
Deshalb widme ich mich im diesem Teil meiner Artikelserie über die nebenberuflichen Selbstständigkeit dem Zeitmanagement und gebe praktische Tipps.
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Ich selber habe sozusagen auch einen Nebenjob. Meinen noch relativ neuen Brettspiel-Blog, über den ich in dieser Case Study regelmäßig berichte, betreibe ich nach der Arbeit von zu Hause aus.
Das bedeutet, dass ich hier im Büro meine normale Arbeit mache, über Brettspiele blogge ich dann aber sozusagen nebenberuflich vom Heimbüro aus. Das habe ich bewusst so gemacht, da es sich um ein Hobby von mir handelt und ich es schon deutlich von meiner normalen Arbeit trennen wollte, auch wenn ich das ebenso professionell angehe.
Dadurch hat sich aber auch das Bedürfnis nach einem besseren Zeitmanagement ergeben, da ich 2 bis 3 Artikel pro Woche in meinem Blog abenteuer-brettspiel.de veröffentlichen will und es zu Hause natürlich auch viel zu tun gibt. Zudem schätze ich meine mittlerweile wieder vorhandene Freizeit (nachdem ich in den ersten Jahren meiner Selbstständigkeit fast keine hatte). Große Einschränkungen meiner Freizeit wollte ich deshalb vermeiden.
Die folgenden Zeitmanagement Tipps stammen unter anderem aus meinen eigenen Erfahrungen in den letzten Monaten.
10 Tipps für ein besseres Zeitmanagement
Im Folgenden findet ihr 10 Tipps für ein besseres Zeitmanagement in der nebenberuflichen Selbstständigkeit. Damit habe ich es geschafft meinen neuen Blog stetig auszubauen und erfolgreich zu machen, ohne große Einschränkungen in meinem Privatleben hinnehmen zu müssen.
1. Fokussierung
Als nebenberuflich Selbstständiger hat man nicht viel Zeit und deshalb ist wichtig fokussiert zu arbeiten. Man sollte sich klare Ziele setzen, die dem verfügbaren Zeitrahmen angemessen sind.
Um diese Ziele zu erreichen sollte man sich zudem klare Aufgaben setzen und sich generell nur auf die wichtigsten Aufgaben konzentrieren. Schon in der normalen Selbstständigkeit schafft man nicht alle Aufgaben, die anfallen. Im Nebenjob wird man niemals alles schaffen, weshalb es wichtig ist zu priorisieren.
2. Planung
Generell ist es sinnvoll eine gute Planung vorzunehmen. Es hilft sehr, wenn man konkrete Zeiten und Termine definiert, wann man etwas für den Nebenjob machen will und bis wann man etwas geschafft haben möchte.
So könnte man z.B. 2 Tage in der Woche festlegen, an denen man an seinem Nebenprojekt arbeitet. Sehr sinnvoll sind dabei sogar konkrete Uhrzeiten, zu denen man sich nichts anderes vornimmt.
Ebenfalls hilfreich ist eine Todo-Liste, oder ein Kalender(App), um die einzelnen anstehenden Aufgaben aufzulisten und nach ihrer Wichtigkeit zu ordnen.
3. Mehrere Sachen am Stück
Statt ständig zwischen verschiedenen Aufgaben zu wechseln, ist es produktiver mehrere gleichartige Sachen am Stück zu erledigen.
Bei kleineren Aufgaben bieten sich Blöcke an, in denen man sich nur um diese Kleinigkeiten kümmert, wenn die wichtigeren Aufgaben erledigt sind.
Zudem hilft es wiederkehrende Workflows und Routinen zu entwickeln. Das macht einen ebenfalls schneller.
4. Kein Multitasking
Manch einer denkt vielleicht, dass Multitasking produktiver macht, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Deshalb solltet ihr euch jeweils nur auf eine einzige Aufgabe konzentrieren und dabei bleiben.
Auch die parallele Ablenkung, z.B. durch Social Media oder eMails am Computer, sollte vermieden werden.
5. Mediennutzung einschränken
Mehr Zeit für die nebenberufliche Selbstständigkeit findet ihr, wenn ihr die Nutzung anderer Medien einschränkt. Das betrifft zum Beispiel das Fernsehen oder auch das Konsumieren von Newslettern, Podcasts und so weiter.
Natürlich ist es gut auch mal abzuschalten oder durch andere Medien etwas zu lernen. Meist kann man aber relativ leicht eine Stunde pro Tag herausholen, wenn man sich auf die wichtigste Mediennutzung konzentriert.
6. Früher aufstehen oder länger aufbleiben
Eine weitere Möglichkeit das Zeitmanagement zu optimieren hat mit der Nacht zu tun. Entweder man steht früher auf und hat auf diese Weise morgens eine Stunde für die nebenberufliche Selbstständigkeit, bevor es zu Arbeit geht. Oder man bleibt Abends länger auf, wenn es ruhig ist und man zu etwas kommt.
Allerdings ist Schlaf ebenso wichtig für das Wohlbefinden und die Produktivität. Man sollte deshalb auf jeden Fall dafür Sorge tragen, dass man genug Schlaf bekommt.
7. Freie Zeit nutzen
Als nebenberuflich Tätiger wird man immer mit der Frage konfrontiert sein: Freizeit kontra Arbeit. Es kann sich aber sehr lohnen freie Zeit für den Nebenjob zu nutzen, z.B. wenn die Kinder noch in der Schule sind.
Allerdings sollte auch klar sein, dass man Erholung braucht, sonst wird man unkonzentriert und das kann sogar gesundheitliche Probleme mit sich bringen. Deshalb ist Freizeit wichtig.
8. Wochenende nutzen
Dieser Tipp geht in die Richtung des vorherigen. Das Wochenende, welches man bei den meisten Jobs frei hat, eignet sich gut, um an der nebenberuflichen Tätigkeit zu arbeiten. So plane ich z.B. 2 Stunden am Samstagvormittag für meinen Brettspiel-Blog ein und verfasse in dieser Zeit einen neuen Artikel.
Allerdings auch hier der Hinweis, dass Erholung wichtig ist und man das Wochenende keinesfalls voll packen sollte mit Arbeit.
9. Realistisch bleiben
Das bringt mich auch gleich zum nächsten Tipp. Keinesfalls sollte man zu viel planen, sich zu viel vornehmen. Es ist zwar verlockend eine Menge schaffen zu wollen, aber zu schnell artet das in Stress aus, was gerade bei einem Nebenjob nicht sein sollte.
In das eigene Zeitmanagement sollte man deshalb auch Unvorhergesehenes einplanen und sich gewisse Puffer lassen.
10. Die 80/20 Regel
Das Motto von Facebook lautet „Done is better than perfect“. Ich habe dies hier schon oft unter der Bezeichnung 80/20 Prinzip behandelt.
Es geht dabei um die Bedeutung bestimmter Teilaufgaben für das Gesamtergebnis. Manchen dieser Aufgaben tragen einen großen Anteil dazu bei, andere, die genauso lange dauern, machen das Ergebnis aber nur wenig besser. Man sollte sich auf die Aufgaben konzentrieren, die die größten Resultate bringen und sich nicht im Perfektionswahn verlieren.
Bonus-Tipp: Ordnung
Zum Ende noch ein Bonus-Tipp für eine optimales Zeitmanagement, der mir sehr geholfen hat. Es klingt langweilig und spießig, aber ein aufgeräumter Schreibtisch ist Gold wert. Man kann schnell alles finden und zudem sorgt es auch für eine bessere Konzentration und damit eine höhere Produktivität, denn dann ist auch „im Kopf alles aufgeräumt“.
Deshalb kann ich nur jedem nebenberuflich Selbstständigen empfehlen, Ordnung zu halten. Das hilft wirklich.
Zeitmanagement ist auch Work-/Life-Management
Ein gutes Zeitmanagement hilft nicht nur dabei im Nebenjob Erfolg zu haben, sondern ist auch sehr wichtig für ein gutes Work-/Life-Management. Gerade wenn man jung ist, mag einem das nicht so wichtig erscheinen, aber auf Dauer muss man darauf achten, Arbeit und Privatleben gut auszubalancieren, gerade wenn man noch nebenbei arbeitet.
Wer noch weitere Zeitmanagement-Tipps möchte, kann sich meinen Artikel mit Tipps für den Arbeitstag anschauen.
Aber natürlich freue ich mich auch auf euer Feedback und eure Tipps für ein besseres Zeitmanagement.
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