Google hat mittlerweile bekannt gegeben, dass die Ladezeit einer Website Einfluss auf das Ranking hat.
Aber nicht nur deshalb sollte man die Ladezeit der eigenen Website hin und wieder überprüfen und optimieren.
Ich stelle heute ein Tool von Google vor, welches man zur Analyse nutzen kann. Und ich zeige Beispiele, was die Optimierung bringt.
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ToggleWarum Ladezeit-Optimierung?
Google nimmt die Ladezeit immer wichtiger. Letztens wurden sogar erste Experimente durchgeführt, bei denen die Info ‚Slow‘ bei langsamen Websites in den mobilen Suchergebnisse angezeigt wurde.
In Zukunft wird die Ladezeit sicher noch wichtiger werden. Aber nicht nur für Google sollte man die eigene Website schneller machen. Die Nutzer merken den Unterschied zwischen langsamen und schnellen Websites sehr stark, wenn auch oft unbewusst.
So haben Studien gezeigt, dass die Ladezeit direkten Einfluss auf den Umsatz hat. Viele Nutzer sind heute recht ungeduldig.
Ich selber habe den Einfluss der Ladezeit mehrmals feststellen können. So konnte ich meine Besucherzahlen um rund 25% steigern, nur weil ich auf ein besseres Caching Plugin umgestiegen bin. Das hat sich positiv auf die Ladezeiten ausgewirkt.

In selben Zug stiegen die Besucherzahlen deutlich an:

Und auch mein neues Layout, welches seit letztem Herbst online ist, hat sich positiv auf die Ladezeiten und damit auch auf den Traffic ausgewirkt.

Es gibt also viele Gründe sich mit der Ladezeit der eigenen Website zu beschäftigen und diese zu optimieren.
Analyse mit Google PageSpeed Insights
Eine sehr gutes Tool zur Analyse der eigene Website stammt von Google selbst. Google PageSpeed Insights ist Teil einer größeren Familie von Tools zur Ladezeit-Optimierung.
Dabei misst das Tool eigentlich gar nicht die Ladezeit. Zumindest geht es hier nicht darum die Ladezeit millisekundengenau anzuzeigen.
Stattdessen analysiert das Tool den Ladevorgang und schaut sich dabei diverse Faktoren genau an. Am Ende der Analyse gibt es einen Gesamtwert, der von 0 bis 100 reicht. Dieser Wert zeigt an, wie gut die Ladezeit der Website insgesamt bereits optimiert ist.
Das allein wäre aber nur bedingt hilfreich. Das Tool bietet allerdings zusätzlich sehr genaue Tipps und Vorschläge, was optimiert werden sollte.
Zu jedem Optimierungsvorschlag kann man eine Detailansicht aufklappen. Dort bekommt man nochmal genauer gesagt, was man optimieren sollte und welche Dateien es ggf. betrifft.
Umsetzung der Tipps
Diese konkreten Handlungsvorschläge sind das große Plus dieses Google-Tools.
Während andere Tools vielleicht die Ladezeit sehr genau analysieren, so gibt es hier konkrete Handlungsempfehlungen. Hällt man sich man diese, kann man Schritt für Schritt die Probleme beheben und den Gesamtwert verbessern.
Eine Übersicht der Optimierungstipps enthält ausführliche Informationen, wie man diese umsetzt.
In dieser CaseStudy wurde die mobile Version einer bekannten Website optimiert.
Braucht man 100 Punkte?
Immer wieder fragen Leser, ob man bei Google PageSpeed Insights 100 Punkte erreichen muss. Auch wenn manche Entwicklung stolz ihre 100 Punkte zeigen, so ist das meiner Meinung und Erfahrung nach nicht notwendig.
Zum einen ist es recht schwer 100 Punkte zu erreichen. Das liegt nicht nur daran, dass manche Kritikpunkte nur durch viel Know How oder z.B. einen eigenen Server zu behehen sind. Hier muss man die Kirche im Dorf lassen.
Es ist auch teilweise schwer bis unmöglich externe Scripte zu optimieren. Andere JS- und CSS-Scripte dagegen müssen im Header geladen werden, da sonst die entsprechende Funktion nicht korrekt funktioniert.
Dagegen sind andere Tipps, wie die Optimierung von Bildern oder die Komprimierung der gesamten Seite, meist recht einfach und schnell möglich.
Zum anderen ist es für ein gutes Ranking nicht notwendig 100 Punkte zu haben. Mir reicht es z.B., wenn die Punkte-Anzeige grün ist, was ab 85 Punkte der Fall ist. Das schaffe ich mit meinem Blog gerade so, was die Desktop-Ansicht angeht. :-)
90+ Punkte bekommt man in der Regel nur, wenn man alle externe Skripte und interaktiven Funktionen deaktiviert, die JavaScript benötigen. Zudem muss man z.B. die Bild-Menge stark senken. Das würde in vielen Fällen die Nutzbarkeit und den Inhalt der Website einschränken. Hier sollte man abwägen, was einem besonders wichtig ist.
Die konkrete Ladezeit sollte man zudem nicht außer acht lassen. Ist diese Okay, ist man auf jeden Fall gut aufgestellt, auch wenn man nicht alle Optimierungsvorschläge umgesetzt hat.
Nutzererfahrung
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Nutzererfahrung, die Google PageSpeed Insights mittlerweile separat bei der mobilen Analyse ausgibt.
Damit will Google zeigen, wie gut die mobile Ansicht der eigenen Website ist, was nicht direkt mit den technischen Aspekten zusammenhängt.
Nutzt man ein responsive Layout ist dieser Wert meist schon sehr gut. Neben der technischen Optimierung sollte man auf diesen Wert viel Wert legen.
Google bietet inzwischen ein spezielles Tool zur Analyse mobiler Websites an, welches ausführlichere Tipps bietet.
Weitere Tipps und Tools
In einem früheren Artikel habe ich bereits Tools zur Ladezeiten-Messung und -Optimierung vorgestellt.
Zudem kann man konkrete Ladezeiten in Google Analytics sehen und Problemstellen entdecken.
Fazit
Um die eigene Website für die Besucher noch attraktiver und besser nutzbar zu machen, sollte man die Ladezeit und die Nutzererfahrung aus jeden Fall hin und wieder mal analysieren und optimieren.
Google PageSpeed Insights bietet sich dafür an, da es konkrete Verbesserungstipps gibt und damit auch Einsteigern hilft.
Zudem stammt dieses Tool von Google selbst und da wir bei Google ja auch gut ranken wollen, ist es ein weiterer Grund die Empfehlungen des Tools ernst zu nehmen.
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