Die größten YouTube Kanäle, deren Einnahmen und die Chancen für neue YouTuber

Die größten YouTube Kanäle, deren Einnahmen und die Chancen für neue YouTuberYouTube hat in 2014 einen großen Boom erlebt und viele YouTuber erreichen mittlerweile ein Millionenpublikum.

Das bedeutet nicht nur viel Aufmerksamkeit, sondern auch ein großes Einnahmepotential.

In diesem Artikel stelle ich die größten internationalen und deutschen YouTube-Kanäle vor und gehe darauf ein, was diese laut Schätzungen verdienen.

Zudem gehe ich der Frage nach, ob es sich lohnt als YouTuber zu starten oder ob es nicht bessere Möglichkeiten gibt online Geld zu verdienen.

Die größten YouTube Kanäle weltweit

Es ist relativ einfach eine Liste der größten YouTube-Kanäle weltweit aufzustellen. YouTube stellt Statistiken über die Zahl der Abonnenten und der Videoaufrufe bereit, die z.B. von socialblade.com ausgewertet werden.

Dabei zeigen sich schon wirklich beeindruckende Abonnenten-Zahlen, die von den Top-Kanälen erreicht werden:

  1. PewDiePie = 33.680.627 Abonnenten
  2. YouTube = 22.679.044
  3. holasoygerman = 20.810.532
  4. smosh = 19.577.661
  5. RihannaVEVO = 15.193.472
  6. OneDirectionVEVO = 15.073.195
  7. KatyPerryVEVO = 14.721.287
  8. JennaMarbles = 14.548.017
  9. EminemVEVO = 14.380.394
  10. nigahiga = 13.587.146

(Stand: 14.1.2015)

Auf Platz eines steht zwar ein Lets Player, aber dahinter folgen keine weiteren Gaming Kanäle. Stattdessen dominiert Musik und Comedy. Auch Lifestyle kommt gut an.

Allerdings sind Abonnenten nicht alles. Wenn man sich stattdessen die Top-Liste der Videoaufrufe anschaut, sind ein paar andere Kanäle ganz oben zu finden:

  1. PewDiePie = 7.456.143.199 Videoaufrufe (33.680.627 Abonnenten)
  2. emimusic = 7.350.424.149 Videoaufrufe (2.966.438)
  3. RihannaVEVO = 5.764.669.826 Videoaufrufe (15.193.472)
  4. JustinBieberVEVO = 5.367.241.787 Videoaufrufe (10.736.813)
  5. machinima = 5.252.558.869 Videoaufrufe (12.218.179)
  6. KatyPerryVEVO = 4.724.524.021 Videoaufrufe (14.721.287)
  7. DisneyCollectorBR = 4.632.618.445 Videoaufrufe (3.422.188)
  8. EminemVEVO = 4.395.545.386 Videoaufrufe (14.380.394)
  9. ShakiraVEVO = 4.285.551.963 Videoaufrufe (6.108.657)
  10. officialpsy = 4.283.763.255 Videoaufrufe (7.717.074)

(Stand: 14.1.2015)

Hier sieht man teils große Unterschiede. So hat PewDiePie nur etwas mehr Videoaufrufe als emimusic, obwohl er mehr als 11 mal so viele Abonnenten hat. Daran zeigt sich sehr gut, dass manche Videoarten eher über die YouTube-Suche aufgerufen werden als andere. Lets Player dagegen profitieren mehr von treuen Zuschauern, also Abonnenten.

Interessant ist auch DisneyCollectorBR. Nicht nur, weil hier auch sehr viele Videoaufrufe mit „relativ“ wenig Abonnenten erreicht wurden. Laut socialblade.com ist es zudem der erfolgreichste Kanal mit geschätzen 165.700 bis 1,3 Millionen Euro Einnahmen im Monat. Dazu weiter unten mehr.

Wer sich generell mal anschauen will, wie sich die Spitze in YouTube entwickelt hat und welche Kanäle früher ganz oben standen, schaut einfach mal in der Wikipedia nach.

Top-YouTuber in Deutschland

Deutsche YouTuber backen natürlich kleinere Brötchen. Das liegt an der geringeren Reichweite, da deutlich weniger Menschen deutsch sprechen, als englisch.

Dennoch weisen viele große deutsche YouTube-Kanäle mittlerweile sehr gute Zahlen auf:

  1. Gronkh = 3.420.643 Abonnenten und 1.316.309.025 Videoaufrufe
  2. YTITTY = 3.079.752 Abonnenten und 652.495.846 Videoaufrufe
  3. kontor = 2.743.385 Abonnenten und 2.487.475.356 Videoaufrufe
  4. LeFloid = 2.259.315 Abonnenten und 266.195.307 Videoaufrufe
  5. majesticcasual = 2.152.310 Abonnenten und 571.155.827 Videoaufrufe
  6. DieAussenseiter = 2.095.541 Abonnenten und 487.175.866 Videoaufrufe
  7. ApeCrimeReloaded = 2.016.164 Abonnenten und 298.741.866 Videoaufrufe
  8. iBlali = 1.786.074 Abonnenten und 214.177.778 Videoaufrufe
  9. PietSmittie = 1.783.480 Abonnenten und 1.029.497.778 Videoaufrufe
  10. HalfcastGermany = 1.631.103 Abonnenten und 193.933.057 Videoaufrufe

(Stand: 14.1.2015)

Auch hier gibt es wieder eine bunte Mischung aus Musik, Comedy und zumindest 2 Lets Playern.

Hinsichtlich der Videoaufrufe liegen Musik und Lets Player Kanäle vorn.

Einnahmen-Schätzungen

Socialblade.com bietet neben den Statistiken auch Schätzungen der Einnahmen an. Das sind allerdings wirklich nur Schätzungen.

Zum einen gibt YouTube keine Zahlen diesbezüglich raus und zum anderen gibt es sehr viele Einnahmequellen für YouTuber, so dass es da große Schwankungen gibt.

Während der Top-US-Verdiener DisneyCollectorBR zwischen 165.700 bis 1,3 Millionen Euro pro Monat einnehmen soll, liegt für die deutschen Kanäle der etwas schräge Kanal Clipsmixxx vorn. Hier sollen es 16.000 bis 128.100 Euro sein.

Die größten YouTube Kanäle, deren Einnahmen und die Chancen für neue YouTuber

Wirklich genau wird man es aber nicht sagen können und ob es überhaupt in dieser angegeben Spanne liegt, ist ebenfalls nicht zu überprüfen.

Ich habe allerdings in einem Artikel mal ein paar bestätigte Einnahmen-Beispiele von YouTubern aufgelistet und zudem aufgeschlüsselt, wie viele Videoaufrufe wohl notwendig sind, um davon leben zu können.

Allerdings muss man auch hier sagen, dass dies natürlich je nach Thema schwankt, genauso wie bei Websites.

Chancen für Neueinsteiger

Solche Zahlen sind natürlich verlockend und viele Medien featuren verstärkt bekannte YouTuber und verkünden vollmundig, dass jeder zum YouTube-Star werden kann. Und welcher Jugendliche träumt nicht davon mit Lets Plays oder Spaß-Videos viel Geld zu verdienen?

Die Realität sieht jedoch etwas anders aus. In einer Umfrage hier im Blog habe ich vor einer Weile gefragt, wer mit Videos schon mal Geld verdient hat. Die Antworten der mehr als 500 Umfrageteilnehmer könnt ihr hier sehen:

Habt ihr schon mal mit einem Video Geld verdient?

  • Nein (78%, 463 Stimmen)
  • Ja (22%, 130 Stimmen)

Teilnehmerzahl: 593 (max. 1 Stimmen)

Daran kann man schon mal gut erkennen, dass die meisten eben noch nichts mit Videos verdient haben. Fast vier fünftel haben noch nichts verdient.

Aber das ist ja nur die eine Seite der Medaille. Selbst von denen, die schon mal Geld mit Videos verdient haben, werden viele nur ein paar Euro eingenommen haben. Den Traum vom großen Geld können sich nur wenige erfüllen.

Hier lohnt auch nochmal ein Blick auf die Statistiken von socialblade.com. In der Statistik der Top 5.000 YouTube Kanäle weltweit sind vor allem am Ende der Liste viele YouTuber, die nur ein paar Euro im Monat mit Ihren Videos verdienen.

Wie in meinem Artikel schon geschrieben, braucht man pro Monat 1-2 Millionen Videoaufrufe, um gundsätzlich davon leben zu können. Das erreichen die allermeisten Kanäle nicht.

Wer nur etwas dazu verdienen möchte oder ein Taschengeld abstrebt, für den sind natürlich weniger Vidioaufrufe notwendig. Dennoch ist es schwer in die wirklich lohnenden Regionen zu kommen, da die Konkurrenz auch immer größer wird.

Lohnen sich da nicht eher Nischenwebsites?

Bedenkt man den Aufwand der Videoerstellung und die große Konkurrenz, so stellt sich die Frage, ob YouTube für die meisten überhaupt die richtige Plattform ist.

Man muss regelmäßig neue Videos produzieren und benötigt hunderttausende oder sogar Millionen Videoaufrufe.

Im Gegensatz dazu sind Nischenwebsites mit deutlich weniger Aufwand verbunden, benötigen relativ wenig Traffic und können sehr gute Einnahmen abwerfen.

So habe ich mit meiner Nischenwebsite über Werkzeugkoffer pro Monat mittlerweile Einnahmen zwischen 300 und 500 Euro, bei rund 6.000 bis 7.000 Besuchern im Monat. Im Dezember konnte ich sogar fast die 1.000 Euro Marke knacken. Das war aber sicher dem Weihnachtsshopping geschuldet.

Neue Inhalte baue ich nur alle paar Monate ein, so dass der Aufwand im Schnitt mittlerweile vielleicht bei einer Stunde im Monat liegt.

Wer wissen will, wie man eine Nischenwebsite aufbaut, dem zeige ich das ab Ende Februar wieder in der neuen Nischenseiten-Challenge 2015.

Weitere Nachteile als YouTuber
Andere Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle. So steht man als YouTuber sehr in der Öffentlichkeit und leider gibt es auch immer wieder Anfeindungen und das Niveau vieler Kommentare ist nicht besonders hoch.

Zudem ist man von YouTube abhängig. Wird der eigene Kanal gesperrt, steht man bei 0. Bei eigenen Websites hat man da sehr viel mehr Kontrolle und kann das Risiko zudem auf mehrere Websites verteilen.

Deshalb möchte ich am Ende des Artikels von euch wissen, ob YouTube überhaupt ein gutes Geschäftsmodell für Selbständige ist.

Lohnt sich YouTube als Geschäftsmodell für Selbständige?

  • Nur für wenige, die es schaffen wirklich bekannt zu werden. (55%, 146 Stimmen)
  • Nein, die Chancen sind mit eigenen Websites viel größer. (21%, 56 Stimmen)
  • Ja, das lohnt sich auf jeden Fall. (13%, 34 Stimmen)
  • Keine Ahnung. (11%, 29 Stimmen)

Teilnehmerzahl: 265 (max. 1 Stimmen)

Bild von Peer Wandiger
Peer Wandiger
Studium der BWL und langjährige Arbeit in einem mittelständischen Unternehmen. Seit 2006 selbständig als Webentwickler und Website-Betreiber, 2007 Gründung von Selbständig im Netz.

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