Viele Menschen möchten gern selbstständig und damit nicht mehr von einem Arbeitgeber abhängig sein. Doch wer wagt wirklich den Sprung in die Selbstständigkeit?
In einer Umfrage habe ich meine Leser über ihr Alter befragt, in dem sie sich selbstständig gemacht haben. Es haben über 200 Leser daran teilgenommen.
Im Folgenden analysiere ich die Ergebnisse der Umfrage und schildere meine eigenen Erfahrungen als Gründer.
Inhalt
ToggleUmfrage zum Alter von Gründern
Vor einer Weile habe ich eine kleine Umfrage gestartet, in der ich euch folgendes gefragt habe:
Wie alt warst du, als du dich selbständig gemacht hast?
Diese Umfrage hat sich natürlich nur an Selbstständige gerichtet. Insgesamt haben 243 Leser ihre Stimme abgegeben und das Ergebnis ist recht interessant:
Wie alt warst du, als du dich selbständig gemacht hast?
- 18-29 (56%, 136 Stimmen)
- 30-39 (23%, 56 Stimmen)
- 40-49 (9%, 23 Stimmen)
- jünger als 18 (6%, 15 Stimmen)
- 50-59 (5%, 12 Stimmen)
- 60 oder älter (0%, 1 Stimmen)
Teilnehmerzahl: 243 (max. 1 Stimmen)
Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer hat im Alter von 18 bis 29 Jahren gegründet. Es sind also vor allem junge Menschen, die den Schritt in die Selbständigkeit wagen.
Ich selber war 31, als ich mich selbstständig gemacht habe. Immerhin 23% der Umfrageteilnehmer waren ebenfalls zwischen 30 und 39 Jahre alt, als sie sich für die Selbstständigkeit entschieden haben.
Die 40 bis 49 jährigen haben dann nur noch einen Anteil von 9%.
Immerhin 6% der Umfrageteilnehmer waren jünger als 18 und haben damit als Minderjährige gegründet.
Abgeschlagen in der Umfrage landeten sowohl die 50-59 jährigen (5%), als auch die über sechzigjährigen Gründer (1 Stimme).
Warum gründen junge Menschen häufiger?
Das Ergebnis der Umfrage ist recht eindeutig. Nun kann man natürlich einwerfen, dass in meinem Blog wohl eher etwas jüngere Leser unterwegs sind, was die deutlichen Ergebnisse erklärt. Aber das ist sicher nicht der einzige Grund.
Auch wenn es durchaus Probleme für junge Gründer gibt, so gibt es doch auch einige Vorteile.
So sind junge Menschen meist risikobereiter, was sicher auch daran liegt, dass sie noch keine großen Verflichtungen haben. Wer dagegen älter ist und eine Familie hat, der ist oft eher an einem sicheren Einkommen interessiert. Gleiches gilt naürlich für alle, die größere finanzielle Verpflichtungen haben.
Als junger Mensch ist man dagegen oft relativ unabhängig und zudem oft engagierter und stressresistenter. Gerade bei der Selbständigkeit im Netz arbeitet man zu Beginn sehr, sehr viel, für nur wenig Geld.
Nichts desto trotz machen sich auch ältere Gründer daran, sich etwas aufzubauen. Das damit ebenfalls Risiken und Probleme verbunden sind ist klar. Wer aber bereits viele Erfahrungen im Arbeitsleben sammeln konnte und nun der eigene Chef sein möchte, weiß was er will und kann ebenfalls erfolgreich sein.
Gerade die bereits erworbene Erfahrung kann in vielen Bereichen hilfreich sein. Hinzu kommt ein finanzielles Polster, welches sich viele ältere Gründer bereits aufbauen konnten. Ebenfalls hilfreich ist ein Partner, der einen unterstützt und für mehr finanzielle Sicherheit sorgen kann.
Fazit
Dass mehr junge Menschen gründen ist nicht so verwunderlich. Schließlich suchen diese noch ihren Weg und gerade die Selbstständigkeit im Netz ist eher für junge Gründer interessant. Dennoch kann man auch später im Leben gründen, was einige Vorteile, aber auch neue Herausforderungen mit sich bringt.
Ich selber habe meine Gründung mit 31 Jahren nicht bereut und finde dieses Alter im Nachhinein sehr gut für die Gründung. Ich war erfahren und alt genug, um diszipliniert und mit dem notwendigen Know How zu starten. Gleichzeitig war ich aber auch noch jung genug, um ohne Probleme viele Überstunden zu machen und eher die Chancen, als das Risiko zu sehen.
Ob ich heute, 10 Jahre später, nochmal in dieser Form gründen würde, weiß ich nicht. Ich habe aber noch heute Lust auf neue Projekte und andere Erfahrungen. Das ist für einen Selbstständigen meiner Meinung nach sehr wichtig, um langfristig erfolgreich zu sein.
Es würde mich freuen, wenn ihr auch an der folgenden Umfrage teilnehmt.
Was ist euch am Online-Business am wichtigsten?
- Freie Zeiteinteilung (56%, 118 Stimmen)
- Eigenverantwortung und Selbstbestimmung (53%, 112 Stimmen)
- Mehr oder weniger passive Einnahmen (45%, 96 Stimmen)
- Ortsunabhängigkeit (43%, 92 Stimmen)
- Man kann das machen, für was man sich interessiert. (41%, 86 Stimmen)
- Kaum Kapitalbedarf beim Start (39%, 83 Stimmen)
- Viele Möglichkeiten und Chancen (30%, 64 Stimmen)
- Niedrige Einstieghürden (20%, 42 Stimmen)
- etwas anderes (3%, 7 Stimmen)
Teilnehmerzahl: 212 (max. 8 Stimmen)
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