In die Öffentlichkeit zu gehen fällt nicht jedem so einfach. Ganz besonders dann, wenn man professionell auftreten und nicht nur einfach zum Spaß bloggen will, stellt man sich oft die Frage, ob nur Experten bloggen dürfen.
Angehende Blogger, aber auch Podcaster, stellen sich deshalb die Frage, ob sie überhaupt Experte genug sind, um ihr Wissen in einem Blog oder eben einem Podcast zu verbreiten.
Dürfen also nur Experten bloggen?
Darauf gibt es nun meine Antwort.
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ToggleDürfen nur Experten bloggen?
Ich denke, dass sich viele Blogger schon mal die Frage gestellt haben, ob sie überhaupt qualifiziert sind, sich zu einem Thema zu äußern.
Schließlich wartet man mit einem Blog nicht bis man 10 Jahre Berufserfahrung hat, sondern startet oft schon in der Schule oder kurz danach mit seinem Projekt.
Und natürlich kann man da noch nicht alles wissen und man hat auch noch nicht so viele Erfahrungen gesammelt.
Trotzdem muss man meiner Erfahrung nach kein Experte sein, denn es gibt immer Leute die mehr wissen und Leute die weniger wissen.
Es ist okay, nicht alles zu wissen
Es ist völlig in Ordnung, wenn man nicht zu den absoluten Experten im einem Bereich zählt. Das ist kaum jemand von den Bloggern da draußen.
Wenn sich nur die absoluten Experten äußern dürften, dann wäre es im Netz recht einsam und auch relativ langweilig. Heutzutage ist es zudem unrealistisch zu denken, dass man irgendwann an dem Punkt sein wird, wo man alles zu einem Thema weiß. Dafür geht es heute einfach zu schnell und man lernt täglich dazu.
Solange man sich für ein Thema interessiert, Leidenschaft mitbringt und sich damit intensiver beschäftigt, kann man auch einen Blog starten.
Es gibt immer Leute, die weniger wissen, als man selbst!
Es gibt immer Menschen, die weniger wissen!
Wenn man selber intensiv Blogs liest und Fachartikel studiert, dann mag man das Gefühl bekommen, dass es da draußen nur Leute gibt, die mehr wissen, als man selbst. Aber dem ist natürlich nicht so.
Die große Masse ist still und äußert sich höchstens im Kommentaren oder Foren. Deshalb sollte man sich bewusst sein, dass die Mehrzahl der Menschen da draußen weniger wissen als man selbst zu dem eigenen Thema. Vorausgesetzt, man beschäftigt sich mit einem Thema relativ intensiv.
Interessiert einen zum Beispiel das Thema „Aquarium“, dann wird man sich damit auch beschäftigen, Bücher, Facebook-Seiten und Blogs lesen und auch sonst immer versuchen auf dem Laufenden zu bleiben. Und dann weiß man schon mehr über das Thema, als der Großteil der potentiellen Leserschaft. Dann kann man natürlich ein Blog zu dem Thema starten.
Ist man dagegen selber noch auf der Suche nach Infos über Aquarien und hat sich damit bisher noch gar nicht beschäftigt, dann sollte man vielleicht eher die Finger davon lassen, darüber zu schreiben. Zumindest dann, wenn man ernst genommen werden will. Zum Spaß ist natürlich alles Okay, dass versteht sich. Aber viele treue Leser wird man dann wohl eher nicht finden.
Man sollte also nicht zu kritisch mit dem eigenen Wissen umgehen und sich nicht nur mit den bekannten (Experten-)Gesichtern einer Szene beschäftigen, sondern eher mal den Blick auf die vielen, vielen Nutzer richten, die noch weniger wissen. :-)
Wie geht man mit Leuten um, die mehr wissen?
Es wird immer jemanden geben, der mehr weiß. Und das ist auch Okay. Schließlich kann man von diesen selber lernen.
Ich interviewe z.B. Menschen, die in einer bestimmten Sache sehr gut sind und lerne so selbst etwas, gebe auf diese Weise aber auch meinen Lesern zusätzliche Informationen. Man sollte ruhig zugeben, dass man nicht alles weiß. Das macht einen menschlich und sympathisch.
Wer allerdings so tut, als wüsste er alles, der wird sehr schnell auf die Nase fallen. Das ist das andere Extrem. Man sollte sich zwar gut darstellen, aber seine Leser nicht täuschen.
7 praktische Tipps: Welche Voraussetzungen man erfüllen sollte!
Wenn man kein Experte sein muss, um (semi-) professionell zu bloggen, welche Voraussetzung sind stattdessen nützlich?
- Man sollte neugierig sein. Das Thema sollte einen interessieren und man sollte auf dem Laufenden bleiben.
- Lernbereitschaft ist auf jeden Fall wichtig. Denn ein Blog lebt oft sehr stark davon, dass der Blogger dazulernt und die Leser daran teilhaben lässt. Eigene Erfahrungen und Fehler zu veröffentlichen ist sehr zu empfehlen.
- Experimentierfreude ist sehr gut, um Unique Content zu erschaffen. Wer selber viel probiert und testet, kann darüber auch schreiben.
- Wenn man etwas nicht weiß, dann sollte man andere Experten fragen. Interviews oder RoundUp-Artikel sind da sehr gute Möglichkeiten.
- Wie schon gesagt, sollte man sich nicht scheuen die Leser am eigenen Lernprozess teilhaben zu lassen. Das gefällt sehr vielen Lesern.
- Eine gute persönliche Basis schaffen. Wer nett und hilfsbereit ist, dem vertraut man auch.
- Nicht einschüchtern lassen. Es wird immer mal Leute geben, die euch vorhalten, dass ihr keine wirklichen Experten seid und sensationelle Inhalte bietet. Don’t feed the Troll. So lange die meisten Leser zufrieden sind, ist das Okay.
Nicht nur Experten dürfen bloggen!
Man muss kein Experte sein, um professionell zu bloggen, einen YouTube-Kanal zu betreiben oder zu podcasten.
Engagement, Neugier und Lernbereitschaft sind allerdings wichtig und dann findet man auch immer genug Leser, die weniger wissen und die deinen Blog, deine Videos oder deine Podcast-Episoden gut finden. Habt also keine Angst davor loszulegen.
Wie sind eure Erfahrungen damit?
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