Above the Fold – Was deine Website-Besucher als erstes sehen sollten!

Above the Fold - Was deine Website-Besucher als erstes sehen sollten!Heute beschäftige ich mich mit dem Webdesign-Begriff Above the Fold.

Was ist das und wie kann man damit auf der eigenen Website für mehr Traffic sorgen?

Diese Webdesign-Tipps beziehen sich zwar primär auf die eigene Website, ist aber auch für externe Werbemaßnahmen wichtig.

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Was ist “Above the Fold”?

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Der Begriff “Above the Fold” lautet übersetzt “Über dem Falz” und stammt aus der Print-Branche. Damit ist der Teil einer (Tages)-Zeitung etc. gemeint, den man ohne Aufschlagen sieht.

Dieser Bereich war z.B. an Kiosken viel eher sichtbar und es ist meist auch nur dieser Teil der Zeitung im Schaufenster zu sehen.

Mit der Zeit hat sich der Begriff auch im Web durchgesetzt. Hier bezeichnet er einfach den Teil einer Website, der ohne Scrollen sofort sichtbar ist. Also der Teil, den man sieht, wenn man eine Website aufruft und nicht scrollt.

Deshalb wird im Webdesign teilweise auch von “Before the Scroll” gesprochen, aber das hat sich nicht wirklich durchgesetzt.

Above the Fold und SEO

Doch warum ist es wichtig, ob etwas über oder unter dem “Falz” einer liegt, also im sofort sichtbaren Bereich einer Website?

Im SEO-Bereich ist das recht einfach zu erklären. Jeder von uns kennt die Google-Suchergebnisseite.

Suchergebnisse, die dort “Above the Fold” angezeigt werden, sind je nach Bildschirmauflösung und Suchbegriff unterschiedlich. Die Positionen 1-4 sind in der Regel aber sofort sichtbar und werden auch deshalb am meisten angeklickt.

Aber auch andere Ergebnisse der Google Suche werden “Above the Fold” angezeigt, wie etwa Google Maps Einträge, Produkte und passende Bilder. Deshalb ist es wichtig, sowohl oben in den Suchergebnissen zu sein, als auch die Möglichkeiten der Universal Search bzw. der Extended Search zu nutzen.

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Blog-Layout und Above the Fold

Kommen wir zum wichtigsten Einsatzgebiet des “Above the Fold”-Prinzips. Man sollte bei der Gestaltung des eigenen Blog-Layouts darauf achten, dass die wichtigsten Traffic-Elemente sofort im sichtbaren Bereich liegen.

Das betrifft unter anderem die folgenden Punkte:

  • Navigation

    Das ist sicher klar. Die Hauptnavigation mit den wichtigsten Links sollte ganz oben zu finden sein, so dass jeder neue Leser sofort diese Navigation sieht. Das habe ich auf meiner Streaming Seite z.B. so gemacht.

    Above the Fold - Was deine Website-Besucher als erstes sehen sollten!

  • Kategorien

    Das gehört zum Teil noch mit zur Navigation. Der erste schnelle Eindruck ist wichtig. Die Kategorien zeigen neuen Usern sehr schnell, um was es auf einem Blog oder einer Website geht.

  • Suche

    Das Suchfeld sollte ebenfalls sofort sichtbar sein. Leser, die etwas bestimmtes suchen, nutzen meist die Suche uns sollten diese sofort entdecken.

  • Top bzw Aktuelle Artikel

    Oft ist es sinnvoll, eine Auflistung der letzten und der beliebtesten Artikel im sofort sichtbaren Bereich unterzubringen. Sowohl Stammleser, als auch neue Besucher finden dadurch gleich ein paar aktuelle und interessante Artikel.

  • RSS & Newsletter

    Der Link zum RSS-Feed sollte bei Blogs möglichst weit oben stehen, damit interessierte Leser den Blog leichter abonnieren können und man mehr Stammleser bekommt. Aber auch der Link zum Newsletter sollte prominent weit oben platziert sein, damit man viele Abonnenten gewinnt.

  • Twitter & Facebook

    Auch diese Links zu den eigenen Social Media Profilen sollten weit oben stehen, da man über diese Kommunikationskanäle möglichst viele Nutzer binden will, die dann später wieder als Leser zurückkommen und sogar als Multiplikatoren dienen.

  • Teilen-/Like-Buttons

    Bleiben wir beim Social Web. Die Platzierung von Teilen-Buttons auf einer Website ist durchaus umstritten, man sollte aus Datenschutzgründen aber keinesfalls die Original-Buttons der Netzwerke benutzen. Manche platzieren diese Buttons zudem lieber unter einem Artikel. Man sollte auf jeden Fall mal testen, ob diese Like- und Teilen-Buttons über einem Artikel mehr Stimmen bringen.

  • Sneeze Pages

    Diese Sammlung der besten Blog-Artikel sorgt dafür, dass neue Besucher die besten Artikel durchforsten und für viele Seitenaufrufe sorgen.

Je nach Website können natürlich noch andere Elemente so wichtig sein, dass man diese weit oben Above the Fold einbaut.

Wichtig ist dabei zu beachten, dass je nach Bildschirmauflösung die rechte Seite des eigenen Blogs nicht sichtbar ist. Man sollte also die wichtigsten Elemente oben und eher links einbauen.

Ein gutes Online-Tool zur Anzeige des “Above the Fold”-Bereichs findet man innerhalb von Google Analytics.

Aber als Website- und Blog-Betreiber kann und sollte man sich die eigene Website sowieso in verschiedenen Browsern, bei unterschiedlichen Auflösungen und Fenstergrößen anschauen, sowie auf dem Smartphone checken, was sichtbar ist.

Weitere Beispiele

Google Ads

Für die Google Ads Anzeigen in den Suchergebnissen sieht das ähnlich aus.

Die Google Ads Anzeigen werden über und rechts neben den organischen Suchergebnissen eingeblendet. Da ist die Klickrate in den Regel auch höher, wenn die Anzeigen “Above the Fold” liegen.

Aber dies spielt besonders bei den Anzeigen im Content Network eine wichtige Rolle, besser bekannt als AdSense-Anzeigen. Diese werden von den Seitenbetreibern ja ganz unterschiedlich eingebaut und man kann als Werbekunde seit einiger Zeit einstellen, ob die eigenen Anzeigen nur “Above the Fold” erscheinen sollen.

Das macht besonders viel Sinn, wenn man auf TKP-Basis bezahlt. Das bringt mich zum folgenden Punkt.

Werbung im sofort sichtbaren Bereich

Wenn man auf fremden Websites Werbebanner schaltet, um damit Besucher auf die eigene Website zu locken, so läuft das in der Regel auf TKP-Basis. Man bezahlt also nach Einblendungen und nicht nach Klicks.

Hierbei sollte man darauf achten, ob das eigene Banner “Above the Fold” eingebaut wird oder erst nach dem Scrollen sichtbar wird. Denn ein Teil User scrollt nicht und man bezahlt dann für Banner-Einblendungen, die niemals ein Leser zu Gesicht bekommt.

Deshalb sind Bannerplätze weiter oben meist auch teurer, aber das kann sich aus den genannten Gründen auf jeden Fall lohnen.

Affiliatelinks

Auf Nischenwebsites und Affiliatewebsites versuche ich zumindest einen Affiliatelink immer sofort im sofort sichtbaren Bereich zu platzieren, damit die Nutzer sofort einen Link haben, den sie anklicken könnten, wenn sie möchten.

Wer schon Vertrauen in die Empfehlung hat oder sich das vorgestellte Produkt auf der Shop-Seite anschauen will, sollte nicht erst scrollen müssen, um einen Link zu finden.

Fazit

Das Above the Fold-Prinzip trägt der Tatsache Rechnung, dass sich viele Internet-Nutzer in wenigen Sekunden eine Meinung über eine Website bzw. einen Artikel bilden und dann entscheiden, ob sie länger bleiben oder nicht.

Dies sollte man beachten, sei es auf dem eigenen Blog bzw. Website oder auf anderen Plattformen (z.B. als Werbetreibender).

Achtet ihr darauf, was auf eurer Website Above the Fold zu sehen ist und wenn ja, was ist euch da wichtig?

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6 Gedanken zu „Above the Fold – Was deine Website-Besucher als erstes sehen sollten!“

  1. Hallo Peer,
    viele Blogger (ich auch) beginnen einen Artikel mit einem großen Bild, dass den Inhalt des Artikels näher bringt, vor alle wenn man Produkte vorstellt.
    Es wurde ja auch immer gesagt, dass Bilder (vor allem große) für den Leser wichtig sind, Emotionen rüberbringen, etc.

    Ist es aber vielleicht besser, gleich mit dem Text anzufangen und Bilder erst weiter unten einzubauen?
    Deine Meinung würde mich interessieren.

    Antworten
    • Ich habe z.B. in meinem Brettspiel-Blog große Bilder über den Artikeln und sehen keine Nachteile. Google scheint das nicht zu stören und für die Nutzer ist es wahrscheinlich sogar positiv, da sie gleich sehen, worum es geht.

      Antworten
  2. Vielen Dank, dass Sie Ihr Wissen über den Webdesign-Begriff “Above the Fold” mit uns teilen. Ich habe durch diesen Artikel sehr viel gelernt. Tolle Informationsquelle!

    Antworten
  3. Hallo Peer,
    vielen Dank für diesen ausgesprochen lehrreichen Artikel.
    Und trotzdem interessant geschrieben!

    LG aus Hannover,
    Anthea

    Antworten

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