Ein Blog reicht nicht – Wie man aus einem Blog ein richtiges Business macht

Ein Blog reicht nicht - Wie man aus einem Blog ein richtiges Business machtWer mit einem Blog Geld verdienen und vielleicht sogar davon leben möchte, muss diesen auch wie ein Business betreiben.

Mit einer Hobby-Einstellung kommt man dagegen nicht sehr weit.

In diesem Artikel gebe ich Tipps, wie man aus einem Blog ein richtiges Business macht.

Blogger werden ist nicht schwer …

Heute einen Blog zu starten ist kein Problem. Mit Hilfe kostenloser Blogsoftware kann man in Minuten einen Blog installieren und mit dem Schreiben von Artikeln loslegen.

Hat man allerdings vor nicht nur einen Hobby-Blog zu starten, sondern ein Business daraus zu machen, dann ist es damit natürlich nicht getan.

Oft folgt nach einer engagierten Anfangszeit die Stagnation. Es fällt schwer mehr Besucher anzulocken und auch die Konkurrenz ist zahlreich. Und Geld verdient es sich auch nicht so leicht, wie man am Anfang denkt.

Das ist für die Motivation nicht hilfreich und viele Hobby-Blogger lassen es dann schleifen und suchen die Schuld dann meist bei anderen.

Zum professionellen Bloggen gehört mehr

Wer einen Hobby-Blog betreibt, muss sich um solche Dinge keine Gedanken machen. Da reicht es vollkommen aus, wenn man Spaß hat zu schreiben.

Aber wer mit einem Blog Geld verdienen und vielleicht irgendwann sogar davon leben möchte, sollte seinen Blog auch als Business behandeln. Und dazu gehört eben nicht nur hin und wieder was zu schreiben.

Wer seinen Blog als Business betreibt, muss sich auch um Business-Aufgaben kümmern, wie z.B. Marketing, Social Media, SEO, Verwaltung, Networking, Technik, Support und mehr.

Die verschiedenen Bereiche des Blogs gilt es zu professionalisieren, ohne den Spaß daran zu verlieren. Das ist nicht immer einfach, aber dauerhaft die einzige Möglichkeit ein stabiles und dauerhaftes Blog-Business aufzubauen.

Viele Blogger scheuen sich davon diesen Weg zu gehen, da sie das Bloggen idealistisch sehen. Das ist, wie gesagt, auch okay, wenn man einfach nur Bloggen will. Wer aber mehr als nur ein Taschengeld mit seinem Blog verdienen will, der muss auch mehr machen als ein Hobby-Blogger.

Es muss nicht unbedingt gleich ein Millionen-Business werden, aber eine professionelle Einstellung ist wichtig.

Business-Herangehenweise

Wer mit einem Blog gutes Geld verdienen will, muss diesen wie ein Business behandeln. Zu den grundlegenden Aufgaben gehört folgendes:

  • Ziele
    Ziele setzen ist ein wichtiger Bestandteil eines Business. Nur wer sich messbare und zeitlich terminierte Ziele setzt, kann darauf basierend Planungen vornehmen und Maßnahmen umsetzen.
  • Pläne
    Pläne sind ebenfalls wichtig. Im Gegensatz zu Hobby-Bloggern reicht es eben nicht nur dann was zu machen, wenn man Lust dazu hat. Zudem geben die Pläne einen Rahmen vor, um sich nicht zu verzetteln.
  • Umsetzung
    Die Umsetzung der Pläne ist am Ende das Entscheidende. Hier gilt es konsequent zu sein und Prioritäten zu setzen. Ein Business erfordert Disziplin und Regelmäßigkeit.
  • Analyse
    Was haben bestimmte Aufgaben gebracht und welche Maßnahmen waren erfolgreicher? Diese und andere Fragen muss man sich stellen, um in Zukunft noch bessere Pläne mit effektiveren Maßnahmen aufzustellen.

Die Einstellung zählt

Um diese Vorgehensweise dauerhaft umzusetzen bedarf es vor allem der richtigen Einstellung. Dazu gehören die folgenden Punkte:

  • Fokus von einem selbst hin zu den Lesern
    Während man als Hobby-Blogger vor allem auf die eigenen Interessen schaut, gilt es bei einem Blog-Business mehr auf die Leser zu achten.

    Was sind deren Wünsche, Probleme, Sorgen, Bedürfnisse …? Denn nur wenn man sich auf die Leser einlässt, kann man gutes Geld verdienen.

  • Regelmäßig dran bleiben
    Hobby-Blogger schreiben meist dann etwas, wenn sie gerade Lust haben und die Motivation da ist. Das ist für einen Business-Blog nicht genug.

    Stattdessen muss man regelmäßig Inhalte erstellen und viele andere Aufgaben erledigen. Und das auch dann, wenn man mal keine so große Lust hat.

  • Neues probieren
    Ein weiteres Merkmal professioneller Blogger ist die Neugier. Neues im Blog auszuprobieren, seien es neue Inhalte, Features, Einnahmequellen etc.

    Aber auch bei der Vermarktung und der Kooperationen mit anderen Blogger und Firmen ist es wichtig immer wieder neues auszuprobieren und sich weiterzuentwickeln.

  • Kaufmännische Seite
    Keineswegs vergessen sollte man die kaufmännische Seite. Ein professioneller Blog erfordert viele Aufgaben, die man vielleicht nicht so gern macht.

    Buchhaltung, Verwaltung von Kunden, Budgetplanung, Werbung, Kontaktpflege und vieles mehr gehört dazu.

  • Lernen & Testen & Messen
    Man sollte immer neugierig bleiben und hinzulernen. Andere Blogs lesen, Bücher lesen, Videos schauen, Kurse belegen und andere Möglichkeiten gibt es, sich weiterzubilden.

    Zudem sollte man immer wieder etwas neues testen und die Ergebnisse messen und auswerten. Nur so kann man z.B. die Einnahmen dauerhaft steigern.

  • Kontakte
    Als professioneller Blogger ist man keine Insel. Man muss sicher nicht zu jeder Konferenz und zu jedem Stammtisch, aber viele Kontakte erleichtern den Aufbau eines professionellen Blogs enorm.

    Zudem sollte man andere Blogger nicht unbedingt als Konkurrenz sehen, sondern lieber mit diesen kooperieren.

  • Über den Tellerrand blicken
    Viele Möglichkeiten ergeben sich, wenn man einfach mal über den Tellerrand hinausblickt. So entstehen meist die besten Ideen und die interessantesten Kontakte.

    Zudem hilft es dabei die Betriebsblindheit zu vermeiden und immer wieder neue Ideen und Ansätze zu finden.

  • Nicht alles selber machen
    Am Ende noch ein wesentliches Merkmal professioneller Blogger. Sie machen nicht mehr alles allein.

    Während das zu Beginn noch normal ist, da man nicht zu viel Geld ausgeben will, wächst ein Business-Blog später eigentlich nur noch dann, wenn man Aufgaben abgibt und sich Hilfe holt.

Business-Einnahmequellen

Wer von einem Business-Blog leben möchte, muss sich natürlich auch speziell um stabile, dauerhafte und relativ passive Einnahmen kümmern.

Und auch hier unterscheiden sich Hobby-Blogs oft sehr stark von Business-Blogs. Letztere setzen vor allem auf dauerhafte direkte und indirekte Einnahmequellen.

Dabei gilt es etwas eigenes aufzubauen und möglichst unabhängig von Dritten zu sein. Eigene Produkte, angebotene Leistungen, Affiliate Marketing, Werbung und ähnliches sind deshalb sinnvoller, als bezahlte Artikel oder Linkverkauf.

Das Ziel ist es dauerhafte Einnahmequellen zu etablieren, die stabil sind, möglichst wenig Arbeit machen und bei denen man vor allem vom eigenen Ruf und der eigenen Reichweite profitiert.

So haben sich meine Blogs zu einem Business gewandelt

Wer schon länger hier im Blog mitliest, kennt meine Geschichte sicher schon. Zu der Zeit, als ich mich selbständig gemacht habe, interessierte ich mich auch für den aufkommenden Blog-Trend in den USA.

Ich habe dann selber den einen oder anderen Blog gestartet, um zu testen und auszuprobieren, was das bringt und wie es funktioniert. Doch diese „Test-Ballons“ gibt es heute nicht mehr.

Neben meiner Haupttätigkeit als Webdesigner habe ich dann Anfang 2007 ‚Selbständig im Netz‘ gestartet, aber auch diesen Blog eher als Nebenprojekt, um meine Erfahrungen zu schildern, Kontakte zu knüpfen und vielleicht auch ein paar Webdesign-Kunden zu finden.

Doch nach und nach habe ich den Blog intensiver betrieben, was sich unter anderem in mehr investierten Stunden und einem regelmäßigen Redaktionsplan zeigte. Ich legte konkrete Zeiten zum Schreiben von Artikel fest und kümmerte mich regelmäßig um neue Inhalte. Zudem entstanden neue spezialisierte Blogs.

Es gab auch schwere Zeiten, in denen die Motivation nicht hoch war und ich vielleicht lieber etwas anderes gemacht hätte. Doch ich bin dran geblieben und habe weitergemacht. Dabei hat mir auch mein kaufmännisches Studium geholfen, auch wenn das sicher nicht zwingend nötig ist.

Über die Jahre hat sich der Fokus immer weiter auf meine Blog verschoben und heute blogge ich Vollzeit. Mittlerweile investiere ich zudem Geld in meine Blogs, sei es zum Beispiel durch professionelles Hosting oder eine Mitarbeiterin, die für meine Blogs schreibt.

Glück?

Habe ich Glück gehabt, dass sich meine Blogs so gut entwickelt haben und ich davon heute leben kann? Sicher, ein wenig Glück gehört immer dazu.

Dennoch bin ich davon überzeugt, dass vor allem die harte Arbeit über viele Jahre hinweg für diese Entwicklung verantwortlich ist. Ich habe täglich etwas gemacht, auch wenn ich nicht motiviert war. Viele Überstunden sind gerade in den ersten Jahren in meine Blogs geflossen und ich habe über die lange Zeit immer wieder etwas Neues ausprobiert.

Hätte ich meine Blogs nur als Hobby betrachtet, wäre ich heute sicher nicht da, wo ich mit meinen Blogs stehe.

Fazit

Wer von seinem Blog Business-Ergebnisse erwartet, muss diesen auch als Business behandeln. Das mag erstmal ungewohnt sein, aber nur dann ist es möglich damit gutes Geld zu verdienen und vielleicht sogar davon zu leben.

Wie sieht deine Blog-Geschichte aus?

Bild von Peer Wandiger
Peer Wandiger
Studium der BWL und langjährige Arbeit in einem mittelständischen Unternehmen. Seit 2006 selbständig als Webentwickler und Website-Betreiber, 2007 Gründung von Selbständig im Netz.

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