In dieser Artikelserie gab es nun schon eine Menge Tipps, wie man mit dem Amazon Partnerprogramm mehr verdienen kann.
Eine Voraussetzung dafür, dass man lange Spaß am Amazon Partnerprogramm hat, ist jedoch, dass man keine Fehler macht oder Probleme mit Amazon bekommt.
Deshalb gehe ich im Folgenden auf typische Fehler und Probleme ein, die man vermeiden sollte.
Inhalt
Toggle8 typische Fehler und Probleme
Immer wieder hört und liest man von Amazon Affiliates, die aus dem PartnerNet rausgeschmissen wurden. Angeblich völlig unschuldig, wie immer wieder betont wird. Und da es leider seitens Amazon keine wirklich gute Kommunikation mit den betroffenen Affiliates gibt, ist es schwer herauszufinden, was denn wirklich der Grund war.
Es sollte einem aber auch klar sein, dass es da draußen viele Betrüger gibt und Amazon sehr damit zu kämpfen hat. So kann es natürlich passieren, dass auch mal ein Unschuldiger unter die Räder kommt. Allerdings ist es meiner Erfahrung nach so, dass die meisten doch Verstöße begangen haben, nur sie sind sich dessen nicht bewusst. Deshalb sollte man vorsichtig sein und sich an die Regeln von Amazon halten.
Darüber hinaus gibt es aber auch Fehler, die einfach dafür sorgen, dass man kaum Einnahmen hat. Auch da muss man aufpassen und diese Fehler vermeiden.
Typische Probleme oder Fehler von Amazon-Affiliates stelle ich im Folgenden vor und gehe darauf ein, wie man diese vermeiden kann.
- Zu wenige Affiliatelinks
Einen häufigen Fehler sehe ich immer wieder. Es werden einfach zu wenige Amazon-Affiliatelinks in den eigenen Blog oder die eigene Website eingebaut. Da gibt es hunderte Artikel, aber nur in 5 ist ein Amazon-Link drin? Das ist natürlich zu wenig. Kein Wunder, dass die Einnahmen gegen Null gehen.Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren bei Amazon ist, dass man viele, viele Affiliatelinks einbaut. Diese sollten natürlich passend sein, aber Quantität ist hier auf jeden Fall wichtig.
- Fehlender eigener Content
Manchmal kann ich nur den Kopf schütteln, wenn ich in einer eMail gefragt werde, warum denn keine Amazon-Einnahmen zustandekommen. Beim Anschauen der Website sehe ich meist sofort das Problem. Es gibt einfach kaum oder keine eigenen Inhalte.Durch verschiedene Affiliate-Themes und Amazon-Plugins denken manche, es reicht, wenn man massig Amazon-Produkte importiert und dann kommen schon die Besucher. Aber warum sollte Google eine Website irgendwo oben ranken, die nur aus von Amazon.de kopierten Texten besteht?
Deshalb ist es wichtig, dass man eigene Inhalte verfasst und darin auf die Produkte, aber auch auf Wünsche und Probleme der Nutzer eingeht. Unique Content sorgt dafür, dass man in Google weiter oben rankt und erst dann kommen Besucher, die wiederum auf die Amazon-Affiliatelinks klicken.
Und selbst wenn man den Traffic über andere Wege bekommt (z.B. Werbung), werden die meisten Besucher kein Vertrauen aufbauen und keine Affiliatelinks anklicken, wenn nur die kopierten Produkttexte vorhanden sind. Dagegen schaffen eigene hochwertige Artikel Vertrauen und sorgen für mehr Sales.
- Maskierung der Affiliatelinks
Ich maskiere Affiliatelinks sehr gern, da dies die Verwaltung einfacher macht. Amazon erlaubt aber nicht ein Plugin wie „Pretty Links“ zu benutzen. Stattdessen muss man die Amazon-Affiliatelinks so einbauen, wie man diese von Amazon bekommt.Allerdings gibt der Amazon Site Stripe (die Leiste am oberen Rand im Amazon-Shop, wenn man als Affiliate angemeldet ist) inzwischen auf Wunsch auch Kurzlinks aus. Diese wurden von Amazon selber gekürzt und eignen sich deshalb unter anderem für das Social Web. Ich setze diese Kurzlinks aber auch in meinen Blogs und Websites ein.
Also Finger Weg von der Maskierung der Amazon-Affiliatelinks und nur die Links nutzen, die Amazon selber bereitstellt.
- Zu geringe Conversionrate
Ein recht unbekannter Grund für den Rausschmiss bei Amazon ist eine zu niedrige Conversionrate. Diese wird im eigenen PartnerNet-Account angezeigt und liegt bei mir so um die 5%. Damit bin ich zufrieden.Wer allerdings über einen längeren Zeitraum weniger als 1% Conversionrate hat, kann Ärger mit Amazon bekommen. Amazon selber deutet so eine niedrige Conversionrate als Hinweis darauf, dass der Affiliate z.B. viel Spam betreibt oder unpassende Affiliatelinks einbaut.
Deshalb sollte man vor allem passende Produkte verlinken und möglichst nicht auf spammige Marketing-Methoden setzen.
- Betrug
Oben habe ich schon angesprochen, dass es leider viele Betrüger gibt, die versuchen Amazon auszutricksen und damit mehr Einnahmen zu erzielen. Dazu gehört z.B. der Trick Amazon-Seiten per iframe einzubinden oder die Nutzer darüber zu täuschen, dass es sich um einen Affiliatelink handelt.Um Ärger mit Amazon zu vermeiden, solltet ihr euch ganz klar an die Regeln halten und euch transparent gegenüber den Lesern verhalten.
Was ich leider häufig sehe, ist die Bitte des Website-Betreibers, dass die Leser beim Einkaufen auf die Affiliatelinks der Website klicken sollen. Solche Aufrufe zur Nutzung der Affiliatelinks sind meines Wissens aber nicht erlaubt. Das machen allerdings recht viele und das könnte noch Ärger geben.
- Unpassende Affiliatelinks
Ein klassischer Fehler von Affiliate ist es, einfach die falschen Produkte zu verlinken. Es mag ja sein, dass eine aktuelle Spielkonsole gerade sehr angesagt ist und man damit viel verdienen kann, in einem Strickblog wird das aber einfach nicht gut ankommen.Mit unpassenden Affiliatelinks verdient man nicht nur weniger, sondern verärgert auch die Leser und die geringe Conversionrate kann auch Ärger mit Amazon einbringen (siehe Punkt 4).
Nach meinen Erfahrungen ist es einfach am besten, wenn man sehr genau passende Produkte pro Artikel auswählt und verlinkt.
- Richtlinien-Verstöße
In den Anforderungen für die Teilnahme am EU-Partnerprogramm sind 31 Punkte aufgelistet, an die man sich auf jeden Fall halten sollte. Dazu gehören bestimmte Kennzeichnungen, die Verwendung von Logos und auch die erlaubten Inhalte der Partnerwebsites.Diese 31 Punkte solltet ihr euch auf jeden Fall mal durchlesen und möglichst nicht dagegen verstoßen.
- Rechtliche Probleme
Zu guter Letzt kann auch es rechtlichen Ärger geben, da man sich als Affiliate in Deutschland an einige Dinge halten muss. So gibt es eine Kennzeichnungs-Pflicht für Werbung in Deutschland. Ob Affiliatelinks darunter fallen, ist zwar umstritten, aber ich kennzeichne alle meine Affiliatelinks und bin damit auf der sicheren Seite.In die eigene Datenschutzerklärung muss ein Abschnitt zum Amazon-Partnerprogramm aufgenommen werden, da es ansonsten eine Abmahnung geben kann.
Das Urheberrecht ist ebenfalls wichtig. Es wird nicht empfohlen die Produktbilder von Amazon lokal auf dem eigenen Server zu speichern, sondern lediglich zu verlinken. Das mache ich auch so und damit sinkt das Risiko einer Abmahnung wegen einer Urheberrechtsverletzung deutlich.
Aber auch das manuelle Übernehmen von Amazon Nutzerreviews ist verboten und kann Ärger geben.
Zu guter Letzt sollte man Preise nie manuell in seine Website schreiben. Außer vielleicht bei Büchern, da diese der Buchpreisbindung unterliegen. Ansonsten sollte man immer entweder ein Amazon-Widget nutzen oder ein Plugin wie AAWP, welches die aktuellen Preise über die Amazon PartnerNet API abruft.
Fazit
Wer sich an die genannten Punkte hält, sollte als Amazon Affiliate eigentlich relativ sicher sein und keinen Ärger bekommen. Hundertprozentige Sicherheit gibt es allerdings nicht.
So geht es weiter
Im nächsten Teil meiner Artikelserie gibt es den Amazon-Praxis-Check.
Ich freue mich auf eure Bewerbungen für den Amazon-Praxis-Check. Dabei schaue ich mir einige Amazon-Affiliate-Websites von Lesern an und gebe Tipps zur Optimierung.
Schreibt einfach eine Mail an [email protected] und teilt mir euren Namen, eure Website-Adresse und eure Probleme mit dem Amazon-Partnerprogramm mit.
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