Überall hört man, dass Google den absolut größten Teil der Besucher auf Websites und Blogs bringt. Dies sorgt natürlich für eine gewisse Abhängigkeit, sollte Google mal die eigene Website aus dem Index kicken oder zumindest schlechter ranken.
Doch wie groß ist der Anteil von Google am Traffic meiner Blogs? Genau dieser Frage gehe ich im heutigen Artikel nach.
Zudem gehe ich darauf ein, wie wichtig Google Traffic für den Erfolg einer Website ist und welche Gefahren gegebenenfalls in Zukunft lauern.
Inhalt
ToggleWas ist der größte Traffic-Bringer?
Facebook, YouTube, Instagram und andere Plattformen spielen heute eine sehr wichtige Rolle, aber den meisten Traffic bringt immer noch die Google-Suche auf Websites und Blogs.
Unter den Suchmaschinen dominiert Google auch in Deutschland den Markt mit mehr als 90%. Weltweit sind es etwas weniger.
Über 90% Anteil am Suchmaschinenmarkt hört sich beängstigend an. Das ist es auch, aber kommen denn Besucher ausschließlich über Google? Und wie wichtig ist dieser Traffic für Website und Blog-Betreiber wirklich?
Google-Traffic Anteil auf meinen Blogs
Bevor ich auf die Vor- und Nachteile des Google Traffic eingehe, möchte ich mir mal anschauen, wie groß der Anteil des Google-Traffics bei meinen Blogs ist. Dazu habe ich mir mal die Google Analytics Statistiken angeschaut, die ich bis vor einer Weile noch im Einsatz hatte.
Selbstständig im Netz
Hier im Blog liegt der Anteil von Google am gesamten Traffic bei rund 83%. Das ist schon ein sehr großer Anteil. Was hier besonders auffällt ist, dass über Facebook und Twitter relativ wenige Besucher kommen. Die direkten Besucher machen rund 12% aus.
Blogprojekt
Bei Blogprojekt.de liegt der Google-Anteil bei 82%, also etwas niedriger. Dafür ist der Anteil der direkten Besucher mit 13% etwas höher.
Affiliate Marketing Tipps
Dagegen ist der Anteil auf meinem Affiliate-Blog mit rund 87% wieder etwas höher und die direkten Besucher sind weniger. Bing macht hier rund 1,5% aus.
Abenteuer Brettspiele
Bei meinem Brettspiel-Blog liegt der Google-Anteil bei 75%, was verhältnismäßig wenig ist. Hier ist aber auch Facebook und Twitter mit 4% bzw. 1,5% deutlich stärker vertreten. Und der direkte Traffic liegt bei fast 15%.
Webhosting-Guide
Mit rund 83% ist der Google-Anteil beim Traffic auf meinem Webhosting-Guide wieder höher. Dafür ist der direkte Traffic mit nur 8% recht niedrig. Bing bringt hier immerhin 3%.
Google dominiert den Traffic
Wie man an diesen Zahlen sehen kann, ist Google bei mir der mit Abstand größte Traffic-Bringer. Zwar schwanken die Zahlen zwischen den Blogs und Websites ein wenig, aber die Tendenz ist eindeutig.
Das liegt aber auch daran, dass ich auf Social Media Plattformen, wie Facebook, nicht wirklich sehr aktiv bin. Würde man hier mehr Zeit investieren, würde sicher auch der Traffic von dort steigen. Das sieht man ein wenig an meinem Brettspiel-Blog, wo ich ein wenig aktiver auf Facebook und Twitter bin. Dort bringen diese Plattformen auch etwas mehr Besucher.
Dennoch werden die meisten Blogs und Websites wohl mit großem Abstand ebenfalls den meisten Traffic von Google bekommen. Das zeigt eine Umfrage-Auswertung unter meinen Lesern. Die meisten haben 60% oder mehr Traffic von Google.
Gegen die Google-Dominanz wehren
Eine zu starke Dominanz einer Traffic-Quelle ist nie gut, denn damit wird man auch sehr abhängig. Doch kann man überhaupt etwas dagegen tun?
- Social Media
Facebook, Twitter und Co. bieten viel Potential für neue Website-Besucher. Auch wenn die meisten Nutzer auf den Plattformen selbst bleiben, so kann man mit viel Engagement einen guten Teil auf die eigene Website locken.Dafür muss man dort aber sehr aktiv sein und nicht nur einfach eigene Links teilen, wie ich das meist mache. Für meinen Brettspiel-Blog stelle ich dort z.B. auch Umfragen ein, teile andere Links und Fotos und einiges mehr.
Diese Aktivität spiegelt sich in den etwas besseren Traffic-Werten von Facebook und Twitter für meinen Brettspiel-Blog wieder. Aber natürlich müsste man noch viel mehr machen, um signifikante Anteile am Gesamt-Traffic zu erreichen.
- YouTube
YouTube ist sehr wichtig geworden und eine tolle Plattform. Allerdings ist meine Erfahrung, dass von dort nur sehr wenige Besucher zu einer Website gehen. Auch hier könnte man mit bestimmten Tricks (Gewinnspiele …) den Anteil sicher erhöhen, aber mir kommt es so vor, als ob die YouTube-Nutzer auch wirklich nur auf YouTube bleiben wollen. - Newsletter
In vielen Bereichen ist ein Newsletter noch immer eine gute Möglichkeit einen direkten Kanal zu den eigenen Lesern aufzubauen. Zudem kann man mit interessanten und spannenden Inhalten im Newsletter dafür sorgen, dass viele der Abonnenten auf einen Link zur eigenen Website klicken.In meinen Newslettern klicken z.B. zwischen 20 und 30% der Leser auf einen Link zu meinen Blogs.
Bei meinen Blogs ist der Anteil von Google aber tendenziell in den letzten Jahren noch angestiegen. Vor 4 Jahren lag der Anteil bei Selbständig im Netz z.B. noch bei rund 77%.
Ein Grund dafür ist, dass die Feed-Nutzung deutlich zurückgegangen ist. RSS-Feeds konnten sich zumindest für Blogs nicht durchsetzen. Damals kamen darüber noch rund 2-3% der Besucher auf meinen Blog. Mittlerweile kommen darüber deutlich weniger Besucher.
Weitere Tipps, um die Abhängigkeit von Google zu verringern.
Wie wichtig ist der Google-Traffic?
Das ist aber die eigentliche Frage, die ich in diesem Artikel beantworten möchte.
Generell kann man sagen, dass viele Besucher wichtig sind, um gutes Geld mit Werbung zu verdienen. Hier richten sich die Einnahmen meist nach der Anzahl der Seitenaufrufe und damit an der Zahl der Besucher. Dabei ist es egal, ob man per TKP (Preis pro tausend Einblendungen des Banners) oder per Festpreis (der ja auch auf Basis der Seitenaufrufe festgelegt wird) abrechnet.
Aber auch bei anderen Einnahmequellen sorgen mehr Besucher oft für mehr Einnahmen. So z.B. bei Google AdSense, wo mehr Besucher in der Regel auch für mehr Klicks sorgen. Und dabei spielt es hier meist keine Rolle, ob die Besucher von Google kommen oder nicht.
Allerdings habe ich immer wieder festgestellt, dass Google-Besucher oft eine klarere Suchintension haben. Sie suchen eben in Google nach etwas Bestimmtem. Und genau das merke ich z.B. bei Nischenwebsites, wo der Anteil der Google-Leser noch höher ist. Das Kaufinteresse ist hier sehr wichtig.
Bei meinen Blogs habe ich zudem festgestellt, dass es in der Regel mehr Seitenaufrufe pro Besuch bei Google-Besuchern gibt. Auch hier scheint das konkrete Interesse an einem Thema wichtig zu sein. Dagegen ist die Seitenaufrufzahl bei Besuchern von Facebook und Twitter niedriger, da hier ja nicht nach etwas konkretem gesucht wird.
Ein zusätzlicher Faktor ist hier aber sicher auch, dass deutlich mehr neue Besucher von Google kommen (ca.75% bei Selbständig im Netz). Bei Facebook und Twitter sind es deutlich mehr wiederkehrende Besucher. Hier liegt der Anteil der neuen Besucher nur bei rund 30%.
Wiederkehrende Besucher lesen dann oft eben nur den einen Artikel, da sie die anderen Inhalte schon kennen.
Zudem ist die Verweildauer von Suchmaschinen-Besuchern auf meinen Blogs höher, als von Facebook und Twitter Besuchern.
Ist der Google-Traffic in Gefahr?
Aktuelle Daten lassen erkennen, dass die organischen Suchergebnisse immer weniger angeklickt werden. Sogenannte No Click Searches sind Suchanfragen, die nicht dazu führen, dass die Nutzer auf ein Suchergebnis klicken.
Das liegt unter anderem daran, dass Google immer häufiger direkte Antworten auf Fragen in die Suchergebnisse einbaut. So bekommt man von Google z.B. bei Anfragen nach Restaurants eine Maps-Information, bei Fragen nach bestimmten Personen direkt Infos zum Alter etc. in den Suchergebnissen.
Rand Fishkin hat in den USA mal untersucht, wie viele Nutzer der Suchmaschine überhaupt noch auf ein organisches Suchergebnis, also eine Website klicken. Es sind nur noch rund 42%. Dagegen sind rund 49% No Click Suchanfragen, die gar nicht dazu führen, dass die Nutzer überhaupt Google verlassen. Auf dem Smartphone soll es noch extremer sein.
Ist die Dominanz also gut oder schlecht?
Die meisten Werte sehen bei den Google-Besuchern besser aus, als bei vielen anderen Traffic-Quellen. Auch wenn mich der große Anteil der Google-Nutzer ein wenig stört und ich doch gern etwas stärkere Traffic-Alternativen hätte, so ist der Google-Traffic dennoch nichts schlechtes.
Im Gegenteil. Nach meinen Erfahrungen kann man durch sehr gut geschriebe Inhalte sehr zielgerichteten Traffic von Google erhalten, was sich unter anderem auf die Einnahmen auswirkt. Nicht umsonst kann man mit einer Nischenwebsite, trotz relativ wenigen Besuchern, gute Einnahmen mit dem Affiliate Marketing erzielen.
Umgekehrt verdienen viele Foren-Betreiber kaum Geld, daStammbesucher eben kein starkes Kaufinteresse mitbringen.
Die negative Entwicklung bei den Klickraten in den Suchergebnissen sind allerdings für Website- und Blog-Betreiber nicht so gut. Wenn die allermeisten Besucher von dort kommen, aber immer weniger davon in den Suchergebnissen auf Websites klicken, dann sorgt das langfristig für weniger Besucher.
Ich bin gespannt, wie es hiermit weitergeht.
Wie sehr dominiert der Google-Traffic bei euch?
Zum Schluss würde mich interessieren, wie sehr der Traffic von der größten Suchmaschine bei euch domiert und wie wichtig dieser ist.
Seid ihr froh über den großen Google-Anteil oder unternehmt ihr aktiv etwas dagegen? Oder dominieren bei euch vielleicht sogar andere Traffic-Quellen.
Ich freue mich über eure Kommentare.
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