Wert eines Blogs oder einer Website berechnen

Wert eines Blogs oder einer Website berechnenWer eine Website kaufen oder verkaufen möchte, ist sich meist nicht sicher, was diese genau Wert ist. Man will bei einem Kauf nicht zu viel bezahlen und bei einem Verkauf nicht zu wenig verlangen.

Doch wie findet man heraus, was eine Website wert ist? Welche Faktoren sollte man dabei beachten?

In diesem Artikel stelle ich verschiedene Ansätze vor, wie man den Wert eines Blogs oder einer Website berechnen kann. Zudem stelle ich ein paar Services vor, die dabei helfen.

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Wert eines Blogs oder einer Website berechnen

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Die meisten starten selber einen Blog oder eine Website und versuchen dann damit Geld zu verdienen, indem sie Werbung, Affiliate-Links, Google AdSense usw. einbauen. Doch nicht immer läuft das wie gewünscht, man verliert die Lust an der Website oder will sich auf andere Projekte konzentrieren.

Dann gibt es die Möglichkeiten mit dieser Website oder dem Blog noch auf andere Art Geld zu verdienen, indem man z.B. den Blog oder die Website gewinnbringend verkauft.

Aber es gibt auch viele, die wollen nicht bei Null anfangen, sondern möchten einen bestehenden Blog oder eine Website kaufen, um diese dann weiterzuentwickeln und damit Geld zu verdienen. Manch einer kauft sogar Websites günstig ein, baut diese weiter aus und verkauft sie dann gewinnbringend.

Ob man Websites und Blogs nun kauft oder verkauft, es stellt sich immer die Frage, wie man den richtigen Preis / den Wert bestimmen kann.

Gibt es den richtigen Preis?

Zu allererst muss man sagen, dass es DEN richtigen Preis nicht gibt. Bei solchen recht schwer definierbaren Werten, wie dem einer Website, wird es immer unterschiedliche Ergebnisse geben. Wenn man mit verschiedenen Käufern/Verkäufern verhandelt, wird man wohl meist auch zu unterschiedlichen Kaufpreisen kommen.

Wichtig ist, dass man sich selber darüber im Klaren ist, was man mindestens haben möchte bzw. was man maximal bezahlen will. Ob ein Käufer / Verkäufer da mitmacht oder sogar darüber hinaus geht, ist dann Verhandlungssache.

Im Folgenden geht es darum, wie man selber anhand verschiedener Methoden den Wert einer Website oder eines Blogs (halbwegs genau) bestimmen kann.

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Wert einer Website auf Basis der Einnahmen

Wird mit einer Website bereits Geld verdient, wird der Preis einer Website oder eines Blogs meist auf Basis der bestehenden Einnahmen kalkuliert.

Dabei gibt es die unterschiedlichsten Ansätze. Manche nehmen einfach das 12 fache der Einnahmen des letzten Monats, andere die Einnahmen des letzten Jahres. Wieder andere mitteln die letzten 6 Monate und nehmen das als Basis.

So könnte man eine Website mit einem Wert von 12.000 Euro ansetzen, wenn diese in den letzten 12 Monaten insgesamt diesen Betrag eingenommen hat (nach Abzug der Ausgaben).

Da gibt es keine feste Regel. Unter den Jahreseinnahmen sollte man aber meiner Meinung nach nicht bleiben, wenn man eine Website verkauft

Vorteil dieser Berechnung:

  • Man kann den Preis auf Basis konkreter Einnahmen kalkulieren, die bereits existieren. Das gibt Planungssicherheit.
  • Diese Daten kann man gut belegen (Auszüge aus Partnerprogrammen, Konto-Auszüge …).

Nachteile:

  • Man ist beim Kauf auf die Angaben des Verkäufers angewiesen (man sollte Beweise verlangen).
  • Gerade Blogs sind oft sehr abhängig vom Blogger. Da stellt sich die Frage, ob die Einnahmen auf diesem Level bleiben.

Man sollte auf jeden Fall die folgenden Punkte beachten:

  • Wie gut wurde die Website / der Blog bisher monetarisiert. Sind die Einnahmen am Anschlag oder ist noch Potential vorhanden?
  • Man muss auch die Ausgaben beachten. Wird viel Geld wird für bezahlte Links, Werbung oder Google AdWords ausgegeben? Was bleibt unter dem Strich?
  • Man sollte die Einnahmen immer im Kontext zum Aufwand sehen. Wer 100 Stunden pro Monat für 1.000 Euro arbeitet ist nicht so effizient wie jemand, der 10 Stunden für 500 Euro arbeitet.
  • Wie haben sich die Einnahmen in den letzten 12-24 Monaten entwickelt? Gibt es einen positive oder eine negative Entwicklung?

Wert einer Website auf Basis der potentiellen Einnahmen

Statt nach den aktuellen Einnahmen, kann man den Kauf- bzw. Verkaufspreis auch nach den zukünftigen Einnahmen kalkulieren. Aber das ist dann schon wirklich “Kaffeesatz lesen”. Man kann zukünftige Einnahmen nur schwer einschätzen. Man braucht dazu viel Erfahrung, am besten in der selben Branche.

Kann man wirklich eine bessere Monetarierung erreichen, höhere Google-Rankings erzielen und zusätzlichen Traffic generieren?

Wer sich sicher ist, dass die Einnahmen in Zukunft einen bestimmten Wert erreichen, kann aber diesen durchaus als Grundlage für den Verkaufs- / Kaufpreis nehmen.

Wert einer Website auf Basis der Besucherzahlen

Besucherzahlen sind eine sehr beliebte Methode, den Wert einer Website zu bestimmen. Das liegt unter anderen daran, dass Bannerwerbung oft in TKP-Preisen abgerechnet wird, also pro 1.000 Seitenaufrufen. Aber auch andere Einnahmequellen, z.B. Google AdSense, profitieren von hohen Besucherzahlen.

Wenn man die Besucherzahlen der Preisfindung zu Grunde legt, sollte man aber auf verlässliche Zahlen achten. Auch wenn viele Google Analytics nicht mögen, die Zahlen sind recht genau (meiner Erfahrung nach) und sie sind vor allem mit anderen, die ebenfalls Google Analytics verwenden, vergleichbar.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Frage, ob die Besucherzahlen noch steigerbar sind. Wie viele Besucher hat die direkte Konkurrenz? Wie gut sind verschiedene Traffic-Quellen erschlossen (Nutzung von Social Websites, Position in Google …)?

Ebenfalls sollte man ein genaues Auge auf die Entwicklung der Besucherzahlen legen. Wie ist der Verlauf über einen langen Zeitraum. Hierfür eignet sich z.B. Google Trends sehr gut. Damit kann man das Interesse an bestimmten Themen sehr gut analysieren und die zukünftige Entwicklung abschätzen.

Zudem treiben einzelne Traffic-Spitzen (z.B. Erwähnung auf einem großen Portal) die Besucherzahlen nach oben und verfälschen das Bild. Doch solche Traffic-Spitzen sind schlecht planbar. Deshalb sollte man diese bei der Bewertung außen vor lassen.

Mit dem folgenden Tool bekommt man gute und ausführliche Daten zu den (geschätzten) Besucherzahlen einer Website.

Similarweb.com
Auf Similarweb.com gibt man einfach eine Domain ein und das Tool analysiert diese dann. Für sehr viele Websites liegen bereits Daten vor, die dann angezeigt werden.

Es gibt die geschätzten Besucherzahlen an, aber auch die Seiten pro Besuch, die Verweildauer und die Bounce-Rate. Weitere Daten betreffen zum Beispiel die Traffic-Quellen und die Social Media Besucherzahlen.

Ein weiteres interessantes Tool, mit dem sich der Wert einer Website anhand der Rankings (und damit indirekt der Besucherzahlen) ermitteln lässt, ist das Folgende.

XOVI Domainvalue
Dieses kleine kostenlose Tool von XOVI gibt ein paar SEO-Eckdaten für Website an, was ganz interessant ist.

Unter anderem berechnet es den Ranking-Wert einer Domain. Das ist der Betrag, den man in Google AdWords ausgeben müsste, um vergleichbare Besucherzahlen wie diese Website zu bekommen, wenn diese nicht in den Top 10 von Google wäre. Im Grunde ist es also eine finanzielle Bewertung der Top 10 Rankings einer Website, was sehr interessant ist.

Wert eines Blogs oder einer Website berechnen - Tools

Dieser Wert ist natürlich nicht 1:1 der Kauf- bzw. Verkaufswert, aber es ist ein guter Vergleichswert und eine interessante Basis.

Den Website-Wert berechnen

Einen Wert kann man mit den recherchierten Besucherzahlen nun auf unterschiedliche Weise errechen. Man sollte dabei aber immer auf real erzielbare Einnahmen ansetzen, denn die Besucherzahlen allein sagen noch nicht so viel aus. Da jedes Thema unterschiedlich gut monetarisierbar ist, sind auch die Besucher sozusagen unterschiedlich viel wert.

Beispiel 1
Kennt man den Preis für ein Werbebanner, welches thematisch auf diese Website / diesen Blog passen würde, so kann man die Besucherzahlen mit dem TKP-Preis multiplizieren. Würde ich für eine Website also ein Banner angeboten bekommen, welches mir Einnahmen von 5 Euro pro eintausend PageViews beschert, dann könnte man den Wert meines Blogs bei 50.000 Seitenaufrufen im Monat wie folgt berechnen:

5 Euro x 4 Bannerplätze x 50.000 PageViews / 1.000 = 1.000 Euro / Monat

Das sind also die Einnahmen für einen Monat. Für den Verkauf-/Kaufpreis müsste man diese monatlichen Einnahmen dann noch mit einem Faktor multiplizieren, den jeden anders festlegt.

So könnte man zum Beispiel so rechnen:
Verkaufspreis = Monatseinnahmen x 12 Monate = 12.000 Euro

Beispiel 2
Über KWFinder.com oder den Google AdWords Keyword Planer bekommt man die Klickpreise von AdWords heraus. 68% davon kann man per AdSense im Schnitt verdienen.

Hat man auf diese Weise z.B. herausgefunden, dass das Hauptkeyword einer kleinen Website im Schnitt 1,20 Euro an Einnahmen pro AdSense-Klick bringt, dann könnte man z.B. so rechnen:

1,20 Euro x 1% Klickrate x 50.000 PageViews = 600 Euro / Monat

Auch diesen Wert kann man dann wieder multiplizieren mit einem Faktor (z.B. 12 Monate).

Wert einer Website auf Basis der Backlinks

Auch die Backlinks einer Website oder eines Blogs werden oft als Bewertungskriterium herangezogen. Wenn eine Website oder ein Blog qualitativ hochwertige Backlinks und davon auch noch viele besitzt, dann ist das schon was wert.

Wichtig wäre auch zu wissen, woher diese Backlinks kommen.

  • Bestehen fast nur Backlinks von Verzeichnissen oder Social Websites? Oder gibt es eine breite Basis an Backlinks?
  • Sind die Links über einen längeren Zeitraum auf natürliche Weise entstanden oder wurde da massiv innerhalb kurzer Zeit nachgeholfen (z.B. durch ein großes Gewinnspiel mit Backlink-Pflicht)?
  • Gibt es eine gute Linkverteilung oder nur minderwertige Backlinks?
  • usw.

Mit verschiedenen Backlink-Tools kann man die Backlinks einer Website gut analysieren und einschätzen, wie deren Qualität ist.

Mit dem Backlink Checker von majestic.com bekommt man z.B. angezeigt, welches Vertrauen die einzelnen Backlinks aufweisen und ob diese follow oder nofollow sind.

Wert eines Blogs oder einer Website berechnen - Tools

Wie man dann am Ende diese Backlinks bewertet, ist nicht so einfach zu sagen. Hat man Erfahrungen damit, kann man sicher gut einschätzen, welchen Wert die bestehenden Backlinks besitzen. Auch Websites wie Seedingup und Backlinkseller kann man sich anschauen und analysieren, was einzelne Backlinks ungefähr kosten und damit den Wert einer Website auf Basis dieser Backlinks grob einschätzen.

Wie die Leser meines Blogs die einzelnen Bewertungs-Möglichkeiten beurteilen, habe ich in einer Umfrage ermittelt:

Was ist das wichtigste Kriterium für die Preis-Kalkulation einer Website?

  • eine Mischung aus allem (33%, 170 Stimmen)
  • die bisherigen Einnahmen (29%, 145 Stimmen)
  • die Besuchzahlen (19%, 97 Stimmen)
  • die möglichen Einnahmen (18%, 89 Stimmen)
  • die Backlinks (1%, 7 Stimmen)

Teilnehmerzahl: 508 (1 Stimmen)

Die meisten (33%) setzen nicht nur auf eine Methode, sondern beurteilen mehrere Faktoren. Aber gut 30% nutzen vor allem die bisherigen Einnahmen, um den Wert einer Website zu definieren.

Danach folgen die Besucherzahlen (19%) und die möglichen Einnahmen (18%).

Nur wenige ermitteln dagegen den Wert einer Website allein auf Basis der Backlinks (1%).

andere Kennzahlen

Es gibt natürlich noch viele andere Kennzahlen, die normalerweise geprüft werden, wenn man eine Website oder einen Blog bewertet.

  • RSS-Leser (Blogs)
    Ein Blog, der viele treue RSS-Abonnenten hat, besitzt eine gute und stabile Basis. Feeds, die mit Feedburner ausgeliefert werden, können am besten und sichersten verglichen werden. Hierzu lässt man sich einfach einen Einblick in das Tool geben. Gibt jemand seine Feed-Zahlen an, ohne auf Feedburner zurückzugreifen, wäre ich zumindest vorsichtiger.
  • Historie
    Man sollte sich immer anschauen, was vor Monaten oder Jahren auf einer Domain zu finden war. Dafür eignet sich die Wayback Machine gut. Ist der Inhalt stabil und gab es früher nicht irgendwelche zweifelhaften Inhalte, dann ist das ein gutes Zeichen.
  • Newsletter* Abonnenten
    Wenn die Website oder der Blog einen oder mehrere Newsletter anbietet, dann ist eine große und qualitativ gute Abonnentenliste (hohe Öffnungsrate und geringe Bounce-Rate) natürlich auch viel Geld wert.
  • Social Media Profile
    Mittlerweile gehören zu den meisten Websites auch Social Media Profile. Sind diese gut gepflegt und haben viele aktive Follower, dann ist das ebenfalls einiges wert.
  • Ausgaben
    Oben habe ich diesen Punkt schon angesprochen, aber ich möchte hier nochmal darauf hinweisen. Die Ausgaben sollte man unbedingt mit in die Bewertung einbeziehen. Die Netto-Einnahmen sind entscheidend.
  • Konkurrenz
    Zu guter Letzt sollte man sich anschauen, wie sich die Konkurrenz entwickelt hat. Sind neue große Player dazugekommen, die den Erfolg einer Website bedrohen?

Diese Faktoren lassen für sich alleine keinen Rückschluss auf einen Kaufpreis zu. Aber sie beeinflussen den Preis, den man durch die anderen Methoden herausgefunden hat.

Weitere Faktoren, die den Kauf- / Verkaufspreis bestimmen, können sein: eine Wirtschaftskrise oder ein Boom, aktuelle Trends, vorherige Verkäufe ähnlicher Websites etc..

Online-Bewertungen

Da das Thema “Website-Wert” so ein undurchsichtiges ist, haben sich viele Programmier die Mühe gemacht, Online-Tools zu erstellen. Mit diesen kann man sich den Wert eines Blogs / einer Website berechnen lassen. Allerdings sollte man die dabei ausgegebenen Werte mit großer Vorsicht genießen. Das merkt man allein schon daran, dass die Werte recht unterschiedlich sind.

Hier ein paar Beispiele:

Websiteoutlook.com
Websiteoutlook.com gibt ein paar Werte und einen Dollar-Wert aus. Dieser sieht für Selbstaendig-im-Netz.de mit rund 21.000 Dollar recht niedrig aus. Dabei sind gerade die geschätzten Besucherzahlen recht nah an der Realität bei meinen Tests gewesen.

Siteworthtraffic.com
Auf Siteworthtraffic.com gibt man ebenfalls einfach die Domain ein und das Tool berechnet dann einen Wert. Hier wird dann auch aufgeschlüsselt, wie viel wahrscheinlich mit Werbung eingenommen wird und was die Besucherzahlen pro Monat sind. Mit gerade mal 6.244 Dollar Wert liegt der Wert aber weit unter dem, was die Website wert ist.

Siteprice.org
Das Kalkulations-Tool Siteprice.org benötigt etwas Zeit, um dem Wert zu ermitteln. 14.697 Dollar wurden am Ende ermittelt, was ebenfalls angesichts der Einnahmen viel zu wenig ist. Dabei wurden z.B. die Besucherzahlen deutlich zu niedrig angesetzt und damit z.B. auch die geschätzten Werbeeinnahmen.

Worthofweb.com
Mit dem Tool Worthofweb.com kommt ein Betrag von 43.653 Dollar für meinen Blog heraus, was schon besser klingt, aber mich immer noch nicht zum Verkauf bewegen würde. Dabei werden die monatlichen Einnahmen geschätzt und es gibt interessante Schätzungen zum Traffic. Zudem werden Social Media und User Experience mit einberechnet.

Projektify.de
Bei Projektify gibt es keinen Rechner, sondern eine Art Fragebogen. 5 Fragen muss man hier beantworten und dann bekommt man eine Preis-Kalkulation. Das ist ein erster Ansatz und vor allem werden ein paar wichtigen Faktoren abgefragt, die beim Preis eine wichtige Rolle spielen.

Unter dem Strich sieht man an den großen Unterschieden sehr gut, dass die Berechnungen keinesfalls zuverlässig sind. Anhand meiner aktuellen monatlichen Einnahmen würde ich zudem den Verkaufspreis meines Blogs noch deutlich höher ansetzen, als das diese Tools getan haben. Sie können also einen kleinen Eindruck geben und werfen ein paar interessante Werte aus, aber mehr nicht.

Der Wert einer Website sollte unbedingt durch eine manuelle Bewertung mit realen Daten ermittelt werden.

Angebot und Nachfrage

Am Ende muss man sich darüber im Klaren sein, dass Angebot und Nachfrage den Preis am stärksten beeinflussen. Will keiner eine Website kaufen, wird man auch nicht den berechneten Preis bekommen. Wollen viele Käufer eine Website, dann geht der Preis meist deutlich über den berechneten Wert hinaus.

In diesem Zusammenhang will ich nochmal kurz auf das Thema Auktionen eingehen. Das ist natürlich eine gute Möglichkeit, die Nachfrage den Preis bestimmen zu lassen. Man sollte aber einen Mindestpreis festsetzen, der dem selber berechneten Wert entspricht. Zudem sollte man dafür sorgen, dass möglichst viele von der Auktion erfahren.

Problematisch kann sein, dass manche Käufer (z.B. Firmen) zu lange Entscheidungswege haben. Diese könnte man mir einer nur wenige Tage langen Auktion auf eBay z.B. aussperren, was nicht sehr sinnvoll ist.

Fazit

Es gibt keine Möglichkeit den einen Preis für eine Website oder einen Blog zu finden. Sehr viele Faktoren und natürlich das aktuelle Angebot bzw. die Nachfrage führen zu einer individuellen Preisbildung.

Aber man kann sich anhand einige Faktoren zumindest ein halbwegs genaues Bild über den Wert einer Website oder eines Blogs machen.

Wie geht ihr vor, wenn ihr den Wert einer Website bestimmen wollt? Welche Tipps könnt ihr da geben?

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45 Gedanken zu „Wert eines Blogs oder einer Website berechnen“

  1. Natürlich wird es unterschiedliche Ansichten geben was ein Blog nun wirklich Wert ist. Ich erinnere nur an den Verkauf von Basicthinking vor kurzen. Während etliche meinten unter €100 000 geht diese nicht zum Verkauf brauchte diese am ende noch nicht einmal €50 000 ein.

    Mag sein das der Verkauf damals über eBay nicht der richtige Weg war, aber ich schätze sogar wenn damals der optimale Weg gewählt worden wäre, das der Verkaufspreis auch noch weite unter €100 000 gewesen wäre.

    Vor allen kommt es darauf an das, die Zahl der Käufer die wirklich solche Summen auch zahlen können nur begrenzt ist.

    Auch sollte keiner mit die irrige Meinung nachgehen das ein Blog der vielleicht ein paar hundert Besucher am Tag hat, nun €10 000 wert ist.

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  2. Die Frage ist ja auch was genau verkauft wird. Ein Blog eine Seite mit Inhalt oder nur Domainnamen so wie ich es gerade versuche.

    Ich glaube auch das es auf Trends ankommt. Im Moment sind wohl immer noch Casino, Pokerdomains am rennen. Ich versuche was mit Stromsparen, Balearen, Netbooks und Twitter. Aber auch nur weil die übrig sind.

    Ich habe vor Jahren eine 3 Buchstaben Domain verkauft. Heute würde ich mit Sicherheit das 5fache dafür kriegen.

    Hier fehlt auch m. E. noch was in der Liste. Eine interessante aber kostenpflichtige Alternative bietet Sedo mit dem Domain Wertgutachten an. Ansonsten finde ich immer noch Seitwert am besten.

    Antworten
  3. Von den Tools ist keines realistisch, denn alle legen einen zu großen Wert auf die Lesbarkeit der Domain. Wenn man verschiedene hochwertige, bekannte Seiten anschaut, merkt man schnell das nicht funktioniert.

    Beim Wert eines Projektes spielen bei mir die Einnahmen / Ausgaben der letzten 6 Monate eine Rolle. Der Durchschnitt daraus, multipliziert mit 18 ergibt für mich einen guten Richtwert. Auf und Ab entscheidet sich dann anhand meines Vorhabens und diversen anderen Faktoren.

    Antworten
    • Das mit dem multipliziert mal 18 ist aber auch immer so eine Sache. Die einen haben den Faktor 12, 24, 36. Die anderen nehmen, wie du einen Wert dazwischen.

      Nehmen wir mal an, man hätte eine Webseite, die seit Jahren 10.000 Euro im Monat Gewinn macht, also nach Abzug aller Kosten, aber vor Steuern. Die Arbeitszeit zum Erhalt der Seite beträgt ca. 120 Stunden im Monat. Das Geschäftsmodell wäre beispielsweise ein redaktionelles Portal, was sich mit Werbung finanziert. Das Thema ist relativ zeitlos. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich die nächsten 10 Jahre damit weiterhin so gut verdiene ist relativ hoch.

      Nun würde dieses Projekt ja nach deiner Rechnung 180.000 Euro wert sein. Nach Steuern hätte ich dann netto nur noch 104.400 Euro übrig. Das heisst, die Verkaufseinnahmen würden nur 18 Monate meine Einnahmen abdecken und danach hätte ich NICHTS.

      Warum um alles in der Welt sollte ich 1. Überhaupt so ein Projekt verkaufen und 2. Warum dann für so einen Witzpreis?

      Wenn ich schon so ein Projekt verkaufen sollte, dann doch bitte so, dass ich mind. die nächsten 10 Jahre mit dem Verkauf nicht weniger Einkommen habe, als wenn ich es behalten hätte.

      Antworten
      • Warum man überhaupt ein erfolgreiches Projekt verkaufen sollte, ist sicher ganz unterschiedlich. Vielleicht hat man keine Lust mehr oder will sich auf andere Projekte konzentrieren. Vielleicht braucht man das Geld auch sofort.

        Was den Witzpreis angeht, so sind ja immer 2 Seiten beteiligt. Und der Käufer will natürlich auch nicht erst in 5 Jahren damit was verdienen.

        Antworten
        • Bei einem wirklich lukrativem Projekt, wie mein obiges Beispielprojekt, würde ich als Käufer an die Verkaufsargumente “keine Lust mehr”, “andere Projekte” nicht wirklich glauben. Wer so ein gutes Projekt sein eigen nennt, für den ist das das Hauptprojekt. Insofern würde ich hier unseriöse Hintergrüne in Betracht ziehen. Wer das Geld sofort braucht ist langsfristig nicht besonders klug meines Erachtens.

          Natürlich will der Käufer nicht 5 Jahre warten, bis er auch mal einen ROI einfährt. Aber ich würde eben nie unter oben beschriebenen Jahresgewinn verkaufen, sofern mein Projekt solide und zukunftsträchtig ist.

          Kurzum: Für ein echt gutes, gewinnerwitschaftendes Projekt dieser Größenordnung gibt es eigentlich keinen seriösen Grund, es zu verkaufen. Potentielle Käufer sollten also immer gewarnt sein, falls jemand ein augenscheinlich mehr als lukratives Projekt für so wenig Geld plötzlich loswerden will. Meine Meinung.

          Antworten
  4. Den PR mit einzurechnen halte ich für schlecht, weil dieser nicht transparent ist und nur von Google alleine ausgegeben und gesteuert wird. Weihnachtsmann-Währung eben… :razz:

    Antworten
  5. Es gibt ja eigentlich Infos, wie der PR entsteht. Ob sich Google heute noch daran hält, weiß ich nicht.

    Aber als Argument beim Verkauf von Werbung oder von Links wird der PR oft noch herangezogen, egal ob zurecht oder nicht.

    Deshalb sollte man auch auf den PR achten, wenn man Werbung oder Links verkaufen will. Und wenn eine große Website, die sonst einen guten Eindruck macht, einen PR0 hat, sollte man auch stutzig werden.

    Antworten
  6. Aber ein PR von 4 beruhigt mehr als ein PR von 0. Und es macht in der Tat etwas aus beim monetarisieren. Ich habe das gemerkt als meine Seite mal von 3 auf 0 gerutscht bin und dann auf 4. Das sind Welten. Ob Google da nun böse oder nicht ist. Ist mir eigentlich egal. Ich sehe es sportlich je höher umso besser.. :mrgreen:

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  7. Ich persönlich würde auch alle Faktoren verschieden gewichtend einbringen. Aber habe mir auch noch keine Gedanken über einen Blogverkauf gemacht.

    Antworten
  8. Vielen Dank übrigens für die zahlreichen Informationen. Vor allem die GoogleTools gefallen mir, kannte ich bis dato noch nicht!
    Ich denke aber auch, dass der Inhalt eine wichtige Rolle für den “Preis” spielt. Eine Website/Blog kann auch nur 100 Besucher in der Woche haben, lässt sich damit doch gewinnbringend Geld machen, wenn man den richtigen Content urheberrechtlich schützt und an größere Firmen verkauft, am besten dann gleich mitsamt der Page ;D

    Antworten
  9. @ Peer: Eine schöne Ausarbeitung hast du erstellt.

    Für mich sind alle Faktoren wichtig, aber nur eines ist das entscheidende: Die organischen Besucher bzw der organische Traffic. ALso die Besucher, welche nach einem Keywort suchen und dann über die Suchmaschinen auf die Seite oder Blog landen. Solche Besucher werden meistens auch zu Kunden, weil diese bereits aktiv nach etwas suchen was sie interessiert. Leider ist mir der Fachbegriffe für solche Besucher entgangen :oops:

    Ein weiteres Kriterium ist das “Image”. Hat der Blog oder die Seite einen gewissen Image bzw Bekanntheitsgrad?

    Antworten
  10. Guter Artikel. Was mir jedoch zu kurz kommt, ist das eigentlich wichtigste Element eines Blogs: Der Inhalt. Es gibt eine Unmenge an Blogs, doch nur die wenigsten achten auf einen halbwegs interessanten Content. Ich denke, gerade in diesem Bereich gibt es noch eine Menge zu tun! Siehe “Basic Thinking”: Konsequent interessanten Content abliefern und damit Besucher anlocken.

    Antworten
  11. Naja Wert ist etwas subjektives, was bringt dir eine Webseite die nach allen Ratings hin und her gerechnet eine Millionen wert ist wenn keiner diese haben möchte, und möcht eman seine Seite eigenlich verkaufen ? hmm…

    Naja bei meinen schmächtigen 600 Besuchern am Tag kamen viel zu hohe Zahlen bei rum:

    Stimator.com: $4.082
    websiteoutlook: $18.000
    websitevaluecalculator: $111
    business-opportunities: $5.000

    Also mehr oder Minder sowieso alles Quatsch.

    Noch ein wenig Kritik zu einer getätigten Aussage:
    “Gibt jemand seine Feed-Zahlen an, ohne auf Feedburner zurückzugreifen, wäre ich zumindest vorsichtig. ”

    Man meint gerade es gibt nur noch Feedburner auf der Welt. Gerade nach de rUmstellung finde ich ist Feedburner sowas von unzuverlässig.

    Antworten
  12. Ich finde solche Berechnungs- Tools nicht besonders gut. Schließlich gibt es auch diverse, andere Richtlinien. Und naja, noch ein letztes Wort: Dem jenigen, dem sein Blog wirklich etwas bedeutet, wird ihn nie, wirklich nie verkaufen! Ein Blog ist nämlich wie ein Kind. Man hat es von Anfang an groß gezogen, viel Zeit investiert und man kümmert sich sehr viel darum. So sehe ich die Sache zumindest. Deshalb verstehe ich auch nicht, wie ein Blogger wie Robert Basic seinen beliebten Blog verkaufen konnte.

    Grüße
    Julia

    Antworten
  13. Danke für die vielen Meinungen zum Thema.

    Thema “Inhalt”:
    Was das Thema Inhalt angeht, so habe ich es bewusst raus gelassen. Das ist ein schwieriges Thema.

    Ihr habt recht, wenn ihr sagt, dass der Inhalt eigentlich das wichtigste ist. Aber es gibt nicht DEN guten Content.

    Ich fand z.B. Basic Thinking nie inhaltlich gut, andere fanden/finden ihn toll.

    Mein Marketing-Professor sagte immer: “Mach dich nie zu deiner eigenen Zielgruppe”. Soll heißen, dass man nicht den eigenen Geschmack auf andere übertragen soll.

    Da sind die Besucherzahlen (und die wiederkehrenden Besucher und Abonnenten) ein wesentlich deutlicher Indikator, ob die Inhalte der Zielgruppe gefallen.

    Zum Thema “Image”:
    Meist korreliert ja das Image mit den Backlinks die man bekommt.

    Ich kenne keine Blogs und Websites, die ein sehr gutes Image, aber keine Backlinks haben. Je größer das Image umso größer meist auch die Backlinkzahl und umgekehrt.

    Am Ende kommt aber bei solchen Website- und Blog-Käufen sicher auch eine Menge Bauchgefühl hinzu.

    Antworten
  14. @ Julia
    Hier geht es ja auch nicht unbedingt um die Blogger, die nur einen Lieblingsblog haben, sondern schon um jemanden, der den Kauf / Verkauf von Blogs und Websites professioneller betreibt.

    Und warum denn nicht mal ein neues Baby zur Welt bringen, wenn das erste schon groß ist (um es mal in meiner Sprache als Vater zu sagen :wink: ).

    Antworten
  15. @Peer: So gesehen hast Du Recht. Wenn man ein Blog schon von Anfang an nur deshalb betreibt, ist es natürlich nochmal etwas anderes. Bzw. wenn das das “tägliche Geschäft” ist.

    Grüße
    Julia

    Antworten
  16. Ich halte absolut nichts von rechnerischen Werten, die anhand von Traffic usw. gestaltet werden. Bei riesigen Projekten, die perfekt laufen ist das vielleicht eine Möglichkeit, aber im Grunde ist ja immer Nachfrage und Angebot das Instrument zum bestimmen von Preisen.

    Ich selber werde z. B. meine Webseite nicht los, obwohl ich keinen hohen Preis verlange.

    Antworten
  17. Danke für den guten Artikel. Ich finde es jedoch sehr schwer, den Wert anhand des PRs zu ermitteln oder durch die Tools.
    Das Potenzial sollte man hier nicht außer acht lassen bzw. als mehr in einem Satz erwähnen. Die zukünftigen Einnahmen sind zwar Ausgangsbasis für die Wertbestimmung, aber wie kommt man zu sinnigen Ergebnissen? Da wäre mal eine gute Methodik gold wert.

    Antworten
  18. Insgesamt alles nette Spielereien, die leider relativ wenig aussagen. Zudem sind viele Ergebnisse absolut unrealistisch. Statbrain beispielsweise ermittelt für eine meiner Seiten rund 5000 Besucher täglich. Die Zahl durch 100 geteilt und man hätte ein annähernd richtiges Ergebnis. Ich denke, dass ein Mix aus allen Tools zumindest einen Hinweis geben können, ob der eigene Blog überhaupt etwas wert ist. Schlussendlich liegt der Wert aber vielmehr im Auge desjenigen, der ein wirkliches Kaufinteresse hat, sodass Preise erzielt werden können, die weit über oder unter dem sind, was man sich selbst so vorstellt.

    Antworten
  19. @ Alex und Michael
    aber auch die Käufer müssen sich vorher darüber informieren, was ihnen der Blog wert ist. Es gibt ja keine ominöse Nachfrage, sondern das sind Käufer, die möglichst nicht zu viel bezahlen wollen.

    Also müssen auch die sich vorher darüber im klaren sein, was ihnen die Website oder der Blog wert ist. Und dafür werden auch die im Artikel genannten Kennzahlen und Faktoren herangezogen.

    Dass diese Tools, die nur ein paar technische Faktoren einbeziehen, nicht ausreichen, ist natürlich klar.

    Antworten
  20. @Peer
    Ich verstehe schon, was Du mit dem Artikel ausdrücken wolltest, jedoch bin ich der Ansicht, dass weitaus mehr Faktoren in die Preisbildung einfließen. Vor allem die Zielgruppe, ist einer der wichtigsten wertbildenden Faktoren einer Seite. Darüber hinaus sehe ich die Besuchzeiten, also wie lange jemand auf einer Seite bleibt, ebenfalls als enorm wichtig an. Denn die reine Anzahl der Besucher, sagt im Endeffekt nur wenig über den Erfolg und die Qualität einer Seite aus. So kann eine Seite, die in einem sehr speziellen Bereich tätig ist, aber nur äußerst wenige Besucher hat, mehr wert sein, als eine Webseite mit tausenden Besuchern täglich.

    Antworten
  21. Das ist richtig Alex. Oft hat man diese Infos aber nicht oder nur unzureichend. Die Besucherzeit bekommt man nur über die Stats raus und die sind oft nicht verfügbar.

    Die Zielgruppe ist noch schwerer zu erfassen. Allerdings bieten manche Tools (AdPlanner) gewisse demografische Anhaltspunkte.

    Aber natürlich ist ein Blog, der eine konkrete Zielgruppe bedient, etvl. mehr wert als ein Blog, der zwar mehr Besucher hat, aber dafür diverse Zielgruppen recht unspezifisch anspricht. Qualität ist hier oft wichtiger als Quantität.

    Das ist aber kaum durch Zahlen belegbar. Meist erkennt man durch die Analyse der Inhalte eines Blogs oder einer Website schon sehr gut, welche Zielgruppe angesprochen wird.

    Es ist aber sicher kein einfaches Thema, wo man nach einer Checkliste und 5 Formeln am Ende einen definitiven Preis erhält.

    Nicht umsonst kommen auch Experten bei der Bewertung von Websites und Blogs oft zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen.

    Antworten
  22. Wie berechnet man den Wert eines Blogs oder einer Website.

    Ebenso interessante wie schwierige Frage, die ich mir bisweilen auch stelle (auch wenn ich nicht daran denke, sie zu verkaufen – aber als Pensionsvorsorge, man weiß ja nie ;-).

    Im Grunde hast Du ja alles Wesentliche (und vieles an das ich bisher nicht dachte) hervorragend beschrieben.

    Meine Ergänzungen bzw. Vertiefungen:

    1.) Allgemein:

    a) „Halbwertzeit“ des Inhalts. Für mich spielt es eine wichtige Rolle, wie umfangreich der Content ist, und vor allem wie schnell dieser „verfällt“, also wieder überholt ist (z.B. Themen über Computer-Hardware). Was nützen 10.000 Seiten, wenn 9.800 davon niemand mehr interessieren (z.B. Erinnerungen an die Menüprogrammierung in DBase unter DOS haben eher wohl nur nostalgischen Charakter). Andererseits kann auch altes Wissen sehr lange aktuell bleiben (z.B. Datenbank-Design Allgemein mit SQL-Beispielskripts von 1995).

    b) Informations-Beschaffungsaufwand: Wie schwierig und aufwändig ist es, an die erforderlichen Informationen zu kommen, wie viel Zeit oder welche speziellen Fähigkeiten würde also jemand anderer benötigen, sich denselben Wissensstand zu erarbeiten und zu beschreiben.

    c) Zielgruppe: Wer ist die Zielgruppe

    2.) Auf meine Hauptdomain bezogen:

    a) Der Inhalt wird auch in 50 Jahren noch Gültigkeit haben (so wie ich auch teilweise auf historische Literatur aus der Zwischenkriegszeit zurückgreife – zu meinem Glück gab es damals aber noch keine Digitalkameras ;-).

    b) Bisherige Dauer für den Aufbau der Wissensdatenbank: 5 Jahre

    c) Qualifizierte Besucher, die für Spezialinformationen auch zu zahlen bereit sind.

    Also würde ich für meine Website die Verhandlungsbasis folgendermaßen festlegen:

    Aktueller Werbewert pro Monat (Mittelwert der letzten 12 Monate)

    Diesen Monatsbetrag * 12 (= 1 Jahr)
    Diesen Jahresbetrag * 10 (d.h. ich würde den Preis für 10 Jahre festsetzen, da der Informationsgehalt nicht verfällt).

    Viel Geld ;-) aber wie gesagt, nicht vor meiner Pensionierung – also frühestens in 20 Jahren, zur Zeit liebe ich mein „Baby“ noch viel zu sehr.

    Schöne Grüße
    Christian

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  23. ich denke das Hauptproblem ist die Prognosefähigkeit eines Blogs/Website. Wenn man überhaupt nicht einschätzen kann wie hoch der Gewinn in den nächsten Jahren sein wird, kann man auch kaum eine vernünftige Einschätzung über den Wert treffen.

    Außerdem stört mich immer das Wort “Einnahmen”. Dei Einnahmen (eigentlich gleichbedeutend mit Umsatz) sind ja keine gute Messgröße für eine Investition. Eine Firma kann doch sehr hohe Einnahmen haben aber unterm strich Verluste schreiben. Von daher würde ich immer den Gewinn betrachten.
    Bleibt die Frage wie man den Unternehmerlohn einrechnet… Wenn man jeden Tag 10 Stunden Arbeit in die Website/Blog stecken muss und am Ende des Monats kommen nur 500EUR raus, würde ich nicht viel für die Seite ausgeben.

    Ich vergleiche das immer mit dem Investieren an der Börse. Ich kann da die Bücher “Buffettology” und “Intelligent Investieren” empfehlen, in denen unter anderem beschrieben wird wie man den inneren Wert eines Unternehmens berechnen kann und anhand dessen ableiten kann wann eine Aktie günstig ist.

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  24. Ich finde das zweite Tool am besten, allein deswegen das es so ein guten Wert ausgibt! :mrgreen:

    Aber mal im Ernst: Keins dieser Tools gibt wirklich realistische Werte aus, glaube auch nicht das es maschinell kalkulierbar ist. Kann AlpenYeti nur zustimmen, der Inhalt einer Website spielt eine große Rolle über den Wert. Verschiedene Inhalt verjährt, mancher ist ein lebenlang interessant.

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  25. Zuerst sollte eine Website öffentlich und unabhängig Zugriffszahlen ausweisen, dann ist der Bekanntheitsgrad im Netz ermittelbar. Andere Kennwerte sind oben prima verlinkt.

    Weiterhin wird ohne Aufwand kaum viel Geld rauskommen, die sollte nicht unterschätzt werden. Peer ist da eher die positive Ausnahme.

    Und das Interessensmotiv der Besucher ist wichtig. Dienste z.B. für Kommunikation (social Networks) sind zum chatten und nicht zum Werbung klicken da. Eine Produktsuchmaschine / “Tool of the week”-Blog kann dagegen durch Affiliate-Links prima Konversion erzeugen.

    Also wie soll ein Tool ohne obige Kennwerte vernünftig kalkulieren?

    PS: Außen vor ist dagegen nur Schmuddelkram – der geht immer ;-)

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  26. Alle Achtung, gut recherchierter Bericht. Sehr umfangreich und auch für Leien nachvollziehbar (warum ist mein Blog nicht 1 Mio. wert – ich hab’ den doch schon seit einem Jahr…
    Blog wechseln auch mit Autohändler-Dialogen den Besitzer: “Was kostet diese Blog” – “Ah, mein Freund, ist ein guter Blog. Ist über 5000 Wert. Weil du mein Freund bist, nur 4500” – “Ok, sag mir jetzt, was ist dein letzte Preis” – “4000 muß ich für diese Blog haben” – “Ich gebe dir 900, das ist fairer Preis und weil du mein Freund bist, ich gebe dir (und nur dir) 1000. Was sagst du?” – Ah, mein Freund, 1000 ist zu wenig….” Bewertung? Fehlanzeige! Schachern auf Deibel komm raus ist die Devise…

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  27. Sehr guter Artikel.

    Eine Anmerkung habe ich aber:
    Bei der Hochrechnung der Monatseinnahmen, um den Verkaufspreis zu bestimmen, sollte man verschiedene andere Aspekte nicht vernachlässigen.
    Rechnet man den Wert auf die nächsten 10 Jahre hoch, sollte auch sichergestellt sein, dass das Thema dann noch genau so aktuell ist wie heute.
    Zudem ist entscheidend, wie hoch das Risiko ist, dass die Webseite viele Besucher und damit auch Einnahmen verliert. Sollte die Website nur durch Suchmaschinenoptimierung viele Besucher erreichen, so würde ich das Risiko als hoch einschätzen. Demnach würde ich den Wert auch nicht auf 10 Jahre hochrechnen.

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  28. Interessanter Beitrag, habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, kannte bisher immer die Regel “1,5 Jahreseinkommen der Webpräsenz”. Halte ich aber auch für äußerst unpräzise..

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  29. Hi,
    ich wollte den Wert meiner Seite schätzen lassen nur aus Fun, aber auf welcher Seite?
    Ich war schon auf Bizinformation aber ich wollte noch ein Paar andere schätzen lassen damit ich mir auch sicher bin.

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  30. Kann mir denn jetzt endlich mal jemand sagen, wo ich meine Seite richtig abschätzen lassen kann? Hab soviel an der Seite gemacht und Bizinformation sagt sie sei nur 1366€ Wert aber eine andere Seite von mir hat einen Wert von 1528€ da ist aber nichts drauf.
    :neutral:

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  31. Also ich habe bis jetzt zweimal eine Firma verkauft, die ich aufgebaut hatte (keine Internetfirmen) und habe die Erfahrung gemacht:

    Je mehr Geduld man bei der Suche nach dem Käufer aufbringt, desto besser verkauft man.
    Was der eine Interessent als völlig wertlos ansieht, ist für den anderen höchst begehrenswert. Dabei spielen subjektive Faktoren eine Rolle, die man nicht voraussehen kann.

    Vor kurzem habe ich eine Webseite programmiert und ins Netz gestellt: ziel-partner.net und aus Neugierde schätzen lassen. Die Ergebnisse bewegten sich zwischen 2000 und 10.000 Euro. Die obere Grenze wäre in etwa die Entlohnung für die Programmierarbeit.

    Werde also Google noch mit weiteren Werbe-Euros füttern müssen, bis meine Seite einen höheren Wert erreicht hat. Und dann darauf hoffen, dass sich meine Investitionen auch gelohnt haben.

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  32. Leider vermischt dieser Artikel am Laufmeter die beiden Begriffe Einnahmen und Gewinn. Das machen auch andere, aber eine ökonomisch sinnvolle Bewertung einer Webseite kann so zwingend nicht zustandekommen.

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    • Das ist auf jeden Fall etwas, was man unterscheiden sollte, keine Frage. Deshalb auch der deutliche Hinweis im Artikel, dass man nicht nur die Einnahmen, sondern auch die Ausgaben beachten sollte, was unter dem Strich ja die Netto-Einnahmen sind. Der Gewinn ist dann rein steuerrechtlich nochmal was ganz anders. Deshalb werde ich diesen Begriff aus diesem Artikel mal entfernen. Danke für den Hinweis.

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  33. Ich glaube, hier wurde schon sehr viel zum Themas gesagt. Verkauft habe ich noch keine Seite aber schon die eine oder andere Domain bzw. Webseite gekauft. Kenne das Feld also “nur” aus der anderen Seite.
    Mir waren meist die Inhalte wichtig und die Zielgruppe bzw. welche Vorteile (abseits einer neuen Seite) ergeben sich für mich. Das können neue Linkquellen sein, “nur” die Umleitung via 301 (und damit die Backlinks), eine “Linkschleuder” um Backlinks zu tauschen, Einblicke in eine neue Nische oder dergleichen. Hin und wieder auch nur das Interesse an einem Thema ;)
    Aufpassen sollte man auch, woher die Backlinks kommen und dass diese nicht “plötzlich” nach dem Kauf wieder “verschwinden”.
    Schlussendlich gibt es aber nicht den einen Wert für eine Seite und so verschieden die verschiedenen Seiten sind, so verschieden kann sich auch deren “Wert” zusammensetzen. Zu einem Kaufabschluss gehören auch immer zwei Seiten. Eine Seite ist im Grunde nur soviel wert, wie jemand bereit ist, dafür auszugeben. Andererseits muss das natürlich auch genug sein, damit der aktuelle Besitzer bereit ist, seine Seite für den gebotenen Betrag herzugeben.
    Schönen Gruß

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    • Es kann auch gesundheitliche Gründe haben. Oder oft hat man einfach nach so und so vielen Jahren nicht mehr die volle Motivation und sehnt sich nach was Neuem, was manche sicher schwer verstehen können, aber oft ist es einfach so.

      Aber ich stimme dir natürlich zu, dass man da auch vorsichtig sein muss. Gerade bei einem so großen Projekt sollte man die Verkaufs-Motivation genau hinterfragen.

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  34. Wenn es sich um einen Blog oder eine Webseite handelt die von aktuellen Themen lebt, sollte man sich auch bewusst sein, dass man die Seite auch weiterhin mit viel Aufwand betreiben muss. Und wer sich sicher ist, dies zu können, kann sicher auch eine neue Seite aufbauen.

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    • Das ist absolut korrekt. ABER… Man kauft sich in der Regel auch die Rankings und das Domainalter. Eine neue Website hat es deutlich schwerer bei Google, als eine Website, die seit fünf Jahren gute Inhalte liefert. Dann kommen noch Bekanntheitsgrad und Marke hinzu, unter Umständen eine vorhandene Userbasis und so weiter und sofort.

      Unter dem Motto könntest du auch sagen: Du brauchst Nike nicht kaufen, du kannst auch einfach selbst Schuhe herstellen.

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