Der Fear of Missing Out Effekt und wie du ihn nutzen kannst

In meinem heutigen Artikel geht es um den Fear of Missing Out Effekt, auch FOMO genannt.

Was das genau ist und welche Auswirkungen dieser hat, erläutere ich im Folgenden. Zudem zeige ich Beispiele und gehe ich darauf ein, wie man diesen Effekt im eigenen Business nutzen kann.
Das solltst du nicht verpassen!

Nicht zuletzt gehe ich der Frage nach, welche ethischen und rechtlichen Aspekte dabei zu beachten sind.

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Was ist der Fear of Missing Out Effekt?

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Der Begriff Fear of Missing Out ist im englischsprachigen Bereich weit verbreitet. Der Satz “Das solltest du nicht verpassen” in der Einleitung spielt natürlich auf diesen Effekt an. :-)

Damit ist eine typische gesellschaftliche Angst etwas zu verpassen gemeint. Diese Angst treibt viele Menschen dazu bestimmte Dinge zu tun, wie z.B. einen Artikel zu lesen, um nicht irgendwelche tollen Tipps zu verpassen.

Das kennt man natürlich im privaten Bereich zur Genüge, aber auch im Business funktioniert dieses Marketing-Instrument sehr gut und wird von vielen Firmen genutzt.

Dass dieser Effekt natürlich seine positiven, aber auch seine negativen Aspekte hat, dürfte wenig überraschen.

Beispiele für den Fear of Missing Out Effekt

Es gibt unzählige Beispiele für diesen Effekt. So ist der FOMO Effekt zum Beispiel ein Grund, warum viele nicht auf ihr Smartphone verzichten können. Sie haben Angst, sie könnten etwas wichtigstes verpassen. Das kann eine Party sein, ein Treffen, eine News oder was anderes.

Auch im Business-Bereich gibt es viele Beispiele dafür. Booking.com zeigt z.B. an, wie viele andere Nutzer in letzter Zeit ein Hotel gebucht haben und es wird auch angezeigt, wenn schon was komplett weg ist.

Amazon zeigt in seinem Shop an, wie viele Produkte nur noch da sind. Auch Angebote sind ganz typisch für den Fear of Missing Out Effekt. Diese sind zeitlich begrenzt, wie z.B. die Amazon Blitzangebote.

Die Klickbait-Headlines vieler Online-Magazine spielen oft ebenfalls mit diesem Effekt.

Auf Kickstarter ist FOMO das Hauptprinzip. Zum einen laufen die Finanzierungskampagnen dort nur eine begrenzte Zeit. Zum anderen gibt es oft Boni nur in den ersten 48 Stunden und generell gibt es viele Kickstarter-exklusive Inhalte, die später so nicht mehr erhältlich sind.

Ein Countdown-Timer ist ebenfalls eine Abwandlung dieses Effektes. Auch hier will man beim Betrachter das Gefühl wecken, dass er etwas verpassen könnte.

Viele Firmen nutzen diesen Effekt, was man teilweise sicher kritisch sehen kann, aber es geht auch positiv. So hat Heineken mit dieser Methode z.B. für verantwortliches Trinken geworben. In dem TV-Spot wird gezeigt, dass man die besten Teile der Party verpasst, wenn man zu viel trinkt.

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Den Fear of Missing Out Effekt als Selbstständiger nutzen

Wie kann man als Selbstständiger diesen Effekt nun verantwortungsvoll nutzen?

Begrenzte Angebote

Ein Klassiker sind natürlich die begrenzten Angebote. So kann man von einem Produkt nur eine bestimmte Zahl verkaufen und/oder nur für eine begrenzte Zeit einen Sonderpreis anbieten.

Die Teilnehmerzahl bei Webinaren und Kursen kann man beschränken und damit die FOMO bei den Interessierten wecken.

Auch andere Leistungen oder bestimmte hochwertige Informationen kann man nur für eine begrenzte Zeit bereitstellen.

Einmalige Angebote (z.B. in Form von Exit-Popups) sind ebenfalls eine beliebte Methode.

Im Affiliate Marketing ist es ebenfalls üblich aktuelle Angebote aufzulisten oder z.B. zeitlich begrenzte Coupons zu bewerben.

Exklusive Angebote

Wenn man die Möglichkeit hat bestimmte Produkte anzubieten, die es sonst nicht gibt, kann man mit dem Fear of Missing Out Effekt mehr Kunden anlocken.

Wenn etwas nicht überall verfügbar ist, schlagen viele Kunden eher zu.

Aktiv darauf hinweisen

Wichtig ist bei den genannten Maßnahmen, dass man aktiv darauf hinweist. Nicht umsonst sieht man häufig Formulierungen wie “Das solltst du nicht verpassen!” oder ähnliches. Damit kann man die Zielgruppe noch eher darauf stoßen, dass diese etwas verpassen könnten.

Das funktioniert z.B. in den Betreffzeilen von Newslettern sehr gut. Mit solchen Formulierungen steigt die Öffungsrate deutlich an.

Aber auch auf Bannern oder im Text ist der aktive Hinweis darauf hilfreich.

Social Proof

Nicht erst seit Facebook und Co. ist der Social Proof ein wichtiges Marketing-Instrument, das zusammen mit dem FOMO Effekt für höhere Einnahmen sorgt.

Viele Menschen wollen einfach dabei sein und nicht außen vor gelassen werden. Also kaufen sie ein Produkt ebenfalls, wenn es schon viele andere gibt, die damit zufrieden sind. Produktbewertungen in Online-Shops sind aus diesem Grund sehr weit verbreitet.

Auch Testimonials und ähnliches wirken so, genauso wie hohe Aufrufzahlen eines Videos für noch mehr Zuschauer sorgen.

Nutzt du den Fear of Missing Out Effekt in deinem Business?

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Wie ich den Fear of Missing Out Effekt nutze

Ich nutze den Fear of Missing Out Effekt auch in meiner Selbstständigkeit, wenn auch eher vorsichtig.

Vor allem als Affiliate setze ich diesen ein, denn ich liste gern aktuelle Angebote für Produkte und Leistungen auf. Das mache ich entweder manuell oder automatisiert. So nutze ich z.B. das WordPress-Plugin AAWP, um automatisch aktuelle Produktangebote bei Amazon anzuzeigen.

Aber auch exklusive Angebote und Social Proof setze ich hier und da ein. So z.B. bei meinem eBook*, wo ich unter anderem die Zahl der bisherigen Käufer angebe.

Ethische und rechtliche Aspekte

Der Fear of Missing Out Effekt ist sehr mächtig, hat aber auch seine Schattenseiten. Es gibt Menschen, die schon krankhaft diesbezüglich sind und das sollte man natürlich nicht ausnutzen. FOMO kann Stress erzeugen und unglücklich machen.

Stattdessen sollte man eine schon vorhandene Kaufbereitschaft mit dem FOMO Effekt lediglich verstärken, so dass die Kaufentscheidung leichter gefällt wird.

Im Business gilt es also verantwortungsvoll damit umzugehen und die potentiellen Kunden nicht über den Tisch zu ziehen.

Es gibt aber auch rechtlich Grenzen. Ich kann und will hier nicht auf Details eingehen, aber z.B. gab es schon Urteile bzgl. der künstlichen Verknappung. Da wurden Firmen verurteilt, die Produkte künstlich verknappt haben oder ihre potentiellen Kunden darüber getäuscht haben. Da wurde also nur behauptet, dass etwas zeitlich/mengenmäßig beschränkt ist, in Wahrheit hat man den Zeitraum aber immer wieder verlängert und die Produktzahl immer wieder etwas angehoben, bevor sie angeblich alle waren.

Auch Fake-Angebotspreise kennt man leider mittlerweile zur Genüge. Shops, die angeblich Angebotspreise haben, aber vorher ihre normalen Preise angehoben haben. Auch das ist strafbar.

Man sollte auf jeden Fall fair mit anderen Menschen umgehen und nichts machen, was einem selbst auch nicht gefallen würde.

Fazit

Der Fear of Missing Out Effekt ist ein mächtiges Instrument im Marketing, sollte aber mit Vorsicht genutzt werden.

Habt ihr Erfahrungen damit sammeln können? Wenn ja, wie nutzt ihr diesen Effekt?

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3 Gedanken zu „Der Fear of Missing Out Effekt und wie du ihn nutzen kannst“

  1. Ein Praxis-Beispiel von mir um zu zeigen wie gut es funktioniert:
    Hintergrund: Lead-Magnet Landingpage. Für seine E-Mail bekommt der User ein hochqualitatives E-Book. Traffic kam von Posts auf Reddit in spezifischen Subreddits, also “highly committed” und “highly targeted”.

    Meine erste Conversion Rate lag bei 31%, was ja an sich schon ziemlich gut ist. Dann habe ich einen A/B-Test gestartet und einen roten Text in Caps “OFFER ENDS SOON” hinzugefügt. Conversion Rate ging auf 41%. Wirkt wunder.

    Wer die Seite sehen will: tigerfibel.krasser.xyz Die Leserschaft hier zählt nicht zu meiner Zielgruppe, also kann mir niemand vorwerfen ich würde spammen.

    Viele Grüße!

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  2. NOCH funktioniert es. Ich bin allerdings schon so weit, dass ich Angebote die zeitlich oder in der Menge stark limitiert sind, grundsätzlich ablehne.

    Antworten
    • Man wird damit sicher niemals alle Nutzer erreichen. Wer sich selber mit solchen Marketing-Themen beschäftigt, erkennt natürlich viel eher bestimmte Instrumente. Bei “normalen” Nutzern funktioniert es dagegen recht gut.

      Aber natürlich sollte man es keinesfalls übertreiben oder missbrauchen, wie schon im Artikel geschrieben.

      Antworten

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