Braucht man als Gründer einen Kredit?

Lange Zeit war es ganz normal, dass man als Existenzgründer einen Kredit aufnehmen musste.

Schließlich mussten Geschäftsräume, Einrichtung, Firmenwagen, Mitarbeiter und ähnliches bezahlt werden.

Doch wie sieht es mit der Existenzgründung im Internet aus? Brauchen Gründer im Internet wirklich einen Kredit?

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So wurde früher gegründet

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In den Zeiten vor dem Internet bzw. bevor das Internet geschäftlich sinnvoll genutzt werden konnte, war es oft gar nicht möglich ohne einen Kredit zu gründen.

Schließlich geht mit jeder Neueröffnung eines Geschäftes, eines Restaurants, einer Werkstatt usw. ein Investitionsbedarf einher.

Und so hat man entweder auf vorhandenes Eigenkapital zurückgegriffen oder man musste einen Kredit aufnehmen.

Dieser kam dann in der Regel von der Hausbank, die dabei mehr oder weniger vorsichtig war und nicht jedem einen Kredit gegeben hat.

Über die folgenden Jahre wurde das eigenen Business dann hoffentlich erfolgreich und man konnte den Kredit zurückzahlen.

Wie wird heute gegründet?

Auch heute sieht dies bei der Eröffnung eines Offline-Businesses so ähnlich aus. Noch immer benötigt man Geschäftsräume, Material, Produkte, Mitarbeiter und vieles anderes, bevor es überhaupt losgehen kann.

Und bis der Cashflow dann (hoffentlich) realisiert ist, benötigt man meist nicht gerade wenig Geld. Noch immer ist die Hausbank deshalb der erste Ansprechpartner, aber es gibt noch andere Möglichkeiten, auf die ich weiter unten eingehe.

Allerdings hat sich der Markt im Zuge der Finanzkrise stark verändert. Heute ist es für viele Existenzgründer deutlich schwieriger einen Kredit zu bekommen.

Hinzugekommen ist zudem die Möglichkeit Online ein Business zu starten. Und hier fallen die notwendigen Anfangsinvestitionen meist deutlich niedriger aus.

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Online- und Offline-Gründung

Im Gegensatz zu einem “Brick and Mortar” Business sind die Einstiegskosten für Online-Gründungen relativ gering.

Man braucht keine physischen Geschäftsräume, sondern kann oft aus dem eigenen Wohnzimmer heraus gründen. Ebenso ist es nicht zwingend notwendig einen Firmenwagen zu haben oder teure Print-Werbung zu schalten.

Natürlich hängt es von der konkreten Geschäftsidee ab, aber rein aus dem finanziellen Gesichtspunkt ist eine Online-Gründung oft deutlich günstiger.

Die niedrige finanzielle Hürde bei der Online-Gründung führt aber natürlich dazu, dass diesen Weg sehr viele gehen. Während man bei der Eröffnung eines neuen Restaurants verhältnismäßig wenig Konkurrenz befürchten muss (denn es werden nicht ein paar andere spontan ebenfalls ein Restaurant in der selben Straße eröffnen), so ist die Konkurrenz im Internet recht hoch und fast täglich kommen neue Wettbewerber hinzu.

Das bedeutet, dass die Gründung im Internet oft nur auf den ersten Blick günstiger erscheint. Um gegen die Konkurrenz bestehen zu können, ist viel Arbeit oder eben Geld notwendig.

Machen Kredite für Online-Gründer Sinn?

Vergleicht man die beiden Varianten so fallen einem Vor- und Nachteile auf. Grundsätzlich kann man sagen, dass ein Gründer im Internet oft keinen Kredit wirklich braucht.

Natürlich sieht das bei einem Online-Shop* anderes aus. Hier braucht man Waren und meist auch noch Personal.

Dennoch sind die meisten Websites, Blogs und andere Online-Angebote sehr günstig beim Start. Und auch bei Dienstleistungen, die direkt oder indirekt über das Internet geleistet werden, ist eine große Investition oft nicht notwendig.

Ein Online-Gründer braucht in der Regel kein externes Büro, keine neuen Büromöbel und auch keinen Firmenwagen. Einen Computer, einen Drucker und einen ordentlichen Schreibtisch ist bei vielen Online-Gründern das einzig wirklich Notwendige.

Wenn das eigene Onlinebusiness dann Fahrt aufnimmt und man ein Gefühl dafür bekommt, ob es funktioniert, kann man immer noch Geld in die Hand nehmen und z.B. ein externes Büro mieten.

Mit oder ohne Geld im Internet gründen?

Doch nur weil man das Geld nicht zwingend braucht bei einer Online-Gründung, stellt sich die Frage, ob es teilweise nicht doch Sinn macht Geld in das eigene Business zu investieren.

Hier ein paar Gründe, warum es Sinn machen kann auch bei der Gründung im Internet einen Kredit aufzunehmen:

  • Geld statt Zeit
    Dass die Gründung im Internet oft kein Geld kostet liegt eigentlich nur daran, dass man Geld gegen Zeit tauscht. Viele Online-Gründer investieren viel Zeit und Arbeit in den Aufbau ihrer Websites.

    Das ist an sich auch eine gute Sache und einer der Vorteile des Online-Business. Allerdings kommt irgendwann der Punkt, wo man dem Wachstum im Weg steht, weil man selbst nicht mehr alles allein schafft. Deshalb kommt später irgendwann der Punkt, wo es Sinn macht Geld in die Hand zu nehmen und bestimmte Leistungen lieber von anderen machen zu lassen.

    Das ist aber je nach eigenen Know How erst später notwendig, wenn das eigene Business schon Geld abwirft.

  • Know How und Qualität
    Besitzt man allerdings nicht das notwendige Know How, so ist auch bei einer Online-Gründung schon von Beginn an ein gewisser Finanzbedarf vorhanden, um z.B. die Erstellung einer Website auszulagern.

    Zudem spielt natürlich auch die Qualität der Arbeit eine Rolle. Manche Dinge kann man vielleicht auch selber machen, aber wenn die Qualität dann nicht stimmt, hilft das dem eigenen Business nicht weiter und schadet ihm evtl. sogar.

  • Kundengewinnung
    Ein wichtiger Punkt, der nicht unterschätzt werden darf, ist die Kundengewinnung. Gerade als Online-Dienstleister muss man erstmal Kunden finden und das ist gar nicht so einfach. Sicher gibt es auch hier kostenlose Möglichkeiten, aber je nach der eigenen Branchen kann es Sinn machen Geld in die Kundengewinnung zu investieren.

    Auf diese Weise kommt man schneller zu Kunden und damit auch schneller zu mehr Einnahmen. Wer hier lieber kostenlos vorgeht, spart vielleicht erstmal Geld, aber wenn es dann deutlich länger dauert Kunden zu gewinnen, kann das dies “teuer” werden, wenn einem z.B. die Liquidität ausgeht.

  • fehlender Chasflow
    Gerade zu Beginn wird man noch kaum einen Cashflow haben, da man diesen erst etablieren muss. Je nach Geschäftsmodell dauert dies eine ganze Weile. Dennoch würde ich nicht dazu raten einen Kredit allein zur Deckung der eigenen Lebenshaltungskosten aufzunehmen.

    Man sollte geliehenes Geld wirklich in die Firma investieren, damit man schneller und mehr Geld verdient. Deshalb ist es generell wichtig, die eigenen Lebenshaltungskosten durch Ersparnisse, einen Partner oder ähnliches abdecken zu können.

Möglichkeiten für Kredite

Wie oben schon angedeutet, gibt es heute sicher mehr Möglichkeiten Kredite aufzunehmen, als noch vor 20 Jahren.

  • klassische Kredite
    Der klassische Kredit bei der Hausbank ist für viele noch immer die erste Wahl. Das kann auch so sein, aber man sollte auf jeden Fall die Kreditkosten und die Bedingungen vergleichen.

    Problematisch ist allerdings, dass die Kreditzusagen heute an sehr viel strengere Kriterien gebunden sind. Das ist zwar an sich nicht schlecht, da früher teilweise auch Kredite an Gründungen vergeben wurden, die von vornherein zum Scheitern verurteilt waren.

    Allerdings klagen heute viele Gründer darüber, dass sie keinen Kredit mehr bekommen, trotz einem guten Geschäftsmodell.

  • Förderungen
    Staatlich geförderte Finanzierungsmöglichkeiten stellen eine weitere Möglichkeit dar an finanzielle Mittel zu gelangen. Diese Förderungen sind oft etwas leichter zu bekommen.

    Allerdings gibt es auch hier Anforderungen die erfüllt werden müssen. Zudem wurden die Förderungen in den letzten Jahren etwas zurückgefahren. Es lohnt sich aber immer noch sich zu informieren, da jedes Bundesland zusätzlich eigene Förderungsmöglichkeiten anbietet.

    Zum Fördercheck für Gründer und Selbständige.

  • Privatkredite im Internet
    Eine neue Möglichkeit hat das Internet mit sich gebracht. Kredite von Privat ermöglichen die Finanzierung der Selbständigkeit unabhängig von großen Kreditinstituten.

    Anbieter wie Smava ermöglichen relativ hohe Summen (bis 50.000 Euro), bieten aber auch Kleinkredite an. Hier sollte man sich aber natürlich auch genau die Bedingungen und Anforderungen anschauen.

    Man sollte keineswegs blind solche Anbieter nutzen, aber zumindest bieten diese eine neuen Möglichkeit Kredite aufzunehmen, die es so früher nicht gab.

  • Crowdfunding
    Spannend ist das Thema Crowdfunding. Immer mehr Plattformen bieten dies im Internet an. Dort können Gründer ihre Idee präsentieren und wenn sich genug Leute finden, die diese Idee finanzieren wollen, bekommt man das Geld.

    Natürlich erwarten sich die Investoren auch hier einen Gewinn, aber der Ansatz ist natürlich interessant und gerade Gründer mit einer guten und profitablen Idee können auf solchen Plattformen erfolgreich sein.

    Auch hier gilt es, sich die Bedingungen genau anzuschauen und das Risiko abzuwägen.

Es gibt mittlerweile neben dem klassischen Hausbankkredit weitere Möglichkeiten für Gründer. Allerdings sollte einem bei jeder dieser Möglichkeiten bewusst sein, dass ein Kredit zurückgezahlt werden muss.

Fazit

Online zu gründen ist oft recht günstig und deshalb benötigen viele Online-Gründer nicht zwingend einen Kredit. Dennoch kann es teilweise sinnvoll sein Geld zu investieren, anstatt alles allein machen zu wollen.

Vor der Aufnahme eines Kredites sollte man sich aber immer genau informieren, zu welchen Bedingungen dieser angeboten wird und realistisch planen, wie man diesen zurückzahlen möchte.

Denn das Scheitern der eigenen Selbständigkeit ist an sich schon nicht so toll, wenn man dann aber auch noch auf einem Berg Schulden sitzt, ist das um so kritischer.

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16 Gedanken zu „Braucht man als Gründer einen Kredit?“

  1. Je nach Geschäftsmodell sollte man, wenn man ernsthaft gründet, auch für ein Online-Business etwas Investivkapital in der Hinterhand haben buw. auch in die Hand nehmen. Denn wenn man seinen Plan hinreichend angetestet hat und sieht, dass er funktioniert, dann kann man mit überschaubaren Summen den Aufbauprozess signifikant beschleunigen.

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  2. Ich konnte glücklicherweiser ohne Kredit gründen (Online). Ich bin niemand, der gerne solche Verbindlichkeiten eingeht. Ich kaufe auch nichts auf Raten o. ä. So geht alles zwar etwas langsamer und wird nach und nach erledigt. Dafür kann ich ruhig schlafen und kann mich relativ schnell umorientieren, denn nichts ist heutzutage für die Ewigkeit. ;-)

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  3. Ich denke, die meisten Gründer brauchen zumindest kleine Kredite zum Gründen. Als kleine Anregung würde ich empfehlen in die Auflistung der Möglichkeiten für Kredite noch die Mikrofinanzierung aufzunehmen, da diese vielen Gründern weiterhelfen kann, aber leider vielen nicht bekannt ist.

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  4. Hallo,

    ich bin der Meinung, dass es ohne die Investition von Kapital fast nicht mehr geht.
    Selbst wenn man alles selber machen kann bezweifle ich, dass die Qualität immer die
    gleiche wie bei einem Team mit Spezialisten ist.

    Neben dem Personal bzw. externen Dienstleistern gilt es aber auch in vielen Bereichen
    flexibel und schnell zu sein. Auch dabei bezweifle ich, dass dies ohne Einsatz
    von Money funktioniert. Ausnahmen bestätigen die Regel.

    freundliche Grüße
    Josef Altmann

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  5. Es ist richtig, dass man Zeit mit Geld tauschen kann.

    Allerdings gibt es nicht erst seit den Zeiten des Internets Geschäftsideen, die praktisch ohne Kapital auskommen. Im Gegenteil, viele Geschäfte kommen mit wenig Kapital aus, auch solche die offline aktiv sind.
    Ich nenne jetzt mal als Beispiele:
    – Steuerberater
    – Anwälte
    – Physiotherapie vor Ort
    – etc

    Klar benötigt man vielleicht als Anwalt ein nettes Büro, aber viele Geschäfte kommen tatsächlich mit wenig Kapital aus für Investitionen. Das Problem ist mehr, dass man in den ersten Monaten (oder Jahren) auch Geld benötigt um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, bis dann mal die ersten Kunden auch das Geld bezahlt haben.

    Mein Tipp ist deswegen für online Gründer mit wenig Kapital im Speziellen: starte das Geschäft erstmal nebenberuflich. Niemand hindert Dich daran, abends statt vor dem TV vor dem PC zu sitzen und Texte zu schreiben/an Deiner Webseite zu arbeiten/Deine Webseite zu bewerben. Zeit findet sich immer wenn man genügend motiviert ist und ein Ziel vor Augen hat. So brauchst Du kein Fremdkapital und kannst nach ein paar Monaten sehen, ob es sich lohnen könnte und ob Dir diese Art der Arbeit überhaupt gefällt. Das online Business ist perfekt, um nebenberuflich gestartet zu werden, und somit auch mit geringen Risiken verbunden, da durch den normalen Job ja genügend Cash fliesst. Die Woche hat 168 Stunden – davon verbringen die meisten weniger als 25% bei der Arbeit. Das bedeutet mehr wie genug Freiraum, um ein neues Geschäft zu starten – ohne Kapital, aber mit (besser investierter) arbeitsfreier Zeit.

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  6. Es kommt doch ganz stark darauf an, ob man auf schnelles Wachstum aus ist oder auf den Aufbau eines kleinen Unternehmens, das einen speziellen Lebensstil fördern soll.

    Für schnelles Wachstum braucht man Geld. Wenn man hingegen Einzelkämpfer bleiben will, dann tut man gut daran, wenig/kein externes Geld reinzubuttern.

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  7. Gründen früher und heute kann man nicht vergleichen. Früher wusste man in der Regel auf was man sich einlässt. Heute sind die Risiken exorbitant hoch und die Chancen vergleichsweise gering. Die Margen und Renditen sind am Boden und die Verwaltung wuchert immer noch weiter aus. Früher hast du eine Sache gelernt und dann damit Geld verdient. Heute musst du alles können und nehmen, was du kriegen kannst.

    Ich kann nur sagen, dass der Kuchen in allen Bereichen verteilt ist und nur ganz extreme Ausnahmen sich dauerhaft als Einsteiger auf dem Markt behaupten können. Kreditfinanzierte Gründung? So etwas gibt es nicht mehr! Wenn du keine Sicherheiten (Warenlager, Bürgschaft, Häuschen, …) in mindestens gleicher Höhe mitbringst, bekommst du nicht einen Cent.

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  8. Ganz spannend ist das Thema Crowdfunding finde ich! Da kommen teilweise Millionenbeträge zusammen und man bekommt sogar Know How dazu… nur muss natürlich die Idee auch sehr gut präsentiert werden und muss sich gut bei pot. Spendern verkaufen!
    Ich habe selbst ein Nebengewerbe Online fast ohne Startkapital gegründet, investieren tut man dann eben nach und nach mit den ersten Umsätzen. Ich glaube so geht es eben nicht so schnell, aber dafür mit weniger Risiko!

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  9. Es wird wie Peer auch richtig beschrieben hat, manche Formen der Existenz Gründung geben (Laden) die ohne ausreichende Kapital nicht gegründet werden können. Wer nicht über so viel Eigenkapital verfügt oder private Geldgeber hat wird ein Kredit benötigen.

    Hierbei sollte es aber jeden bewusst sein das, die Banken in diesen Bereich sehr vorsichtig geworden sind. Selbst bei KfW Kredit wo deren Risiko bei beinahe null, liegt ist es nicht so einfach ein Kredit zu bekommen.

    Auch sollte jede genau überprüfen was alles wirklich zum Beginn an nötig ist.

    Viele meinen sie benötigen ein schicken Büro o.ä. Klar ist so was schön, aber wenn man hierfür auf Pump kauft, bringt dies zusätzliche Risiken.

    Alle Kredite müssen irgendwann wieder zurückgezahlt werden!

    Selbst wenn viele Gründungskredite eine Tilgungsfreie Zeit haben, kommt irgendwann einmal Zahltag.

    Hierbei sind die Banken nicht Kulant. Wenn nach 2 Jahre die Rückzahlung beginnt und Ihr Aufgrund von kurzzeitigen Engpässe schwer habt die Rate zu zahlen, dann sollte keiner zu viel Kulanz von seine Bank erwarten.

    Ideal wäre für alle Gründer so wenig fremde Kredite wie möglich und nur so viel wie unbedingt nötig.

    Im Online Bereich sieht es anders aus. Wer nicht gerade ein Online Shop gründet, der benötigt kaum Kapital. Die geringe Mittel die, dann nötig sind, haben viele auch selber.

    Und es spricht nichts dagegen eine Online Selbständigkeit nebenbei zu beginnen. Hier ist man kein Selbständige zweite Klasse, sondern oft sogar am ende viel klüger wie andere.

    Gut hier wird es länger dauern bis ein Wechsel zu Vollzeit möglich ist, aber eure Risiko tendiert null.

    Einzig die zusätzliche Arbeit und das es irgendwann eine Phase gibt wo ein nebenberufliche Selbständigkeit sehr viel Arbeitszeit benötigt und ihr aber noch nicht sicher seit, ob ihr den großen Schritt zum Vollzeit Selbständigen wagen sollt, ist eine Belastung.

    Kurz noch was.

    Wer meint das die Schulden bei eine geschäftlichen Insolvenz irgendwie in ein privaten Insolvenz Verfahren übernommen werden können, der macht es sich meist viel zu leicht. Leider ist diese Möglichkeit nicht wirklich vorhanden.

    Ich kenne ein paar Leute die Aufgrund private Schulden eigentlich in die private Insolvenz gehen könnten, aber Aufgrund von Schulden aus eine frühere Selbständigkeit dies nicht machen können.

    Ein Teufelskreis!

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  10. Das ist ja mein Lieblingstehema :-) Die Überschuldeten Selbständigen kommen dann zu mir :-)
    Nein, im Ernst, als Anwalt im Netz braucht man auch fast kein Startkapital. Das ist das tolle am Internet. Aber es ist dennoch nicht umsonst. Ich sehe das auch so, dass man Geld gegen Zeit eintauscht. Man muss gut abschätzen, ob es sich nicht besser lohn, bestimmte Sachen abzugeben und nicht selber zu machen, da der eigene Stundenlohn höher ist. Das ist oft gar nicht so einfach.

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  11. Einen Kredit sollte man sich immer gut überlegen vorallem wie dieser zurückbezahlt werden kann. Wir haben für unsere Firma keinen aufgenommen. Es war etwas Startkapital vorhanden und wir hatten die Möglichkeit “privat” :-) gefördert zu werden. Es wusste ja auch keiner ob es den Bach runter geht oder nicht. Somit hatten wir unser Risiko auf nahezu 0 reduziert. Und siehe da! Es gibt uns noch und wir vergrößern uns Schritt für Schritt.
    Bestimmte Dinge haben wir mittlerweile aufgegeben oder abgegeben. Je nachdem was Sinn macht oder auch nicht.
    Auch sind Mitarbeiter je nachdem was man vorhat als feste größe einzurechnen und einzuplanen. Also: Immer gut vorher überlegen, alles 5x durchrechnen und ganz wichtig: Sich mit anderen die sich auskennen sprechen.

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  12. Die schönste Art zu gründen ist die, für die man keinen Kredit aufnehmen muss. Das macht die Gründung im Internet für mich gerade so attraktiv. Selbstverständlich sollte man ein klein wenig Kapital bereit haben. Webspace, Design, Texte, Grafiken… Ich möchte so gut es geht drum herum kommen :)

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  13. Wenn man Anspruch auf Einstiegsgeld vom Jobcenter hat, kann man auch dieses zur Finanzierung nutzen. Voraussetzung ist aber Hilfebedürftigkeit (Hartz IV). Hierbei bekommt man ca. 180 Euro im Monat für sechs Monate (zusätzlich zum Hartz IV) und kann ggf. bis zu 24 Monate in Anspruch genommen werden.

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  14. Aus diesem Grund macht es Sinn, ein Onlinegeschäft zunächst nebenberuflich zu gründen. Das macht zwar viel Arbeit und einige schlaflose Nächte, doch wenn es dann soweit ist, dass es läuft, kann sich der Unternehmer zurücklehnen und es etwas ruhiger angehen lassen. Die vielen Unternehmer, die damit Werbung machenm, sie hätten einen 2 oder drei stunden Tag gehne nur davon aus, dass die Gründung schon erfolgt ist. Die langwierige Vorarbeit wird dabei oft übersehen.

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  15. Ich denke das kommt immer ganz darauf an, was man eigentlich vorhat. Bei manchen Existenzgründungen im Internet ist kaum Eigenkapital notwendig. Besonders dann nicht, wenn man über die nötigen Kenntnisse verfügt.

    Wenn das nicht der Fall ist, und man muss sich eine professionelle Website von Extern erstellen lassen, kann das je nach Projekt gern in die Tausende gehen.

    Bei einem Online-Shop braucht man für den Einkauf der Produkte die man dan weiterveräußern möchte, auch einen bestimmten Betrag X.

    Ich würde emfpehlen, diese Themen bei der Existenzgründung mit den entsprechenden Behörden abzusprechen. Hilfen gibt es ja genug für Neugründer.

    LG Marc

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  16. Mit einem guten Startkapital kann vieles leichter fallen, ich habe allerdings die Erfahrung gemacht dass ein zu hohes sich auch negativ auf die Eigeninitiative auswirken kann. Für meine Agentur habe ich mal einen 5-stelligen Kredit aufgenommen und habe diesen nach kurzer Zeit mehr oder weniger für unnütze Dinge in den Sand gesetzt. Deshalb bin ich heute der Meinung dass man am Anfang – ob mit oder ohne viel Geld – in jedem Fall erstmal tiefstappeln sollte.

    MfG

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