Mehrere Standbeine für Selbstständige – Einnahmequellen, Websites und Kunden

Für Selbstständige ist es die Hauptaufgabe stetig und dauerhaft Geld zu verdienen.

Das gilt sowohl für “klassische” Offline-Selbstständige, die neue Kunden finden müssen und/oder Produkte verkaufen, als auch für Selbstständige im Netz.

Warum mehrere Standbeine wichtig sind und wie viele man davon haben sollte, behandelt der heutige Artikel.

Mehrere Standbeine für Selbstständige

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Wenn ich mir die Einnahmen deutscher Blogs anschaue, dann gibt es einige, die nur auf 1 oder 2 Einnahmequellen setzen. Aber auch viele Offline-Selbständige konzentrieren sich auf nur eine Einnahmequelle.

Das hat natürlich Vorteile. Je kleiner das Sortiment/Dienstleistungsangebot, umso einfacher ist die Verwaltung und Pflege. Ganz besonders bequem ist es, wenn man wenige große Kunden hat. Da muss man sich kaum um Marketing kümmern und hat einfach weniger Verwaltungsaufwand.

Im Web ist das ähnlich. Website aufbauen, Traffic generieren und Google AdSense einbauen. Fertig.

Doch auch wenn man auf diese Weise weniger Arbeit hat, birgt diese Vorgehensweise ein nicht unbeträchtliches Risiko.

Risiken bei zu wenigen Standbeinen

Konzentriert man sich zu stark auf nur wenige Standbeine, bringt dies einige Risiken mit sich:

  • Kundenverlust
    Arbeitet man nur für wenige große Kunden, so ist es schmerzhaft, wenn man einen davon verliert. Das kann einen deutlichen Einbruch der Einnahmen mit sich bringen und ist nur schwer auf die Schnelle zu kompensieren.

    Auch online ist es nicht zu empfehlen, sich nur auf wenige Einnahmequellen zu beschränken. Hat man einen großen Werbekunden, der die ganze Werbefläche mietet, ist das zwar eine schöne Sache, bricht dieser aber weg, steht man ohne Einnahmen da.

  • Google
    Google ist meiner Meinung nach zwar weder böse noch willkürlich und sperrt deshalb nicht ohne Grund Websites, aber dennoch besteht ein latentes Risiko.

    Hat man nur einen Blog, Shop, Dienstleistungs-Site etc., dann wäre eine Abstrafung natürlich fatal und man würde sich nur schwer und vor allem nicht sehr schnell davon erholen können.

    Ebenso wäre der alleinige Einsatz von Google AdSense vielleicht lukrativ und mit wenig Aufwand verbunden, aber wenn man dann von Google AdSense gesperrt werden würde, steht man ohne Einnahmen dar.

  • Konkurrenz
    Man sollte die Konkurrenz nicht vergessen. Jeder Tag entstehen unzählige neue Internet-Projekte und die Gefahr besteht, dass man die eigene Haupt-Website irgendwann mal durch die Konkurrenz verdrängt wird.

    Zumindest würde man deutlich weniger Traffic bekommen und die Einnahmen würde wohl ebenfalls sinken.

    Im Offline-Bereich kann das sogar noch schneller gehen, wenn z.B. ein neuer Konkurrent mit Kampfpreisen in den Markt drängt.

  • Verdiensteinbruch
    Es dauert z.B. recht lange, bis neue Einnahmequellen (Affiliate Marketing …) getestet und optimiert sind.

    Ebenfalls eine gewisse Zeit braucht der Aufbau neuer Kontakte zu potentiellen Werbekunden oder zu neuen Dienstleistungs-Kunden.

Sich auf zu wenige Kunden, Websites, Einnahmequellen etc. zu konzentrieren, sorgt also für ein gewisses Risiko, das man nicht unterschätzen sollte.

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Wie viele Standbeine sind optimal?

Der eine oder andere stellt sich nun vielleicht die Frage, wie viele Einnahmequellen, Kunden und/oder Websites denn nun in Ordnung sind. Das kann man natürlich pauschal nicht beantworten.

Einnahmequellen
Bei den Einnahmequellen sollte man immer auf mehrere setzen, zu Beginn aber nur mit 2 oder 3 beginnen.

Es gibt eine große Anzahl an Einnahmequellen für Websites, Blogs und Co. und man sollte da erstmal einiges ausprobieren.

Dann sollte man sich anfangs auf 2-3 konzentrieren und diese optimieren. Nach und nach sollte man dann weitere Einnahmequellen hinzufügen.

Zu viele sind es dann, wenn man nicht mehr dazu kommt diese einzeln zu pflegen und zu optimieren. Zudem bringt es gerade zu Beginn nichts auf dutzende Einnahmequellen zu setzen, die jede für sich überhaupt kein Geld bringen, weil sie nicht optimiert sind.

Zudem sollte man sich immer in die eigenen Leser versetzen und vermeiden, zu aggressiv mit den Einnahmequellen umzugehen.

Websites
Auch hier ist es zu empfehlen, erstmal mit einer Website zu beginnen und diese zum Laufen zu bekommen. Danach kann und sollte man sich dann an eine weitere wagen, während man parallel die erste natürlich weiter pflegt.

Die Anzahl hängt stark davon ab, welche Art Websites man erstellt. Während man gleichzeitig nur wenige Blogs aufbauen kann, da diese recht aufwändig sind, sieht das bei Affiliate-Sites schon anders aus.

Diese benötigen bei der Erstellung zwar auch einen gewissen Aufwand, sind danach aber relativ pflegeleicht.

Das führt dazu, dass man davon sehr viele parallel betreuen kann.

Baut man dagegen einen aufwändigen Online-Service auf, ist für weitere Projekte oft gar keine Zeit.

Kunden
Bei Kunden, egal ob online oder offline, ist es meist ebenfalls zu empfehlen nach und nach für eine gewisse Streuung zu sorgen.

Auch hier kommt es natürlich auf die Leistung an sich an, die man anbietet. Dennoch sollte man auch während Phasen, in denen man ausgelastet ist, die Suche nach neuen Kunden nicht vernachlässigen.

Man sollte es allerdings nicht übertreiben. Zu viele Kunden führen nicht nur zur Überlastung, sondern man kann ggf. auch nicht die Qualität der eigenen Leistung halten und verärgert damit möglicherweise Kunden.

Leistungen und Sortiment
Im Offline-Bereich oder in Online-Shops sollte man ebenfalls zu Beginn eher ein klares Profil aufbauen, anstatt alles mögliche anzubieten.

Als Spezialist kann man sich nicht nur schneller und besser einen Namen machen, sondern oft auch höhere Preise verlangen.

Mit der Zeit ist es aber ebenfalls empfehlenswert, wenn man das Leistungsspektrum bzw. das Sortiment ausbaut. Das sollte aber nicht dazu führen, dass man sein aufgebautes Image verwässert.

Weitere Maßnahmen zur Einnahmesicherung

Weitere Möglichkeiten für sichere und dauerhafte Einnahmen zu sorgen:

  • Groß und klein

    Wenige große Nischenwebsites oder viele kleine?

    • Kombination aus einer großen und vielen kleinen Nischenwebsites. (33%, 44 Stimmen)
    • Ich habe gar keine Nischenwebsite. (26%, 35 Stimmen)
    • Ich baue viele kleine Nischenwebsites. (21%, 29 Stimmen)
    • Wenige große Nischenwebsites sind am besten. (10%, 14 Stimmen)
    • Ich habe nur eine große Nischenwebsite. (10%, 13 Stimmen)

    Teilnehmerzahl: 135 (1 Stimmen)

    In einer Umfrage hatte ich euch gefragt, ob ihr lieber auf wenige große oder viele kleine Websites setzt.

    Ein Drittel der Umfrageteilnehmer macht es so wie ich und baut neben einer großen viele kleine Websites auf.

    Diese Vorgehensweise kombiniert die Vorteile einer großen Website (direkte Werbekunden, große Reichweite etc.) mit der Sicherheit diverser Projekte.

    Ähnliches kann man auf Kunden übertragen. So ist es sicher nicht das schlechteste, wenn man 1 oder 2 größere Kunden hat und zusätzlich noch eine Vielzahl kleinerer.

    Und auch bei den Einnahmequellen wird es sicher immer eine oder zwei geben, die verhältnismäßig viel einbringen. Deshalb sollte man meiner Meinung nach aber nicht vernachlässigen, weitere, wenn auch kleinere Einnahmequellen einzubauen.

  • ergänzende Leistungen/Angebote
    Schaut man sich die Einnahmen von englischsprachigen Blogs an, dann fällt vor allem auf, dass diese neben den bekannten direkten Einnahmequellen oft noch zusätzliche, indirekte Einnahmequellen erschlossen haben.

    So z.B. Website-Verkäufe, Premium-Theme-Erstellung, Kundenaufträge, SEO-Dienstleistungen, eBooks, iPhone Apps, Schreibaufträge, Consulting etc..

    So hat z.B. die Kombination aus eigener Website und Kundenaufträgen ein paar Vorteile und sorgt für deutlich weniger Risiko.

    Ein gutes Beispiel ist der bekannte australische Blogger Darren Rowse. Er hat seine 12 Blogging-Einnahmequellen aufgelistet. Darunter sind einige indirekte Einnahmequellen.

    Zudem betreibt er neben seinem Blog noch eine weitere bekannte und erfolgreiche Site.

  • passive Income
    Passive Income ist oft nur eine gern benutzte Floskel, ohne wirklich zu erklären, wie man solche Einnahmen aufbaut.

    In meiner Serie über Passive Income habe ich Schritt für Schritt erklärt, wie man sich passive Einnahmequellen erschließen kann und praktische Beispiele gegeben.

    Meiner Meinung nach kann so gut wie jeder Selbstständige passive Einnahmen nutzen und sich damit weitere finanzielle Standbeine aufbauen.

Fazit

Mehrere Standbeine sind für den langfristigen stabilen Erfolg der eigenen Selbstständigkeit sehr wichtig. Möglichkeiten dazu gibt es verschiedene, die auf den eigenen Fähigkeiten und der verfolgten Strategie aufbauen sollten.

Man sollte sich aber keinesfalls auf zu wenigen Standbeinen ausruhen.

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7 Gedanken zu „Mehrere Standbeine für Selbstständige – Einnahmequellen, Websites und Kunden“

  1. Sehr schön zusammengefasst, Peer. Ich persönlich finde den Aufbau einer Nischenseite deutlich einfacher, als z. B. ein Blog. Beim Blog muss man vielmehr Engagement zeigen. Dafür hat man auch ganz andere Möglichkeiten. Ich denke, jeder muss seinen eigenen gesunden Mix finden :)

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  2. Servus,
    Du hast zwar Recht mit der Aussage, dass neben einem Onlineservice kaum Zeit für andere Projekte ist, jedoch sollte dieser von Anfang an soweit optimiert werden, dass dieser weitgehen automatisiert läuft. Soweit dies dann funktioniert hat man wieder Zeit für andere Projekte. Eine meiner Meinung nach gute Mischung beinhaltet ein oder zwei weitgehend automatisierte Online-Services, ein Hauptprojekt welches viel Zeit in Anspruch nimmt (z.B. Blog) und noch weitere zusätzliche Nebenprojekte (Affiate-Sites die wenig Pflege benötigen).
    Jedoch funktioniert bei Anderen nur ein Projekt und dafür viele Kundenaufträge. Dies muss jeder entscheiden und ausprobieren.

    Antworten
  3. Die Zusammenfassung ist wirklich top, kann man nichts sagen. Aber ich befinde mich auch in der Aufbauphase, und es ist echt nicht einfach “nebenher” ein nächstes Standbein aufzubauen. Das ist wie ein Teufelskreis.
    Das erste Bein braucht man um Geld zu verdienen, aber die Zeit die man für das erste verbraucht, braucht man dringent dafür um das zweite aufzubauen. Aber wenn man keine Zeit hat für das erste Bein verdient man kein Geld. Zumindest geht es mir gerade so, und das ist echt ätzend.
    Aber ich komm da raus 100%

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  4. Tolle Zusammenstellung, Peer!
    Ich habe mich erst dieses Jahr selbstständig gemacht. Wollte zwei große Onlineprojekte parallel starten. Letztendlich hat es sich aber so ergeben, dass ich bisher 80% in das eine und 20% in das andere Projekt reingesteckt habe. Mittlerweile ändert sich der Zeitaufwand aber. Sodass ich davon ausgehe, bald jeweils gleich viel Energie und Arbeit in meine Projekte zu stecken.

    Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt ;-)

    Ich stimme dir zu, dass man auf mehreren Beinen stehen sollte. Ist ja vor allem im Onlinebusiness relativ einfach umzusetzen.

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  5. Hey Peer,

    guter Beitrag! Man muss unbedingt mehrere Standbeine aufbauen. Wir sind jetzt mit unserem ersten Online-Shop gestartet aber eh das rund läuft geht auch einige Zeit ins Land. Auf deiner Seite hat man ja die besten Möglichkeiten sich über andere Projekte zu Informieren. Meiner Meinung nach ist das wichtigste ein großer Pool an Nischenseiten die man zur Verfügung hat. Und schließlich ein Geschäftsmodell das mehrere Einnahmequellen nutzt.

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  6. Leider erlebt man auch noch in der klassischen Industrie, ob on oder offline zu sehr der Fokus auf den grossen, wenigen Kunden liegt. Die jüngste Vergangenheit zeigt, dass diese auch sehr schnell in die Insolvenz rutschen können und dann steht man da. In der Zwischenzeit sind die vielen kleinen lange weg und vielleicht auch nicht mehr so klein! dann kostet es die doppelte Mühe! diese wieder zurückzugewinnen.

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  7. Ich denke, mit der richtigen Strategie und dem richtigen Aufbau eines Blogs von Anfang an, lässt sich in jeder Nische und mit jedem Thema noch Geld verdienen. Es ist eben nur schwer, die richtige Methode, bzw. Strategie zu finden. Wenn man echten Mehrwert auf seiner Seite hat und zwei/drei Punkte berücksichtigt und optimiert, dann kann es eigentlich Jeder schaffen seinen Blog zu monetarisieren. Eigentlich braucht es hauptsächlich Traffic, und zwar targetierten, und einen mehrwertorientierten Newsletter, womit man den Besuchern hilft. Darüber Vertrauen aufbauen und nach ein/zwei Wochen kann man anfangen den Leuten Angebote zu schicken oder hier und da mal Werbung machen. Und da man alles komplett automatisieren kann, ist es schon eine Möglichkeit beruflich unabhängig zu werden. Aber klar, das geht auch nicht von heute auf morgen.

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