeptablen Rahmen liegen.
Meine persönlichen Empfehlungen für die besten Geschäftskonten findest du im Folgenden.
- die Deutsche-Bank-Tochter Fyrst, wenn du ein reines Banking-Produkt zu sehr guten Konditionen und mit maximaler Sicherheit wünschst und Bargeld in deinem Geschäft eine Rolle spielt.
- Accountable, wenn du als Freiberufler oder Kleinunternehmer kompromisslos die beste Leistung zum kleinsten Preis haben willst.
- Vivid als Geschäftskonto für deine Kapitalgesellschaft, wenn dir die Einlagensicherung eines E-Geld-Instituts ausreicht (siehe nächster Abschnitt). Alternativ Qonto für die Sicherheit einer Vollbank im Hintergrund plus sehr guten Support.
- bunq, wenn du als Selbständiger oder Unternehmen international und mit verschiedenen Währungen agierst.
Worauf du bei der Auswahl achten solltest
Der Preis auf der Startseite des Anbieters sagt wenig darüber aus, was dich dein Geschäftskonto am Ende wirklich kostet. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Grundgebühr, Buchungskosten und deinem tatsächlichen Nutzungsverhalten.
Die folgenden Punkte solltest du vor der Eröffnung durchgehen.
Gebührenstruktur: Grundgebühr gegen Buchungskosten
Die Grundgebühr allein sagt wenig aus. So kostet ein Konto ohne Grundgebühr mit 0,30 Euro pro Buchung bei 100 Buchungen im Monat tatsächlich ganze 30 Euro. Ein Konto für 10 Euro pauschal mit Inklusivbuchungen ist dann günstiger. Rechne mit deinem realistischen Buchungsvolumen, nicht mit dem beworbenen Einstiegspreis.
Rechtsform-Check
Nicht jedes Konto steht jeder Rechtsform offen. Einige Gratis-Tarife gelten nur für Freiberufler und Einzelunternehmer. GbRs haben es besonders schwer, die ING etwa nimmt sie aktuell etwa überhaupt nicht an. Prüfe vor der Anmeldung, ob deine Rechtsform akzeptiert wird – auch mit Blick auf eine spätere Umfirmierung.
Bargeld
Das große Manko fast aller Fintechs: Bargeldeinzahlungen sind meist unmöglich oder teuer. Wenn du Einnahmen in bar hast, brauchst du ein Konto mit Automaten- oder Filialzugang. Das bekommst du bei der Postbank, aber auch bei der Deutsche-Bank-Tochter Fyrst, die hier auf Postbank-Infrastruktur zurückgreift.
Schnittstellen zur Buchhaltung
Dein Konto sollte mit deiner Buchhaltungssoftware sprechen können, per DATEV-Export für den Steuerberater oder per Anbindung an Tools wie Lexware Office und sevdesk.
Zinsen & Kredite
Ein Geschäftskonto kann mehr sein als eine Durchgangsstation für Zahlungen. Bei einigen Anbietern vermehrt sich dein Guthaben „von allein“, bei anderen bekommst du bei Investitionsvorhaben frisches Geld.
Bei den Zinsen haben die Fintechs die Nase vorn. Tide und Holvi zahlen dauerhaft Zinsen nahe am EZB-Satz. Bei bunq kannst du dein Geld sogar in Fremdwährungen anlegen, trägst dann aber das Wechselkursrisiko.
Die Verzinsungen geschehen teilweise direkt übers Guthabenkonto, teilweise übers Tagesgeld. Bisweilen legen die Anbieter dein Geld auch im Hintergrund in Geldmarktfonds an.
Wie im Privatkundenbereich gilt die wichtige Unterscheidung zwischen Aktionszins und Dauerkondition. Bei Vivid kriegst du als Neukunde aktuell 4-5 Prozent Zinsen, nach dem Aktionszeitraum aber nur noch 0,1-0,5 Prozent. Rechne mit dem Basiszins, nicht mit der Werbezahl.
Wenn du einen Kontokorrent-Kredit (das geschäftliche Gegenstück zum Dispositionskredit) oder eine dauerhafte Finanzierung oder Förderungen anstrebst, sind Vollbanken wie Postbank und Fyrst dein natürlicher erster Ansprechpartner. Aber auch „erwachsenere“ Fintechs wie Qonto vermitteln dir Kredite.
Einlagensicherung
Eine Frage, die sich bis vor wenigen Jahren kaum jemand stellte: Wie sicher ist mein Geld bei meiner Bank? Infolge von Finanzkrisen und neuen Playern hat die Relevanz dieser Frage – völlig zurecht – deutlich zugenommen.
Grundsätzlich gilt: Einlagensicherungen beziehen sich nur auf Bankguthaben. Anlagen (Aktien und ETFs, aber auch Geldmarktfonds) werden grundsätzlich immer getrennt aufbewahrt.
Im Kern gibt es drei verschiedene Konstruktionen.
Institute mit eigener EU-Vollbank-Lizenz. Dazu zählen natürlich die Postbank und ING, aber auch die Fintechs Fyrst (100%ige Deutsche-Bank-Tochter) und bunq. Die gesetzliche Einlagensicherung beträgt in allen Ländern 100.000 Euro pro Kunde, über freiwillige Verpflichtungen und Kooperationen ist dein Geld deutlich darüber hinaus geschützt.
Institute, die mit Vollbanken kooperieren. Qonto, Tide und Accountable haben keine eigene Banklizenz, sondern kooperieren bei der Kontoverwaltung und Aufbewahrung von Kundengeldern mit europäischen Großbanken. Ein Modell, mit dem auch die großen Fintechs im Privatkundenbereich wie N26, Revolut und Trade Republic jahrelang agierten und das faktisch auf einem Sicherheitsniveau ist mit einer eigenen Vollbank-Lizenz.
E-Geld-Institute, die Kundengelder selbst oder über Partner verwalten. Darunter fallen unser Preis-Leistungs-Sieger Vivid sowie Holvi, aber etwa auch Paypal und Stripe. Diese Unternehmen stellen die Sicherheit der Kundengelder durch strikte Trennung vom Unternehmensvermögen sicher. Dein Geld wird in der Regel über verschiedene Partnerbanken verteilt, teilweise auch in risikoarme Finanzprodukte investiert.
Die E-Geld-Institute betonen, im Insolvenzfall seien die Kunden-Gelder maximal geschützt, durch die Streuung auch über die gesetzliche Einlagensicherung hinaus. Tatsächlich ist diese Konstruktion auch sehr sicher. Aber es ist eben nicht die eigentliche gesetzliche Einlagensicherung.
Was heißt das für dich in der Praxis? Für den laufenden Geschäftsbetrieb ist die Konstruktion zweitrangig, zumal natürlich alle Anbieter staatlich beaufsichtigt und reguliert werden. Auch bei Investitionen an Kapitalmärkten gelten überall die gleichen Regeln, deine Gelder sind hier bei E-Geld-Instituten exakt so sicher wie bei Vollbanken.
Nur wenn du du größere Summen auf deinem Konto vorzuhalten gedenkst, gewinnt die Frage des rechtlichen Konstruktion an Bedeutung. Dann ist es zumindest eine Überlegung wert, diese Rücklagen bei einer Vollbank zu „parken“.
Die besten Geschäftskonten im Vergleich
Der Markt für Geschäftskonten und Firmenkonten ist hart umkämpft, jeder Anbieter setzt eigene Schwerpunkte. Welches Bankprodukt zu deinen Anforderungen passt, erfährst du im Folgenden.
Accountable – Preis-Leistungs-Sieger für Solo-Selbständige
DNA: Kostenloses Geschäftskonto als Teil einer beliebten Steuer- und Buchhaltungs-Suite für Freiberufler und Einzelunternehmer.
Besondere Merkmale: Deutsche IBAN, automatische Steuerrücklagen-Berechnung, unbegrenzte E-Rechnungen schon im Gratis-Tarif, Steuererklärungen direkt aus der App ans Finanzamt, bis zu 10 Unterkonten.
Preis: Keine Kosten für Kontoführung und unbegrenzte Buchungsvorgänge (!), inklusive physische & virtuelle Debit-/Kreditkarte. Premium-Tarife ab 9,90 Euro/Monat.
Vorteile
- Dauerhaft kostenloses Geschäftskonto ohne Kontoführungs- und Buchungsgebühren für SEPA-Zahlungen
- Automatische Steuerrücklage: Umsatz- und Einkommensteuer wandern direkt aufs Rücklagenkonto
- Banking, Rechnungen, Buchhaltung und Steuererklärungen in einer einzigen App
- Kontoeröffnung ohne Schufa-Abfrage in wenigen Minuten
- In den höheren Tarifen übermittelst du alle Steuererklärungen inklusive EÜR und Umsatzsteuer direkt ans Finanzamt
- Solide Einlagensicherung bis 100.000 Euro über französische Großbank (BNP Paribas)
- Nur für Freiberufler, Einzelunternehmer, Kleinunternehmer und GbRs
- Keine Bargeldeinzahlungen
- relativ reduziertes Banking-Produkt ohne Kreditrahmen
Accountable denkt das Geschäftskonto von der Steuer her. Die App berechnet bei jedem Zahlungseingang, wie viel Umsatz- und Einkommensteuer du zurücklegen solltest, und parkt das Geld optional auf einem separaten Rücklagenkonto. Umsatzsteuer-Voranmeldung, EÜR und Einkommensteuererklärung reichst du direkt aus der App beim Finanzamt ein.
Deine Einlagen liegen beim Bankpartner Swan und werden bei der französischen Großbank BNP Paribas verwahrt. Damit greift die französische Einlagensicherung bis 100.000 Euro.
Das Konto kostet nichts, es gibt keine Fußnoten wie sich läppernde Buchungsgebühren. Geld verdient Accountable mit seiner Buchhaltungs-Software, die im kleinsten Tarif ebenfalls kostenlos ist. Wenn du keine Kapitalgesellschaft (UG, GmbH, …) dein Eigen nennst – denen Accountable nicht offen steht – und dein Business ohne Bargeldeinzahlungen funktioniert, ist das Gesamtpaket schwer zu schlagen.
Vivid – Preis-Leistungs-Sieger für Unternehmen + größter Funktionsumfang
DNA: Berliner Fintech-Plattform, die ein Geschäftskonto mit Cashback, Geldanlage und Finanzierungs-Optionen kombiniert.
Besondere Merkmale: Unbegrenzt kostenlose SEPA- und Echtzeitüberweisungen in allen Tarifen, unbegrenzt viele deutsche IBANs und Unterkonten, Cashback auf Kartenzahlungen (etwa bei Google Ads und Amazon), Anbindung an gängige Buchhaltungstools.
Preis: Gratis-Tarife sowohl für Personen- als auch für Kapitalgesellschaften inklusive DATEV-Export, Integrationen, kostenlosen physischen & digitalen Karten. Premium-Tarife ab 7 Euro / Monat mit höheren Zinsen, höherem Cashback, günstigeren Gebühren etwa für internationale Überweisungen
Vorteile
- Mächtiger Gratis-Tarif inklusive unbegrenzten (digitalen) Karten & Buchungen
- Guthabenzinsen & Cashback direkt über das Geschäftskonto ohne Zusatz-Aufwand
- Viele Unterkonten für Steuern, Rücklagen und Projekte schon in den günstigen Tarifen
- Einfache schufafreie Kontoeröffnung für alle gängigen Rechtsformen
- E-Geld-Institut ohne gesetzliche Einlagensicherung
- Keine Bargeldeinzahlungen möglich
- Komplexität & Fußnoten (Aktionszinsen, …) erfordern Einarbeitung
Gestartet als Smartphone-App für Privatkunden, hat das Berliner Fintech Vivid inzwischen ein Firmenkonto für alle gängigen Rechtsformen im Sortiment. Der Funktionsumfang sucht seinesgleichen und reicht vom Geschäftskredit bis zu Staking Rewards für Crypto-Währungen.
Das macht das Angebot schwerlich vergleichbar mit der Konkurrenz und vor Abschluss ein Studium des Leistungsumfangs von Nöten. So sind zwar in allen Tarifen unbegrenzte IBANs inklusive – sind diese inaktiv, zahlst du aber 1 Euro pro IBAN und Monat.
Auf dem Schirm haben solltest du auch, dass bei Vivid als E-Geld-Institut keine nationale Einlagensicherung greift. Der Anbieter verwaltet die Kundengelder vielmehr getrennt vom eigenen Firmenvermögen auf Treuhandkonten. Das ist grundsätzlich eine sehr sichere Konstruktion, aber nicht auf einem Niveau mit der Einlagensicherung eines EU-Landes.
Fyrst – bestes Gesamtpaket
DNA: Digitalmarke der Deutschen Bank – Fintech-Konditionen kombiniert mit der Sicherheit einer deutschen Großbank.
Besondere Merkmale: Bargeld Ein- und Auszahlung über das Cash-Group-Netz, DATEV- und Buchhaltungs-Schnittstellen, Dispokredit, deutsche Einlagensicherung.
Preis: Gratis-Tarif Fyrst Base (nur für natürliche Personen; juristische Personen: 6 Euro / Monat) inklusive physischer Debit-Karte und 50 Buchungen. Premium-Tarife ab 10 Euro / Monat mit mehr & günstigeren Buchungen und mehr Karten
Vorteile
- offen für alle Rechtsformen
- Volle Bargeld-Unterstützung über Postbank-Filialen und rund 9.000 Cash-Group-Automaten
- Deutsche Vollbank mit deutscher Einlagensicherung
- leistungsstarker Gratis-Tarif für natürliche Personen
- deutlich günstiger als Filialbanken
- inklusive Firmenlastschriften & Überziehungskreditlinie schon im Gratis-Tarif
- App und Oberfläche nicht ganz auf Fintech-Niveau
- Datev-Schnittstelle nur im Premium-Tarif (24 Euro/Monat)
Fyrst schließt eine Lücke: Ein dauerhaft kostenloses Geschäftskonto mit der Verlässlichkeit einer deutschen Großbank. Denn Fyrst ist eine Marke der Deutschen Bank.
Du hast für Ein- und Auszahlungen von Bargeld Zugriff aufs gesamte Cash-Group-Netz und die Filialen der Postbank (gehört ebenfalls der Deutschen Bank) sowie die volle gesetzliche Einlagensicherung der deutschen Bank bei gleichzeitig einer sehr kompetitiven Gebührenstruktur. Bei vielen Buchungen sind die Premium-Tarife mit 0,08 Euro beziehungsweise 0,04 Euro pro Transaktion sogar deutlich günstiger als etwa bei Qonto oder Tide.
Viel mehr als Banking bietet Fyrst allerdings nicht. Statt Buchhaltung zu integrieren, gibt es Rabatt beim Partner Sevdesk. Aber wenn du als Selbständiger „nur“ ein preiswertes Konto brauchst, du dir bei der Verwahrung deiner Gelder keine Gedanken über Treuhandkonten machen willst und du vielleicht sogar Bedarf an Bargeld hast, ist Fyrst die Nummer 1.
Tide – bestes Tagesgeld-Konto + bestes Geschäftskonto ohne Schufa-Abfrage
DNA: Kostenloses Geschäfts- und Tagesgeldkonto aus Großbritannien, mehr als 2 Millionen Nutzer weltweit.
Besondere Merkmale: Deutsche IBAN, integrierte Rechnungsstellung, DATEV-Anbindung, SEPA-Echtzeitüberweisungen, verzinstes Tagesgeldkonto, Kontoeröffnung ohne Schufa-Prüfung. Niederländische Einlagensicherung (100.000 Euro)
Preis: Gratis-Tarif inklusive Karten & 5 kostenlosen Zahlungsvorgängen. Smart-Tarif für 6 Euro pro Monat (jährliche Zahlung) mit 75 Zahlungsvorgängen, ohne Fremdwährungsgebühr, höheren Tagesgeld-Zinsen.
Vorteile
- Schnelle Kontoeröffnung (keine Schufa-Abfrage) auch für die meisten GmbHs, UGs & e.K.
- Starker Gratis-Tarif inklusive DATEV, Beleg-Upload, physische & digitale Debit/Kredit-Karte
- Geschäftskonto & Tagesgeldkonto (mit gutem dauerhaften Zinsniveau) in einem
- Teuer bei vielen Buchungen
- Keine Bargeldeinzahlungen
Tide gehört in Großbritannien zu den größten Finanzdienstleistern und drängt seit dem Frühjahr 2024 auf den deutschen Markt. Du bekommst ein schlankes Konto ohne Grundgebühr, ergänzt um Rechnungsstellung, Belegverwaltung und Tagesgeld.
Besonders attraktiv macht Tide das integrierte Tagesgeldkonto mit kompetitiven Zinsen auch außerhalb von Aktionsangeboten und die breite Kundengruppe, der es offensteht. Angefangen mit Personengesellschaften, können inzwischen auch GmbHs & UGs (solange sie nicht mehr als einen Gesellschafter haben) ein Firmenkonto bei Tide eröffnen.
Wie die meisten Fintechs ist Tide nichts für bargeldintensive Unternehmen. Ein Auge solltest du außerdem auf dein Buchungsvolumen haben. Auch die im Premium-Tarif inkludierten 75 Buchungen sind bei vielen Geschäftsmodellen schnell aufgebraucht, darüber zahlst du 0,20 Euro pro Transfer.
Qonto – beste Rollenverwaltung
DNA: Europas größter Anbieter von Geschäftskonten für Selbständige und KMU.
Besondere Merkmale: Deutsche IBAN in allen Tarifen, offizieller DATEV-Partner mit über 2.000 Integrationen, Belegmanagement mit automatischer Umsatzsteuer-Erkennung, integriertes Rechnungstool, fein abgestufte Rollen und Rechte für Teams.
Preis: Gratis-Tarif für Solo-Selbständige inklusive 5 Buchungen & virtueller Karte. Premium-Tarife ab 9 Euro / Monat, gestaffelt nach Transaktionen, Zinsen. …
Vorteile
- Kontoeröffnung für alle Rechtsformen inklusive Neu-Gründungen
- Ausgereifte Teamfunktionen mit Rollen, Rechten und Freigabe-Workflows
- Sehr gute Buchhaltungsanbindung mit Foto-Belegerkennung
- Top Support (inklusive Telefon) für Digitalbank-Verhältnisse
- Rechnungen schreibst du direkt aus dem Konto, Zahlungseingänge werden automatisch abgeglichen
- mauer Gratis-Tarif
- nicht das günstigste Fintech
- Keine Bargeldeinzahlungen
- Kein „echtes“ Tagesgeld, sondern Geldmarktfonds
Mit mehr als 600.000 Geschäftskunden ist der 2017 in Paris gegründete Anbieter Qonto Marktführer im Fintech-Business-Segment. Das drückt sich auch in der Leistungspalette aus – Angebote wie ein Kontokorrentkredit (das geschäftliche Pendant zum Dispo) finden sich sonst eigentlich nur bei Filialbanken.
Auch bei den sehr umfangreichen Rechte-Verwaltungen und Integrationen ist Qonto neuen Playern deutlich voraus. Sprichwörtlich ab dem ersten Tag, denn als eines der wenigen Fintechs bekommst du auch als GmbH/UG in Gründung ein Konto und kannst dort deine Stammeinlage einzahlen.
Der Preis für die Ausgereiftheit ist exakt der Preis. Bei größerem Buchungsaufkommen oder wenn du eine größere Anzahl an Karten brauchst, ist Qonto spürbar teurer als etwa ein Vivid und fast schon in Filialbank-Gefilden.
Postbank – bestes Geschäftskonto einer Filialbank
DNA: Klassische Filialbank der Deutsche-Bank-Gruppe mit dichtem Bargeld-Netz.
Besondere Merkmale: Bargeld-Ein- und Auszahlungen über Filialen und Automaten, kostenloses Wertpapierdepot, persönlicher Service vor Ort.
Preis: Nach Gratis-Phase ab 12,90 Euro plus 0,12-0,28 Euro pro Buchung
Vorteile
- Bargeld einzahlen und abheben praktisch überall
- Kontoeröffnung für alle gängigen Rechtsformen inklusive persönlicher Beratung in der Filiale
- Einfacher Zugang zu Krediten und Fördermitteln über KfW und Landesbanken
- Vollbank mit gesetzlicher Einlagensicherung bis 100.000 Euro plus Sicherungsfonds
- Kein Gratis-Tarif, deutlich teurer als Fintechs
- angestaubte Oberfläche & Apps
- keine Digital-Funktionen im Bereich digitaler Buchführung
Seit einigen Jahren eine 100%ige Tochter der Deutschen Bank, war die Postbank schon immer ein beliebte Anlaufstelle für alle Selbständigen. Und bleibt es auch im Digital-Zeitalter noch, vor allem wenn Bargeld im Geschäft eine Rolle spielt – Ein- und Auszahlungen sind praktisch an jeder Ecke möglich. Dazu hast du persönliche Ansprechpartner ums Eck, auch bei Finanzierungsbedarf.
Das vollwertige Banking-Produkt inklusive persönlicher Beratung musst du dir allerdings auch etwas kosten lassen wollen. Die Gebührenstruktur wirkt doch ein wenig aus der Zeit gefallen und beinhaltet etwa noch Jahresgebühren für einfache Kreditkarten (30 Euro). Und Funktionen wie Rechnungserstellung aus dem Geschäftskonto-Bereich heraus solltest du besser gar nicht suchen.
Holvi – beste integrierte Buchhaltung
DNA: Finnisches Zahlungsinstitut, das ein Geschäftskonto mit E-Rechnungen, Belegverwaltung und vorbereitender Buchhaltung verbindet.
Besondere Merkmale: Integrierte Rechnungsstellung inklusive E-Rechnungen, Belegverwaltung und Einnahmen-Ausgaben-Übersicht, Unterkonten, deutsche IBAN, kostenlose Kontoeröffnung auch für GmbH, UG und GbR.
Preis: Gratis-Tarif inklusive virtuelle Debitkarte & Kreditkarte plus 0,25 Cent pro Buchung. Premium-Tarife ab 4,50 Euro pro Monat bei jährlicher Zahlung; ab 9 Euro pro Monat mit unbegrenzten Buchungen
Vorteile
- Vorbereitende Buchhaltung mit Einnahmen-Ausgaben-Übersicht direkt im Konto
- sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bei vielen Buchungen
- Sehr schnelle Kontoeröffnung ohne Schufa-Abfrage
- kein Gratis-Tarif für operativ tätige Unternehmen (Kosten ab der ersten Buchung)
- Keine Bargeldeinzahlungen möglich
- keine gesetzliche Einlagensicherung
Holvi wurde 2011 in Helsinki gegründet und gehört damit zu den Pionieren des digitalen Business-Bankings in Europa. Der Ansatz hat sich seitdem nicht geändert: Das Konto soll nicht nur Zahlungen abwickeln, sondern gleich die Verwaltung drumherum erledigen.
Du schreibst deine Rechnung direkt in Holvi, der Zahlungseingang wird dann automatisch zugeordnet. Und die Umsatzsteuer-Schätzung zeigt dir laufend, was du ans Finanzamt abführen musst. Eine separate Buchhaltungssoftware kannst du dir in aller Regel sparen.
Der finnische Anbieter hat einen Gratis-Tarif, der aber nicht mehr als ein Feigenblatt ist. Operativ tätige Unternehmen müssen darin ab der ersten Buchung 0,25 Euro pro Transaktion zahlen, bei kompletter Inaktivität wird eine Gebühr von 4,50 Euro pro Monat fällig.
Richtig spannend ist Holvi für dich, wenn Bargeld in deinem Unternehmen keine Rolle spielt und du etwa als Online-Shop-Betreiber viele Buchungen hat. Schon für 9,90 Euro pro Monat (Holvi Pro) hast du unbegrenzte SEPA-Überweisungen und -Lastschriften in deinem Tarif.
Ähnlich wie Vivid verwaltet auch Holvi Kundengelder auf Treuhandkonten. Das bedeutet ein großes Maß an Sicherheit, kommt aber nicht ans Niveau einer europäischen Vollbank heran.
bunq – beste Option bei internationaler Tätigkeit
DNA: Niederländische Digitalbank mit echter Vollbanklizenz und dem flexibelsten Unterkonten-System am Markt.
Besondere Merkmale: Bis zu 25 Unterkonten mit jeweils eigener IBAN, Guthabenzinsen, Multiwährungsfunktionen auch für Tagesgeld, umfangreiche Automatisierungen.
Preis: Gratis-Tarif mit digitaler Karte plus 0,13 Euro / Buchung. Premium-Tarife ab 7,99 Euro inklusive physischer Kreditkarte, 5 Konten & 100 Buchungen pro Jahr (!)
Vorteile
- Bis zu 25 Unterkonten mit eigener IBAN und mächtigen Automatisierungen
- Starke internationale Funktionen inklusive Konten in über 20 Fremdwährungen
- Echte Vollbanklizenz mit gesetzlicher Einlagensicherung bis 100.000 Euro
- Für Fintech-Verhältnisse recht teuer
- radikaler mobile first Ansatz spaltet die Gemüter
- keine Bargeldeinzahlungen
- kein echter Gratis-Tarif
Als eine der wenigen europäischen Neobanken nennt bunq eine Vollbank-Lizenz ihr Eigen, womit die gesetzliche niederländische Einlagensicherung von 100.000 Euro greift (de facto unbegrenzt über EU-Kooperationsabkommen).
Auch bei weiteren Punkten sticht bunq deutlich heraus. So kannst du dir mit bis zu 25 Unterkonten samt eigener IBAN und frei konfigurierbaren Automatisierungen dein eigenes Finanz-System bauen, das Rücklagen, Budgets und Zahlungen im Hintergrund verschiebt.
Bist du international tätig, profitierst du von kostenlosen Fremdwährungskonten (> 20 Währungen) mit sehr vorteilhaften Gebührenstrukturen. Benötigst du hingegen Fremdwährungs- noch Unterkonten, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis von bunq nicht das allerbeste.
ING – bestes Neukundenangebot
DNA: Geschäftskonto der größten deutschen Direktbank mit Bestpreis-Modell, das dich automatisch in den jeweils günstigsten Tarif einstuft.
Besondere Merkmale: Automatische Abrechnung des jeweils günstigsten Tarifs, kostenlose Visa Business Debitkarte, bis zu fünf Unterkonten mit eigener IBAN ohne Aufpreis, Kontokorrent (=Dispo) Geschäftskredite.
Preis: Gratis-Tarif inklusive Visa-Debitkarte & 5 Unterkonten plus 0,30 Euro pro Transaktion (entfallen für 6-12 Monaten). Premium-Tarife ab 4,90 Euro mit günstigeren Transaktionen
Vorteile
- alle gängigen Rechtsformen (außer GmbH i.G., KG, GbR)
- Bestpreis-Automatik – immer im günstigsten Tarif
- Deutsche Vollbank mit deutscher Einlagensicherung
- Bis zu fünf Unterkonten mit eigener IBAN ohne zusätzlichen Grundpreis
- Sehr gute & ausgereifte App
- Bargeldeinzahlungen nur umständlich und teuer über die Reisebank
- Teurer als Fintechs, aber auch als Fyrst (Deutsche Bank)
Deutschlands größte Direktbank ING ist erst Ende 2024 ins Geschäftskundensegment eingestiegen. Die Frankfurter versuchen ihr Erfolgskonzept aus dem Privatbereich zu übertragen: Ein einfaches Produkt mit transparenten Preisen.
Was für einen Tarif du buchst, ist fast egal. Denn die Bank sortiert dich am Ende jedes Monats in den Plan ein, in welchem du am wenigsten bezahlst. Entsprechend musst du nichts Kleingedrucktes studieren oder die Buchungen der nächsten Monate hochrechnen.
Die Preise sind fair und liegen unter denen von Filialisten, aber etwa über einem Fyrst (Deutsche Bank), wo du noch den Vorteil direkter Bargeldeinzahlungen hast. Im Verbund mit dem aufs Wesentliche reduzierte Funktionsumfang ist das ING Geschäftskonto damit aktuell vor allem eine Empfehlung für alle, die auch privat zufriedene Kunden der Direktbank sind und alles aus einer Hand schätzen.
Hinzu kommt ein sehr attraktives Einstiegsangebot. Neukunden zahlen in den ersten 6-12 Monaten weder Grund- noch Transaktionsgebühren und erhalten bis zu 200 Euro Gutschrift, die an sehr machbare Konditionen geknüpft ist (etwa eine ausgehende Überweisung in den ersten 30 Tagen).
Welches Geschäftskonto zu dir passt
Jedes Geschäftskonto hat seine eigenen Stärken und Schwächen, und nicht jedes Geschäftskonto passt für jede Selbständigkeit. Die folgende Gruppierung nach Prioritäten unterstützt dich bei deiner ganz persönlichen Entscheidungsfindung.
Kostenlos mit unbegrenzten Buchungen
- Accountable (natürliche Personen) – smarte Verknüpfung mit Buchhaltung
- Vivid (juristische Personen) – riesiger Funktionsumfang von Cashback bis unbegrenzte IBANs
Steuern im Griff
- Accountable – Steuererklärungen direkt aus der App ans Finanzamt
- Qonto – Rollen, Freigaben und Beleg-Management für wachsende Teams
- Holvi – Eingebaut Rechnungsstellung und vorbereitende Buchhaltung
Bargeld und persönliche Beratung
- Postbank – dichtes Bargeld-Netz inklusive Einzahlung im Einzelhandel
Bestes aus zwei Welten (Fintech & Vollbank)
- ING – Bestpreis-Modell mit deutscher Einlagensicherung
- bunq – eigene Banklizenz mit bis zu 25 IBAN-Unterkonten
- Fyrst – Deutsche Bank zu Fintech-Konditionen
Geschäftskonto trotz Schufa-Eintrag
Ein negativer Schufa-Eintrag ist für viele Gründer eine echte Hürde. Klassische Banken lehnen die Kontoeröffnung dann oft ab. Die gute Nachricht: Bei Geschäftskonten und Firmenkonten verzichten deutlich mehr wirklich empfehlenswerte Anbieter auf die Schufa-Abfrage als im Privatkundenbereich.
Ohne Schufa-Prüfung eröffnest du dein Konto bei Accountable, Tide und Holvi. Diese Konten laufen auf Guthabenbasis: Du kannst nur ausgeben, was auf dem Konto liegt. Dafür spielt deine Bonität bei der Eröffnung keine Rolle.
Anders bei den klassischen Banken: Fyrst und Postbank prüfen deine Schufa. Bei negativen Einträgen wird die Eröffnung dort in der Regel abgelehnt.
Ein Praxis-Tipp: Ein Schufa-Eintrag verjährt, und nicht jeder Eintrag wiegt gleich schwer. Wenn du mittelfristig einen Kontokorrentkredit oder eine Finanzierung brauchst, lohnt es sich, parallel an deiner Bonität zu arbeiten. Denn Kredite bekommst du auch bei den schufafreien Anbietern nicht ohne Bonitätsprüfung.
Geschäftskonto wechseln in 5 Schritten
Viele Selbständige bleiben Jahre bei einem zu teuren Konto, weil ihnen der Wechsel aufwendig erscheint. Dabei ist der Umzug mit etwas Planung in wenigen Wochen erledigt.
Schritt 1: Neues Konto eröffnen
Eröffne das neue Konto, bevor du das alte kündigst. Bei digitalen Anbietern wie Qonto und Vivid dauert das inklusive Video-Identifikation oft nur 15 bis 30 Minuten.
Schritt 2: Zahlungspartner identifizieren
Geh die Kontoauszüge der letzten zwölf Monate durch und notiere alle Lastschriften, Daueraufträge und regelmäßigen Zahlungseingänge. Denk auch an jährliche Abbuchungen wie Versicherungen oder Software-Abos, die leicht durchrutschen.
Schritt 3: Daueraufträge und Lastschriften umziehen
Richte die Daueraufträge auf dem neuen Konto ein und teile allen Lastschrift-Partnern die neue Bankverbindung mit. Aktualisiere außerdem deine Rechnungsvorlagen, dein Impressum und hinterlegte Konten bei Zahlungsdiensten wie PayPal und Stripe.
Schritt 4: Parallelbetrieb für zwei bis drei Monate
Lass beide Konten eine Weile parallel laufen und behalte das alte Konto im Blick. So fängst du Nachzügler ab – etwa Kunden, die noch auf die alte IBAN überweisen.
Schritt 5: Altes Konto kündigen
Wenn auf dem alten Konto zwei Monate lang nichts mehr passiert ist, kündigst du es schriftlich und lässt dir das Restguthaben auf das neue Konto überweisen. Hebe die alten Kontoauszüge auf – für Geschäftsunterlagen gelten Aufbewahrungsfristen von bis zu zehn Jahren.
Häufige Fragen zu Geschäftskonten
Brauche ich als Freiberufler überhaupt ein Geschäftskonto?
Gesetzlich verpflichtet bist du nicht, die Pflicht gilt nur für Kapitalgesellschaften wie GmbH und UG. Sinnvoll ist ein separates Konto trotzdem. Du trennst private und geschäftliche Finanzen, erleichterst dir Buchhaltung und Steuererklärung und vermeidest Ärger mit deiner Bank. Viele Institute untersagen die gewerbliche Nutzung von Privatkonten nämlich in ihren AGB. Kostenlose Konten wie Fyrst oder Accountable nehmen dir das Kostenargument gegen ein Zweitkonto.
Was kostet ein Geschäftskonto realistisch?
Die Spanne reicht von dauerhaft 0 Euro bis über 50 Euro pro Monat. Entscheidend sind neben der Grundgebühr vor allem die Buchungskosten. Ein nominell günstiges Konto kann bei vielen Transaktionen teurer sein als ein Tarif mit höherer Grundgebühr und großem Freikontingent. Accountable und Vivid sind dauerhaft kostenlos mit unbegrenzten Buchungen.
Gibt es wirklich dauerhaft kostenlose Geschäftskonten - und wo ist der Haken?
Ja, mehrere Anbieter verzichten dauerhaft auf die Grundgebühr, darunter Fyrst, Accountable, Tide, Vivid und Holvi. Der Haken steckt in den Limits: knappe Freikontingente bei Überweisungen, kostenpflichtige physische Karten oder fehlende Funktionen wie Bargeldservice. Prüfe, ob die Grenzen des Gratis-Tarifs zu deinem Zahlungsverkehr passen – sonst zahlst du über Einzelgebühren am Ende mehr als in einem Bezahltarif.
Welches Geschäftskonto kann ich für meine GmbH oder UG eröffnen?
Wie schnell ist ein Geschäftskonto eröffnet?
Bei digitalen Anbietern wie Qonto, Vivid oder Tide dauert der Antrag inklusive Video-Identifikation meist 10 bis 30 Minuten. Feigeschaltet wird das Konto innerhalb weniger Stunden, maximal innerhalb weniger Werktage. Du brauchst deinen Ausweis sowie je nach Rechtsform Gewerbeanmeldung oder Handelsregisterauszug.
Ist mein Geld bei Fintech-Konten sicher?
Alle hier vorgestellten Anbieter sind reguliert und beaufsichtigt. Der Unterschied liegt im Sicherungsmodell: Vollbanken wie Fyrst (=Deutsche Bank), Postbank, ING und bunq unterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung bis 100.000 Euro. Gleiches gilt für die Vollbank-Partner Qonto, Tide und Accountable. E-Geld-Institute wie Vivid und Holvi, aber auch Stripe und Paypal verwahren Kundengelder getrennt und bieten eigene Sicherungen, die objektiv nicht ganz die Verlässlichkeit der gesetzlichen Einlagensicherung haben.
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